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	<title>shifting reality</title>
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	<description>Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!</description>
	<pubDate>Sat, 17 May 2008 23:54:50 +0000</pubDate>
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		<title>Für MomoRulez / von der Kunst</title>
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		<pubDate>Sat, 17 May 2008 23:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lars</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[[kleine Form]]]></category>

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		<description><![CDATA[Seltsam, wie sich Diskussionen entwickeln können. Definitiv nicht rational, was immer auch das Wort nun bedeuten soll (ich weiß es immer weniger).
Ich frage mich die ganze Zeit, ob es an der eigenen Erfahrungsarmut liegt, die - worin auch immer begründet - mich an einer autonome Erfahrung des Subjekts jenseits von Gesellschaft grundsätzlich zweifeln lässt. Tatsache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Seltsam, wie sich Diskussionen entwickeln können. Definitiv nicht rational, was immer auch das Wort nun bedeuten soll (ich weiß es immer weniger).</p>
<p>Ich frage mich die ganze Zeit, ob es an der eigenen Erfahrungsarmut liegt, die - worin auch immer begründet - mich an einer autonome Erfahrung des Subjekts jenseits von Gesellschaft grundsätzlich zweifeln lässt. Tatsache ist aber, dass die einzigen ästhetischen Erfahrungen, die nicht zugleich etwas zwingendes haben, für mich die Literatur darstellt. Sprechen und Schreiben ist halt doch das einzige, was ich einigermaßen beherrsche (und selbst da funkt mir die Tastatur und meine eigene Ungeduld immer dazwischen). ich habe es ja mit der Musik versucht, auch mit dem Malen, immer musste ich mich aber durch Stadien der Unlust und des Zwangs kämpfen, um voran zu kommen. So dass ich es irgendwann gelassen habe, von einer sporadischen Wiederaufnahme der Malerei mal abgesehen, aber auch da überfällt mich die klassische Leere der Leinwand, eine Unfähigkeit, eine Konzeption des Bildes überhaupt vorzulegen, die wenigen Bilder, die ich als geglückt erachte, sind wirklich spontan und nicht methodisch enstanden. - Ich wußte vorher nicht einmal, was da auf der Leinwand passieren soll. Bei der Musik ist es noch komplizierter, fußt sie zwar einerseits nicht auf Gedanken, sondern auf Tonabfolgen und Harmonien, bricht aber andererseits die technische Berrschung des Instruments die Möglichkeiten, sich Ausdruck zu verschaffen. In meiner Schulzeit war Musik zudem ein zentarles Mittel der Kommunikation mit Freunden, viel wichtiger als die ästhetische Qualität der gemeinsamen Musik. Und ab dem Zeitpunkt, wo man möglicherweise zwar gemeinsam Zeit hatte, aber radikal verschiedene Vorstellungen von der Musik, die zu machen sei, wurde es kompliziert oder zur Sackgasse. </p>
<p>Das einschneidende Erlebnis, dass sich brachial auf meine eigenen ästhetischen Handlungen auswirkte, war ein Hochwasser, das für ca. 8 Wochen (noch dazu während meiner Abiturzeit) das alltägliche Leben in einen Ausnahmezustand verwandelte. Irgendwie machte es deutlich, wie fragil und gleichzeitig mächtig diese alltäglichen Strukturen sind, und wie sehr mein eigenes Wohergehen von bestimmbaren Strukuren abhängt. Danach habe ich für gut 3 Jahre keinen Pinsel mehr in die Hand genommen. Und die Band hatte sich auch aufgelöst. Was blieb, waren die Wörter. Und dann kam die Soziologie, die für mich ja gerade ein Befreiungsschlag war. Gerade in Form der Bücher von Bourdieu. Das erste soziologische Buch, dass ich systematisch von vorne nach hinten gelesen hatte, war &#8220;Die feinen Unterschiede&#8221;, habe da außer der groben Skizze wenig verstanden, und als besonders unverständlich blieb mir das Nachwort in Erinnerung. Das war eine Auseinandersetzung mit Kant und Derrida über das ästhetische Urteil, meine ich. Habe es hinterher nie wieder gelesen, obwohl es ja jetzt förmlich danach schreit. </p>
<p>Ein anderes Beispiel, dass mir in den Sinn kommt, ist das kürzlich von mir beklagte Fehlen signifikanter Anderer im akademischen Mittelbau. Wenn so etwas wie eine subjektive Entfaltung für mich möglidh ist, dann benötige ich da eine dauerhafte Struktur in Form von Gesprächspartnern, die mitverfolgen, was ich mache. Mitverfolgen zu können, was die anderen machen. Eines der ganz großen Erlebnisse in meinem Studium war für mich ja die Erfahrung, gemeinsam mit anderen lernen zu können, eine gemeinsame Perspektive zu entwickeln. Und das passiert hier mitunter ja auch.  </p>
<p>Diese These, dass es neben dem Wissen auch eine Schulung des Blicks bedarf, die hast Du mir schmerzlich bewusst gemacht, wofür ich Dir wirklich dankbar bin. Die Körperthese, die ergab sich so aus verschiedenen Quellen, u.a. das Gespräch mit T.Albert in Wuppertal, Gramsci, aber eben auch die Literatur und wenn irgend etwas Körperliches, dann wohl das Wandern und Trekken. Ich zelte gerne, aber ungern allein.</p>
<p>Dieser Thread hieß zunächst &#8220;Die Macht der Wörter&#8221; und dann &#8220;Ästhetik und Zwang&#8221;. Beides traf es nicht, sondern umgekehrt ging es ja darum, herauszufinden, ob die Denkbewegung, die für mich gerade wichtig ist, nämlich das Verhältnis von körperlicher/leiblicher Praxis und theoretischer Praxis hier im Blog resonanzfähig ist, und keinesfalls darum, mich an Dir abzuarbeiten. Dass diese Diskussion nun diesen schärferen Ton entwickelte, ist mir ja doch arg.</p>
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		<title>Eine narzisstische Kränkung?</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/17/eine-narzisstische-krankung/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 May 2008 19:21:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lars</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Rand-Notizen]]></category>

		<category><![CDATA[Von Sternen und Sternbildern]]></category>

		<category><![CDATA[Autonomie]]></category>

		<category><![CDATA[Benjamin]]></category>

		<category><![CDATA[Bourdieu]]></category>

		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>

		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ich frage lediglich, warum so unzählige Krtiker, Schriftsteller, Philosophen, derart bereitwillig verkünden, die Erfahrung des Kunstwerks sei unsagbar, sie entziehe sich der Definition rationaler Erkenntnis; warum so widerstandslos die Niederlage des Wissens anerkennen; woher bei ihnen dieses so mächtige Bedürfnis kommt, die rationale Erkenntnis niederzumachen, dieser Furor, die Unreduzierbarkeit des Kunstwerks oder, mit einem passenderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><blockquote><p>&#8220;Ich frage lediglich, warum so unzählige Krtiker, Schriftsteller, Philosophen, derart bereitwillig verkünden, die Erfahrung des Kunstwerks sei unsagbar, sie entziehe sich der Definition rationaler Erkenntnis; warum so widerstandslos die Niederlage des Wissens anerkennen; woher bei ihnen dieses so mächtige Bedürfnis kommt, die rationale Erkenntnis niederzumachen, dieser Furor, die Unreduzierbarkeit des Kunstwerks oder, mit einem passenderen Wort, seine <em>Transzendez</em> geltend zu machen?&#8221;<br />
Pierre Bourdieu (2001): Die Regeln der Kunst. Genese und Struktur des literarischen Feldes, Frankfurt/Main: Suhrkamp, S. 11.</p></blockquote>
<p>Ja, ich weiß, damit mache ich mir die Diskussion mit MomoRulez nicht einfach, und der T.Albert wird bestimmt auch gleich sagen: &#8220;Aber Lars, das ist doch alles Quatsch.&#8221;</p>
<p>Ich kann Kunst nicht im Namen ihrer Autonomität verteidigen. Sie ist es nicht. Fraglich, ob sie es jemals  war. Kunst kann nicht auf Transzendenz zielen, sondern auf eine andere Form der Erfahrung von Welt, die sich zuallererst als Sinnlichkeit präsentiert. Es geht weder darum, über das Subjekt hinauszugelangen, noch es zu sich selbst kommen zu lassen, sondern es geht um seine Präsenz im Hier und Jetzt; darum, die ganz realen Beziehungen zu sich und zu den anderen deutlich werden zu lassen; sich zugleich als Subjekt der Erfahrung und als Objekt des Arrangements, welches die Erfahrung ermöglichte, erfahrbar zu machen. Bourdieu nannte das eine narzisstische Kränkung, die einem widerfährt, wenn man erkennt, dass man gleichzeitig der handelnde Agent, und das zum Handeln gezwungene Agens ist. Und Benjamin entwirft das Bild eines Torso aus Stein, aus dem es nun gelte, das eigene Bild der Zukunft zu hauen. Und er meinte damit kein Ideal, sondern lieferte eine nüchterne Beschreibung des von der Notwendigkeit geprägten Gegenwart.</p>
<p>Und dann lese ich den von MomoRulez empfohlenen Tschechow und finde diese doppelte Objektivierung ganz deutlich wieder. Der Versuch, zugleich das Beziehungsnetz der Akteure zu zeigen, aber auch die einzelnen Perspektiven zu verstehen, woher sie kamen, warum sie zum handeln gezwungen sind, welche Handlungsmöglichkeiten offen wären, wie sie dann schließlich handeln und wie sich dann das Feld neu strukturiert.</p>
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		<title>Materialien zum Versuch einer Subsistenzkunst: Seine, meine und ihre Wohnung ist ein schöner Ort zum Ausstellen (Buren)</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/16/materialien-zum-versuch-einer-subsistenzkunst-seine-meine-und-ihre-wohnung-ist-ein-schoner-ort-zum-ausstellen-buren/</link>
		<comments>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/16/materialien-zum-versuch-einer-subsistenzkunst-seine-meine-und-ihre-wohnung-ist-ein-schoner-ort-zum-ausstellen-buren/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 May 2008 15:53:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>talbert</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nicht kategorisiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Macht ist von den Zwecken des Künstlers abgezogen und auf die des Konservators, Museumsdirektors, Magazinverlegers oder von sonstwem verlagert worden. Es gibt ein wirklich ungeheuerliches Beispiel, das mir sehr gut gefällt. Nach 1967 waren selbst Leute mit völlig gegenläufigen Arbeiten in der Lage, irgendwo auszustellen, sei es mit Hilfe von irgendjemandem oder von ihrem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die Macht ist von den Zwecken des Künstlers abgezogen und auf die des Konservators, Museumsdirektors, Magazinverlegers oder von sonstwem verlagert worden. Es gibt ein wirklich ungeheuerliches Beispiel, das mir sehr gut gefällt. Nach 1967 waren selbst Leute mit völlig gegenläufigen Arbeiten in der Lage, irgendwo auszustellen, sei es mit Hilfe von irgendjemandem oder von ihrem eigenen Kopf. Das war spannend und schwierig, &#8230; eine Bäckerei ist eine Ausstellungsvitrine, die Wohnung eines Freundes ist ein schöner Ort zum Ausstellen usw.. Alles das wurde abgetan und ist beinahe in Vergessenheit geraten, weil es für zu dumm oder zu naiv gehalten wurde. Während der sechziger Jahre kehrte man in die Museen zurück, die Galerien wurden immer wichtiger. 1986 geht plötzlich ein Museum hin und findet selber eine Möglichkeit, Geld und Prestige für das Ausrichten einer Ausstellung zu bekommen: &#8220;Chambres d&#8217;amis&#8221;. Und was ist das für eine Ausstellung? Nicht etwa geht es dabei um ein oder zwei Künstler im Museum: Vielmehr stellen siebzig Künstler ihre Arbeit in siebzig Genter Privathäusern aus. 1967-1968 sagen mehrere Künstler mangels Vertrag: &#8220;Wir finden keine Galerie, also lasst uns draussen ausstellen.&#8221; Zwanzig Jahre später fasst der Direktor eines Museums den lächerlichen Beschluss, in einem Privathaus auszustellen, weil das öffentlicher ist, als in einem Museum auszustellen&#8230; Er überzeugt siebzig Künstler, &#8230;in diesen Häusern auszustellen, und sieben Monate später erhält selbiger Direktor einen Preis für das Konzept seiner Ausstellung!</p>
<p>Daniel Buren, Erscheinen Scheinen Verschwinden,<br />
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 1996</p>
<p>http://www.gogood.ch/malerei/seine_meine/ausstellung.htm</p>
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		</item>
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		<title>Was fang ich mit dem Körper an?</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/16/was-fang-ich-mit-dem-korper-an/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 May 2008 13:47:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lars</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bio-Macht und Bio-Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Ja]]></category>

		<category><![CDATA[Liebe]]></category>

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		<category><![CDATA[Körper]]></category>

		<category><![CDATA[Leib]]></category>

		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>

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		<description><![CDATA[Momorulez hat ja heute schon die großen Fragen auf die Füße gestellt. Ich würde ihm entgegenrufen und an die Überlegungen, die wir im März mal zur Leiblichkeit anstellten, anschließen: &#8220;Die wirklich großen Fragen betreffen unsere Körper!&#8221;
Also was mich gerade umtreibt, abgesehen von meinem Fachinteresse an der Körpersoziologie, ist folgendes. Weil ich einige Zitate aus unseren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Momorulez hat ja heute schon die <a href="http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/16/die-wirklich-grosen-fragen-tragt-der-mensch-am-fus/">großen Fragen auf die Füße gestellt</a>. Ich würde ihm entgegenrufen und an die Überlegungen, die wir im März mal zur Leiblichkeit anstellten, anschließen: <strong>&#8220;Die wirklich großen Fragen betreffen unsere Körper!&#8221;</strong></p>
<p>Also was mich gerade umtreibt, abgesehen von meinem Fachinteresse an der Körpersoziologie, ist folgendes. Weil ich einige Zitate aus unseren Kommentaren zusammen gesucht hatte, bin ich auf nochmal auf meine These gestoßen, dass Bildung nicht nur ein Wissen darstellt, das man erlernt (und in meinem Fall sowas wie Geslelschaft oder Sozialbeziehungen betrifft), sondern eben auch eine Schulung des Auges (also eine ästhetische Bildung) und untrennbar damit verbunden auch ein körperliches Verhältnis zu seinem Wissen. Mir ist das kürzlich auch nochmal an der schönen Studie zum Boxen aufgegangen, die Loic Wacquant schrieb. Das ging schon soweit, dass ich mir überlegte, ob ich nicht doch eine regelmäßig praktizierbare Sportart aufnehmen sollte (was bei mir einiges heißen soll; eine befreundete Soziologin hatte mir drauf auch prompt erzählt, dass sie wegen dieser Studie selbst zum Boxen anfing!).<br />
Woran kann man dieses leibliche Engagement deutlich machen? Vielleicht mit der Erfahrung von Literatur: Die Romane von Albert Camus z.B. klingen für mich nach Weather Report und ich habe sofort den Geruch von warmen Frühlingstagen in der Nase: ich habe &#8220;Der glücklichen Tod&#8221; und &#8220;Die Pest&#8221; von Camus auf dem Balkon gelesen, während im Hintergrund &#8220;Black Market&#8221; hoch und runter lief.</p>
<p>Ein anderes Beispiel wäre das Problem der Solidarität, was für mich immer ein ganz zentraler Wert sowohl im Politischen wie auch und im Privaten darstellt. Dass darin auch ästhetische Dimensionen zu stecken scheinen, <a href="http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/15/sozialversicherungsbefreite-veddel/#comment-8349">deutete T.Albert die Tage mal an</a>  und wenn ich den Verweisauf Tschechovs Landhausgemeinschaften heranziehen darf, dann lässt sich Momo&#8217;s Satz </p>
<blockquote><p>&#8220;Und weil dieses seltsame Geschöpf zum Knuddeln ist, wenn es Unsinn redet und dabei z.B. niedlich lächelt, einfach, um Kontakt zu halten nach langen Sommertagen, Beisammensein ausfüllend, ist doch egal, was man da quatscht, wenn man abends in den Salons russischer Landgüter zusammen sitzt.&#8221; </p></blockquote>
<p>eben auch als ein solches körperliches/leibliches Verhältnis der Solidarität begreifen: Die Grundlage des Kommunismus ist eben das Beisammensein, eine Gemeinschaft der Körper. Da hatte der Durkheim schon recht, dass Solidarität durch eine gemeinsame Tätigkeit hervorgerufen wird (auch wenn er mit Solidarität das einverleibte moralische Zwangskorsett der Gesellschaft meinte und keineswegs eine Partizipation am Handeln und Denken anderer).<br />
Aber was heißt das für einen Cezanne, oder einen Beckett, und meinetwegen auch für einen Meese?</p>
<p>Das ganze ist natürlich nich ganz unproblematisch. Eine der zentralen Schlagwörter von Judith Butler etwa ist das &#8220;leidenschaftliche Verhaftetsein&#8221;, welches noch die verletzten Identitäten körperlich an den sie verletztenden &#8220;normativen Heterosexismus&#8221; bindet. Und doch bin ich mir sicher, dass ohne eine körperliche/leibliche Teilhabe die &#8220;großen Fragen&#8221; nicht &#8220;beantwortet&#8221; werden können. Bourdieu, der ja schon so etwas wie eine fundamentale Referenz meines Denkens darstellt, weil sich durch ihn meine Blicke anders richten, mein Denken andere Wege nimmt (alles Metaphern, die auf einen Körper bezug nehmen), hat die Vorstellung eines homo oeconomicus, oder die einer abstrakten und theoretischen Vernunft mal die&#8221;scholastische Verblendung&#8221; genannt. Und recht hatte er. Ausdrücken kann er&#8217;s übrigens auch viel besser:</p>
<blockquote><p>&#8220;Weil der Körper (in unterschiedlichem Ausmaß) exponiert ist, weil er in der Welt ins Spiel, in Gefahr gebracht wird, dem Risiko der Empfindung , der verletzung, des Leids, manchmal des Tods ausgesetzt, also gezwungen ist, die Welt ernst zu nehmen (und nichts ist ernsthafter als Empfindungen - sie berühren uns bis ins Innerste unserer organischen Ausstattung hinein), ist er in der Lage, Dispositionen zu erwerben, die ihrerseits eine Öffnung zur Welt darstellen, das heißt zu den Strukturen der sozialen Weltm deren leibgewordene Gestalt sie sind.&#8221;<br />
P.Bourdieu (2001) Meditationen. Kritik der scholastischen Vernunft, Frankfurt/Main: Suhrkamp, S.180.</p></blockquote>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/shiftingreality.wordpress.com/599/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/shiftingreality.wordpress.com/599/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/shiftingreality.wordpress.com/599/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/shiftingreality.wordpress.com/599/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/shiftingreality.wordpress.com/599/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/shiftingreality.wordpress.com/599/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/shiftingreality.wordpress.com/599/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/shiftingreality.wordpress.com/599/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/shiftingreality.wordpress.com/599/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/shiftingreality.wordpress.com/599/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/shiftingreality.wordpress.com/599/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/shiftingreality.wordpress.com/599/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=shiftingreality.wordpress.com&blog=1381467&post=599&subd=shiftingreality&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Die wirklich großen Fragen trägt der Mensch am Fuß</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/16/die-wirklich-grosen-fragen-tragt-der-mensch-am-fus/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 May 2008 07:32:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Baggage]]></category>

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		<description><![CDATA[Fragen, die die Welt bewegen. Heute: Die taz:
&#8220;Woran liegt es nur, dass die Reliquien des geschmacklosesten Jahrzehnts plötzlich wieder tragbar sind? Ist es Ratlosigkeit?&#8221;
An der These der Ratlosigkeit mag etwas dran sein - beim Durchlesen des Feuilletons der ZEIT gestern abend befiel mich auch so ein Gefühl. Da wird die Neuro-Ästhetik dementer Hirnforscher wortreich kritisiert, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Fragen, die die Welt bewegen. Heute: Die taz:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/das-weisse-grauen/?src=TE&amp;cHash=3adb37250e" target="_blank">&#8220;Woran liegt es nur, dass die Reliquien des geschmacklosesten Jahrzehnts plötzlich wieder tragbar sind? Ist es Ratlosigkeit?&#8221;</a></p></blockquote>
<p>An der These der Ratlosigkeit mag etwas dran sein - beim Durchlesen des Feuilletons der ZEIT gestern abend befiel mich auch so ein Gefühl. Da wird die Neuro-Ästhetik dementer Hirnforscher wortreich kritisiert, als wäre das nötig, dumm wie die ist - und Diedrich Diedrichsen verbreitet Irrelevantes über die Tom Waits-Coverversionen von Scarlett Johansson. Der chronisch neben dem Thema daher besserwissende Hanno Rauterberg regt sich über den Weltausstellungs-Pavillion in Shanghai auf, als ginge es um den Untergang des Abendlandes und einen Wettlauf der Kulturnationen. Der hat ja die Tendenz zum Spenglern. Während ein sehr fotogener, englischer Dramatiker auch nicht anders kann, als sich als Zwerg vor den unerreichten Monumenten Tschechow und Beckett zu fühlen - eine ganze DIE ZEIT-Seite lang. Und der Interviewer, der Tschechow in&#8217;s Gespräch bringt, hat diesen noch nicht mal im Ansatz begriffen. Behauptet er doch, dessen Gedanke sei, daß in ferner Zukunft, in 200, 300 Jahren, der Mensch dann gut würde, üppig lebte und glücklich guckte.</p>
<p>Das läßt mein Freund Anton tatsächlich seine Figuren sagen, er tut&#8217;s jedoch, um deren Passivität im Hier und Jetzt zu zelebrieren und auch zu <em>zeigen</em>, nicht zu kommentieren, daß gerade solche Eigentümlichkeiten wie die Utopisierung den Menschen als solchen erst liebenswert machen. Weil man nur lieben kann, worüber man auch lachen kann. Und weil dieses seltsame Geschöpf zum  Knuddeln ist, wenn es Unsinn <em>redet</em> und dabei z.B. niedlich lächelt, einfach, um Kontakt zu halten nach langen Sommertagen, Beisammensein ausfüllend, ist doch egal, was man da quatscht, wenn man abends in den Salons russischer Landgüter zusammen sitzt  - nicht jedoch liebenswert ist, wenn das Geschöpf Mensch zum Feuilletonisten mutiert Unsinn <em>schreibt</em>.</p>
<p>Schön war&#8217;s, ganz im Gegensatz dazu mal wieder einen längeren Text von Fritz J. Raddatz zu lesen, ganz anders als Franziska Seybold kann der nämlich schreiben. Der bürstet positiv verschroben Sprache gegen den Strich und zeigt sich so seinem Gegenstand, der Literatur, gewachsen.</p>
<p>Frau Seybold hingegen merkt gar nicht, daß viel schlimmer als das Tennis-Socken-Revival, gegen das ich gar nix habe, ich mag die Dinger, ist, daß sie stilistisch in eben jener Jauche schwimmt, die sie so wortreich kommentiert: 80er-Jahre-Zeitgeist-Suppe halt. Polyluxig. Auch noch ganz dümmlich mit Bourdieu versetzt, ja doch, man MUSS das attackieren: Scheint Berlin-Mitte vor allem dadurch determiniert, die Banalität von Leuten wie Stuckrad-Barre in Endlosigkeit fortzuschreiben ist. Der war zwar eher in den 90ern erfolgreich, weil er Oasis-Song-Titel über Kapitel schrub und so das, was am Flaggenrausch der WM nervte, vorwegnahm - dieses ekle &#8220;Deutschland, Pop-Nation&#8221;. Was, Polke zum Trotze, niemals wahr werden wird, das sieht man doch schon an den Entwürfen zum Weltausstellungs-Pavillion in Shanghai!</p>
<p>Schuld sind daran jedoch nicht die Socken der 80er, sondern deren &#8220;Journalismus&#8221;, der so zäh weiter fließt durch die Schwarzwaldklinikhaftigkeit der Gazetten, die sich hip geben. Am schlimmsten aktuell in der Spex. Buaaaah.</p>
<p>Wäre ich jetzt Franziska Seybold, dann würde ich mit einem Satz wie dem folgenden enden:</p>
<blockquote><p>&#8220;Man darf gespannt sein.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das ist so eine Konstruktion wie &#8220;Bleibt zu hoffen, daß.&#8221; Oder &#8220;Warten wir&#8217;s ab, ob.&#8221;  Wie ich das hasse. Bringt denen eigentlich niemand mehr was bei?</p>
<p>Raddatz hingegen endet so:</p>
<blockquote><p>&#8220;Zum Ende hin wird der Ballon - um Pynchons Eingangs- und Schlussbild zu paraphrasieren - faltig, schlaff und schleifend; die Halteseile scheuern durch.&#8221;</p></blockquote>
<p>Na, der Kontrast, der ist wohl offenkundig. Jenseits der Beliebigkeit hinein in die Bildhaftigkeit, spezifisch am Gegenstand orientiert: Leute, lest lieber die alten Granden, anstatt euch in &#8220;man darf gespannt sein!&#8221; zu ergehen. Dann seid ihr auch nicht mehr ratlos, wenn ihr die Tennis-Socke überstreift &#8230;</p>
<p>PS:Den letzten Satz von Rauterberg stelle ich einfach mal zur Diskussion: &#8220;Das Abenteuer Architektur überlässt sie fröhlich anderen Staaten.&#8221; Na, wie ist der?</p>
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		<title>Das Dogma des Undogmatischen</title>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 07:18:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Robert Rauschenberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Das wäre dann ja wirklich mal ein lohnendes Dissertationsthema: Eine Rekonstruktion des Wertekanons, der in Künstler-Nachrufen sich spiegelt.
Weil Rauschenberg wahrscheinlich heute laut und dogmatisch wäre, würde er jetzt loslegen, alleine schon, um diesen Nachrufen zu entgehen. Und mit Pop würde er heute nichts zu schaffen haben wollen. Pop-Art hat ja wie alles Gute fatal gewirkt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Das wäre dann ja wirklich mal ein lohnendes Dissertationsthema: Eine Rekonstruktion des Wertekanons, der in Künstler-Nachrufen sich spiegelt.</p>
<p>Weil Rauschenberg wahrscheinlich heute laut und dogmatisch wäre, würde er jetzt loslegen, alleine schon, um diesen Nachrufen zu entgehen. Und mit Pop würde er heute nichts zu schaffen haben wollen. Pop-Art hat ja wie alles Gute fatal gewirkt, weil im Gegensatz zu Alban Berg, Beckett oder selbst Cézannes Stilleben es programmtisch rezipierbar ist.</p>
<p>Cézanne bietet Zugangsweisen, nicht Aussagen. Und Becketts Absurdes zum Programm zu erheben bleibt absurd, Pop als Programm bleibt aber nicht wirklich wirklich poppig.</p>
<p>Weil programmtisch verstandener Pop in Paradoxien führt: Einen reinen Ekletizismus, ein Dogma des Undogmatischen. Er führt dazu, Provokationen erwarten, Reproduktionen reproduzieren,  ganz konform Querdenkertum einzufordern und zwanghaft zu ironisieren, bloß nie über die Ironie selbst  - und Innovationen, auf die alle warten, sind gar keine. Siehe Menon.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/784531/" target="_blank">&#8220;Ich glaube, der war zu, das war kein Intellektueller, aber ungeheuer wacher Mensch. Und er wusste, dass diese Idee der Avantgarde eigentlich fragwürdig ist, wenn man zugleich solch eine Prominenz hat. Das ist ein Widerspruch, der eigentlich wenig Sinn macht.&#8221;</a></p></blockquote>
<p>sagt der Herr König und hat wohl recht.</p>
<blockquote><p>&#8220;Und dann war es natürlich für die amerikanischen Künstler wichtig, sich freizuschwimmen. Das ist eben Pollock, der diesen totalen Durchbruch gemacht hat, ein wirklich endlos abstraktes Bild, einen neuen Bildraum gedacht hat. Und dann kam eben Jasper Jones und Rauschenberg und haben das von innen geöffnet und das Dogmatische irgendwie unmöglich gemacht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Sagt auch Herr König. Hat er da auch recht?</p>
<p>Ich bewundere ja zunehmend Dogma-Film und Episches Theater, weil es so billig ist, einfach nur &#8220;verspielt&#8221; zu schreien und Dogmatisches unmöglich zu machen.</p>
<p>Ich fordere Tabus, z.B., daß irgendein Patriotisches Forum aus Süddeutschland bei WordPress bloggt, das gehört tabuisiert in dem Sinne, daß es nicht stattfindet. Ich fordere den Zwang zur Sozialversicherungspflicht für Geschäftsführer UND Finanzvorstände.</p>
<p>Geht das wie folgt? Kommt man da so hin? Brauchen wir nicht eher die Renaissance des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verfremdungseffekt" target="_blank">V-Effektes </a>? Oder ist die US-Flagge von Jasper Johns und die Siedlerhymne von Cage nicht genau das und gerade nicht das Wiederauftauchen von Lebenswirklichkeit in der Kunst? oder baue ich hier Scheinggensätze auf? Geht das im Pop? Und geht es so?</p>
<blockquote><p><a href="http://oe1.orf.at/highlights/120496.html" target="_blank">Rauschenberg, Cage, Cunningham und deren Freunde wie David Tudor oder Jasper Johns warfen den herrschenden Kunstbegriff über den Haufen, aber das auf manchmal unerwartet sanfte Weise. Monochrome Bilder einerseits, Alltagsgegenstände andererseits; chaotische Klänge einerseits, die Stille andererseits: Man erprobte eine neue umfassende Weltsicht. Zitat: &#8220;Rauschenberg vertrat die Ansicht, dass die von ihm angestrebte Wiedervereinigung der künstlerischen (Bild-)wirklichkeit mit der Lebenswirklichkeit am besten dadurch erreicht werden könne, indem man Teile der realen Welt - mehr oder weniger unverändert - in die Kunst hereinholt&#8221;.</p>
<p>Freund Jasper Johns malte die amerikanische Flagge und John Cage re-komponierte alte amerikanische Siedlerhymnen. Nicht jede Revolution braucht laute Töne.</a></p></blockquote>
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		<title>Sozialversicherungsbefreite Veddel?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 06:44:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Und alle reden auf einmal über die Veddel. Beim Mittagessen. Weil Ottensen zu  teuer ist und durch die Hafencity eine Brücke zur Veddel geschlagen würde. Ist ja auch ein schönes Viertel. Das sollte man doch jetzt was kaufen, da gibt&#8217;s wenigstens Wertzuwachs! Und die Freundin hat endlich auch einen Galeristen gefunden, einen der Top 20-Galeristen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Und alle reden auf einmal über die Veddel. Beim Mittagessen. Weil Ottensen zu  teuer ist und durch die Hafencity eine Brücke zur Veddel geschlagen würde. Ist ja auch ein schönes Viertel. Das sollte man doch jetzt was kaufen, da gibt&#8217;s wenigstens Wertzuwachs! Und die Freundin hat endlich auch einen Galeristen gefunden, einen der Top 20-Galeristen. Der, wo auch Norbert Bisky ist. Und wieder, auf gegrillten Thunfisch und Gyros glotzend, unser Abwehrchef dreht uns derweil den Rücken zu, ist die Sozialversicherungspflicht für Geschäftsführer größerer, mittelständischer Unternehmen Thema. Ist es in letzter Zeit ständig. Nur Finanzvorstände von Aktiengesellschaften könnten sich davon befreien, hat neulich wer behauptet. Aber, Erfolg: Der Anwalt hat es jetzt auch geschafft, eines meiner Gegenüber davon zu befreien! 2 Jahre, 2 Jahre!!! hat er das bezahlt - endlich vorbei! &#8220;Na, das nenn ich Solidarität!&#8221;, werfe ich ein - &#8220;Was is&#8217;n das für&#8217;n Spruch?&#8221; ist die Antwort.</p>
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		<title>Wer schreibt denn nun &#8230;</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/14/wer-schreibt-denn-nun/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 May 2008 14:57:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[.. den Nachruf auf Robert Rauschenberg?
Bekenne, mich nie intensiver mit ihm beschäftigt zu haben - die weißen Leinwände jedoch und das Ausradieren des Werkes Willem de Konning sind kunstgeschichtliche Momente, die nirgends fehlen, wenn erzählt wird, und sagen mir auch was. Jack Daniels verstehe ich auch.
So schwant mir: Der Mann war ein Gigant, und doch, mir fehlen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>.. den Nachruf auf Robert Rauschenberg?</p>
<p>Bekenne, mich nie intensiver mit ihm beschäftigt zu haben - die weißen Leinwände jedoch und das Ausradieren des Werkes Willem de Konning sind kunstgeschichtliche Momente, die nirgends fehlen, wenn erzählt wird, und sagen mir auch was. Jack Daniels verstehe ich auch.</p>
<p>So schwant mir: Der Mann war ein Gigant, und doch, mir fehlen die Worte - und nur <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,553127,00.html" target="_blank">den SpOn-Artikel </a>zu verlinken, das wäre dann wohl doch zu wenig &#8230;</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/shiftingreality.wordpress.com/594/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/shiftingreality.wordpress.com/594/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/shiftingreality.wordpress.com/594/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/shiftingreality.wordpress.com/594/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/shiftingreality.wordpress.com/594/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/shiftingreality.wordpress.com/594/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/shiftingreality.wordpress.com/594/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/shiftingreality.wordpress.com/594/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/shiftingreality.wordpress.com/594/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/shiftingreality.wordpress.com/594/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/shiftingreality.wordpress.com/594/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/shiftingreality.wordpress.com/594/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=shiftingreality.wordpress.com&blog=1381467&post=594&subd=shiftingreality&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Apropos:</title>
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		<pubDate>Mon, 12 May 2008 20:19:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gerade im St. Pauli-Forum verlinkt gefunden - herrlich:
http://youtube.com/watch?v=uiKIlwNVElY
       ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Gerade im St. Pauli-Forum verlinkt gefunden - herrlich:</p>
<p><a href="http://youtube.com/watch?v=uiKIlwNVElY" target="_blank">http://youtube.com/watch?v=uiKIlwNVElY</a></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/shiftingreality.wordpress.com/593/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/shiftingreality.wordpress.com/593/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/shiftingreality.wordpress.com/593/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/shiftingreality.wordpress.com/593/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/shiftingreality.wordpress.com/593/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/shiftingreality.wordpress.com/593/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/shiftingreality.wordpress.com/593/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/shiftingreality.wordpress.com/593/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/shiftingreality.wordpress.com/593/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/shiftingreality.wordpress.com/593/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/shiftingreality.wordpress.com/593/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/shiftingreality.wordpress.com/593/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=shiftingreality.wordpress.com&blog=1381467&post=593&subd=shiftingreality&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Im nächsten Dorf beginnt das Feindesland</title>
		<link>http://shiftingreality.wordpress.com/2008/05/12/im-nachsten-dorf-beginnt-das-feindesland/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 May 2008 16:25:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chezweitausendeins</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Baggage]]></category>

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		<category><![CDATA[Würde Ehre stolzieren?]]></category>

		<category><![CDATA[die Moral]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe gerade mit meinem Vater eine pfingstliche Tour d´horizon über die Dörfer gemacht, wo sich seine Kindheit abspielte. Er war mit 15 Jungvolkführer und mit 16 Hauptsturmführer bei der SS-Division &#8220;Wiking&#8221;, wobei sich für ihn der Nationalsozialismus aus einer naiven Bewunderung für die &#8220;Helden&#8221; an der Front, Begeisterung für die Technik von UBooten, Panzern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich habe gerade mit meinem Vater eine pfingstliche Tour d´horizon über die Dörfer gemacht, wo sich seine Kindheit abspielte. Er war mit 15 Jungvolkführer und mit 16 Hauptsturmführer bei der SS-Division &#8220;Wiking&#8221;, wobei sich für ihn der Nationalsozialismus aus einer naiven Bewunderung für die &#8220;Helden&#8221; an der Front, Begeisterung für die Technik von UBooten, Panzern und Flugzeugen und Lagerfeuerromantik zusammensetzte. Kleine-Jungs-Denke eben. Immerhin war er mit 15 bereits Jungstammführer mit eigenem Sekretär. Und als solcher traute er sich nicht in die Bauerndörfer, denn  die größeren Jungs dort  hauten uniformierte Pimpfe oder HJler zusammen. Das war gar nicht groß politisch, sie verachteten alles Uniformierte, renitente, autarke Bauernlümmels, die sie waren. Der bündische Widerstand, die Schreckensteiner mit ihren langen Bärten waren auch da, mit denen traute sich aber niemand zu reden. Man wusste auch, dass es ein Lager gab, erzählte sich aber, dass dort chronisch arbeitsunwillige Land- und Stadtstreicher zum Arbeiten angehalten würden, was in der Kleine-Jungs-Vorstellungswelt meines Vaters ganz in Ordnung schien. Nachdem er einem jüdischen Major der US-Army Leben und Freiheit zu verdanken hatte, stellten sich meinem Vater einige Fragen neu. Von den NS-Verbrechen erfuhr er aber erst nach Kriegsende. Meine Mutter hingegen war Tochter eines Mannes, der sofort nach der Machtergreifung aus politischen Gründen inhaftiert wurde und zwei Jahre saß, wodurch sich ihre Mutter vor Kummer einen Magenkrebs holte, an dem sie starb. Diese unterschiedlichen Biografien behinderten meine Eltern nicht, als sie sich ineinander verliebten. &#8220;Politik war nicht son wichtig, vor allem nicht nach Kriegsende&#8221;.</p>
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