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Blinky Palermo bekommt sein Ehrengrab
sb am 18.12.2007 22:38 Uhr
MÜNSTER Peter Heisterkamp liegt auf dem Zentralfriedhof begraben. Er ist 1977 gestorben, während eines Urlaubs auf den Malediven. Peter Heisterkamp ist in Münster zur Schule gegangen, hat an der Fachhochschule studiert, wohnte seit 1952 in der Stadt. Jetzt soll er ein Ehrengrab bekommen. Die Provinzial wird die Kosten übernehmen.

Das Grab von Peter Heisterkamp alias Blinky Palermo auf dem Zentralfriedhof: Es soll jetzt dauerhaft für Münster gesichert werden.
MünsterView/Heiner Witte
Denn Peter Heisterkamp (geboren 1943 in Leipzig) ist Blinky Palermo, einer der bedeutendsten modernen Maler der Nachkriegszeit. Er gestaltete in der Tradition Mark Rothkos, war befreundet mit Malern wie Sigmar Polke und Gerhard Richter, wird in einem Atemzug genannt mit Georg Baselitz und Ulrich Rückriem. Seine Kunst hat er bei Joseph Beuys gelernt, der ihm auch riet: „Mit dem Namen Peter Heisterkamp kannst Du nie was werden.“ Das Grab in Münster war für 30 Jahre angelegt, 2008 läuft der Vertrag aus. Aus Leipzig und Düsseldorf kamen bereits Anfragen, das Grab zu übernehmen. Anträge an die Stadt, es zum Ehrengrab zu machen, scheiterten bisher an den Kosten.

Größter unbekannter Bürger

Jetzt haben die Provinzial-Versicherungen signalisiert, dass sie sowohl die Kosten für die nächsten 30 Jahre Miete auf dem Friedhof als auch für einen neuen Grabstein und für die Grabpflege übernehmen wird. Die Stadt ist aus der Bredouille: Trotz mangelnder öffentlicher Zuschüsse bekommt einer ihrer größten unbekannten Bürger posthum Ehre erwiesen. Der Ältestenrat der Stadt hatte das Projekt bisher ablehnt – weil es zu teuer sei.
„Es ist eine für uns logische Entscheidung“, sagte Provinzial-Pressesprecher Jörg Brokkötter gegenüber der MZ, „wir haben eine der größten Sammlungen mit Bildern von Palermo. Deswegen wollen wir auch, dass sein Grab in Münster erhalten bleibt.“ Die Bilder hängen im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, „bei uns im Gebäude haben wir dafür nicht genügend Platz“, so Brokkötter.

„Hoch erfreut“

Landesmuseums-Chef Hermann Arnhold war gestern hoch erfreut über „diese gute Nachricht“. War er es doch, der gemeinsam mit Kunstverein, Kunstakademie und der Familie Heisterkamp bei der Stadt nur auf Ablehnung gestoßen war mit dem Ehrengrab-Projekt.
In der vergangenen Woche wurde die positive Nachricht der Provinzial im Stadtrat zur Kenntnis genommen. Die Verwaltung empfiehlt dem Ältestenrat, den ablehnenden Beschluss noch einmal zu überdenken.

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Written by talbert

21. Dezember 2007 um 14:48

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert

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