shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Archive for Dezember 2007

Was Aikido bedeutet

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Meister Shorin Tanaka saß in einem Resraurant und speiste zu Abend. Außer ihm waren nur noch drei Gäste anwesend, an ihrer gleichförmigen Tätowierung als Yakuza-Mitglieder erkennbar. Einer von ihnen baute sich vor dem Meister auf und fragte: „Alter Mann, was glaubst du, wie lange du noch lebst?“ „Wissen kann das niemand, aber ich rechne mit einer langen Zeit.“ „Dann solltest Du dich von deinem Geld erleichtern.“
Meister Shorin Tanaka sagte gar nichts, sondern aß weiter. Eine Fliege summte an ihm vorbei. seine Eßstäbchen zuckten nach oben, und ohne hinzusehen, zerquetschte er die Fliege zwischen ihren Spitzen. Dann nahm er das Fischmesser, welches neben seinem Teller lag, und warf es mit einer beiläufigen Bewegung an einen der hölzerne Türpfosten. Die Klinge verschwand bis zum Heft im massiven Teakholz. Meister Tanaka wischte die Eßstäbchen sauber und setzte seine Mahlzeit schweigend fort. Er brauchte nicht aufzublicken, um zu wissen, dass die drei Räuber gegangen waren.
Der beste Kampf ist der, der nicht stattfindet.

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Written by che2001

31. Dezember 2007 at 1:46

Fidele Ökonomie

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Da hat sich Georgieboy, der weltpolitische Laienspieler, mal wieder gewaltig vergaloppiert, wenn sein treuer Bronco ihn nicht schon abgeworfen hat. In der Absicht, Castros in die Knie zu zwingen, hatte die US-Regierung die 2000 gelockerten Handelsbestimmungen im Kuba-Im- und Export 2004 wieder verschärft.ö Doch aus „Yankees, wehrt Euch, kauft nicht bei Kuba!“ wurde ein Schuss ins eigene Knie: Überall dort, wo US-Handelspartner ausfielen, kamen Unternehmen aus anderen Staaten als Ersatz. Größter Partner der Kubaner ist jetzt Kanada. Der kanadische Metall- und Erzkonzern Sheritt erzielt mittlerweile 40% seiner Umsätze mit kubanischem Nickel und Kobalt. Mittlerweile fördert Kuba dank venezolanischer Hilfe eigenes Öl und Gas, Tourismus und Export von Medikamenten sind Wachstumsmärkte, die Handelsbilanz ist ausgeglichen, und in der ersten Jahreshälfte 2007 war die Exportquote um 44% angestiegen. China will Glasfasertiefseekabel legen, um unabhängig von Satelliten und US-Servern Kuba eine DSL-Verbindung zur übrigen Welt zu verschaffen und hat mit Kuba die Lieferung von 6000 Bussen und 100 Lokomotiven vereinbart. Wo Nachfrage ist, ist auch ein Angebot, und zieht ein Player sich zurück, ziehen andere nach. Diese einfache ökonomische Weisheit haben die Kubaner und ihre kanadischen, venezolanischen, deutschen, italienischen, spanischen und chinesischen Partner eher begriffen als die ideologen in Washington.

Written by che2001

30. Dezember 2007 at 19:40

Die 40 Jahre alten Autonomen

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Heute morgen quatschte ich mit einem Nachbarn, Bandmalocher, von dem ich wusste, dass er meine politischen Ansichten teilt und dass er sich, was Mobbing und Leistungshetze am Arbeitsplatz angeht, schon mal sehr robust zu wehren wusste (Meister verprügeln). Heute erfuhr ich allerdings, dass da noch viel mehr ist: Er erzählte von seiner Zeit als Hausbesetzer. Da kam die ganze 81er-Zeit wieder hoch (jawohl, wir sind keine alten 68er, sondern alte 81er), als aus Punks, linken Studies, frustrierten Malochern, die für ein paar Monate aus dem Job ausstiegen oder arbeitslos waren, Türken, Kurden und Arabern in den Kiezen deutscher Städte eine neue politische Bewegung entstand: Die Autonomen. Anders als die Mehrzahl der sonstigen radikalen Linken war das damals keine mehrheitlich studentische Bewegung und auch keine mit Mittelschicht-Hintergrund. Nicht umsonst war Klaus Jürgen Rattay Heimkind mit Sonderschulabschluss

http://www1.dasan.de/j//medien/texte/14_zeitungen/14-006.htm

und Günter Sare ein Schlosser

http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_Sare,

Silvio Meier ein „Kultur-Linker“ aus der evangelischen Kirchenarbeit.

http://de.wikipedia.org/wiki/Silvio_Meier

Für mich, der ich seit 1982 dabei war, gab es grob zwei Szene-Phasen: Bis Anfang der 90er der gemischte studentische Zusammenhang, wo Autonome, Antiimps, Radikalfeministinnen, bauch-linke Ökopaxe, Grüne und Jusos in ein und derselben Gruppenstruktur zusammenarbeiteten, was trotz unterschiedlicher politischer Ausrichtungen und interner Richtungsstreitigkeiten dadurch möglich war, dass es sich um einen lebensweltlichen Zusammenhang mit gemeinsamem Studium, Leben in WGs im eigenen Gruppenzusammenhang und Rotation der Beziehungen innerhalb dieses Rahmens handelte. Ab den frühen 90ern begann dann für mich der Milieuwechsel innerhalb der Szene in außeruniversitäre, überwiegend auch nichtstudentische Zusammenhänge, wo die gemeinsame Thematik (Solidarität mit Flüchtlingen, Kurdistan) und eine politisch-theoretische Ausrichtung (Neuer Antiimperialismus, Antirassismus, beides in Abgrenzung zu den traditionellen Antifas/Antiimps zur einen und den rotgrünen Multikultis zur anderen Seite hin) ausschlaggebend waren und sich Studierende, SoziempfängerInnen, Streetworker, eine Ärztin, Journalisten, eine Krankenschwester, eine Dolmetscherin und dann auch kurdische und iranische Flüchtlinge zusammengefunden hatten. Gegenüber der studentischen Gruppe der „erwachsenere“ autonome Zusammenhang, den es bis heute gibt, zu dem ich in den letzten Jahren allerdings nur noch losen Kontakt halte. Auch wenn es Leute gibt, die auch mit 40, 50 Jahren noch in autonomen Zusammenhängen aktiv sind ist dies doch die große ausnahme. Im Wesentlichen ist es eine Jugend- und Studentenbewegung, die Unterschichtsangehörigen, die früher einen festen Bestandteil der Szene bildeten, finden sich heute entweder bei der anarchodadaistischen APPD oder betteln und machen Platte.

Auch der studentische eil der verbliebenen Rest-Autonomen setzt sich heute anders zusammen. Früher waren es vor allem die Arbeiterkinder unter den linken Studis, die sich bei den Autonomen sammelten, während die Mittelschichtler eher bei undogmatischen hochschulpolitisch aktiven Fachschaften oder marxistisch-dogmatischen Gruppen wie MG, KB oder gar bei den wirklichen Autoritären moskowitischer Provenienz (Spartaken genannt) zu finden waren. Die seit Schmidts Rotstiftpolitik von 1982 eingeleitete Kürzung sozialer Leistungen in Deutschland und die immerfort novellierten Hochschulrahmengesetze sorgten im Verlauf der 80er und 90er dafür, dass Sprößlinge von Arbeiterfamilien außerhalb der Ingenieurwissenschaften kaum noch studieren konnten, was sich entscheidend auf die soziale Zusammensetzung der Szene auswirkte. Um 1990 herum waren das dann oftmals höchst moralnsaure Haufen, bei denen Lehrer- und Pastorenkinder dominierten.

Mit den Generationswechseln der Szene wechselte auch die Kostümierung, denn natürlich identifizierte die Szene sich durch eigene Nonkonformistenuniformen. Als es für mich losging, waren dies schwarze Motorradlederjacken, nämliche Hosen, Springerstiefel bzw. Dr. Martens mit roten Schnürsenkeln und Palitüchern, und dass sollte bis ins Jahr 2000 auch mein Look sein (inzwischen unwesentlich verändert durch Pierre-Cardin-Anzug und Borelli-Schuhe bei gleichbleibender Gesinnung). So von 1988-92, die Zeit der großen Sexismus- und Selbstverständnisdebatten, setzte sich mittelfristig Rasta-Frisur, Batikhemd und weite Schlabberhosen durch, dann kamen Kapuzi, BW-Hosen, Baseballkappe und Chucks, Adidas-Trainingsanzüge (besonders beliebt bei der Antifa (M), die aus unserer Sicht bereits den Anfang der Demontage klassisch autonomer Positionen darstellte und von heutigen autonomen teilweise schon wieder nostalgisch verklärt wird(,Mitte der 90er englische Wachsjacken und Nike- oder Reebok-Schuhe, Ende der 90er ging es dann mit Carhartt- und Fishbone-Klamotten, Ray-Ban-Sonnenbrillen usw. richtig modisch zur Sache. „Politisch sein heißt Marke tragen“ formulierte Ivo Bozic ironisch, aber da steckt für viele mehr Ernst hinter.

Und jetzt, plötzlich, sind bei ganz jungen Leuten der Black Look und die Parolen der frühen 80er wieder da. Nachdem die Autonomen als politische Bewegung seit einigen Jahren fast tot erschienen, scheint es seit Heiligendamm eine Aufbruchstimmung zu geben. Interessant bleibt´s allemal.

Rutscht gut rüber

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Adieu 2007.
Du warst gut zu mir.

Written by ring2

30. Dezember 2007 at 14:39

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„The Voice“ mahnt Solidarität an

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Hiermit rufen wir alle Menschen auf, an den Konferenzen in Berlin und
Dessau und der Demonstration in Dessau in Gedenken an Oury Jalloh, Laye
Konde, Dominique Koumadio und anderen Opfern rassistischer
Polizeibrutalität teilzunehmen./

05 JANUAR 2008 – GEDENK-KONFERENZ IN BERLIN FüR DIE OPFER RASSISTISCHER
POLIZEIGEWALT; 16 UHR, ORT: MEHRINGHOF, GNEISENAUSTR. 2A; U6/U7
MEHRINGDAMM

06 JANUAR 2008 – BLACK-AFRICA KONFERENZ IN DESSAU; 12 UHR, BEAT CLUB

07 JANUAR 2008 – DEMONSTRATION ZUM 3. JAHRESTAG DES MORDES AN OURY JALLOH
IN DESSAU

KEINER WIRD VERGESSEN! FÜR AUFKLÄRUNG, GERECHTIGKEIT, ENTSCHÄDIGUNG!

Eine Lebenserinnerung, geschrieben für den Pussy-Prosa-Award, aber zu spät eingereicht

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Amanda war anders als wir. Sie wohnte zwar in unserer Spontivilla, aber in einer WG, die sich vom Rest erheblich unterschied. Waren wir teils Autonome, teils Späthippies und teils Punks, teils auch unpolitische Normalstudis auf einem befristeten Freaktrip, so war das unsere Yuppie-WG. Stets allerletzter Chic, mit aufwändigen Hobbies wie Windsurfen und Segelfliegen, Champagner statt Bier. Im Gegensatz zu den üblichen Tempo-Zeitgeist-Luschen nahmen sie ihre Hobbies sehr ernst, einer hat zum Beispiel in einem selbstgebauten Segelwagen die Sahara durchquert. Amanda war auch in dieser WG nochmals etwas ganz Besonderes. Bildschön, blond, langbeinig und so gutaussehend, dass sie ohne Weiteres als Model hätte arbeiten können, Diplomatentochter mit recht seltsamen politischen Ansichten, die damit zusammenhingen, dass ihr Weltbild in völlig unterschiedlichen Staaten mit unterschiedlichen Gesellschaftssystemen geprägt wurde. Also, Amanda kam gerade aus Barbados zurück. Ich traf sie an einem strahlenden Junitag, die Vögel zwitscherten und es schneite Blüten, sie begrüßte mich herzlich und wir unterhielten uns über Barbados. „Du bist gar nicht besonders braun“, meinte ich und sie erwiderte grinsend „das siehst Du anders, wenn Du erst die Stelle gesehen hast, wo ich das Bikini-Höschen getragen habe.“

Ich weiß nichtmal mehr, was ich darauf geantwortet habe – ich war damals eher schüchtern und nicht sehr schlagfertig – aber soviel war klar: Sie hatte mich auf der Liste.

Ein paar Tage später lag ich noch um 14.30 in meinem Bett, da ich eine schwere Zechprellung auskurierte, ach Quatsch, eine der heftigeren Feten hinter mir hatte. Die Tür zum Garten stand offen, und plötzlich materialisierte sich Amanda in meinem Zimmer. „Hi!“ sagte sie und grinste freundlich, „ich wollte mal sehen, was Du so machst. Ich hoffe, ich störe nicht, auf die Bude rücken wollte ich Dir nicht.“
„Aber Du störst gar nicht, komm doch in mein Bett,“ erwiderte ich leichthin, war aber völlig überrascht (das war mehr als Spruch gemeint, ich feilte damals ja ständig an meiner noch nicht vorhandenen Coolness), als sie dem Folge leistete. Im Nu lagen wir küssend auf- und nebeneinander und zogen uns gegenseitig aus. Beim Anblick ihrer schwarz behaarten Muschi kamen mir etwas abwegige und überflüssige Gedanken („wieso haben eigentlich alle Blondinen schwarze Schamhaare? Sind die nicht echt blond, oder ist blond eigentlich schwarz – die haben meistens ja auch schwarzen Haaransatz“), die ich aber nicht weiterverfolgen konnte, da Amanda mir geschickt meine Erlebnisorgane massierte und wir dann ziemlich schnell ziemlich heftig zur Sache kamen. Nachdem wir uns etwa eine Stunde mit Lippen, Zunge, Nägeln und Zähnen rauf– und runter bearbeitet hatten, sagte sie „Sorry, aber ich muss jetzt gehen. Reinhard wartet.“ Reinhard. Ihr Lover, dem sie ständig Hörner aufsetzte. Reinhard, über den sich die Männer in meinem Bekanntenkreis schlapplachten. Aber auch der einzige Mann, mit dem sie auf Dauer zusammen war.

Obwohl wir im gleichen Haus wohnten, sahen wir uns über eine Woche nicht. Mitten in der Nacht kam dann meine Mitbewohnerin Heike und fragte mich, ob ich mit Fatma, der Übernachtungsgästin von Archie, ausgehen könnte. Ich verstand zwar nicht, wieso ich Fatma für Archie Gassi führen sollte, aber ich machte es. Wir zogen durch ziemlich viele Kneipen, und je länger die Nacht wurde, umso zudringlicher wurde sie. Zugebenerweise auf eine niveaulose Art – zum Beispiel fing sie ohne besondere Einleitung an zu erzählen, sie sei so eng gebaut, dass die Kerle alle nach den ersten paar Minuten in ihr kommen würden – aber zumindest war klar, wie der Abend (der längst ein Morgen war) enden würde. Zunächst mal landeten wir in jenem Club, in dem letztlich alle großen Kneipenzüge früher oder später landeten. Die einzigen Gäste außer uns waren Amanda und Reinhard. Reinhard würdigte mich keines Blickes und erwiderte meinen Gruß nicht, aber Amanda verließ nach wenigen Minuten ihren Platz und kam zu uns rüber. Es war mir ein Fest der Genugtuung, Fatma Öhrchen knabbernd auf dem Schoß gepflegt mit Amanda zu plaudern und sie zu einer Fete einzuladen, deren Anlass ich heute nicht mehr weiss, die mir damals aber sehr wichtig war und dabei zu sehen, wie Reinhard vor sich hin kochte.

Um fünf Uhr morgens zu Hause angekommen, über eine Stunde Monolog von Fatma zugehört, fand ich auf die Frage, wie ich ihre Beine fände, endlich Gelegenheit, sie mit einem Kuss zum verstummen zu bringen und dann zu sagen „Mich interessiert mehr, was zwischen Deinen Beinen ist.“ Sie fragte zurück „Warum willst Du mit mir schlafen?“, und sie fragte das so neutral-sachlich, als ob sie nach der Uhrzeit gefragt hätte. „Weil ich scharf auf Dich bin“, erwiderte ich und war basserstaunt – die ganze Nacht durch redet die Frau nur über Sex und wie scharf sie selber doch ist, und dann diese Frage. Ich griff unter ihr Shirt, nahm ihre schönen, straffen, runden Brüste in die Hand und massierte sie sanft durch. Wir hatten einen Quickie auf dem Teppichboden, dann schliefe wir beide ein. die zwei Meter zum Bett schafften wir nicht mehr.

Am nächsten Tag, ich hatte Fatma noch zum Bahnhof gebracht, erfuhr ich von Archie, dass es sich um eine Prostituierte aus der Libanesen-Mafia handelte, die auf der Flucht vor ihrem Luden war.
Schlagartig fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren: Das ganze Pussypalaver von wegen zun eng gebaut, der Qualität ihrer Beine etc. war kein Angrabungsversuch gewesen, sondern für sie berufsbedingt ein normales Alltagsgesprächsthema. Mit mir erst eingehakt und dann Hand auf Arsch zu flanieren war die einzige Art des Mit Männern flanierens, die sie kannte, ebenso, wie es in einer Bar normal für sie war, sich einem Mann auf den Schoß zu setzen. Das hatte sozusagen alles nichts mit mir zu tun gehabt. Daher auch die beiläufig interessierte Frage, warum ich mit ihr schlafen wollte.

Die Fete kam. Es war eine interessante Mischung von Leuten anwesend: Amanda und ihre Yuppie-WG, meine eigenen Wohngenossen und eine Gruppe von Autonomen, mit denen ich gerade eine jener vermummten nächtlichen Aktionen durchgezogen hatte, von denen man nicht redet. Es war ein Experiment: Würden diese Leute einander verstehen?

Vor allem aber verspürte ich die Sehnsucht, Amanda noch einmal ins Bett zu kriegen. Dazu nahm ich verbalerotiktechnisch den Abend mit Fatma zum Aufhänger. Aber ach! Amanda hörte sich das mit amüsiertem Interesse an, wer dadurch aber richtig aufgegeilt wurde und sofort anfing, an mir herumzufingern war Sarah, eine von den Gästen aus der autonomen Szene, ein ganz junges Küken. Das konnte ich nun gar nicht brauchen: Eine mich umarmende und betatschende Sarah war die schlechteste Voraussetzung, um Amanda ins Bett zu kriegen. Sarah einfach zurückzuweisen war mein Ding auch wieder nicht. Aber geschlafen habe ich mir ihr nicht; als ich erfuhr, dass sie noch minderjährig war, gab ich ihr sanft zu verstehen, dass da mit mir nichts liefe. Das war aber leider, als Amanda längst gegangen war, die wohl ein recht schiefes Bild vom Verlauf des Abends bekam.

Mit Amanda lief auch nichts mehr, aber bei ihr galt ich nun als Wüstling. Dabei war ich ein sexuell noch ziemlich unerfahrener Single, der ab und an, eher sehr gelegentlich, seine One-Night-Stands hatte. Indes, die Unbefangenheit, mit der diese damals erfolgten, hätte ich heute gerne zurück.

Written by che2001

29. Dezember 2007 at 19:35

Weihnachtsmarkt ohne Weihnachten

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weihnachtsmarkt stand

Dieses Jahr haben die Weihnachtsmärkte in HH bis Sylvster auf. Irgendwie komisch, dieser Weihnachtsgeruch ohne Heilige Nacht im Anmarsch. Passt aber auch zur Situation im Lande. Alles bangt, der Aufschwung möge nicht zuende gehen. Obwohl er gefühlt ja doch nur als galoppierende Inflation zu uns kommt. Klammern und Saufen. Das nächste Jahr wird schrecklich. Die 1968er werden 40. Kalter Kaffee wird dann wieder aufgewärmt. Auch das noch junge Märchen vom Sommer und dem Fußball. Und in der Nostalgie vergessen wir das wirken, das weiterdenken und das tun. Natürlich ist das Ausscheiden in der Vorrunde nur die kleinste der Katastrophen.

Rutscht gut rüber und genehmigt euch noch einen langen Schluck Glühwein, aber mit Schuss!

Written by ring2

29. Dezember 2007 at 15:55