shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Archive for Januar 2008

ich kann auf weiss irgendwie besser

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lesen.
wichtig war ja auch, dass der autor des artikels klar benannt wird. ist hier auch so.

ok?

Written by ring2

31. Januar 2008 at 23:39

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Was ist denn nun diese „Integration“?

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„Integration“ ist ein interessantes Wort, darum gebraucht es wohl momentan auch jeder so lange, bis die ganzen Ausländer, Fremdarbeiter, Gastarbeiter, Menschen mit migrantischem Hintergrund, Migranten, Asylbewerber, Asylanten, Asylbetrüger, Wirtschaftsflüchtlinge, Illegalen, Einwanderer, illegalen Einwanderer, Sans-Papiers, Geduldeten, Niedergelassenen, ausländischen Sozialschmarotzer, Menschen zwischen zwei Kulturen, Russlanddeutschen, Flüchtlinge undsoweiter alle wieder weg sind.Gerade habe ich es im deutschen Radio wieder gehört, man kann sich ja kaum noch retten, von einem CDU-Politiker, dessen Namen ich nicht verstand, weil der so englisch klang und so schnell gesprochen wurde. Der findet gut, was der Herr Koch so sagt, möchte aber die Diskussion versachlichen. Die Ausländer müssten jetzt endlich integriert werden, weil die ausländischen Jugendlichen die Arbeitnehmer von Morgen seien. Da hatte er jetzt einen Einfall!  – So ungefähr, ist ja jetzt kein Zitat, das hier.Meine Frage ist jetzt mal: was ist „Integration“? Ich weiss es ja immer weniger, je öfter das Wort gebraucht wird. Ich weiss nur, dass man sich integrieren soll, sich integrieren muss, oder integriert wird oder integriert werden muss. Also?  (Als ich als Bundeswehr-Soldat 1980 gerade verweigert hatte, lief ich plötzlich in Zivil in der Kaserne rum. Ich war desintegriert, was alle irritierte. Sogar mich, weil plötzlich meine äusseren Merkmale mit denen der Anderen nicht mehr völlig übereinstimmten, was zu Status-Unsicherheiten führte. Beim ersten Anstehen in diesem Zustand, ich hatte mich einfach daneben gestellt, weil ich nicht wusste, welche Regeln nun galten, kam zwischen den Vorgesetzten die Frage auf, wie sie jetzt mit mir verfahren sollten. Damals war die Bundeswehr ja noch auf jeden Ernstfall vorbereitet. Und die Antwort des Zugführers lautete laut: „Er wird völlig integriert!“ – Das verlief  im weiteren zum Glück recht glimpflich, weil mir individuelles Verhandlungsrecht bezüglich meines Schicksales  innerhalb des rechtlichen Rahmens zugestanden wurde. )  

Written by talbert

31. Januar 2008 at 15:22

Danke, liebes Leben!

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Daß ich zu wundervoller Musik pubertieren durfte! Hält bis heute an, das Pubertieren, solch Musik wirkt eben nachhaltig:

Sich durch The Cure-Videos zu klicken, das macht ja Mordsspaß! Habe ich ewig nicht gemacht gehört, geliebt – schön! Denn, wie schreibt Jens Friebe so treffend in „52 Wochenenden“:

„Nun waren auch Julie und Chris aufgewacht und redeten über den gestriegen Abend, den wir für die Fehlfarben eröffnet hatten. Wie anders ist es, für eine solche Band Support zu machen, als letztes Jahr für Wir sind Helden. Die Helden-Fans gaben uns immer einen Vorschuß ihrer jungen Begeisterung, einfach aus Begeisterung. Der geringste Anflug von schlechter Laune, auch innerhalb der künstlerischen Inszenierung, wurde allerdings beleidigt notiert, als Undank und Sünde gegen den Geist der Begeisterung. Die Fans der Fehlfarben sind nicht in einer hysterisch positiven Krisenbewältigungsatmosphäre aufgewachsen, sondern mit Angst vorm Atomtod und Hass auf Hippies. Dass sie und ihre geistigen Kindern Euphorie nicht nach Gießkannenprinzip verteilen, kann man sich vorstellen. Aber wie viel dauerhafter ist die Wärme, die der Applaus aus so harten, aber gerechten Händen spendet!“

Jens Friebe, 52 Wochenenden, Köln 2007, S. 56-57

Written by momorulez

30. Januar 2008 at 22:58

Veröffentlicht in Aufklärung?

Über das Bewußtsein von Tomaten

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So, das ist Wissenschaft, mal richtig gemacht! In solchen Aussagen kommt sie zu sich selbst:

 „Der Tomate ist es auch egal wie und wo sie wächst. „

Written by momorulez

30. Januar 2008 at 17:48

Veröffentlicht in Rand-Notizen

Die Butterung des Milchmeeres

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Vermutlich sind die besonderen Lebenssituationen von Schwulen jeden Alters gemeint, aber das klänge vermutlich schon wieder zu individualistisch bei einem solchen das schwule Kollektiv ansprechenden Angebot.“

Ach ja, der „westliche Individualismus“. Das ist ja schon der blanke Hohn, daß, wer „Gaywest“ da oben über sein Blog schreibt, nun auf einmal gegen kollektivistische Indentitätskonstruktionen wettert. Gerade jene, die meinen, in diesen ganzen nicht-individuierten Massen mit anderem Teint würde monokausal eine „muslimische Kultur“ wirken wie – ja, bemerkenswert, daß mir noch nicht mal ein monokausales Beispiel einfällt, wie heißt noch der Wirkstoff von Aspirin? Gerade jene, die dekonstruktive Praktiken hinsichtlich des „westlichen“ Begriffs von „Homosexualität“ als Eliminierung des Spaßes und der Liebe zwischen Männern an sich rezipieren, weil sie das offenkundig gar nicht verstanden haben, was damit  gemeint ist, jene, die diesbezüglich immer wieder trotzig mit dem Fuß aufstampfen, dabei ist ja nix anderes gemeint als das, was sie da selber schreiben. Na ja, dumm soll ja gut ficken …

Gerade gestern wieder gehört, daß die dritt- oder viertstärkste in Blogs verwendete Sprache persisch ist, by the way. Wie dat wohl kommt, überlasse ich mal der Diskussion, das aufzuklären –  wahrscheinlich „Verwestlichung“, und wer das schreiben würde, der nähme dann automatisch die Mullah-Persppektive ein.

Ja, ich stehe noch akut unter dem Eindruck von Amartya Sens „Identitätsfalle“ , ein sehr gut lesbares Buch, das viele Konzessionen an  Konsumierbarkeit macht, bei dem Thema aktuell wohl unerläßlich. Wo die Argumente der „Liberals“ aus der Kommunitarismus-Diskusson der frühen 90er noch einmal geballt auftauchen; erstaunlich ist, daß man die überhaupt  noch mal zusammenfassen muß, aber ob Lammert, Mullahs oder Gaywest, die lassen einem ja keine andere Wahl.

NUB hat unten in den Kommentaren auch sowas seltsames geschrieben:

 „Das ist auch ganz sicher der ideengeschichtliche Ursprung. Nebenbei aber auch, durchaus auch mal positiv weil bereichernd, Grundlage für die unterschiedliche kulturelle Entwicklung der USA und Europas. „

Was sind denn ideengeschichtliche Ursprünge? Wo kommen die denn her? Ist die „jüdisch-christliche Tradition“ etwas, daß von  einem Uprung, der noch vor ihr lag, gewissermaßen verursacht wurde? Oder ist dieser Schöpfungsakt, der da behauptet wird, nicht ein billiger Trick, diesem aristotelischen „ersten unbewegten Beweger“ auszuweichen, weil ansonsten der Ursprung immer wieder zurückweicht? Ist doch eigentlich egal, wo und wann das Ur nun springt oder sprang – problematisch sind diese großen Erzählungen sowieso immer. Glauben Hindus, daß es das Buttern des Milchmeeres innerweltlich wirklich gegeben hat? Vermutlich sind die da schlauer als „wir“.

So auch diese höchst selektiven Europa- und USA-Erzähungen: Höre meinerseits aktuell  – jetzt auch gerade – immer wieder dieses wundervolle WUMB-Folk-Radio aus  Boston, so als „antiamerikanischer Linker“. War da nie da, aber eine wahre Bilderflut stürmt auf mich ein, wenn ich das höre: Vom Wohnsitz der Kennedys dirket am am Ostseestrand, von „Lederstrumpf“ damals in meiner Kindheit mit Helmut Lange, vom „Indian Summer“, den ich unbedingt in diesem Leben noch mal sehen will. Seltsamerweise aber  auch diese ganzen College-Mythen-Filme verschiedenster Genres, ob nun die großartigen „Wonderboys“, „Wer hat Angst vor Virginia Wolf“ oder auch „Scream“ und dieser ganze Kram.

Ich liebe ja diese Teenie-Horror-Filme, ich geb’s zu. Neulich wieder viel Spaß gehabt, als „Freddy versus Jason“ auf ProSieben lief. Diese Ursprungs- und „determiniert durch eine Kultur“-Geschichten könnten dann freilich auch behaupten, der Irak-Krieg und die Schulmassaker seinen gleichursprünglich in „Scream“ aufzufinden, das ist der ideengeschichtliche Ursprung! Und die US-Kultur sei eben durch und durch gewaltätig – wer weiß, vielleicht schlachten die da auf irgendwelchen Farmen, solche wie im Kettensägenmassaker, sogar in Wohnküchen? Und so, wie andere allerorten Suren zitieren, um dem Islam auf die Glocke zu geben, kann man dann auch behaupten, amerikanische Kinder würden dazu angehalten, mit bei Edward Munch geklauten Masken andere Kids abzustechen und mit dem Mörder auch noch zu schlafen.

Ach, dann doch lieber den wundervollen Fiedeln lauschen, die bei WUMB gerade laufen, alle Ursprünge, ob ideengeschichtlich oder nicht, irgendwo im Nirvana vor sich hin springen lassen und lieber gleich vom „Indian Summer träumen, dem innneren Bilderrausch ein stärkeres Gewicht zuweisen als den Reden von Herrn Bush … wohl wissend, daß „diversity“ mehr ist als nur ein Modewort und man sich der Welt doch lieber erfahrend öffnen sollte, anstatt sich auch noch freiwillig in Identitätsfallen zu verstecken.

Written by momorulez

30. Januar 2008 at 10:25

Ach, …

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…. einfach nur, weil’s sooooooo schön ist. Und weil ich mich immer freue, wenn’s aus der Zufallsauswahl dieses schwarzen Dingens hier hervorgekrochen kommt.

Written by momorulez

29. Januar 2008 at 10:11

Veröffentlicht in Pop

Wieder Raucher

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schmidtsche solidarität

Bei der Diskussion über den dummerhaftigen SZ-Artikel und den heischenden PR-Geck der Nichtraucher gegen Helmut die Mützer Schmidt – in, wo war das? in Hessen? – oder so, werde ich mental wieder zum Raucher.

Dabei fand ich das Umdrehen des Prinzips eigentlich richtig. Finde ich immer noch.
Es ist richtig, erst einmal das Rauchen zu untersagen – und das ist ja demokratisch legitimiert geschehen, was ja in der Diskussion in wenig unterzugehen schien – und dann aus der Situation heraus, gerne auch aus ganzen Kneipen rauchende Ausnahmen zu machen.

Mit solchen Spacken allerdings möchte ich aber nicht in einer Linie stehen. Das venebelt mir die Lust am Streiten.

Written by ring2

28. Januar 2008 at 23:41

Veröffentlicht in Bio-Macht und Bio-Politik

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Staat weg, alles gut?

with 92 comments

Bei solchen Texten weiß ich ja, wie so oft bei jenen aus der libertären Ecke, nicht so recht, was ich davon halten soll. Weil eben Kritik, auch radikale, an Etatismen meistens richtig ist, anders als jene an grundrechtsbasierer Demokratie (nein, das ist nicht das automatisch gleiche); weil aber zum anderen diese billigen Umkehrtricks der Neuen Rechten „Ätsch, selber!“, also Rassisten, Sexisten und so, gegen „Linke“ gewendet, über einen verkrampften Nietzscheanismus nur wenig hinausdenken, wenn sie denn nicht gleich aus der ganz rechten Sphäre stammen. Was mir im konkreten Fall zumindest bisher nicht aufgefallen wäre.

Irritiert bin ich zudem, weil ich wie üblich gar niemanden kenne, der vertreten würde, was der Herr Ross da behauptet – es mir insofern auch schwer fällt, das nun als uneingestandene Prämisse aller prinzipiellen Sozialstaatsbefürworter, zu denen ich mich auch zähle (bei vieler Zustimmung zu Kritiken an seiner aktuellen Gestalt) zu akzeptieren. Da wird, wie auch in „unserem Lager“ oft üblich, im Grunde genommen das Muster reproduziert, das auch allen Xenophobien zugrunde liegt: Die Generalisierung von Negativ-Stereotypen im Falle der Fremd-Gruppe und von Positiv-Stereotypen im Falle der eigenen.

Auch irritiert mich der Text, weil er das Andere des Staates zwar irgendwie als bekannt voraussetzt, jedoch eher beschworen denn durchdacht. Staat weg, alles gut, nee, das ist mir zu billig. Nun ist’s auch immer albern: „Na, dann nenn mir doch mal ’ne Alternative!“ zu rufen, weil man ja auch in Grund und Boden kritisieren kann, ohne gleich irgendwelche wahlweise stalinistischen oder neoliberalen Planungfantasien parat zu haben, die irgendwelche Think Thank-artigen Wirtschaftswissenschaftler ausstoßen wie andere Maschinen Feinstaub. Womit ich beim letzten Halbsatz – übrigens ganz bewußt, braucht mich keiner darauf hinzuweisen – genau das gemacht habe, was den Text drüben so unappetitlich macht: Das, was mich da am meisten nervt, ist die Inanspruchnahme von Mündigkeit im eigenen Falle und das Absprechen eben dieser allen gegenüber, die nun mal andere Positionen vertreten.

Das ist ein ziemlich gruseliges Schema und sabottiert auch das Grundanliegen des Textes: Das ist hochgradig paternalistisch gedacht, dazu braucht man gar keine Staaten, für den Paternalismus, meine ich. Und es ist übrigens strukturell das, was Umerziehungsfanatsien in jenen Zeiten nährte, als manch Kommunist noch glaubte, der Mensch sei Utopie und durch Umwandlung der gesellschaftlichen Verhältnisse erst zu „erschaffen“. Nur daß ohne Staat das Vehikel dazu fehlte, das stimmt schon. Das kriegen multinationale Konzerne aber auch hin, keine Sorge.
Aber: Wenn’s Leute gibt, die lieber von Hartz IV leben wollen, dann laß sie doch, und leg ihnen noch mal ’ne Schippe Kohle oben drauf, meine Güte. Das Geld scheint ja vorhanden zu sein, wenn man sich den Fall Nokia anguckt.

Und für die meisten besteht in Varianten und Nuancen doch eh nur die Alternative zwischen der Abhängigeit von einem Arbeitgeber, einer Bank, Investoren oder aber dem Staat – und was haben denn bitteschön die ersten drei Typen mit „Mündigkeit“ zu tun?

Gegen das Befehlsgehabe mancher meiner Kunden waren meine Lehrer Weicheier, und die haben in der Tat eigenständiges Denken gefördert (mit Ausnahme meiner feministischen Englisch-Lehrerin, die wollte immer, daß wir die Rolle der Frau im 17. Jahrhundert kritisieren, dabei war deren Kritisierbarkeit doch sonnenklar, da brauchte man doch nicht auch noch drüber zu reden. Aber die Frage, ob George & Martha sich nicht heiß und innig lieben, die hat sie abbgebügelt, Frauen bügeln ja immer, um Matt Jenny mal zwischendurch recht zu geben) , wie meine Profesoren übrigens auch.

Ich habe im Gegensatz dazu nirgends so viel Willkür, Selbstherrlichkeit, so viel strikte und auch enorm fies sich durchsetzende Hierarchen erlebt wie in der freien Wirtschaft- da war, in der Tat, nur der Strafrichter schlimmer, der meinen Schwager zu unrecht in den Knast schickte. Und ich habe nirgends so viel widerliches Geschleime, Gebuckel und Nachgeplapper erlebt wie in diversen Feldern der freien Wirtschaft – so wird man in manchen Bereichen halt befördert.

Deshalb greift mir dieses einseitige Draufgedresche bei paxx:tv doch etwas zu kurz – da waren Gedanken der antiautoritären Bewegung und Marx sowieso einfach ein paar Schritte weiter als die staatsfixierten Libertären.

Frei ist man erst, wenn sich um seine alltägliche Versorgung einfach keine Gedanken mehr zu machen braucht, und die Produktivkraftentwicklung ist längst so weit, daß dieses den meisten möglich wäre. Die „Anreiz“-Knute schwingen eh Andere – und vielleicht hatte der olle Marx ja auch dahingegehend recht, daß genau seine Einsichten zum Absterben des Staates führen würden. Bin mir aber so sicher nicht, ob es das Programm ist, das Matt Jenny da im Sinne hat – klar ist auch so: Das „freie Wirtschaftsleben“ führt zu allem Möglichen, nur nicht zur Mündigkeit im Sinne Kants.

Written by momorulez

28. Januar 2008 at 22:20

Zurück in den realen Raum

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(Lautsprecher auf Anschlag), via

Written by ring2

28. Januar 2008 at 20:08

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Ist das schon bekannt?

with 8 comments

Und überall verlinkt? Oder ist es etwa schon so weit, und wir haben es alle nicht mitbekommen? Oder hat sich da jemand verhört? Kann mal jemand in den Tier-Innereien nachschauen?

Written by momorulez

28. Januar 2008 at 18:15

Veröffentlicht in Rand-Notizen