Archiv für August 22nd, 2007
Gestern sind mal wieder Dicke von einem aufgebrachten Mob durch ein westdeutsches Dorf gehetzt worden!
Ex-Regierungssprecher Heye wies darauf hin, daß Dicke die Gegend um Aachen nunmehr meiden sollten.
Reichte aber eigentlich als Eintrag, die Headline. War jetzt für LePenseur, Llarian und wie die alle heißen oder sich nennen.
Da waren sie wieder, meine drei Probleme
Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen:
Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus.
Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig.
Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent.
Und man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi.
Gerhard Bronner (3)
23.10.1922 -
österreichischer Komponist, Musiker und Kabarettist
ein Zitat, dass mir zu den Begriffen Solidarität, Anstand und Selbstverständlichkeit aufgefallen ist.
Heute mal SpOn verlinken …
… hier im Blog für dirty old men, die eierleckend ihre Jugend- und Jungmannerinnerungen breit treten!
Und zwar jenen Artikel hier, dessen grausames Thema uns u.a. dieses wundervolle Lied bescherte.
Gibt’s auch von Herrn Degenhardt, den heute auch kein Schwein mehr auf dem Zettel hat, obgleich der so großartige Lieder geschrieben hat über das Blubbern dicker Saucen und die Schmuddelkinder, mit denen man nicht spielt und deren Lieder man nicht singt. Brandaktueller denn je, würde ich mal sagen, die Oberstadtbewohner dergestalt anzusingen: “Progressiv, dynamisch, mit Phantasie – aber sachlich“. Abgesehen von der Pointe, eh abgeschnitten, ja, hmmm, ist das so unaktuell dann ja auch nicht.
Gerade neulich mit einem NDW-Heroen von einst und ‘nem Kumpel aus Köln im Machwitz gesessen, das demnächst abgerissen wird oder schon wurde, und wir bekamen uns gar nicht mehr ein vor Begeisterung, als wir uns wechselseitig die Liedermacher-Zeilen von einst rezitierten.
Sooo lange habe ich ja die Autonomen gar nicht verraten. Öko war ja dann “out”, als ich so um die 17, 18 war, in Marburg, Göttingen und Münster dauerte das zwar noch etwas länger, aber so bei uns, da trug man dann schwarz, ganz in schwarz, eine kurze Pfeffer- und Salz-Mantel-Periode gab’s auch, Haare auch schwarzgefärbt, aber nicht Gruftie, nee, mit Lederjacke und so ganz auf cool und hörte Jeffrey Lee Pierce, “The Cure” und “The Smiths” und “The The” und sowas und meinte sich belustigen zu müssen über das, was man kurz vorher noch dolle fand. Gröhlte mit den Goldenen Zitronen “Willst Du wirklich immer Hippie bleiben” – seitdem ich blogge, habe ich das Gefühl, daß ein gar nicht so kleiner Teil derer, die da schreiben, darauf hängen geblieben ist, auf dieser Attitude.
Da witzeln dann in den Kommentarspalten ehemals befreundeter Blogs Besucher technischer Hochschulen über Birkenstock-Sandalen, ganz wie wir damals ’85 auf der Klassenfahrt nach Berlin, und wenn ich dann an dieses eklige Gewetter gegen “Gutmenschen” allerorten denke, dann packt’s mich auf einmal und das lila Tuch sich ganz von selber wieder aus und ich finde auf einmal sogar Bots wieder gut.
Mußte ich nur mal loswerden. Immer noch besser, ewig Öko zu bleiben, als auf der Tempo von ’87 rumzustehenzubleiben und sich dafür 20 Jahree später dann immer noch zu feiern.
Aber das Konzert der Goldenen Zitronen innerhalb der Hafenstraßen-Barrikaden, das war trotzdem super!
PS: Ja, ich überschreibe Blog-Einträge wie diesen demnächst mit “Liebes Tagebuch”.