Veröffentlicht in April 28, 2008 von momorulez
Das mit den Urheberrechten ist ja nicht nur im Netz so eine Sache: Zunehmend Usus ist, z.B. bei Dreharbeiten “on location” auch Motiv-Rechte erwerben zu müssen.
Wovon freilich der Architekt oderwerauchimmer da schöpferisch im Vorfeld zuschlug in der Regel gar nix hat, meines Wissens, sondern der Eigentümer, Pächter etc. - man korrigiere mich, mir jedoch scheint [...]
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Veröffentlicht in April 20, 2008 von chezweitausendeins
Einer der absoluten Doyens der Politikwissenschaft in Deutschland hatte es vor Jahren abgelehnt, meine Dissertation zu rezensieren. Die Begründung war interessant. Sie lautete: “Die Arbeit reflektiert den neuesten Stand der Forschung zum Nationalsozialismus. Das ist kein aktuell diskursrelevantes Thema für die Politikwissenschaft.” Treffender hätte er die Wandlung des Fachs kaum ausdrücken können. Die Politikwissenschaft, die [...]
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Veröffentlicht in April 14, 2008 von momorulez
“Die Grenze, die Sie zwischen sich selbst und Wagner setzen, scheint mir keine bloß individuelle, sondern eine geschichtsphilsoophische. Wollte man Begriffe in den Mund nehmen, wie sie einem von Literatur- und Kulturhistorikern verdorben sind, so müßte man wohl sagen, daß bei Wagner, wie etwa auch bei Baudelaire, der romantische Ästhetizismus, also der ungebrochene Glaube an [...]
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Veröffentlicht in April 10, 2008 von momorulez
“Selbst im extremen Fall der Kunst verhält es sich so, dass wir der nicht-propositionalen ästhetischen Erkenntnisse am Kunstwerk nicht ohne das Medium propositionaler Erkenntnisse über das Kunstwerk teilhaftig werden können.”
Martin Seel, Über Richtigkeit und Wahrheit. Erläuterung zum Begriff der Welterschließung, in ders: Sich bestimmen lassen, S.57
“Propositionale Erkenntnisse” sind, schlicht formuliert, solche, die sich in der [...]
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Veröffentlicht in April 7, 2008 von momorulez
Angesichts dessen, daß ich mich auf eine jener Professuren, deren Besetzung dort drüben ebenso wortreich wie, na, pardonnez-moi, irgendwie doch auch ein wenig minderbemittelt attackiert wird, auch beworben habe, bin ich ja fast froh, nicht genommen worden zu sein. Oder auch gerade nicht: Wer sich von so einem Wortwust einschüchtern ließe, hätte ja nun auch [...]
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Veröffentlicht in April 5, 2008 von momorulez
Wie beschreibt man Erschöpfung? Von innen nach außen oder umgekehrt? An Geltungsansprüchen orientiert, expressiv, als Stimmung, die Welt mir erschließt oder als strategische Operation, Mitgefühl zu erheischen?
Setzt man an bei dem Gefühl, morgens kaum aus dem Bett zu kommen und doch nicht mehr schlafen zu können, das eigene Fleisch spürt sich so an wie grau? [...]
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Veröffentlicht in März 14, 2008 von momorulez
Arthur Schopenhauer traf folgende grundsätzliche Unterscheidungen:[8]
Satz vom zureichenden Grund des Seins = Seinsgrund;
Satz vom zureichenden Grund des Werdens = Ursache;
Satz vom zureichenden Grund der Erkenntnis = Erkenntnisgrund;
Satz vom zureichenden Grund des Handelns = Motiv.
Und was passiert, wenn man z.B. 1. und 3. vermengt unter der “Irgendwie”-Einbeziehung von 2., aber unter Ignoranz von 4.?
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Veröffentlicht in März 9, 2008 von momorulez
“Die Auseinandersetzung nimmt die Form an, alles, was als Ausdruck einer oppositionellen Mentalität verstanden werden kann, so hinzustellen, daß es in seinen Konsequenzen mit dieser oder jener Art von Extremismus verknüpft werden kann: so etwa stellt man eine Verbindung her zwischen Modernität und Nihilismus, zwischen Wohlfahrtsprogrammen und Plünderungen, zwischen staatlichen Eingriffen und Totalitarismen, zwischen der [...]
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Veröffentlicht in März 9, 2008 von che2001
Nachdem nun schon die nette Bitch unsere Endlos-Diskussion zu den Inhalten der Partei Die Linke und dazu, was Linkssein eigentlich ausmache mit den Worten verlinkt hatte, der Thread hätte Kultstatus, möchte ich mich noch einmal mit meinen Spezialfreunden auseinandersetzen, den Antideutschen. Eines der Axiome ihrer Weltsicht ist ja die Behauptung, bevor die Antideutschen ihre Kritik [...]
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Veröffentlicht in März 9, 2008 von momorulez
… den Nietzsche auf, und der sagt mir dann gleich so was - am heiligen Sonntag! -:
“Jede Aufgabe, ein Thier heranzuzüchten, das versprechen darf, schliesst, wie wir bereits aufgegriffen haben, als Bedingung und Vorbereitung die nähere Aufgabe in sich, den Menschen zuerst bis zu einem gewissen Grade nothwendig, einförmig, gleich unter Gleichen, regelmässig und folglich [...]
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