Die politische Damenmode
Ich fahre ja ab auf Frauenbeine in hohen Stiefeln und kurzen Röcken, insbesondere auf das Riotgirl-Outfit, zu dessen Vertreterinnen die hochgeschätzte Netbitch zählt. Gleichzeitig bin ich ein Vertreter absoluter Gleichheit der Geschlechter, d.h. nicht nur Gleichberechtigung, sondern auch Gleichstellung. In der Bergsteiger-und Kampfsort-Welt, die ja auch Teil meiner Lebenswirklichkeit ist, legen Frauen genauso Hand an wie Männer, und solange es technisch noch ging, das eigene auto alleine zu reparieren, taten das dort halt auch Frauen. In der linken Szene, wie ich sie erlebt habe, war hingegen Unisex-Outfit angesagt, hohe Damenstiefel galten, wenn das keine DrMartens oder Springerstiefel, sondern echte Damenstiefel waren als Sexistenschuhzeug. Gleichzeitig wurde gerade die Geschlechterdifferenz immer sehr betont. Zwar waren alle Szenefrauen Feministinnen, und moralisch gesehen war die Szene frauendominiert, aber eine dekonstruktivistische Sichtweise war kaum verbreitet, die Gendervorstellungen hatten so, wie sie mit Inhalt gefüllt wurden, eher etwas tendenziell biologistisches. Wie bringt man das zusammen? Ein auf Frauen mit stark körperbetontem, tendenziell gerne auch schon leicht nuttigem Outfit abfahrender Gegner jeglicher Geschlechtsrollenfixierung und eine die Gleichheit via Bekleidungsmode hochhaltende Politszene, die jenseits der Differenz nicht denken will?
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“Wie bringt man das zusammen? Ein auf Frauen mit stark körperbetontem, tendenziell gerne auch schon leicht nuttigem Outfit abfahrender Gegner jeglicher Geschlechtsrollenfixierung und eine die Gleichheit via Bekleidungsmode hochhaltende Politszene, die jenseits der Differenz nicht denken will?”
Such Dir ‘ne leicht verlebte, aber äußerst lebenslustige Transe
… die haben in der Regel eh die längeren Beine.
Nix da, die aktuelle Stiefelmode der Damenwelt ist ja im wahrsten Sinne des Wortes ein Schritt in die richtige Richtung. Nur die Verbindung aus Sack-Asche-Outfit und Moralisierung von Sexualität beim linken Mainstream ist schon ätzend.
>>>Wie bringt man das zusammen?<<>>Zwar waren alle Szenefrauen Feministinnen, <<>>und moralisch gesehen war die Szene frauendominiert, <<>>aber eine dekonstruktivistische Sichtweise war kaum verbreitet<<>>die Gendervorstellungen hatten so, wie sie mit Inhalt gefüllt wurden, eher etwas tendenziell biologistisches. <<>>Ein (…
Gegner jeglicher Geschlechtsrollenfixierung und eine die Gleichheit via Bekleidungsmode hochhaltende Politszene, die jenseits der Differenz nicht denken will?<<<
das auseinanderzuklamüsern - aber wo ist jetzt der ursprüngliche Hinweis darauf, daß dieSE Politszene jenseits der Differenz nicht denken will?
Hat mich echt viel Zeit gekostet
Ich finde den Blog interessant. Ist nicht aggressiv, ist niveauvoll. Ich gehe hier auch wieder, wenn die Texte tatsächlich mein Fassungsvermögen übersteigen. Ich würde Euch nicht stören wollen. Aber normalerweise bin ich nicht wirklich dumm.
Na Mist, die Publishing Funktion mochte meine Zitatkennzeichner nicht, also nochmal
“Wie bringt man das zusammen?”
“Zwar waren alle Szenefrauen Feministinnen, ”
Ja .
“und moralisch gesehen war die Szene frauendominiert, ”
Was wäre denn die Männermoral? Aber tendenziel: Ja.
“aber eine dekonstruktivistische Sichtweise war kaum verbreitet”
magst du mir das erklären? Was eine dekonstruvistische Sichtweise im wirklichen Leben außerhalb der Geisteswissenschaften ist?
“die Gendervorstellungen hatten so, wie sie mit Inhalt gefüllt wurden, eher etwas tendenziell biologistisches. “???
Was könnten sie denn sonst für eine Tendenz haben? Wenn wir die Biologie weglassen (Biologismus brauche ich da nicht) habe ich kein Gender.
“Ein (…
Gegner jeglicher Geschlechtsrollenfixierung und eine die Gleichheit via Bekleidungsmode hochhaltende Politszene, die jenseits der Differenz nicht denken will?”
Hat mich echt viel Zeit gekostet
das auseinanderzuklamüsern - aber wo ist jetzt der ursprüngliche Hinweis darauf, daß dieSE Politszene jenseits der Differenz nicht denken will?
Ich finde den Blog interessant. Ist nicht aggressiv, ist niveauvoll. Ich gehe hier auch wieder, wenn die Texte tatsächlich mein Fassungsvermögen übersteigen. Ich würde Euch nicht stören wollen. Aber normalerweise bin ich nicht wirklich dumm.
Hallo Kaa,
Das wiederum verstehe ich jetzt nicht. Gerade Gender verweist ja eigentlich immer auf das dem gegenüber sex `Überschüssige, also Normen, Rollenmuster, Verhaltensweisen, die etwa den sozialen Status von Frau/Mann ausmachen.
Ich meine damit, dass der Begriff Gender als Schlagwort im Mund geführt wurde, trotzdem aber biologistische Geschlechtskategorien verwendet wurden. Im Sinne von Frauen sind grundsätzlich die sozialeren Menschen, gemischtgeschlechtliche WGs sind politisch weniger bewusst als die reinen Frauen- oder Männerzusammenhänge usw.
Ich gehöre zu der Minderheit (?), der schon das Wort “gender” missfällt, und zwar als eine undurchdachte und unnötige Verfachsprachlichung der politischen Auseinandersetzung.
Aber das Thema war ja u.a. Stil, z.B. Riotgrrrl.
— Musikeinblendung - Riotgrrrl —
Zum Beispiel
— Musikeinblendung - Riotgrrrl —
Wenn man genau hinschaut, sieht man(n) vielleicht zweierlei. Einmal das, worauf Che abfährt. Und dann vielleicht auch, dass die Tendenz zur Ent-Weiblichung (doofes Wort - hab grad kein anderes) und Ent-Sexualisierung der Frau, aber auch die Tendenz zur Feindseligkeit gegenüber Männern, wie dies in erheblichen Teilbereichen des Feminismus vorherrschend war, nicht unbedingt gut zum Freiheitsanspruch jeder Frau passt.
Geile Mucke