shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Archiv für Juni 21st, 2008

Biopolitik

mit 74 Kommentaren

Beim Lesen dieses Buches über den Zusammenhang zwischen der politischen Neigung und der Hirnstruktur musste ich an eine aufgeheizte Debatte woanders denken, die ich allerdings nicht mehr genau lokalisieren konnte.

Offenbar hat man herausgefunden, dass die Gehirne liberaler Männer denen von Triebtätern und besonders torgefährlichen Stürmern in einem Fußballteam ähneln, aber auch jenen von Pförtnern und Banksachbearbeitern. Die Gehirne linker Frauen weisen dagegen eher Strukturen auf, die z.B. auch männliche Erzieher, Krankenpfleger und Psychotherapeuten, aber auch Kassiererinnen in Supermärkten haben und erstaunlicherweise auch Automechaniker und Menschen, die leidenschaftlich gerne gärtnern.

Die Nähe zum Torjäger verweist auf eine verblüffende Analogie zwischen manchen, nicht allen Transvestiten und zudem auch anderen Menschen-Arten wie z.B. Versicherungsvertreter, Golfspieler, Asthmatiker, Blonden, Blauäugigen und solchen mit einem Waschzwang, also allesamt solche, die eine besonders teamfeindliche Ideologie pflegen (und die in Europa z.B. ungleich häufiger anzutreffen sind als z.B. in Vietnam oder Brasilien) : Man nennt es auch das Diva-Muster, das gelingende Selbstdarstellung stärker betont als Beziehungsfähigkeit.

Es wird vermutet, daß es sich um ein auf Ur- und Stammesgesellschaften zurückgehendes Muster handelt – jede Gruppe braucht einfach jemanden, der durch Imponiergehabe potenzielle Feinde abschreckt und die Anderen ggf. in den Kampf schickt, der selbst aber unversehrt bleibt – zu deuten ist dies auch als Auschalten potenzieller Konkurrenten um die Weitergabe der je eigenen Gene. Eine Korrelation zwischen Potenz und diesem Muster ließ sich hingegen nicht nachweisen. Auch bei Popstars und Spitzenmanagern ist dieses gehäuft anzutreffen. Bei heterosexuellen Transexuellen hingegen fehlt dieses Muster ganz.

Dies alles deutet sehr stark auf eine biologische und damit vorgeburtliche Ursache von Liberalismus hin und verweist potenziell auch auf deren Verhalten in homo- wie heterosexuellen Beziehungen (“War ich gut?”).

In diese Richtung gehende Erklärungsansätze hatten damals mindestens einen Leser sehr erzürnt.

Geschrieben von momorulez

Juni 21, 2008 um 18:37

Der Unterschied zwischen gutem Fussball und guter Literatur, zwischen negativer Freiheit und Solidarität, zwischen Identitätssicherung und gelingendem Verhalten zum konkreten Anderen

mit 8 Kommentaren

“”Das ist – vom König Lear bis zur Todesfuge – Merkmal wie Wirkmal großer Kunst: Nie geht es um ein “die da”, immer um das “wir”.”

Fritz J. Raddatz in der aktuellen DIE ZEIT

Und wer jetzt als erstes “Kollektivismus” ausruft, der hat verloren.

Geschrieben von momorulez

Juni 21, 2008 um 15:13

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