St. Pauli Champs
Mir fiel gerade wieder eine VHS-Kassette in die Hände, die mir einiges Wert ist. Ich habe 15 Jahre suchen müssen bis ich Ende der 90er in ihren Besitz gelangte. Und das kam so:
Alle alten Männer meines Jahrgangs, die westlich von St. Pauli aufgewachsen sind, haben sie erlebt, die Jugendgangs aus St. Pauli, die gerne mit der S-Bahn nach Othmarschen und Co. fuhren, um die Parties der Popper aufzumischen. Waren selbst keine Kinder von Traurigkeit, am WE hingen wir ja selber auf dem Kiez ab. Das waren aber immer gleich 30, manchmal 100 Jungens auf einmal, die da in Bomberjacken vor dem Tore lauerten. Das machte schon Angst. Faszinierte aber auch gleichzeitig.
Ich habe in Erinnerung, dass mir am meisten auf den Zeiger ging, dass wir unseren Eltern nie klar machen konnten, was sich da auf Hamburgs Straßen abspielte. Die nahmen das gar nicht wahr und deswegen auch nicht ernst. Wie haben wir uns gefreut als dann im November 1985 die Serie “Wild in den Straßen” ausgestrahlt wurde, die in zwei Folgen das Treiben der St. Pauli Champs dokumentierte. Ein ganzes Jahr hatten die auf dem Kiez und anderswo die Gang gedreht. Mit 16mm Kamera, die vom Bruder einer unserer Kumpis mitgehalten werden durfte: einem der Törzs (oder wie die sich noch schreiben) Brüder. Ihr Vater moderierte dann die Sendungen an. Im Pullunder, wie sich das gehörte.
Denke daran öfter, wenn ich heute Meldungen über (rechte) Gewalt lese. Darüber, dass ich auch soweit sein könnte, eines gesetzten Tages, wenn meine Töchter mir davon erzählen, das ins Land der Pubertätsmärchen zu senden. Außerdem würde mich mal brennend interessieren, was aus den damals porträtierten denn so geworden ist.
Thorsten Jeß, der Regisseur der Doku könnte das noch wissen. Von dem habe ich dann auch die Kopie einer alten VHS bekommen, war so erstaunt, dass es wirklich Fans seiner Doku gibt. Wenn der wüsste wie viele wir sind
Forza Sankt Pauli.
Bei der Schilderung von Gewalt an Schulen, wie sie seit vielleicht 10 Jahren in der Öffentlichkeit sind, fällt mir unterhalb des Schusswaffengebrauchs auch kein großer Unterschied zu früher auf. Auf unseren Schulhofschlägereien in den 1970ern wurden Arme ausgekugelt, und auf einer Hauptschule in meiner Stadt prügelten sich zwei Jungen um die Gunst eines Mädchen mit Nunchakus. Ich selbst wurde auf der Grundschule und Orientierungsstufe im Schnitt einmal täglich verprügelt (einmal, um den Mitschülern vorzuführen, dass ich daran so gewöhnt sei, dass es mir schon nichts mehr ausmache) und bekam im Werkunterricht von einem Mitschüler eine Schusterahle in den Oberarm gerammt. Wir saßen in manchen Stunden mit 48 Kindern im Unterricht und hatten 39 Stühle. Von Zeit zu Zeit flog ein Stuhl aus dem Fenster, und es war beliebt, unmittelbar vor einer Klassenarbeit Mitschülern die Schreibutensilien in den Spülkasten des Klos zu verstecken. Interessiert hat das damals die Öffentlichkeit nicht. Die rot-gelbe Reformpädagogik wurde publizistisch begleitet durch eine emanzipativen Ansätzen verpflichtete, Probleme thematisierende, aber die brutaleren Konflikte hinwegharmonisierende Berichterstattung (sozusagen die Sesamstraßisierung der Schul- und Jugendpublizistik), die Antwort der älteren Generation und der CDU lautete damals ohnehin “da fehlt der Rohrstock” (wörtlich so gehört). Eine Lehrerin erzählt uns damals, dass sich in ihrer Jugend, dass muss in den Trümmerjahren der Nachkriegszeit gewesen sein, die Jungen aus zwei benachbarten Straßen zum Kräftemessen mit dem Schlagstock auf eunem alten Exerzierplatz trafen, und zwar einmal die Woche, insofern erscheint mir auch diese Gewalt nicht als etwas in den 70er Jahren Neues. Ich erinnere mich, dass wir als 8jährige sofort die Straßenseite wechselten, wenn wir 15jährige sahen, denn “Die großen Jungs kriegen alles fertig” (zum Beispiel einen in den Fluss werfen), und ich wunderte mich mit 14, dass die kleinen KInder vor mir keine Angst hatten und fand dass sich da positiv etwas verändert hatte.
che2001
August 29, 2007 um 7:26
… und die Duckie Boys waren ja auch nicht ohne
… das mit dem Verstecken von Ranzen und Mappen kenne ich auch.
ring2
August 29, 2007 um 17:23
Ja,ich war einer von den champs viele wissen gar nicht das wir damals die skinheds
aus hamburg vetrieben haben
Casanova
September 29, 2007 um 20:56
Also gleich piss ich mir in die Hose vor lachen!
Ich kann mich gut daran erinnern dass die Champs sich immer im Verhältnis 10:1 gekloppt haben.
Also 10 Camps auf Einen (meist Opfer-Typen).
Im Rollerpark in Lohbrügge sind sie 85′ mal an den Hamburger Vizemeister im Karate Vollkontakt geraten
(wieder 10 gegen 1) und haben sich so ein geiles Arschvoll abgeholt (also nur 3 – der Rest ist ja weggelaufen).
Ja, die Champs waren schon echte Helden
Vertrieben haben die ganz sicher Niemanden…
Meines Erachtens waren die einzig wirklich erstzunehmenden Fighter aus der Zeit die Streetboys.
Atemlos
Oktober 24, 2011 um 13:00
… nach Bergedorf?
ring2
September 30, 2007 um 17:16
Atemlos hat zu 1000% recht !!! Die St.Champs habe ich mal auf dem Dom erlebt als sie mit ca. 5 Mann ein harmlosen Jugendlichen zusammengeschlagen haben .Gegen die Streetboys hatte ich auf den Landungsbrücken einmal selbst das vergnügen gegen sie anzutreten , leider ging das ganze nicht gut für uns aus . Die Streetboys waren ein ganz anderes Kaliber .Für mich die No1 in Hamburg
jompeng
Mai 31, 2012 um 16:16
nach neugraben ! oder lange haare wacksen lassen
Casanova
Oktober 3, 2007 um 7:23
Hallo ich suche den film schon lange ,da ich ein paar von den champs kannte würde ich mich sehr freuen wenn mir jemand vielleicht eine kopie machen könnte.
Schreibt mich einfach an :Latyvonn@hotmail.com
Yvonne Latermann
Juli 22, 2008 um 9:20
ja ja das waren noch sensationelle zeiten, was kommen da fuer erinnerungen hoch. damals war man echt an keiner ecke sicher. die guten alten gruppen wie : Streetboys, Green Bombers, Glorias, Mods, Ted’s, Punks, Skins, Strangers, Loewen, The Rats, Bloodfighters, Champs, Popper und natuerlich nicht zu vergessen die guten alten Destroyers. Das war noch subkultur vom feinsten
was danach kam alla WTB’s etc. war nicht mehr so klasse…..
ein hoch auf die jahre 1984-1987 !!!
gruesse an alle die damals halbwegs dabei waren !
Brownings
September 18, 2008 um 13:43
Hallo ring2
Ich suche schon lange Kopien dieser Sendung.
Kannst du mir eine Kopie schicken?
Ich wäre dir sehr dankbar.
Grüße,
Ralphy
Ralphy
November 30, 2008 um 17:31
Ok auf jedenfall waren die Jungs aus den Jahren 84-87 schon gut am Start aber wenn ich höre was danach kam sei nicht zu vergleichen dann frage ich mich ob Ihr die zeit mit Kinder kriegen oder mit Strassen fern bleiben verbracht habt.Keine frage das wir als junge kidis mit 12-14 schon echt beeindruckt waren was da so abging bei uns in Bergedorf zum Beispiel (Grün Bomber)oder die Lutscher Gruppen ( Pops, Mods, Blue Bomber,Teds usw)
keine frage die Champs waren (die Gruppe) auf Grund ihrer anzahl.Aber Gruppen wie Red Cops oder andere aus den Jahren 87-90 waren gute um nicht zu sagen Gangs die Gleichwertig wenn nicht besser waren.da ihr es leider nicht geschafft habt die Jungs Ohne vorhaut auf den Kopf (Glatzen) aus unseren Strassen zu verdrängen.Blieb es an uns diesen Notwendigen Job zu Übernehmen denn nach euch ca 1 Jahr lang dachten sie es ist wieder ruhig und sie können offen ihre dinge zu Ausdruck bringen Ausländische Mitbürger anzurotzen Frauen zu schlagen und noch viel heftigere Sachen sind bei uns in Bergedorf (die Hochburg in der zeit der Rechten Szene) vorgefallen .Also bekam die Sache auch einen Politischen Hintergrund und wir haben es geschafft die Penner mit aller Gewalt zu verdrängen und da hin zu drängen wo sie sich am wohlsten fühlten in ihren eignen vier Wänden.Aber mit mitteln die zu der zeit noch nie zum Einsatz kamen.Und wir waren Jungs denen alle mittel recht waren und sie auch einsetzten also glaubt mir es ging weiter und es war notwendig. Ein hoch auf die guten alten zeiten
Ost Junge
Januar 3, 2009 um 17:08
ach ja die kopie Wild in den Straßen oder Bomber und die anderen sachen wäre echt dankbar und auch bereit ein paar euro dafür zu zahlen .
vielen dank schon mal im voraus
Ost Junge
Januar 3, 2009 um 17:13
Hallo
Ich suche diese Kopien auch schon länger
kann mir jemand sagen wo ich sie bekommen kann ?
Wäre echt sehr dankbar und bin auch bereit dafür zu zahlen
DANKE gruß T
toma
Januar 5, 2009 um 15:03
Moin,
der NDR bietet einen privaten Kopienservice. Ist nicht ganz billig.
Name der Sendung: “Wild in den Straßen”. 3-teilig.
Ausstrahlung im November 1985.
ring2
Januar 5, 2009 um 15:07
Willkommen im Neuen Jahr
che2001
Januar 5, 2009 um 19:55
@che2001 Dir auch ein frohes 2009. Forza.
ring2
Januar 5, 2009 um 21:11
Als Blognesthäkchen von SR muss ich leider sagen, dass ich von den Subkulturen ja nur noch die NAchwehen mitbekommen habe und es dann nur noch über die Cultural Studies und das (zumeist) orale Bewegungsgedächtnis kenne.
Trotzdem auch von meiner Stelle noch ein gutes neues Jahr an die Runde!
lars
Januar 6, 2009 um 11:06
Über Cultural Studies kenne ich die Subkulturen meinerseits überhaupt nicht. Persönlich mitbekommen habe ich die Swinging Cities, also die große Häuserkampfwelle 1979-82, die linksgrüne Müsli-Öko-Szene, Spontis, die Anti-AKW-Szene, das autonome Millieu, das seinen subkulturellen Charakter aber ständig veränderte, da war ja alles im Fließen und Hippie, Punk, Wave, Metal, Grunge und Techno gingen locker ineinander über (jetzt nicht auf Musikrichtungen reduziert, sondern Outfit, Bekleidung, Jargon usw. einbeziehend), dann die spezielle Lebenswelt von Exil-Kurden und Exil-Iranern und zuletzt die Sielwall-Punks. Eine extrem drogige und ärmliche Szene, aber auf ihre Weise sehr menschlich.Seid 2001 kriege ich solche Leute nur noch gelegentlich bei Stadtfesten oder Demos mit, und der Ex-Iro-Träger im Markenanzug oder der einstige Kurdistan-Aktivist mit gutgehendem Orient-Restaurant in meinem Freundeskreis sind ihren früheren Lebenswelten ja auch entwachsen. Unsere Altautonomenrunden sammeln sich bei Menschenrechtsorganisationen und in Stadtteilzentrenvereinen. Oder bilden eine lokale Wählerliste, die mit einem Programm wie dem der Grünen von 1984 daherkommen. Von den buntesten Punks sind einige jetzt auf Methadon, leben von ALG2 und haben selber schon Kinder, andere sitzen als Programmierer in einer Werbeagentur. Das ist schon krass, wie da Lebenswelten auseinanderfließen.Was schreiben die Cultural Studies denn darüber?
che2001
Januar 6, 2009 um 12:31
Paul Willis, Stuart Hall, Tony Jefferson und John Clarke haben vor allem die Jugendkulturen der 60er-frühren 80er analysiert. Bekannt war for allem die Studie von Willis: “How woirking class kids get working class jobs”, das in Deutschland den Titel “Spaß am Widerstand” trägt. Und Hall, Jefferson und Clarke hatten noch eher die Skins, Mods, Rastafarians auf dem Schirm. Aus dieser Ecke kamen dann ja auch die Ethnografien v.a. des Raps, HipHops und der Breakdancer-Szenen in den 90ern.
lars
Januar 6, 2009 um 13:48
Das klingt aber sehr sehr spannend, müsste ich bei Gelegenheit mal lesen.
Irgendwo habe ich ja immer noch den Plan im Hinterkopf, meine eigenen subkulturellen Erfahrungen in eine Studie zu überführen, d.h. nach dem Prinzip “Grabe wo du stehst” in den mir bekannten Bereichen eine empirische Studie durchzuführen. Das Handwerkszeug, das ich selber beherrsche ist dafür allerdings viel zu dürftig, insofern wäre das wahrscheinlich besser als Gruppenprojekt.
Mein erster Versuch, solche Erfahrungen in einem Roman zu verbraten floppte bisher.
che2001
Januar 6, 2009 um 14:33
hallo,
ich bin schon seit langem auf der suche nach ihrer doku “Wild in den Straßen”. wäre es möglich eine kopie der doku zu bekommen? seit langer zeit interessiere ich mich für die verschiedensten subkulturen mit dem schwerpunkt hamburg in den achzigern. leider ist es fast unmöglich an filmmaterial zu kommen.
ich sende dir mit großer freude das geld für alle kosten.
gruß
paddy
paddy
Februar 15, 2009 um 20:00
Hi ich weiß das mein vater früher dabei war er ist in stpauli groß geworden und hat mir auch die geschichten erzählt und er war soger dabei als ihr den film gedreht habt er meint das die den ein karusel kaputt gehauen haben weil sie ein auf diggen maker machen wollten aber da alles auf band war standt den am nächsten tag die polizei vor der tür XD er wird jetzt 41 ich weiß sein spitznamen sinsenitikit oder so weil er immer so schnell war ich finde das immer sehr spandend wenn er mir von den geshcichten erzählt ich wünschte ich könnte den film auch mal sehen hoffe das sich bald jemand meldet der ihn vllt kannte .Ich kann ja auch mal ein parr von den wilden geschichten posten .
Mfg Tobias
Tobias
April 17, 2009 um 10:32
Glorias (Glinde), Green Bomber (Bergedorf-West) Klar, lustig damals, oder auch nicht. War ohne Haare und in Lohbrügge…Die Gang Zeiten in den 80er waren schon strange aus heutiger Sicht. Besonders die Nr, mit den Kieler Gangs…Wow….Man sollte sich heute mal Treffen…hoffe nur das Niemand in der Zeit stehen geblieben ist! Aber das Video von T. Jeß würde ich gerne haben…wer bereit ist..bitte eine E-Mail.
Rick
Juli 23, 2009 um 0:03
Hallo ich möchte mal nachfragen wer mir bitte eine kopie von den film machen kann würde mich sehr freuen da ich schon lange suche .ich kannte ein paar von den champs würde auch die kosten übernehmen.schreibt mich an.Latyvonn@hotmail.com
Danke Mfg Yvonne
Yvonne
August 15, 2009 um 11:54
Kann nicht einer dieses video bei youtube oder sonst wo hochladen…?
Gino
September 22, 2009 um 19:49
hey
bin zufällig auf diese seite gestoßen und würde mir diese doku auch gerne ansehen. gibt es irgendeine möglichkeit die doku zu bekommen oder zu sehen. habe schon im internet gesucht aber leider nichts gefunden
ich
September 22, 2009 um 20:21
Letzter.
The Boys & Eve
September 25, 2009 um 20:43
ich habe früher auch bei den Champs gedient, muss so um 1987 oder so gewesen sein.
War schon ne krasse Zeit, so mit den großen (ich selber war noch Teen aber mit Bomberjacke) über den Kirmes zu gehen und ein paar Skins umzuhauen. Nur die Schule hat sehr gelitten. Was aus den Leuten wohl geworden ist, einige sind im Knast gelandet, einige sind im Drogenrausch gestorben und wieder welche sind immer noch auf Droge. Was es im Regionalem Bereich alles für Gangs gab wie Snoopy-boy´s oder Rot-Jacken, ist wohl auch mehr so eine Art Ersatzfamilie gewesen.
Der Film der hier angesprochen wurde, den hätte ich auch mal gerne gesehen, wäre es schön wenn sich jemand melden würde, der mir den Film (in Kopie gegen eine Gebühr) zukommen lassen würde.
airborneole@hotmail.de
Migo
September 28, 2009 um 9:14
Suche diese Doku auch schon lange, würde mich auch über eine Kopie freuen, oder einen Link..
Torte
Oktober 19, 2009 um 11:39
Lad das vid mal i-wo hoch will die jungs wieder sehen und einige ganz bestimmte leute davon die jetzt schon lange tot sind
champs member
November 15, 2009 um 7:06
Also, man kann sich alle drei Teile (2x St Pauli Champs 1x Mods), beim Mitschneideservice des NDR bestellen. Alle drei Teile liegen bei etwa hundert Euro (Stück ca. 30 + Porto). Mein Vorschlag: Zusammenlegen, kopieren und ab dafür. Wer dabei ist bitte per E-mail.
Rick
Dezember 18, 2009 um 2:43
Grüsse
Ich als alter Seargent of Arms von den Ghettoboys/Harburg und spaeter Destroyers/Wilhelmsburg
kann nur sagen das vieles heute verklärt wird wir hatten
bei den Ghettoboys in den 81-86 3 Tote und bei den
Destroyers 86-89 2 Tote ich selbst bin 2mal angeschossen
und 3 Mal angestochen worden zum Schluss ging es nur noch um Drogen und Schutzgeld ! Als sich die reste der
Destroyer im Jahr 90 mit den Streetboys/ST.Pauli anlegen
wollte wegen Kontrolle der Huren bin ich ausgestiegen
Okay am Anfang wars echt ne schoene Zeit man soll bitte nur “DIE SCHEISSE” nicht vergessen !!!
Grüsse aus Willitown an alle alten Gboys/Destis
Der DICKE !
Silberwolf64
Januar 6, 2010 um 20:58
Da kann ich Dir Recht geben. So wirklich schön war das damals nicht. Ne Bomberjacke an konnte schon Ärger bedeuten.
Bei den Nameless (Alter Teichweg) gabs auch nen Toten.
1986 wurde der erste Türke von Skins erschlagen usw.
Die 80er waren schon hart!
Rick
Januar 11, 2010 um 21:38
@Silberwolf64: Schau mal hier: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13511391.html
Rick
Januar 12, 2010 um 20:34
Einmal “Nameless” immer “Nameless” das war schon eine harte Zeit!
Eigentlich bin ich stolz dabeigesessen zu sei, bis aus den Feusten Waffen wurden und Freunde starben)-:
Heute bin ich 47 Jahre
Frank
Januar 19, 2013 um 20:09
@silberwolf64
sei gegruesst alter haudegen ! du hast schon recht, ich war auch damals mitten drin bei den Destroyern und zum ende hin war es alles andere als lustig.
hat man anfaenglich noch spass an der ” sache ” gehabt und munter vogelschiessen aufm schwarzenbergplatz etc. gestuermt, popper in sinstorf verhauen und auch sonst fuer angst und schrecken gesorgt, ging es zum schluss nur noch um geld und drogen. groessenwahn wie sich mit den streetboys/champs anzulegen sagte ja schon alles. das haette man vielleicht 3 jahre eher machen sollen, denn da gab es noch wenige gruppen in hamburg die es mit den DS aufnehmen konnten.
na ja, machs gut und gruess mir speedy und henry falls du sie siehst
brownings
Brownings
Februar 5, 2010 um 11:34
Ja ja die Champs waren schon damals nicht die schlausten ,habe damals als Mod/Scooterboy natürlich auch die beiden Sendungen mit den Champs gesehen und mich köstlich amüsiert sage nur das Stichwort ” Ayhan der Planer” oh man wie selten dämlich HA HA . Na ja gefährlich waren die schon ,Dummheit und Gewaltbereitschaft ist damals wie heute keine gute Mischung. Bin denen aus guten Grund auch immer aus dem Weg gegangen. Na ja war schon ne verückte Zeit damals.
The Mod
November 29, 2010 um 14:40
Ich bin sehr interessiert an einer Kopie der Dokumentation und komme gerne für den entstandenen Aufwand auf!!
Bin über diese Mailadresse zu kontaktieren. Thx
scp_1906@gmx.de
Moritz
Januar 1, 2011 um 13:51
…ich war damals 1985 bis1987 bei den champs dabei. auch während der dreharbeiten. ich glaube ich habe die kurve noch rechtzeitig bekommen. ich würde auch nicht über die eine oder die andere seite oder mitglieder der gangs oder gruppen urteilen. wir waren jung und auf der suche. es war ein tolles gang-gefühl. abenteuer, action, gegen rechts, wildheit, repekt intern und extern. natürlich auch mit fehlern. etwas später so ca. mitte der neunziger hatte ich unseren vize noch getroffen. wir hatten ein gutes gespräch und festgestellt das wir uns verändert haben. ist ja auch viel scheiße passiert – ein lächeln über die gemeinsame zeit und das erlebte war meine letzte erinnerung. diese zeit und erfahrungen haben mir ein wenig die angst vor vielen dingen selbst im heutigen beruflichen alltag genommen. die achtziger waren schon geil…kann jemand nicht einen teil oder fotos irgendwo hochladen? gibt es einen champ aus der guten alten zeit oder jemand der die aufnahmen besitzt? kontakt möglich?…
ex
Juni 19, 2011 um 21:44
ex, meld dich mal per mail bei mir..kann dir aushelfen!
benutzerdame@web.de
WurstEule
Januar 28, 2012 um 13:51
Wild in den Straßen ist eine 3-teilige NDR 3-Doku zu je 45 Min., die 1985 ausgestrahlt wurde.
Wie schon hier berichtet, gehen 2 Folgen über die St. Pauli Champs und eine Folge ist über Mods in Hamburg.
Die Folge über die Mods gibt es hier in guter Qualität zu sehen:
http://www.ring2.de/archives/were-mods-doku-wild-in-den-strassen-hamburg-1985/
Finde ich doch sehr interessant, da die sich auch über die ‘Bombers’ auslassen.
Die Folgen über die St. Pauli Champs habe ich bisher im Netz nicht gefunden, erinnere mich aber an die Dreharbeiten. 1984-1986 war ich auch immer auf den Kiez unterwegs und die Champs waren ein Riesenhaufen und machten speziell auf dem Dom immer ziemlich Äkschen. Haben sich mit den Skins gebeult, speziell nach dem Fußball, d.h. wenn der HSV ein Heimspiel hatte, da war was los. FC St. Pauli spielte damals keine Rolle.
Allgemein hatten alle diese Bomberjacken-Gangs den Spitznamen ‘Bombers’ und es gab in Hamburg etliche davon, einige Namen habe ich hier wiedergefunden wie z.B. die Destroyers, Glorias, Green Bombers, und und und. Natürlich gab es auch die anderen Gruppierungen wie Punks, Skins, HSV Fans ( Die Löwen, Hamburg-Nord, usw.), Mods etc. Natürlich knallte es zuweilen, jedoch ab Mitte der 80′er wurde es unangenehmer, die ganze Politikschiene wurde heftiger, gewisse Teile von Skins und HSV-Fans waren ziemlich rechts, zudem tauchten Hooligans und Autonome auf, viele Gangs lösten sich auf bzw. veränderten ihre Struktur in Richtung Drogen bzw. OK. Und natürlich war auch Team Grün ziemlich auf Zack.
Speziell eine namenlose (?) Gang in Stellingen ist mir in Erinnerung geblieben, da ich damals dort lebte, muss so 1986 gewesen sein, die alle in einem großen Block wohnten, ca. 40-60 Leutchen, Deutsche und Südländer gemischt, auch ein paar Mädchen darunter, die sich jeden Abend trafen und teilweise den Dicken machten, habe einmal per Zufall miterlebt, wie die mit ca. 60 Mann mit Knarren und Knüppeln hinter einem Typen hersprinteten (Ob sie den gekriegt haben? Kann sein, dann möchte ich aber nicht in dessen Haut gesteckt haben), die haben sich auch mit anderen Gruppen angelegt, irgendwann hat die Polizei am Spannskamp die Jungs dann tagtäglich schikaniert und die wurden älter und ca. 1988 waren die verschwunden. Hatten einheitliche Colours (Rot!), was für 1986 sehr ungewöhnlich war -> rote Stirnbänder, rote Schweißbänder an den Armen etc., aber keine roten Bomberjacken, sondern viele hatten dunkelblaue. Kennt die hier jemand?
Thomas
September 19, 2012 um 14:22
Die heutigen Verhältnisse mit denen aus den 70ern oder 80ern zu vergleichen, ist lächerlich.
Die Tatsache, dass es damals auch krass war, relativiert ja nicht die heutige Jugendkriminalität an Schulen und auf der Straße, die zweifelsfrei eine ganz andere Qualität angenommen hat, als noch vor 20, 30 oder gar 40 Jahren.
1975 konnte man noch sehr sicher mit der Hamburger U-Bahn fahren, heute ist das gerade in den Abendstunden doch ein Risiko. Messerstechereien, Waffengebrauch, jacken abziehen, Schutzgelderpressung, Prügel für Lehrer etc. mit einer Schulhofkloppe a la 1970 oder 1980 zu vergleichen, ist wirklich mehr als naiv!
Ich war damals Popper und Waver und lebte in Henstest-Ulzburg, ging dann aber eine Zeit, so ab 1987 auf eine Handelsschule in Hamburg und mir waren da derartige Zustände nicht bekannt, wie sie heute auf Hamburgs Straßen ablaufen.
Bomberjacken (trug damals jeder cool war), noch cooler waren die in dunkelblau mit Kragen, dazu noch Chucks oder Martens… dies alles war doch keine sonderliche Gang-Kleidung. Ab und zu noch eine Lederjacke und dazu natürlich noch der obligatorische DepecheMode-Kurzhaarschnitt, war eher was für Popper und Waver! Da haben sich wohl einige Leute etwas zu wichtig genommen.
depechemode1980s
Januar 8, 2013 um 9:33
Hallo, wenn ihr inzwischen eine DVD von ” Wild in den Strassen” erhalten habt, wurde ich mich über eine Kopie freuen. Selbstverständlich zahle ich bis 20 € dafür, mehr ist mir der Film nicht Wert. Ist nicht auch Jürgen dabei mit diesm legendären Interview ? Bitte schreibt mir mal, die Gang war damals echt cool und hat uns als 14 jährige fasziniert. viele hingenauch bei planten und blomen auf der schlitschuhban rum. Bei uns in Harburg waren die Destroyers aktiv, ich empfand die Jungs allerdings nicht böser als das, was heute in den U-Bahnen rumfährt. war eine interessante zeit.
Bitte kontaktiert mich doch mal wegen der DVD, Video Kassette ist leider nicht möglich.
rocky
Januar 20, 2013 um 22:53
Hallo,
die Mopo hatte im Januar 2013 einen längeren Artikel in der MoPo über die Aktion Anfang 1983, als sich (zwar nicht!) alle damaligen ‘Bombers’ am Rathausmarkt trafen, teilweise kannte man sich schon, aber alle waren dann doch erstaunt, wie viele wir waren.
Den ganzen Artikel gibt es hier:
http://www.mopo.de/hamburg-historisch/am–9–januar-1983-als-die-jugendgangs-die-moe-stuermten,11721250,21397722.html
Die darunter stehenden Kommentare sind teilweise merkwürdig!
Die Polizei war doch ziemlich überrascht von dem Aufmarsch, neudeutsch Flash-Mob, hat dann wg. Versammlunganmeldungspflicht auf dem Rathausmarkt zack reagiert und es gab, nachdem man sich vom Rathausmarkt in Richtung Hauptbahnhof wegbewegte, bei Burger King am Mönckebrunnen Ärger, ein paar Platzverweise und einige Leute wurden auch in Gewahrsam genommen, Irgendwie eine Treibjagd vom Rathausmarkt bis zum damaligen nicht so schicken St. Georg zur Langen Reihe, wo damals einer der Hamburger Straßenstriche war.
Die Gangs waren sich einander zwar nicht immer grün, aber dennoch eine coole Aktion, zumal die normalen Passanten auch nicht so recht wussten, was das für ein Aufmarsch war!!!
Thomas
März 21, 2013 um 15:30
Ich bin im Karoviertel aufgewachsen und fühle mich noch heute heimisch da

Auch ich muss sagen das die Champs mit ihren bunten Jogginganzügen leicht schwul wirkten.Die Streetboys dagegen waren die Helden aus dem Viertel.Gott war das immer schön wenn jemand meinte er könne aufmucken und dann standen plötzlich die Streetboys hinter dir und brauchten nur böse zu gucken
Bis heute werde ich immer wieder beneidet von etlichen Leuten in was für einer schönen Jugendzeit ich im Viertel groß werden durfte wenn man sich das heute mal so ansihet…Das hat mit uns damals echt nichts zu tun sry.Es leben die STREETBOYS
Garfield
April 12, 2013 um 10:28