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Archiv für August 7th, 2007

Gewinnbeteiligungen und innerbetriebliche Umverteilung

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Das hier von diesem rechts”liberalen” Agitprop-Blog der Staatsdiener an Wirtschafts-Fakultäten finde ich ja gar nicht so schlecht.

Frage mich lediglich

a.) wie denn sowas betriebsintern kommuniziert wird und

b.) was das für Auswirkungen auf die Arbeistleistung derer, die beteiligt würden, hat und

c.) ob die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt da wirklich positiv wären, oder ob das nicht genau im Gegenteil einfach zur Erhöhung von Arbeitszeiten bei gleichzeitiger Nicht-Enstellung neuer Arbeitnehmer führen würde.

Weil a.) zwar bei börsenenotierten Unternehmen eine gewisse Transparenz-Pflicht besteht, aber ansonsten können ja sogenannte “Arbeitgeber” da sonstwas in ihren der Belegschaft kommunizierten Bilanzen verwurschteln. Soll heißen: Ohne ergänzende Transparenzverpflichtungen und einen Ausbau, nicht Abbau innerbtreiblicher Demokratie, z.B. durch weitere Stärkung der Betriebsräte, macht das wenig Sinn. Auch deshalb, weil ja Gewinne eben nicht nicht nur auf individuelle Arbeitsleistung sich runterbrechen lassen, sondern auch von allerhand strategischen Entscheidungen der Geschäftsführung abhängen. Bei mehr innerbetrieblicher Demokratie könnte dieses kompensiert werden.

Zu b.) ist zumindest in meinem Job das Problem, daß Sparen, um höhere Gewinne zu erwirtschaften,  sich sofort auf die Produktqualität auswirkt. Man wird sozusagen “kompromittiert”. Das ist so eine Nummer, wo ich auch immer nicht weiß, wie man da rauskommt – die “individuelle Gewinnmaximierung” des “homo oeconomicus” ist eben nicht ohne weiteres abzustimmen auf Unternehmensziele, und genau daran krankt es ja in Zeiten der befristeten Zeitverträge: Sowas wie ein “Unternehmensinteresse” ist gerade jenen, die überhaupt per Job Description in der Lage sind, Gewinne zu erwirtschaften, u.U. schnurz. Bei jenen Jobs, wo das einzelne Produkt noch mit der individuellen Arbeitsleistung in Verbindung gebracht wird, zieht dieses Argument nicht, aber welche sind das schon?

zu c.) Ist ja eigentlich klar und auch ohne Gewinnbeteiligungen schon über die Angst vor der Arbeitslosigkeit motiviert der Fall: Die Leute arbeiten immer mehr, um Geld auf ihr Konto zu bekommen. Insofern besteht keine Notwendigkeit, neue Stellen zu besetzen. Den Arbeitsmarkteffekt bezweifel ich somit. In meiner Branche ist das ein Riesen-Rroblem, was zudem dazu führt, daß die meisten Leute mit Mitte 40 schlicht durch sind.

Aber als weiterzudenkender Ansatz ist diese innerbetriebliche Umverteilung gar nicht so schlecht, finde ich …

Geschrieben von momorulez

August 7, 2007 um 7:20

Veröffentlicht in Ökonomie

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