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	<title>Kommentare zu shifting reality</title>
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	<description>Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!</description>
	<pubDate>Sat, 17 May 2008 17:18:24 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Kommentare von momorulez zu Was fang ich mit dem Körper an?</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/16/was-fang-ich-mit-dem-korper-an/#comment-8388</link>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 May 2008 17:06:24 +0000</pubDate>
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		<description>@Lars:

"Na, mich ärgert halt einfach der Verweis, doch erst mal Merleau-Ponty lesen zu müssen, um das Problem lösen zu können."

Nö, aber er hilft dabei, es lösen zu können - sieh's doch als Literaturtipp. 

Das ist eh 'ne Art von "Problem", das man nicht "lösen!" sondern bestenfalls leben kann. 

Deshalb halte ich es auch für grundfalsch, das "Subjekt" als Struktur zu begreifen, dann, wenn man es als reale Person versteht, nicht als methodisches Postulat, . Und genau dabei hilft dann Merleau-Ponty wirklich, wenn man wissen will, warum - aber auch vieles aus der Literatur von Joyce bis von mir aus Michael Chabon. 

Weil ja weniger die Frage ist, wer von welchem Denker herkommt, sondern was am meisten Sinn macht.  

In der Musik kann man dann lernen, daß es keinen Sinn mehr macht, von Subjektivität als Struktur zu reden - Erfahrung und Erleben sind dann ja gerade nicht mehr strukturiert, sondern das ist Sinnlichkeit, die über Individualität weit hinaus weist und trotzdem Erleben ganz ausfüllt.

"Wozu die Trennung zwischen Subjekt und Struktur führt, zeigt sich in der nackten Ideologie ja dann bei Parsons und seiner Verinnerlichung zentraler gesellschaftlicher Werte in das Persönlichkeitssystem."

Und wo ist da jetzt das Argument? Das führt genau so zu Adorno. 

Habermas schöpft aus verschiedenen Quellen, auch Mead, aber ebenso Wittgenstein, Austin, Searle, Apel -und mit denen, denen er "Semantizismus" unterstellt aus sprachpragmatischer Perspektive, verbindet ihn eine jahrzehnteange Auseinandersetzung. 

Das unterscheidet ihn ja von all denen mit den großen Thesen: Er setzt sich wirklich auseinander. Dabei kommt dann zwar auch mal eine Anhäufung kruder Fehlinterprationen heraus wie im "Philosophischen Diskurs der Moderne", so what, er tut's. 

"Für ihn waren Sprachrepertoires evolutionäre Errungenschaften, hinter die man nicht mehr zurück fallen konnte."

Das ist bei Habermas ebenso, aber das ist ja u.UU. eher das Problem - und ich habe seinen Versuch der Theorie kommunikativen HANDELNS immer als Versuch gelesen, gegen sowas wie einen bedeutungstheoretischen Idealismus die ganz reale Person und ihr ganz konkretes, auch körperliches Handeln nicht unter den Tisch zu kehren.

Daß bei einer Konzentration auf die Geltungsansprüche richtig und wahr dann die propositionalen Strukturen und die Begründung von Handlungsregeln in den Mttelpunkt rücken und anderes außen vor bleibt, das ist halt so, muß ja nicht jeder immmer gleich alles beantworten.

"sondern ob dem Körper ein Eigensinn jenseits symbolischer und damit kognitiver Dimensionen zugesprochen werden kann."

Na, wenn Du Kognition und symbolische Dimension zusammenfallen läßt, dann kommst Du ja zu einer Reformulierung des Leib-Seele-Problems. 

Manches sollte man tatsächlich lieber malen oder sonstwie erfahren, anstatt es theoretisch einholen zu wollen, glaube ich. Und hinsichtlich kritischer Gesellschaftstheorie dann halt vehement für jene Erfarungsraummöglichkeiten jenseits eines total gewordenen Funktionalismus plädieren, da sind wir ja eh immer alle gleichermaßen bei Horkdorno.

Sobald man letzteres jedoch tut, theoretisieren, kommt man um sinnhafte Artikulation und eine Reflexion auf Sprache als Medium nicht herum.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Lars:</p>
<p>&#8220;Na, mich ärgert halt einfach der Verweis, doch erst mal Merleau-Ponty lesen zu müssen, um das Problem lösen zu können.&#8221;</p>
<p>Nö, aber er hilft dabei, es lösen zu können - sieh&#8217;s doch als Literaturtipp. </p>
<p>Das ist eh &#8216;ne Art von &#8220;Problem&#8221;, das man nicht &#8220;lösen!&#8221; sondern bestenfalls leben kann. </p>
<p>Deshalb halte ich es auch für grundfalsch, das &#8220;Subjekt&#8221; als Struktur zu begreifen, dann, wenn man es als reale Person versteht, nicht als methodisches Postulat, . Und genau dabei hilft dann Merleau-Ponty wirklich, wenn man wissen will, warum - aber auch vieles aus der Literatur von Joyce bis von mir aus Michael Chabon. </p>
<p>Weil ja weniger die Frage ist, wer von welchem Denker herkommt, sondern was am meisten Sinn macht.  </p>
<p>In der Musik kann man dann lernen, daß es keinen Sinn mehr macht, von Subjektivität als Struktur zu reden - Erfahrung und Erleben sind dann ja gerade nicht mehr strukturiert, sondern das ist Sinnlichkeit, die über Individualität weit hinaus weist und trotzdem Erleben ganz ausfüllt.</p>
<p>&#8220;Wozu die Trennung zwischen Subjekt und Struktur führt, zeigt sich in der nackten Ideologie ja dann bei Parsons und seiner Verinnerlichung zentraler gesellschaftlicher Werte in das Persönlichkeitssystem.&#8221;</p>
<p>Und wo ist da jetzt das Argument? Das führt genau so zu Adorno. </p>
<p>Habermas schöpft aus verschiedenen Quellen, auch Mead, aber ebenso Wittgenstein, Austin, Searle, Apel -und mit denen, denen er &#8220;Semantizismus&#8221; unterstellt aus sprachpragmatischer Perspektive, verbindet ihn eine jahrzehnteange Auseinandersetzung. </p>
<p>Das unterscheidet ihn ja von all denen mit den großen Thesen: Er setzt sich wirklich auseinander. Dabei kommt dann zwar auch mal eine Anhäufung kruder Fehlinterprationen heraus wie im &#8220;Philosophischen Diskurs der Moderne&#8221;, so what, er tut&#8217;s. </p>
<p>&#8220;Für ihn waren Sprachrepertoires evolutionäre Errungenschaften, hinter die man nicht mehr zurück fallen konnte.&#8221;</p>
<p>Das ist bei Habermas ebenso, aber das ist ja u.UU. eher das Problem - und ich habe seinen Versuch der Theorie kommunikativen HANDELNS immer als Versuch gelesen, gegen sowas wie einen bedeutungstheoretischen Idealismus die ganz reale Person und ihr ganz konkretes, auch körperliches Handeln nicht unter den Tisch zu kehren.</p>
<p>Daß bei einer Konzentration auf die Geltungsansprüche richtig und wahr dann die propositionalen Strukturen und die Begründung von Handlungsregeln in den Mttelpunkt rücken und anderes außen vor bleibt, das ist halt so, muß ja nicht jeder immmer gleich alles beantworten.</p>
<p>&#8220;sondern ob dem Körper ein Eigensinn jenseits symbolischer und damit kognitiver Dimensionen zugesprochen werden kann.&#8221;</p>
<p>Na, wenn Du Kognition und symbolische Dimension zusammenfallen läßt, dann kommst Du ja zu einer Reformulierung des Leib-Seele-Problems. </p>
<p>Manches sollte man tatsächlich lieber malen oder sonstwie erfahren, anstatt es theoretisch einholen zu wollen, glaube ich. Und hinsichtlich kritischer Gesellschaftstheorie dann halt vehement für jene Erfarungsraummöglichkeiten jenseits eines total gewordenen Funktionalismus plädieren, da sind wir ja eh immer alle gleichermaßen bei Horkdorno.</p>
<p>Sobald man letzteres jedoch tut, theoretisieren, kommt man um sinnhafte Artikulation und eine Reflexion auf Sprache als Medium nicht herum.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von lars zu Die wirklich großen Fragen trägt der Mensch am Fuß</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/16/die-wirklich-grosen-fragen-tragt-der-mensch-am-fus/#comment-8387</link>
		<dc:creator>lars</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 May 2008 13:42:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://shiftingreality.wordpress.com/?p=598#comment-8387</guid>
		<description>Naja, nicht unbedingt eine Zentralperspektive, aber es wird eben nicht aus den Perspektiven der anderen geschildert, aber doch werden immer wieder die Haltungen, Denkweisen, Ambitionen und Beurteilungen der anderen Figuren durch den Icherzähler hindurch sichtbar. Es ist ein Springen zwischen einer individuellen Narration, die gleichzeitig immer wieder anhebt, das Geschehen um sich herum inklusive sich selbst zu objektivieren, aber es findet dann doch eben keine Zentralperspektive oder so ein Totalblick von oben statt, insofern gibt es wohl doch auch Paralellen zu Tschechow, den ich mir jetzt in der Buchhandlung abholen gehe, wenn schon nicht MP, dann wenigsten den ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja, nicht unbedingt eine Zentralperspektive, aber es wird eben nicht aus den Perspektiven der anderen geschildert, aber doch werden immer wieder die Haltungen, Denkweisen, Ambitionen und Beurteilungen der anderen Figuren durch den Icherzähler hindurch sichtbar. Es ist ein Springen zwischen einer individuellen Narration, die gleichzeitig immer wieder anhebt, das Geschehen um sich herum inklusive sich selbst zu objektivieren, aber es findet dann doch eben keine Zentralperspektive oder so ein Totalblick von oben statt, insofern gibt es wohl doch auch Paralellen zu Tschechow, den ich mir jetzt in der Buchhandlung abholen gehe, wenn schon nicht MP, dann wenigsten den <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von lars zu Was fang ich mit dem Körper an?</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/16/was-fang-ich-mit-dem-korper-an/#comment-8386</link>
		<dc:creator>lars</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 May 2008 13:34:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://shiftingreality.wordpress.com/?p=599#comment-8386</guid>
		<description>@Momo:
Na, mich ärgert halt einfach der Verweis, doch erst mal Merleau-Ponty lesen zu müssen, um das Problem lösen zu können.  

Und den verweis auf die Privatsprache jabe ich immer noch nicht verstanden, zumal mir das Pocahontaszelt und die eigene Mythologie vom Konzept einer Privatsprache allzuweit entfernt scheinen - die Flaschenpost im übrigen auch nicht.

Naja, und was die Trennung Struktur - Intersubjektivität - Subjekt betrifft, so halte ich die tatsächlich für problematisch, insofern ich das Subjekt eben auch als Struktur anderer Größenordnung verstehe. Ich bin da wohl doch eher bei Elias als bei Habermas. Wozu die Trennung zwischen Subjekt und Struktur führt, zeigt sich in der nackten Ideologie ja dann bei Parsons und seiner Verinnerlichung zentraler gesellschaftlicher Werte in das Persönlichkeitssystem.

@Habermassche Sprachtheorie: Korrigier mich bitte - bin schließlich kein Habermaskenner -, aber die sprachlichen Grundlagen übernimmt er doch maßgeblich von Mead und den symbolischen Interaktionisten. 
Und zumindest bei Mead hört spätestens bei den signifikanten Symbolen der Körper auf, eine Rolle jenseits der rein materiellen Reproduktion des Lautes oder der Geste zu spielen. Dass diese signifikanten Zeichen ja von allen gleich verstanden und reproduziert werden können, ist bei Mead ja dann auch die Grundlage für eine friedliche demokratische Gesellschaft.
Aber an dem einen Punkt hat der Che mit seinem Verweis auf die neuen sozialen Bewegungen nämlich schon recht: dass die Trennung zwischen Siginikant und Signifikat nun mal endgültig ist, was ein Mead ja gänzlich von sich gewiesen hätte. Für ihn waren Sprachrepertoires evolutionäre Errungenschaften, hinter die man nicht mehr zurück fallen konnte. 

Die Frage ist im übrigen nicht, ob jede Kommunikation materiell und damit körperlich ist, sondern ob dem Körper ein Eigensinn jenseits symbolischer und damit kognitiver Dimensionen zugesprochen werden kann. Und ich würde behaupten: es gibt eine sinnliche Rationalität jenseits einer sinnhaften Rationalität, umgekehrt aber nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Momo:<br />
Na, mich ärgert halt einfach der Verweis, doch erst mal Merleau-Ponty lesen zu müssen, um das Problem lösen zu können.  </p>
<p>Und den verweis auf die Privatsprache jabe ich immer noch nicht verstanden, zumal mir das Pocahontaszelt und die eigene Mythologie vom Konzept einer Privatsprache allzuweit entfernt scheinen - die Flaschenpost im übrigen auch nicht.</p>
<p>Naja, und was die Trennung Struktur - Intersubjektivität - Subjekt betrifft, so halte ich die tatsächlich für problematisch, insofern ich das Subjekt eben auch als Struktur anderer Größenordnung verstehe. Ich bin da wohl doch eher bei Elias als bei Habermas. Wozu die Trennung zwischen Subjekt und Struktur führt, zeigt sich in der nackten Ideologie ja dann bei Parsons und seiner Verinnerlichung zentraler gesellschaftlicher Werte in das Persönlichkeitssystem.</p>
<p>@Habermassche Sprachtheorie: Korrigier mich bitte - bin schließlich kein Habermaskenner -, aber die sprachlichen Grundlagen übernimmt er doch maßgeblich von Mead und den symbolischen Interaktionisten.<br />
Und zumindest bei Mead hört spätestens bei den signifikanten Symbolen der Körper auf, eine Rolle jenseits der rein materiellen Reproduktion des Lautes oder der Geste zu spielen. Dass diese signifikanten Zeichen ja von allen gleich verstanden und reproduziert werden können, ist bei Mead ja dann auch die Grundlage für eine friedliche demokratische Gesellschaft.<br />
Aber an dem einen Punkt hat der Che mit seinem Verweis auf die neuen sozialen Bewegungen nämlich schon recht: dass die Trennung zwischen Siginikant und Signifikat nun mal endgültig ist, was ein Mead ja gänzlich von sich gewiesen hätte. Für ihn waren Sprachrepertoires evolutionäre Errungenschaften, hinter die man nicht mehr zurück fallen konnte. </p>
<p>Die Frage ist im übrigen nicht, ob jede Kommunikation materiell und damit körperlich ist, sondern ob dem Körper ein Eigensinn jenseits symbolischer und damit kognitiver Dimensionen zugesprochen werden kann. Und ich würde behaupten: es gibt eine sinnliche Rationalität jenseits einer sinnhaften Rationalität, umgekehrt aber nicht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von momorulez zu Die wirklich großen Fragen trägt der Mensch am Fuß</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/16/die-wirklich-grosen-fragen-tragt-der-mensch-am-fus/#comment-8385</link>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 May 2008 07:43:13 +0000</pubDate>
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		<description>Ist "das Subjekt" die Zentralperpektive?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ist &#8220;das Subjekt&#8221; die Zentralperpektive?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von momorulez zu Die wirklich großen Fragen trägt der Mensch am Fuß</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/16/die-wirklich-grosen-fragen-tragt-der-mensch-am-fus/#comment-8384</link>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 May 2008 07:31:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://shiftingreality.wordpress.com/?p=598#comment-8384</guid>
		<description>"denn bei Proust ist es ja immer noch ein Icherzähler, der verzweifelt versucht, seinem Leben eine(!) Geschichte zu geben."

Tschechow gibt seinen Figuren aber auch diesen subjektiven Blick, deshalb reden die ja ständig aneinander vorbei ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;denn bei Proust ist es ja immer noch ein Icherzähler, der verzweifelt versucht, seinem Leben eine(!) Geschichte zu geben.&#8221;</p>
<p>Tschechow gibt seinen Figuren aber auch diesen subjektiven Blick, deshalb reden die ja ständig aneinander vorbei &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von momorulez zu Was fang ich mit dem Körper an?</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/16/was-fang-ich-mit-dem-korper-an/#comment-8383</link>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 May 2008 07:27:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://shiftingreality.wordpress.com/?p=599#comment-8383</guid>
		<description>@Che:

"und keinen Foucault, keine feministisch/antisexistische/dekonstruktivistische Gesellschaftskritik kennt"

Das stimmt nicht. Genau damit setzt er sich in "Faktizität und Geltung" auseinander, allerdings nicht den Vorgaben irgendwelcher studentischen Flugblätter folgend.

Und es ist ja nun auch nicht jenseits des Kolonialismus, die Negritude und den Maori-Spririt als Aufhebung des vermeindlich seit der Scholastik dominierenden Leib/Seele-Problems zu verstehen - das ist nun auch 'ne ziemlich haarige Interpretation. 

Das sich in der Sprachanalyse, die Habermas maßgeblich beeinflußte, ja gar nicht wirklich stellt, weil Sprache eben nur in ihrer körperlichen Materialität des Sprechens, Schreibens und dem doppelten Sinn von Sinn - hören/lesen und verstehen -   funktioniert. 

Finde sowieso das Gegeneinanderausspielen "kommunikativ" versus" leiblich" ein wenig krude ... ein Kinnhaken ist ja auch 'ne Form kommunikativen Handelns.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Che:</p>
<p>&#8220;und keinen Foucault, keine feministisch/antisexistische/dekonstruktivistische Gesellschaftskritik kennt&#8221;</p>
<p>Das stimmt nicht. Genau damit setzt er sich in &#8220;Faktizität und Geltung&#8221; auseinander, allerdings nicht den Vorgaben irgendwelcher studentischen Flugblätter folgend.</p>
<p>Und es ist ja nun auch nicht jenseits des Kolonialismus, die Negritude und den Maori-Spririt als Aufhebung des vermeindlich seit der Scholastik dominierenden Leib/Seele-Problems zu verstehen - das ist nun auch &#8216;ne ziemlich haarige Interpretation. </p>
<p>Das sich in der Sprachanalyse, die Habermas maßgeblich beeinflußte, ja gar nicht wirklich stellt, weil Sprache eben nur in ihrer körperlichen Materialität des Sprechens, Schreibens und dem doppelten Sinn von Sinn - hören/lesen und verstehen -   funktioniert. </p>
<p>Finde sowieso das Gegeneinanderausspielen &#8220;kommunikativ&#8221; versus&#8221; leiblich&#8221; ein wenig krude &#8230; ein Kinnhaken ist ja auch &#8216;ne Form kommunikativen Handelns.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von momorulez zu Was fang ich mit dem Körper an?</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/16/was-fang-ich-mit-dem-korper-an/#comment-8381</link>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 May 2008 22:33:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://shiftingreality.wordpress.com/?p=599#comment-8381</guid>
		<description>@Lars:

"Du machst es Dir echt etwas einfach mit dem Hinweis, doch einfach Merleau-Ponty zu lesen."

Wieso? Was hättest Du denn gern so an Schwierigkeiten für mich?

"Mir geht es bei der Emphase des Körpers ja erst einmal darum, herauszukehern, dass Leute wie Habermas, Weber und der Großteil der soziologischen Klassiker den Körper einfach ignorierten."

Ja, eben. Das wollte ich ja sagen. Es ist aber so, daß Habermas gute Gründe hatte, zwischen Struktur und Institution einerseits, Subjekt andererseits die Intersubjektivität zu schieben - er hat's nur falsch reduziert, weil Kognition ohne Körperlich/Leiblichkeit eben auch nicht geht.

"vor allem weil ich das nicht für mich allein im Pocahontaszelt der Merleau-Ponty-Lektüre klären will."

Das Schöne an Merleau-Ponty ist ja, daß er jenseits von Pocahontas zeltet ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Lars:</p>
<p>&#8220;Du machst es Dir echt etwas einfach mit dem Hinweis, doch einfach Merleau-Ponty zu lesen.&#8221;</p>
<p>Wieso? Was hättest Du denn gern so an Schwierigkeiten für mich?</p>
<p>&#8220;Mir geht es bei der Emphase des Körpers ja erst einmal darum, herauszukehern, dass Leute wie Habermas, Weber und der Großteil der soziologischen Klassiker den Körper einfach ignorierten.&#8221;</p>
<p>Ja, eben. Das wollte ich ja sagen. Es ist aber so, daß Habermas gute Gründe hatte, zwischen Struktur und Institution einerseits, Subjekt andererseits die Intersubjektivität zu schieben - er hat&#8217;s nur falsch reduziert, weil Kognition ohne Körperlich/Leiblichkeit eben auch nicht geht.</p>
<p>&#8220;vor allem weil ich das nicht für mich allein im Pocahontaszelt der Merleau-Ponty-Lektüre klären will.&#8221;</p>
<p>Das Schöne an Merleau-Ponty ist ja, daß er jenseits von Pocahontas zeltet &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von T. Albert zu Materialien zum Versuch einer Subsistenzkunst: Seine, meine und ihre Wohnung ist ein schöner Ort zum Ausstellen (Buren)</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/16/materialien-zum-versuch-einer-subsistenzkunst-seine-meine-und-ihre-wohnung-ist-ein-schoner-ort-zum-ausstellen-buren/#comment-8380</link>
		<dc:creator>T. Albert</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 May 2008 22:27:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://shiftingreality.wordpress.com/?p=600#comment-8380</guid>
		<description>Ja, klar, die Cobra-Texte, die gehören auch zu diesen Materialien. Die Situationisten-Sachen, usw. Dis sollten wir mal wieder studieren, weil dort nicht nur die Rede von Märkten ist, sondern von diskursiver Selbstbestimmung, die eben nicht in der Regelhaftigkeit von Märkten aufgeht, nicht dort immer wieder in ein System der Repräsentation verwandelt wird, das die Objekte überformt. Und die  Autoren und ihr Verhältnis zum "Publikum".  Die Künstler sollten sich die Diskurshoheit bezüglich ihrer Arbeit wiederholen. Da haben sie irgendwann mal nicht aufgepast, und jetzt sind sie faktisch Angestellte ihrer Verwerter, mit Sklavenfreude, und wundern sich dabei, dass sie gesellschaftlich keine Rolle mehr spielen, es sei denn als intellektuelle Dekoration, und nicht mehr ernstgenommen werden. Wozu auch? 

Na, bis morgen abend. Ich muss das morgen den ganzen Tag so diskutieren, dass sich konsequenzen für die praktische Lehre ergeben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, klar, die Cobra-Texte, die gehören auch zu diesen Materialien. Die Situationisten-Sachen, usw. Dis sollten wir mal wieder studieren, weil dort nicht nur die Rede von Märkten ist, sondern von diskursiver Selbstbestimmung, die eben nicht in der Regelhaftigkeit von Märkten aufgeht, nicht dort immer wieder in ein System der Repräsentation verwandelt wird, das die Objekte überformt. Und die  Autoren und ihr Verhältnis zum &#8220;Publikum&#8221;.  Die Künstler sollten sich die Diskurshoheit bezüglich ihrer Arbeit wiederholen. Da haben sie irgendwann mal nicht aufgepast, und jetzt sind sie faktisch Angestellte ihrer Verwerter, mit Sklavenfreude, und wundern sich dabei, dass sie gesellschaftlich keine Rolle mehr spielen, es sei denn als intellektuelle Dekoration, und nicht mehr ernstgenommen werden. Wozu auch? </p>
<p>Na, bis morgen abend. Ich muss das morgen den ganzen Tag so diskutieren, dass sich konsequenzen für die praktische Lehre ergeben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von che2001 zu Was fang ich mit dem Körper an?</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/16/was-fang-ich-mit-dem-korper-an/#comment-8379</link>
		<dc:creator>che2001</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 May 2008 21:37:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://shiftingreality.wordpress.com/?p=599#comment-8379</guid>
		<description>@"Warum hat Habermas zwar eine kommunikative, aber keine leibliche Vernunft entworfen?" --- Na, weil er in der körperfremden Welt der Kritischen Theorie sozialisiert wurde und keinen Foucault, keine feministisch/antisexistische/dekonstruktivistische Gesellschaftskritik kennt, die philosophische Variante der Dekonolisierungsmodelle (Fanon, Nkrumah, Negritude, Dependencia, Black Consciousness, Maori-Spirit) nicht zur Kenntnis genommen hat und also in den Traditionen der scholastischen Körper-Seele-Geist-Trennung denkt, die die Psychoanalyse zwar problematisiert, aber nie überwunden hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@&#8221;Warum hat Habermas zwar eine kommunikative, aber keine leibliche Vernunft entworfen?&#8221; &#8212; Na, weil er in der körperfremden Welt der Kritischen Theorie sozialisiert wurde und keinen Foucault, keine feministisch/antisexistische/dekonstruktivistische Gesellschaftskritik kennt, die philosophische Variante der Dekonolisierungsmodelle (Fanon, Nkrumah, Negritude, Dependencia, Black Consciousness, Maori-Spirit) nicht zur Kenntnis genommen hat und also in den Traditionen der scholastischen Körper-Seele-Geist-Trennung denkt, die die Psychoanalyse zwar problematisiert, aber nie überwunden hat.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von che2001 zu Materialien zum Versuch einer Subsistenzkunst: Seine, meine und ihre Wohnung ist ein schöner Ort zum Ausstellen (Buren)</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/16/materialien-zum-versuch-einer-subsistenzkunst-seine-meine-und-ihre-wohnung-ist-ein-schoner-ort-zum-ausstellen-buren/#comment-8378</link>
		<dc:creator>che2001</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 May 2008 21:23:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://shiftingreality.wordpress.com/?p=600#comment-8378</guid>
		<description>Kennt ihr noch die Manifeste der Gruppe COBRA (Asger Jorn, Nieuvenhuis und so)?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt ihr noch die Manifeste der Gruppe COBRA (Asger Jorn, Nieuvenhuis und so)?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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