Was passiert beim Kater?
Ich las kürzlich zu meinem Erstaunen, dass die Medizin bis heute nicht wisse, woher das Hammerfest-Heimatgefühl nach dem Alkohol-Abusus komme. Erstaunt war ich insofern, als dass ich während meiner Studienzeit mit einem Biologen zusammengewohnt hatte, der mir den Zusammenhang folgendermaßen erklärte: Zum Alkoholabbau entziehe die Leber dem Körper Salze und Elektrolyte, welche zentrale Bausteine zur Bildung von Neurotransmittern darstellen. Daher würde es zwischen den Synapsen im Gehirn nicht mehr richtig funken, und dies äußere sich als Kopfschmerz, Schwindel und Kopfsummen. Mir scheint das auch etwas mit Bronchialschleim zu tun zu haben, denn wenn ich nach einem Kater wieder klar werde, huste ich davon ziemlich viel ab. Weiß da wer was Näheres?
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Den Bronchialschleim würde ich eher auf gesteigerten Tabakkonsum beim Saufen zurückführen.
Beim Alkoholabbau in der Leber entstehen zunächst Giftstoffe, dazu kommt, dass der Alkohol selbst toxisch wirkt. Es mag sein - das ist individuell verschieden - dass dadurch im Einzelfall auch teil-allergische Reaktionen der Bronchialschleimhaut ausgelöst werden, sodass das “Abhusten” praktisch zeitgleich mit dem Entgiftungsprozess stattfindet.
Dein alkbedingtes Abhusten ist also kein Entgiften, aber in gewissen Rahmen eine Reaktion auf toxikologische Vorgänge in Deinem Körper. Die Bronchialreaktion könnte u.a. mit dem beim Alkoholabbau gebildeten Acetaldehyd zusammenhängen.
Vermutlich könnte die Zufuhr von Antioxidantien (u.a. Vitamin C, E, ggf. B6 zusammen mit Taurin) sowie Tanninsäuren (z.B. in Gestalt eines lang gezogenen schwarzen Tees) - in Verbindung mit einem Spaziergang an frischer Luft sowohl den Entgiftungsprozesse etwas beschleunigen, als auch Dein Bronchialschleimproblem und Abhusten angenehmer gestalten. Schmerzmittel sind hingegen zu vermeiden. Wenn Du es genauer wissen willst, frag einen guten Toxikologen.
Acetaldehyd (Abbauprodukt des Ethanols) soll für den Kater verantwortlich sein. Bei zu vielen Katern sorgt es zudem für eine ordentliche Leberzirrhose und Krebserkrankungen im Magen/Darm-Bereich. Steht u.a. auch alles hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Acetaldehyd
Prost.
Der Begründungszusammenhang ist ein Anderer, aber es deckt sich mit der Empfehlung meines Biologen: Mehrere Grapefruits auspressen und trinken, dazu eine Dose Isostar und ein Teelöffel Kochsalz.
Der absolute Knüller im Rahmen der Katerbehandlung sind übrigens Mariendistelsamen.
Fein gemahlen, zwei Teelöffelchen vor dem Alkoholexzess (z.B. zusammen mit Quark) führen dem Körper schützende Antioxidantien, und beschleunigen neben dem Stoffwechsel v.a. die gesunden Formen des Alkoholabbaus (v.a. im Magen), während gleichzeitig eine wissenschaftlich belegte Leberschutzwirkung eintritt. Eine leichte schleimlösende Wirkung, für Che interessant, tritt überdies ein. Natürlich sollte man nach dem Exzess viel trinken (nein: keinen Alkohol).
Man kann sagen, mit dieser Methode wird der Kater um ca. 30% verkürzt.
Hm, ein kleiner Hinweis scheint mir an dieser Stelle angebracht
Was ist Alkoholismus?
So wie es die Anonymen Alkoholiker sehen, ist Alkoholismus eine Krankheit. Der Alkoholiker kann sein Trinken nicht kontrollieren. Er ist vom Alkohol abhängig. Nach unserer Erfahrung ist der Alkoholiker körperlich, geistig und seelisch krank. Wenn er nicht mit dem Trinken aufhört, wird sich sein Alkoholismus in der Regel verschlimmern. Nach Meinung der AA kann man Alkoholismus nur zum Stillstand bringen. Dazu gehört totale Abstinenz und die Änderung der Lebensführung im weitesten Sinne - z.B. durch Leben im AA-Programm. Diesen Zustand nennen die Anonymen Alkoholiker Genesung. Verletzt ein genesender Alkoholiker die Abstinenz, fällt er wieder in den Zustand des abhängigen Trinkens zurück.
Daraus ergibt sich die Empfehlung der Anonymen Alkoholiker: Lass’ heute das erste Glas stehen!
Bist Du Alkoholiker? Hier geht es zu einigen Fragen: http://www.anonyme-alkoholiker.de/content/03info/03wer.php
Das Programm der AA wäre eventuell auch Mal eine Diskussion wert. Hier ist es:
Die Zwölf Schritte
1. Schritt
Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind - und unser Leben nicht mehr meistern konnten.
2. Schritt
Wir kamen zu dem Glauben, dass eine Macht, größer als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben kann.
3. Schritt
Wir fassten den Entschluss, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes - wie wir Ihn verstanden - anzuvertrauen.
4. Schritt
Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur in unserem Inneren.
5. Schritt
Wir gaben Gott, uns selbst und einem anderen Menschen gegenüber unverhüllt unsere Fehler zu.
6. Schritt
Wir waren völlig bereit, all diese Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen.
7. Schritt
Demütig baten wir Ihn, unsere Mängel von uns zu nehmen.
8. Schritt
Wir machten eine Liste aller Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten und wurden willig, ihn bei allen wieder gutzumachen.
9. Schritt
Wir machten bei diesen Menschen alles wieder gut - wo immer es möglich war -, es sei denn, wir hätten dadurch sie oder andere verletzt.
10. Schritt
Wir setzten die Inventur bei uns fort, und wenn wir Unrecht hatten, gaben wir es sofort zu.
11. Schritt
Wir suchten durch Gebet und Besinnung die bewusste Verbindung zu Gott - wie wir Ihn verstanden - zu vertiefen. Wir baten Ihn nur, uns Seinen Willen erkennbar werden zu lassen und uns die Kraft zu geben, ihn auszuführen.
12. Schritt
Nachdem wir durch diese Schritte ein spirituelles Erwachen erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft an Alkoholiker weiterzugeben und unser tägliches Leben nach diesen Grundsätzen auszurichten.
Ich habe übrigens eine sehr hohe Meinung davon. Denn: Es funktioniert.
Wobei man hier anmerken kann, dass der Kampf gegen den (eigenen) Alkoholismus erst dann auf so grundlegende Weise notwendig ist, wenn durch Alkoholsucht das eigene innere Anreizsystem ruiniert bzw. beeinträchtigt wurde (was im Zweifelsfall ziemlich schnell geht).
Nach der Sucht einen neuen Anfang zu finden, ist aller Ehren wert.
Die oben angegebenen Tipps (mit Antioxidantien, z.B. Grapefruitsaft) können zwar einen Kater lindern, nicht aber die Suchtgefahr. Exzessives Trinken (mit Verkaterung) ist nicht ganz so harmlos, wie vom Gesunden oft gemeint wird.
Meine Schwester hat ihren alkoholkranken Mann kuriert bekommen, indem sie ihn, wenn er angetrunken oder betrunken nach Hause kam, mit einer Teigrolle verprügelt hat. Er ist heute sehr dankbar dafür.
(vermutlich hat Che jetzt eine Reihe von Antworten und Auskünfte bekommen, die er eigentlich nicht haben wollte)