shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Performative Widersprüche

with 11 comments

„Es ist immer wieder bemerkenswert festzustellen, dass gerade diejenigen, welche andere versuchen als unmoralisch oder nicht friedensbewegt genug darzustellen, schon in einer Diskussion Grenzen überschreiten und verbal auf das Gegenüber drauf hauen. Ich frage mich dann immer, wenn derjenige sich schon in einer Diskussion ohne dass ihm jemand an die Wäsche will, derart grob verhält, wie sieht dann erst aus, wenn ihm jemand körperlich etwas will….und andere persönlich angreifen zu wollen, ist ganz sicher nicht moralisch. Fazit, die Forderungen nach Moral sind dann sehr unglaubwürdig.“

Wie wär’s mit ’nem antipazifistischen Schutzwall? Oder Wehrdienstverweigerer zum Arbeitsdienst oder wie das da hieß in die DDR?

Schreibt meine neue Göttin Frau Galla da drüben in den Kommentaren. Unsereins liebt ja starke Frauen, das liegt am Mutterkomplex. Was übrigens als Aussage tatsächlich sexistisch ist, weil ich auf das Geschlecht meiner sonstigen Mit- und Gegendiskutanten selten Bezug nehme. Aber da ja Antisexismus wie auch Antitrassismus nix weiter ist als ein Unterjochungsinstrument potenzieller Stalinisten, wie wir seit der Diskussion rund um das Antidiskriminierungsgesetz wissen, ist das ja eigentlich auch egal.

Aber jetzt mal im Ernst: Ist das eigentlich sowas wie diese ML-Gruppen-Kaderschulung?  Ich meine, dieses wie antrainiert immer die vorgefertigte Antwort parat haben? Und vor allem, wie paßt denn das  denn zu der sonstigen Argumentation bei diesem Flugzeugabgeschieße? Tritt da nicht der selbe „Selbstwiderspruch“ ein, wenn man aus Gründen der  utilitaristischen Moral da loslegen will? Oder geht’s da nur rein funktional darum, daß Hochhäuser wieder aufbauen zu teuer ist?

Ich bin jetzt völlig verwirrt, vielleicht ja auch betört,  und schreibe, meinem Naturella entsprechend, lieber Gedichte …. vielleicht ja auf die holde Stefanie.

Advertisements

Written by momorulez

20. September 2007 um 7:58

11 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Ich glaube, da weiß jemand schlicht nicht, wovon er – in diesem Falle sie – spricht: sie musste sicherlich noch nicht miterleben und -erleiden, wie Verletzte eines Verkehrsunfalls nach Schwere hierarchisiert und behandelt wurden… inklusive Exitus.

    Daher sind ihre Ausführungen zu einem eventuellen Flugzeugabschuss und der Abwägung Menschen vs Menschen schlicht irrelevant.

    J.R., T1 gemustert, Kriegsdienstverweigerer 1983 mit Begründungstraktat und Verhandlung, Rettungssanitäter, Notarztfahrer

    jolly rogers

    20. September 2007 at 11:29

  2. MR, Gott, weiß gar nicht mehr, wann ich genau verweigert habe, T2, muß auch so um ’83, ’84 gewesen sein, mußte schon keine Gewissensprüfung mehr machen, sondern „nur“ dieses Traktat verfassen, und habe dann u.a. einen „Motorrad-Unfall“ betreut, der ziemlich lange im Koma gelegen hat und dann doch noch aufgewacht ist … ’nen Querschnitt auch … ich Waschlappen, ich .., mein Bruder arbeitet in einer Ambulanz und hat kleine Kinder von der Autobahn gekratzt …

    Das völlig absurde ist ja, selbst Gewalt zu fordern, um dann jemanden, dessen Tonalität ihr nicht paßt, den sofortigen Übergang zu eben dieser zu unterstellen, also zur Handlung, Frechheit, und das als unmoralisch zu qualifizieren, dieses Handeln, dann ist sie’s doch selbst auch?

    momorulez

    20. September 2007 at 12:16

  3. Ich habe 82 verweigert, bin durch die Gewissensprüfung gegenüber einem Ausschussvorsitzenden, der von meinem Verweigerungsberater, einem Studentpfarrer, als „Faschist“ bezeichnet wurde, abgelehnt worden und musste mir etwas wegen „mangelhaft sozialisierten Chaoten“ anhören und wurde dann in zweitwer Instanz im dritten Semester anerkannt. Ich musste für den Zivildienst mein Studium unterbrechen, da die Uni dem Zivildienstbundesamt mitteilte, dass ich zwar ein Drittel der Regelstudienzeit hinter mir hätte und so nicht mehr eingezogen werden dürfte, aber die Studis eh aller länger studierten und man mich dahr ruhig einberufen könne. Im ZL bekam ich 2 Diziplinarverfahren, eines wg. Krankmeldung wg. Weisheitszahn-Extraktion (mein Vorgesetzter, ein BGS-Kommandant, der wegen Misshandlung von Demonstranten ins Krankenhaus versetzt worden war, hielt mich mit frisch gezogenem Zahn für im Bereich Krankentransport für arbeitsfähig), eines wg. illegalem Streik. Wir Waschlappen verarzteten einen BUndeswehrsoldaten, der bei einem Rohrkrepierer neben einem Mörser gestanden hatte und dem ein Drittel seiner Haut fehlte, und ich fuhr eines Nachts Blutrad (das Fahrrad, mit dem klinikumsintern Blutkonserven transportiert wurden) 6 Stunden am Stück für eine Frau mit fünffacher Dünndarmruptur. Die operierende Ärztin sagte: „Da kann man gleich nen Eimer aufstellen und oben reingießen, dass wär ökonomischer.“

    Am Schluss, als es kein Blut mehr gab, telefonierten wir alle Spender durch, die wurden einer nach dem anderen aus dem Bett geholt und mit dem Hubi eingeflogen. Am nächsten Tag brachte ich den Dünndarm der Patientin in die Pathe.

    Die Frau kam durch.

    che2001

    20. September 2007 at 12:48

  4. Ja was sind wir alle linke Waschlappen.

    jolly rogers

    20. September 2007 at 13:25

  5. Dieser ganze weibische Kram … sich um Leute kümmern, pflegen, retten … widerlich! Echter Kulturverfall seit ’68 …

    momorulez

    20. September 2007 at 13:38

  6. Innere Medizin. Weniger Blut, eher die Kot- und Sputumfraktion.

    David

    20. September 2007 at 14:12

  7. Und was hat Mademoiselle Rechtsanwältin bisher so an Blut, Scheiße und Urin live gesehen außer vielleicht ihrem eigenen? Und vielleicht sogar reingelangt? Null. Nullkommanull. Aber große Fresse haben, weil das schick ist. Die arme Sau.

    jolly rogers

    20. September 2007 at 21:55

  8. […] Dieter Nuhrs Satz beherzigen und einfach mal die Fresse halten. Spätestens dann, wenn ihnen der Spiegel vorgehalten […]

  9. Ein Waschlappen mehr, allerdings auch jünger. 1999/2000: Obdachlose in einer Wärmestube und Ex-Knackis in Resozialisierungs-WGs betreuen (Übergänge fließend…)

    lars

    22. September 2007 at 17:31

  10. professional slacker

    und das passwort?

    T. ALBERT

    22. September 2007 at 18:25

  11. jolanda?

    jolly rogers

    22. September 2007 at 20:22


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s