shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Lektüreprotokoll zur „Gouvernementalität“

with 47 comments

Ha, das ist dann aber sozusagen Wasser auf meine Mühlen und doch auch wieder gerade nicht, was der Rayson da schreibt:

„Liberalismus hat nichts mit Management zu tun. Wahrscheinlich sogar eher wenig. Überzeugte Liberale sind wohl meist genau so miese Manager, wie Manager in der Regel miese Liberale sind.“

Soll heißen: Liberalismus ist eben eine politische Doktrin, und da, wo er als Wirtschaftliberalismus auftritt, ist er dieses noch immer. Und da, wo „volkswirtschaftlich“ argumentiert wird, erst recht.

Mich gerade eher quälend als genießend durch die „Gouvernementalitäts“-Literatur von Foucault und über diesen pflügend, sei das in den Worten seiner Interpreten so formuliert:

 „Das begriffliche Instrumentarium der Gouvernementalisierung“ des Staates erlaubt es, die Spezifik bestimmter Fomen moderner Macht gerade darin zu erfassen, dass sie weder als physischer Zwang noch als gewaltsame Unterwerfung noch – in Abgrenzung zu den von 1977 aus gesehen erst beendeten Studien – als vereinnahmender Disziplinierung auftritt. Die Gouvernementalitäten seit dem 18. Jahrhundert sind, so Foucaults zentrale geschichtliche und politische These, um die Regierung derFreiheit beziehungsweise durch Freiheit konzentriert. Aus diesem Grunde kann auch keine politische Analyse, die Freiheit als Gegenbegriff, als Außerhalb der Macht versteht, in seinen Augen den politischen Realitäten der Gegenwart gerecht werden.“

Martin Saar, Macht, Staat, Subjektivität, in: Susanne Krasmann, Michael Volkmer, Michel Foucaults „Geschichte der Gouvernementalität“ in den Sozialwissenschaften, Bielefeld 2007, S. 37

Reproduziert sich nun diesen genuin politischen, also regierungskriterialen Denkfehler auf der Ebene des Managements selbst, mutiert er zur Ideologie: Freiheit heißt dann, Freiheit zu Überstunden, zum Ortwechsel,  zum Urlaubsantrag und zum freiwilligen Gehaltsverzicht. Allerdings auch zu kündigen, aber damit das auch ja keiner tut, gibt’s dann ’ne Sperre vom Amt und die Drohung mit Langzeitsarbeitslosigkeit. Oder man gewährt Angestellten Freiräume, damit man diese dann um so besser abschöpfen kann.

Wobei jetzt natürlich interessanter wäre, was Rayson zu diesen Aussagen treibt.  Meiner Erfahrung nach tauchen liberale Versatzstücke ja als Motivatonsrhetorik und die Beschwörung von Notwendigkeiten (sehr frei, die Notwendigkeit!) auf, innerbetrieblich, und ebenso, um die Arbeitgerberrechte gegenüber jenen der Mitarbeiter zu stärken.

Was dann ja zumindest im Widerspruch zu einer politischen Theorie der Freiheitsrechte steht, die von der kommunistischen Staatskritik (!) ja gerade als eben vom Staat abhängig und somit als obbsolet gedeutet wird. Und eben nur als Herrschaftsinstrument und neuerdings ja auch noch mal verschärft als Exklusionskriterium interpretiert wird, weil diese dem normalen Migranten, insbesondere jenem aus Afrika, nun gerade nicht zugestanden werden.

Doch auch zu „der Staat“ hat Foucault in seiner ureigenen Metaphorik weitreichendes zu sagen, folgt man seinem Interpreten:

„Der konstruktivistische und anti-essentialistische Grundzug der genealogischen Analysen der 1970er Jahre hat Foucault immer wieder eine polemische Position zu marxistischen Interpretationen desselben historischen Materials einnehmen lassen, denen er eine Reifizieirung des Staates (als Instanz bürgerlicher Klassenherrschaft) vorwirft (…). Demgegenüber folgt aus seinen Analysen, daß das Ökonomische, aber auch die europäische Meta-Institution des Staates nur „einen wichtigen, aber keinen vorrangigen Platz in einer differentielle(n) Analyse der verschiedenen Machtebenen“ besitzen kann (…). Der Staat ist demnach nicht viel mehr als eine Kristallisation von Kräfteverhältnissen, und er ist weder ein reines Instrument (in den Händen einer sozialen Gruppe) noch ein vollständig verselbstständigter, bürokratischer Apparat. Weil der Staat eine soziale Einheit in einem Netz von Beziehungen mit anderen sozialen Institutionen ist, an deren Wissensproduktionen und Regulationsfunktionen er partizipiert, ist er keine der „Gesellschaft“ (und ihren strategischen Dynamiken) klar unterschiedene Instanz. Als Objekt von Analysen spezifischer Konfigurationen des Wissens und der Macht tritt er als nur eine von mehreren gesellschaftlich wirkmächtigen Instanzen in Erscheinung.“

Martin Saar, ebd., S. 32-33 – in Klammern standen die Quellenangaben, das würde aber zu kompliziert hier für einen Blog-Eintrag 

Makler, die Immobilienmarktsituation, eh irgendwo zwischen Markt und Staat angesiedelt, McKinsey, öffentliche Verkehrsmittel, Subventionen, die Kneipenszene, die Präferenzen und „Firmensitze“ von Kunden wie auch der Wohnort eines Alt-Gesellschafters und ganz viel Medien-Hype haben z.B. das Umsiedeln des Unternehmens, in dem ich arbeite, bestimmt.

Begreift man Macht als das, was Personen leitet, in einer bestimmten Art und Weise und nicht anders zu handeln, sich zu denken und sich zu verstehen,  so ist das in der Art eher eine Interferenzzone zwischen diversen Praktiken, Diskursen und institutionellen Regelungen, die wiederum gar nicht anders als Gemengelage aus Diskursen und Praktiken beschreibbar sind, die eben Handeln steuern und formen. „Gouvernementalität“ als immer auch auf den Rahmen für eine Vorstellung von Ökonomie bezogene Regierungspraxis tritt hier als regionaler Faktor auf. Und kritisiert man diese Förderung der Ansiedlung von Unternehmen, dann bleibt man auf die Regierungspraxis bezogen.

Und in der Tat spielen die hehren, politisch wirksamen Abstraktionen von Gegenüber eher auf der Ebene des Reden über’s Regieren, weniger auf der Ebene der realen Praxis von Personen eine Rolle – und insofern sind sie für’s reale Management schlicht untauglich. „Der Staat“ tritt dem Unternehmer da jedenfalls nicht entgegen, und ob die Mitarbeiter mit umziehen wollten oder nicht, das war ihm eh egal.

Obwohl ich jetzt gar nicht weiß, ob das dann noch die These Foucaults ist. Aber wie gesagt, an dem Gouvernementalitätsthema habe ich eh noch zu knabbern. Fange  gerade erst an.

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Written by momorulez

2. September 2007 um 13:18

Veröffentlicht in Ökonomie, Links?, Regierung der Kultur

47 Antworten

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  1. „Wobei jetzt natürlich interessanter wäre, was Rayson zu diesen Aussagen treibt. “

    Das will ich dir nicht vorenthalten.

    Manager sind Menschen, die die Mechanismen von Hierarchien perfekt zu verinnerlichen gewohnt sind. Das Denken, das dazu erforderlich ist, lässt sich mit liberalem Denken nicht in Übereinstimmung bringen.

    Dass sich Manager der Versatzstücken liberalern Rhetorik bedienen, hat weniger mit der Rhetorik, sondern viel mehr mit der Flexibilität von Managern zu tun. Ich würde z.B. nie dagegen wetten, dass Herr Mehdorn, um die Lohnforderungen des Fahrpersonals abzuwehren, auf eine allgemein-solidarische Argumentation zurückgreifen würde. Jeweils nur, weil es passt, aber ohne innere Überzeugung.

    Das Idealbild des Liberalen ist der Unternehmer, nicht der Manager. Denn der ist nur Angestellter mit geborgter Macht. Dass (gemessen woran?) zuviele Eigentümer (gemessen woran?) zuviel ihrer Macht ohne Not (gemessen woran?) abgeben, ist kein liberales Problem.

    Rayson

    2. September 2007 at 19:16

  2. ja, lass die doofen weissen streifen weg.

    T. Albert

    2. September 2007 at 19:29

  3. Rayson, entschuldige btte, ich meine natürlich nicht Dich.

    T. Albert

    2. September 2007 at 19:30

  4. Ah, ich hab’s kapiert. Hat ein bißchen gedauert.

    David

    2. September 2007 at 19:51

  5. Das Problem ist, Rayson, dass das Unternehmerbild der Liberalen im mittleren 19. Jahrhundert stehengeblieben ist (fühlte mich in dieser alten Annahme gerade durch die Lektüre des Liberalismus-Bandes der „Geschichte und Gesellschaft“ wieder bestätigt) bzw. auf Mittelständler der heutigen Zeit anwendbar ist. Sollte die liberale Marktwirtschaft so funktionieren wie in der Theorie gedacht, müssten die Großkonzerne als Voraussetzung erstmal zerschlagen werden, und zwar vollständig.Schon Adam Smith hatte nur die zu seiner Zeit neugegründeten Manufakturen und industriellen Kleinbetzriebe im Blick, die staatsähnlich konstruierte East India Company konterkarierte sein Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell schon damals.Eine Aktiengesellschaft, deren Hauptanleger Fonds sind, ist mit einem inhabergeführten Unternehmen überhaupt nicht vergleichbar.

    che2001

    2. September 2007 at 20:33

  6. @Rayson:

    Das ist übrigens für jene, die Lust haben, sich mit Foucault auseinanderzusetzen, ziemlich spannend, was Du ergänzt. Über den „Unternehmer als Leitbild“ geht’s in dem zweiten Band der Vorlesungen zur „Gouvernementalität“, das betracht er ganz analog als Teil der modernen Machtpraktiken, dieses zu proklamieren …

    Als flexibel erlebe ich übrigens keine, mir bekannte Management-Ebene, weder im privaten noch im staatlichen Sektor des Bereiches, in dem ich arbeite – außer jenen, die direkt am Produkt arbeiten. Stimmt aber, daß die Alt-Gesellschafter als klassische Unternehmer da anders gebaut sind. Falls ich mich da nicht verlese und einen gewissen Frust zwischen den Zeilen richtig wahrnehme, kann ich mir aber bestens vorstellen, woher der kommt – hatte Donnerstag auch so ein Meeting, das mich tatsächlich in einen kleineren Kreislaufkoller stieß mit so einem „Management“-Vertreter. Vielleicht projiziere ich deshalb auch gerade.

    „Dass (gemessen woran?) zuviele Eigentümer (gemessen woran?) zuviel ihrer Macht ohne Not (gemessen woran?) abgeben, ist kein liberales Problem.“

    Nicht? Warum? Ist da nicht ein bißchen viel Flexibilität im Spiel, wann etwas als privat gilt und wann nicht? Diskurs-Management, sozusagen 😉 ?

    @@Che:

    Die Ordoliberalen kriegste mit der Argumentation aber doch gerade nicht? Die reagieren doch schon darauf?

    @T. Albert:

    Ich hab’s nicht verstanden, das mit den zwei weißen Streifen …

    MomoRules

    2. September 2007 at 20:53

  7. Ja und nein. Daß Großkonzerne überwiegend scheiße sind, das muß nicht diskutiert werden. Aber ich denke, daß deren Relevanz schlichtweg dramatisch überschätzt wird. In Deutschland scheint man immer noch darauf zu warten, daß die Automobilindustrie endlich die ganzen Arbeitslosen einstellt. Das wird aber nicht passieren. Und viele Maßnahmen die gefordert werden sollen ‚die Großen‘ züchtigen, gerade die also, die ohnehin am besten dazu in der Lage sind mittels Abwanderung oder Rechtsabteilung damit fertig zu werden. Hängen bleibt die Scheiße dann an den Mittelständischen. Bei genau denen, von denen man sich am ehesten was erhoffen könnte. Wie viele Millionenschwere Firmen (jetzt auch große) gibt es in Amerika, die vor 15 Jahren noch Startups oder nichtexistent waren, wie viele in Deutschland?
    Am besten läßt man sich mal egal sein, was die Großen so treiben und kümmert sich stattdessen um die Kleinen. Ob die Großen dabei mitprofitieren oder nicht, das ginge mir schlicht am Arsch vorbei.

    David

    2. September 2007 at 20:57

  8. @Albert: Du hast wohl immerhin gleich verstanden, welche Du meinst.

    David

    2. September 2007 at 20:59

  9. @MomoRulez

    ich meine die doofen weissen Streifen im Blog-Kopf. Ich sehe die hier bei m ir jedenfalls nicht mehr, und das finde ich besser als sie sehen zu müssen. Weiter nichts.

    T. Albert

    2. September 2007 at 20:59

  10. Ähh! Hielt ich MoMo eben doch tatsächlich für Albert. Und daß, obwohl ich die Stile eigentlich unterscheiden können sollte, inzwischen.

    David

    2. September 2007 at 21:01

  11. Momo, nicht MoMo. Dachte gerade an den Morph Moulder.

    David

    2. September 2007 at 21:01

  12. @David

    jezz bring doch nicht alles noch mehr durcheinander mit angewandtem Dadaismus. Ich mach sowas doch auch nie! Ich find den Foucault-Text schon schwierig genug, und Du fragst mich, ob ich leich verstanden hätte, welche Streifen ich meinte. Ich versuche halt, zwei Gegenstände gleichzeitig zu bedenken. Wer kann das schon?

    T. Albert

    2. September 2007 at 21:07

  13. @ David

    ich sag`s ja!Alles durcheinander.

    T. Albert

    2. September 2007 at 21:08

  14. Fümm bö wö täh zäh uuuuu

    David

    2. September 2007 at 21:15

  15. Ich meinte natürlich „Fümms“

    Kwie-eh

    David

    2. September 2007 at 21:16

  16. nicht diese Sprache, David, Mentalschnupfer!

    T. Albert

    2. September 2007 at 21:23

  17. Welche dann? Lieber was Neues? Sowas?

    Schnittzel

    Vor mir in
    Verschiedenartiger
    (Hier Pilz, dort nicht,
    flüssig, braun und
    stinkend)
    Sauce
    Es war schon
    Gestern nicht mehr frisch
    (Welk und höchst
    erweichlicht)
    Salat
    Freundliche Gesellschaft
    Friedevoll doch
    Wahrhaft fettig,
    Weich, biegsam
    (Ungenießbar)
    (Nahezu)
    Fritten!

    David

    2. September 2007 at 21:25

  18. @David:

    Das Problem ist ja, daß Du in manchen Bereichen angesichts der Großen als Kleiner nur die Chance hast, Dich an diese zu hängen. Und da haste dann allzu oft die Arschkarte gezogen.

    Daß hier aber viel zu lange den „industriellen Kernen“ hinterher gejammert wurde, das denke ich ja auch …. obwohl das in Dteroit meines Wissens nicht anders ist, mit übrigens ganz ähnlichen Resulataten wie hier, habe ich zumindest mal in irgeneinem Artikel gelesen.

    Ansonsten weiß ich auch nicht, wer Morph Moulder ist, und dieses Extraterrestrische pack ich ja auch immer nicht …

    @T. Albert:

    „Ich versuche halt, zwei Gegenstände gleichzeitig zu bedenken. Wer kann das schon?“

    Margritte!

    Habe gerade einen ziemlich lustigen Aufsatz über einen Briefwechsel zwischen Margritte und Focault gelesen, weil Margritte die Darstellung des Analogie-Denkens in der Renaissance so dufte fand, die Foucault in „Die Ordnung der Dinge“ vornimmt, und da war dann zentrale These Margrittes, daß es ja gar nicht auf das Wie, sondern auf die Kombination von Was in der Darstellung ginge. Und aus dieser Perspektive wären ja die Streifen u.U. unerheblich? Weil die ja ein Wie und kein Was waren? Oder irre ich?

    Ich finde das aber auch gut, daß die weg sind, die streifen. Das war bestimmt Ring2. Und jetzt habe ich’s auch verstanden.

    MomoRules

    2. September 2007 at 21:32

  19. … jetzt habe ich euch bestimmt gerade bei die Fritten gestört …

    MomoRules

    2. September 2007 at 21:33

  20. Nicht extraterrestrisch, ganz irdisch: http://www.kurt-schwitters.org/n,750017,2050046,1.html

    David

    2. September 2007 at 21:35

  21. Oh Mann! Das will ich mir gar nicht vorstellen nach dem schönen Ausflug mit Sankt Galler Bratwurst heute.
    Sowas schreibst Du?

    T. Albert

    2. September 2007 at 21:35

  22. „Sowas schreibst Du?“

    Das ist schon etwas älter. Es überkommt mich eher selten. In Schüben. Das hier entstand damals am selben Tag.

    Sonntag zum Wort

    Wort Sonntag zum Sonntag Wort.
    Sprich oder stirb oder sprich
    Zu mir und mir zu;
    Es verlangt der Herrgott, der verlangt es
    Denn Du bist sein Diener, Diener sein bist Du denn!
    Es verlangt der Herrgott, der verlangt es
    Zu mir und mir zu;
    Sprich oder stirb oder sprich.
    Wort Sonntag zum Sonntag Wort.

    David

    2. September 2007 at 21:39

  23. Sehr schön. Typisch. Kaum nimmt man die doofen weissen Streifen weg, fangen sie an die Relität zu shiften. Toll.

    „vollständig verselbstständigter, bürokratischer Apparat“ – ja da ist er wieder der Unterschied zwischen den Franzosen und uns. Oder war Foucault Belgier 😉 ? — gerade einem Franzosen kommt so etwas über die Lippen. Der kennt die Machtgruppe der Verwaltung in Deutschland nicht, sonst hätte er nicht so etwas geschrieben. Shifte mal ein wenig meinen Fokus hier. In die Realität der millionenfachen Vollversorgung.

    Da funktioniert „sozialer und liberaler Markt“ ebensowenig. Und, mich würde mal interessieren, wieviele Menschen Hartz 4 leben müssen, weil Millionen andere ihre Pensionen und die frisch sanierten Gebisse nach Florida schicken. Mit 46.

    Die sieht man auf dem Boulevard manchmal, in den politischen Feullietins nie. Ist eben doof, den einzelnen Gummibaumhüter anzupupen, da machen sich ein paar CEOs eben besser. Nur liebe Freunde, die sind zu wenig, um wirklich Schaden anzurichten.

    ring2

    2. September 2007 at 21:39

  24. Ach und Momo: Controller und Manager funktionieren genau so. Nur (i.d R.) ohne Pensionsanspruch, was sie nur nervöser macht.
    Hoffe ich habe hier keinem zu sehr ans Bein gepiescht 😉

    ring2

    2. September 2007 at 21:41

  25. @ David

    an Schwitters musste ich natürlich denken, ganz geheim tief in mir drinnen. Aber ich wollte es nicht wahrhaben. Danke für den LInk! DER WAR AUS HANNOVER!

    @Momorulez

    das is ja interessant. Haste die Magritte-Foucoult-Texte irgendwo?

    Gute Frage, ob die Streifen nur ein Wie waren. Waren die nur ein Wie? Nee, für mich, und ich weiss, dass das immer wieder in meinem an Antworten armen Gestalter-Leben zu kommunikativen MIssverständissen führt, sind die eben auch ein Was. Was für`n Was? Was wirkt wie?

    T. Albert

    2. September 2007 at 21:45

  26. Ja, Re von nah.

    Ich hab‘ dann auch noch das hier für Dich: http://www.ubu.com/sound/schwitters.html

    David

    2. September 2007 at 21:51

  27. Und das hier sollte dazu auch nicht fehlen: http://www.kurt-schwitters.org/n,750017,2250050,1.html

    David

    2. September 2007 at 21:57

  28. DAVID!
    super! endlich mal einer, der UBUWEB kennt. Hilft mir immer über Nierenschmerz. Aber die Ursonate hab ich noch nicht gehört.

    @ring und Momo

    ja, klar, jezz können wir die realität shiften. diese streifen, die weissen, haben mich ja schon ganz wahnsinnig gemacht.

    T. Albert

    2. September 2007 at 22:00

  29. @David: „Am besten läßt man sich mal egal sein, was die Großen so treiben und kümmert sich stattdessen um die Kleinen. Ob die Großen dabei mitprofitieren oder nicht, das ginge mir schlicht am Arsch vorbei.“ Woll, würde ich einerseits unterstreichen. Andererseits erinnere ich mich an ein Gespräch, das ich mit einem der Oberen der BASF geführt habe. Ich fragte nach der Relevanz von Wirtschaftszyklen und -Krisen für diesen Konzern und bekam als Antwort: „Glauben sie im Ernst, der weltgrößte Hertsteller von Chromdioxid und Weltmonopolhersteller von Styropor und Styrodur müsste sich Gedanken über Wirtschaftskrisen machen?“ Für die ist VW ein armer Wurm.

    che2001

    2. September 2007 at 22:00

  30. @David

    haste das Buch von Hans Richter, das unter Deinem letzten Link als Quelle angegeben ist, auch gelesen? Richter muss man in diesen Zusammenhängen lesen. Und seine Filme ansehen, auch die von Eggeling. Eggeling gibts bei UBUWEB.

    T. Albert

    2. September 2007 at 22:03

  31. @Albert: Ubuweb habe ich auf der Such nach „I am sitting in a room“ entdeckt.

    @Che: Hm, wie kommt man denn an ein Styropor-Monopol?

    David

    2. September 2007 at 22:06

  32. @Albert: Leider nein. Ich denke, ich sollte das tun.

    David

    2. September 2007 at 22:07

  33. T. Albert

    2. September 2007 at 22:09

  34. @David: Sie haben´s erfunden.

    che2001

    2. September 2007 at 22:24

  35. Patent?

    David

    2. September 2007 at 22:30

  36. @talbert: Großartig!

    David

    2. September 2007 at 22:30

  37. nochwas für Dich und für alle
    für alle Wort-Shifter und Lektüre-Protokollierer

    http://www.ubu.com/film/claus.html

    – geht etwas länger

    T. Albert

    2. September 2007 at 23:16

  38. Na, hier war ja noch wat los!

    Konnte ja auch schlecht schlafen, hätte wahrscheinlich lieber die Schwitters-Links durchklicken sollen und die anderen auch, anstatt mich zu wälzen … so ist ja vor lauter Links erst mal der Vormittag gerettet, immerhin! Aber daß nun ausgerechnet ich oller Hannoveraner den großen Schwitters nicht erkannt habe! Wo ich doch geistig im MerzBau aufgewachsen bin ….

    @T. Albert:

    Ich kopier Dir den Aufsatz mal raus, der ist wirklich ganz lustig. Und ich glaube ja schon, daß die Streifen ein Wie waren, reines Design halt. Oder ist Design immer auch ein Was? Dann bricht für mich eine Welt zusammen …

    @Ring2:

    „weil Millionen andere ihre Pensionen und die frisch sanierten Gebisse nach Florida schicken. Mit 46.“

    Ich will auch! Also, Florida muß nicht sein, aber vollbeamteter Vollruhestand mit 46, das fände ich gut, und daß Du hier so eine Neid-Debatte lostrittst, nee, nee …

    Anosnten würde Foucault halt zwischen Formen und Praktiken innerhalb des Beamten- und Bürokratenappparats unterscheiden und die Schnittstellen zu anderen Instituionsformen aufsuchen, Zahnersatzlaboren z.B., und da hat er einfach recht …

    momorulez

    3. September 2007 at 6:53

  39. Ja. Ein Begriff hinter dem sich dieses selbsternährende System gerne versteckt. Das sagt der Chef des Beamtenbundes auch immer: „nur kein Neid“.
    Natürlich bin ich auf den 46jährigen Vollpensionär neidisch. Genauso wie Du 😉

    Ich empfinde die Mechanismen, wie sie bei profitmaximierenden Aktionen – Firmenübernahmen von Heuschrecken sind da ja ein gutes Beispiel, weil so kurz angelegt, dass man sich i.d.R. noch an den Anfang einer Geschichte erinnern kann – sich zeigen ähnlich zu der sich selbst säugenden Klasse der politischen Verwaltung.

    Das Risko tragen dann die nicht dazu Gehörigen, meist Menschen (was bei Verwaltungsinstitutionen und ähnlich klingenden Anlegern ja nicht so genau erkennbar ist). Lustigerweise die, die sich immer in den Haaren liegen. Die Supermarktkassierin, der freiberufliche Berliner Grafiker, der angestellte Häuslebauer und der Unternehmer, der zwei „weisse Streifenfabriken“ im Erzgebirge unterhält.

    Mir konnte noch niemand erklären, wieso Beamte das doppelte Kindergeld beziehen (Ist so, heisst nur anders). Oder wieso die zahnärztliche Versorgung so gut ist, dass bei Beamten grds. private Leistungen angesetzt werden. Die Rentnerin aber ohne Zähne in der Fresse rumläuft (ich verzichte jetzt hier mal auf die Trümmerdebatte, obwohl ich da auch eine klare Meinung zu habe). Pervers wirds dann, wenn sie dann in einem Gespräch dem Beamten der Rentenkasse gegenüber sitzt und der sich „machtlos“ wähnt, ob ihres niedrigen Rentenbescheides. Nee, mit Neid hat das nichts zu tun.

    ring2

    3. September 2007 at 7:35

  40. Wohl aber mit Gerechtigkeit.

    che2001

    3. September 2007 at 7:59

  41. @Ring2:

    Aber was ist denn die Alternative? Jetzt alle Beamten zu freischaffenden Grafikern umschulen?

    Ich finde ja eher, alle Beamten-Vergünstigungen auf die Gesamtbevölkerung umlegen, außer auf FDP-Mitglieder, die finanzieren das ganze dann 😉 …

    momorulez

    3. September 2007 at 10:16

  42. Che, hat die BASF immernoch ein gültiges Patent auf Styropor?

    David

    3. September 2007 at 13:23

  43. Dazu nämlich noch ein Link. Auch von SteffenH…

    David

    3. September 2007 at 13:30

  44. Ich werde langsam zu blöd zum verlinken. Das meinte ich eigentlich.

    David

    3. September 2007 at 13:31

  45. Zumindest hatte die BASF dieses Patent noch 1998. Die Produktion der Polyethilene und Polystyrole läuft außerdem im Joint-Venture mit Shell. Da ist man praktisch konkurrenzlos. Immerhin handelt es sich um den größten Chemiekonzern der Welt. Ich erinnere mich da an eine Kantine, die ist ein Viersternerestaurant, wo an jedem Tisch ständig eine Kellnerin zur Betreuung der Gäste steht.

    che2001

    3. September 2007 at 13:43

  46. […] Tagesspiegel scheint Weiterentwicklung zu fördern. Und das sage ich natürlich nur, weil sie mir tlw. die Rede […]


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