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Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

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Ist, wer “Politikverdrossenheit” diagnostiziert, elitär?

mit 16 Kommentaren

Was mich ja am US-Nominierungs-Wahlkampf überrascht, ist, daß Obama ständig irgendwelche Selbstverständlichkeiten und “Normalitäten” um die Ohren fliegen. Erst die noch verhältnismäßig moderaten Äußerungen dieses Pastor Wright oder wie der heißt, von denen einige auch Uli Hoeness einst äußerte, wenn ich mit recht entsinne. Und nunmehr gilt eine hierzulande allenfalls übliche Diagnose der “Politikverdrossenheit” als Attitude eines potenziellen Präsidenten “von oben herab”.

“Obama hatte vergangene Woche bei einer Veranstaltung zum Sammeln von Wahlkampfspenden gesagt, viele Wähler der weißen Arbeiterklasse hätten sich nach Jahren des wirtschaftlichen Abschwungs von der Politik in Washington abgewendet. “Es ist also nicht überraschend, wenn sie verbittert werden, sich an Waffen klammern oder an Religion oder an die Abneigung gegenüber Leuten, die nicht so sind wie sie”, führte Obama danach aus.”

Selbst Die Welt gesteht ein: “In dem Befund steckt Wahrheit, wenn man ehrlich ist.” Na sowas!

Na ja, auch in den Blogs gegenüber gab’s ja mal so eine von wem auch immer initiierte Welle, man solle den Leuten doch nicht so viel Hoffnung machen, daß Demokratie ihnen irgendetwas brächte.  Nun taucht dort erstmals seit langem – Super! – wieder ein Sich-Berufen auf Armartya Sen auf, hat dieser nicht sogar den Nobelpreis für seine Studien über den Zusammenhang zwischen Demokratie und der Abwesenheit von Hungersnöten erhalten?

Mir scheint’s ja zunehmend so, daß in den ganzen Diskussionen rund um Obama viel mehr aufscheint als nur ein US-Nominierungs-Wahlkampf … so muß wohl im Friedman-Ländle massivst davon abgelenkt werden, daß jemand die Frage noch der Motivation zur Demokratie stellt. Nix anderes hat er nämlich getan, der Obama.

Geschrieben von momorulez

April 14, 2008 um 8:32

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