shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Artikel getaggt mit ‘FC St.Pauli

Die mit dem Zebra tanzen …. jaaaaaaa!

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Na, dann gratuliert mir mal, liebe Leser!

Habe ja neulich die Auswärtsniederlage ganz auf mich genommen, wo war das noch? Hoffenheim war’s nicht, hähähä – doch während Ring 2 durch München irrte auf der Suche nach einer Kneipe, in der das heutige Spiel zu sehen war, habe ich heroisch den Liveticker gemieden! Auch in der 70. habe ich nicht hineingeschaut, nicht in der 80., nein – steige so 19.25 h aus dem Frühabendschlaf-Bett, schalte das Radio ein, höre nur noch irgendwas zu Koblenz, 0:1 oder andersrum.  Haste zum Computer, fahre ihn hoch, denke schon bei der Startseite, St. Pauli-Forum, ist ja klar, „Mönsch, viel los hier, fast Vierstelstunde nach Spielende, entweder war’s ein Total-Debakel, oder, wer weiß? Vielleicht ja doch?????“, bewege mich zu kicker.de, und, und , und: Jaaaaaaaaa. Laute Jubelstürme treiben den Hund unter dem Bett hervor, tatsächlich, nach all den Chören am Freitag, in denen ein „Auswärtssieg!“ gefordert wurde, jaaaa, 2:1 für uns, jaaaaaaaaa.

Das wird aber für ordentlich schlechte Laune in der NDR 2-Sport-Redaktion gesorgt haben, die konseqeunt soeben lieber unendliche Vorberichte zu den Rothosen brachten, anstatt UNSEREN ersten Auswärtssieg zu feiern!

Einziger Wermutstropfen oder was auch immer man da so trinkt am Niederrhein ist, daß es ausgerechnet bei den Duisburgern war. War immerhin der Verein meines Vaters, der, in Meiderich geboren, noch auf dem Weg zur finalen OP fragte, wie denn sein Verein gespielt habe …. ja, das sind Fans. Da ist man auch 17 Jahre danach noch richtig stolz auf den Erzeuger. Und das keineswegs nur deshalb. Aber auch!

Kann nun aber auch sein, daß es gar nicht an meinem Fernbleiben vom Ticker lag, daß wir da, in der halben Wiege meines Werdens, gewonnen haben. Sondern daran, daß Ring 2 gar nicht durch München irrte, sondern flugs irgendein charmantes Lokal im Glockenbachviertel oder unweit des Gärtner-Platzes fand, wie hieß noch der Fassbinder-Laden, „Deutsche Eiche“? Sowas halt, und dort fieberte er mit Exil-Duisburgern und Exil-Hamburgern zu dem Kampf unserer Jungs.

Und um das herauszufinden, was nun der wahres Sieggrund war, muß Ring 2 jetzt jedes Mal zum Auswärtspiel nach München fliegen, um es dort zu schauen. Ich bleibe derweil vom Liveticker fern, und wenn wir dann immer gewinnen, dann war’s zumindest einer von uns beiden ;-) – was zwar die Ausgangsfrage nicht klärt, aber wenn jetzt auch nur nur einer von uns das Ritual ändert, dann ist das Risiko, doch wieder zu verlieren, einfach zu hoch. Also, Ring 2, da mußte jetzt durch!

Geschrieben von momorulez

Oktober 29, 2008 um 20:38

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Hamburger Wetter

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Wenn jemand den Himmel betrachtet und zu mir sagt: „Ich denke, es wird bald regnen, also bin ich“, dann verstehe ich ihn nicht.

Soll Ludwig Wittgenstein gesagt haben, in einer Diskussion in Oxford. Wahrscheinlich verstand er das nicht, weil das ein Tag wie heute in Hamburg war und es schon längst geregnet hat. Was gerade für jene auf der Gegengerade und auf den Stehplätzen in der Nord wohl als fortgesetzt selbstreferentieller Existenzbeweis wirkte: Höchsten Respekt und tiefste Bewunderung für jene, die ihr Fleisch und ihre Knochen da mehr als 2 Stunden in’s konstante Nass stellen. Wo ich schon auf der Haupttribüne mich wegen eines kurzen Fussmarsches anwitzeln lassen mußte, wo ich denn meinen Föhn gelassen hätte.

Und dieser Bengel mit der hübschen Lederjacke am Bierstand, der behauptete, er sei seit 3 Tagen in Hamburg und es habe fortwährend nur geregnet, sich ein „Du lügst!“ im Chor der Bierausschanksbediensteten anhören mußte.

Als wäre nicht selbst auf den Balearen der Oktober der regenreichste Monat, wie ich 1990 erfahren durfte, als ich am 3. Oktober, vor ihm flüchtend, dann ausgrechnet in Arenal (blöde Idee) mich wieder fand, zum Glück mit holländischen Omis am Pool und nicht am „Ballermann“: Sogar Hotels mußten evakuiert werden angesichts der damaligen Jahrhundertgewitter. Sahen aber cool aus, so vom Hotelfenster betrachtet mit ordentlich Brandy im Blut und „Lay all your love on me“ von ABBA im Ohr.

An diese Szenerie dachten dann wohl auch unsere Spieler heute, als sie sich nach dessen magischer Tanzeinlage alle auf Goofy warfen:


Quelle: ring2

Ja, für Mitblogger aus der Region tut das weh kurz vor Ende, so’n 0:5 auswärts ist ja nicht schön, wir kennen das ziemlich gut, aber ausgerechnet gegen Koblenz, kicher, auch noch gleich um die Ecke, hihihi, na, lassen wir das: Also, der Marius Ebbers, der guckt ja immer so, als könne er kein Wässerchen trüben, aber das ist ja doch ‘ne verdammt coole Sau! Wie auch der Matze Hain, der jedes mal „It’s raining man“ im Ohr hatte und davor weg (hält ja kein Mensch mehr aus, das Lied) zum Ball lief und sprang, wenn er ‘ne Glanzparade hinlegte wie andere ‘ne Sohle auf’s schlüpfrige Parkett: Wow!

Daß es ihn dann einmal von hinten in den Mann trieb, okay, das kann schon passieren, wenn man ausgerechnet die „Weather Girls“ – wider Willen! – vor sich hinsummt, die ich ja mindestens schon 22 mal bei irgendwelchen Homo-Events gesehen habe.

Die Melancholie des so wundervollen „Here comes the rain again“ der noch viel wundervolleren Annie Lennox wollte auch nicht so recht aufkommen, eher schon das hymnische Purple von Princes Rain, von dem es ja nix bei Youtube zu gucken gibt, deshalb hier ein ganz hinreißendes Karaoke-Video. Niedlich. Süß.

Il y avait quelques gens, qui avais le chanson de Dalida dans leurs yeux oder so (fuck the richtige Schreibweise, auf Schüleraustausch war das ja auch egal und trotzdem Völkerverständigung) nach dem Spiel, ja, es war spannend, es war toll, es war mitreißend, und ich bin ja heute nur so frankophil, weil es gestern ein ganz wundervolles Jacques Brel-Portrait auf ARTE gab, aber würde ich jetzt noch mehr von dem verlinken, dann würde das wohl die Stimmung verhageln.

Das mit Zeiger der Kirchturmuhr, der von Strich zu Strich zu Strich rückt (Hanne Wieder kennt ja auch wieder kein Schwein, dabei hat die das wundervolle „Ein Neandertaler, ein Neandertaler, den ich kämmen kann auf seinem Schulterblatt, ein Neandertaler, ein Neandertaler, der so’n richtigen Meisterringerkörper hat!“ gesungen), das hatten wir zwar schon heute nachmittag schon („Immer warten nur die Leute auf den Ball, die wirklich lieben!“ hat er vor allen beiden Toren gesagt, der Ebbers, habe ich Lippenleser genau erkannt!) , aber der Zeiger war wirklich immens wichtig für’s Spiel: Immerhin fielen die Tore für uns in der 2., 45. und 46. Minute, cooles Timing, aber man stelle sich nur mal vor, der Herr Brych, der immer pfeift, sobald jemand umfällt, ganz egal, warum der fällt, hätte einfach 2 mal 2 Minuten später an- und einmal eine Minute früher abgepfiffen, dann hätten diese Aachener mit den sexy gelben Socken 2: 0 gewonnen!

Zum Glück hatte der Brych seinen i-Pod nicht dabei, sonst hätte er wie sonst immer vor jedem Spiel noch Jermaine jackson & Pia Zadora gehört, so zum warm machen, auf die steht der nämlich, dann hätte er dem Machwerk noch gelauscht, während doch eigentlich schon die Tore fallen sollten, und alles wäre ganz anders gekommen!

Das ist aber ja das Schöne am Leben: Alles fließt, man steigt niemals zwei Mal in den selben Fluß, und irgendwann begräbt man dann sein braunweißes Herz an der Biegung des Flusses „Elbe“ und hat noch immer – Mist, geht auf’s Textende zu, dabei muß ich doch noch irgendeine Hommage an den Hoilett loswerden, meine Güte, wat’n Wiesel im Bachgeriesel des Fußballspiels, aber Madonnas „Rain“, nee, das habe ich ja noch nie gemocht, das kann ich ihm doch nicht antuen – ach, dafür kriegt er das, obwohl’s ja nicht wirklich paßt. Aber immerhin hat er maßgeblich dazu beigetragen, den Aachenern ein One Way-Ticket to the Blues zu verpassen – yeah!

PS: Eigentlich wollte ich ja den Text auf meinen Erinnerungen an das Mega-Dance-Festival in Dühren und meine Begegnung mit Stella Getz dort aufbauen, nun erwarte ich aber ein Dankeschön dafür, daß ich’s nicht tat, die Musik-Verlinkungen hätte KEIN MENSCH durchgestanden ;-)

Geschrieben von momorulez

Oktober 6, 2008 um 0:05

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Och, einer geht noch …

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Weil das Leben ja manchmal doch Geschenke macht ungeachtet der Tatsache, daß manch einer von Rolltreppen verschluckt wird … z.B. das 3:2 gegen Aachen soeben.

Was für die Mannschaft ja gar kein Geschenk war, sondern hart erkämpft. Aber dazu später mehr:

Quand on n’a que l’amour,

und ich steh im Regen und warte auf Dich, den Ball, dachte sich Marius Ebbers …

Geschrieben von momorulez

Oktober 5, 2008 um 16:02