shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Und ihr kringelt euch vor lachen

with 54 comments

Vom DSDS-Kandidaten zum Mobbing-Opfer, http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,532138,00.html

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Written by ring2

1. Februar 2008 um 10:27

Veröffentlicht in Würde Ehre stolzieren?

54 Antworten

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  1. Ich kann mich sehr gut dran erinnern wie ich den Auftritt von Raymund R. gesehen habe: zum Lachen war das ganz und gar nicht. Dass er nach der Sendung Mobbing-Opfer wird konnte man sich leider ziemlich einfach vorstellen.

    googlehupf

    2. Februar 2008 at 0:52

  2. Man muss aber auch die Eltern von dem Jungen kritisieren. Erstens müsste ihnen klar sein, was es bedeuten kann, ihren Sohn Mio. Fernsehzuschauern und einer auf Ablästern ausgerichteten Casting-Crew auszusetzen bzw. es ihm nicht auszureden. Oder zumindest darauf hinzuarbeiten, dass der Sohn das nicht so ernst nimmt, wie er es anscheinend doch nahm (ich dachte mir ja u.a., ob der wirklich nur eine Show abzieht, weil er Aufmerksamkeit will).

    Da haben die Eltern mal eindeutig versagt.

    Vom Sender ist es aber in natürlich unverantwortlich, psychisch instabile Personen vorzuführen und damit zu unterstützen, dass sie zum Gespött der Nation anstatt zum Superstar werden. Allerdings müsste der Sender dann jeden Teilnehmer genauer checken… Manch einer tickt ja auch ganz anders als Raymund und denkt sich „Hauptsache im Fernsehen“.

    NUB

    2. Februar 2008 at 9:51

  3. „Vom Sender ist es aber in natürlich unverantwortlich, psychisch instabile Personen vorzuführen und damit zu unterstützen, dass sie zum Gespött der Nation anstatt zum Superstar werden.“

    Na, so funktionieren halt Märkte – bringt indirekt Kohle, wird gemacht. Und dieses komplett emphatiebefreite brauchste, um wirklich Karriere zu machen, ist so. Wenn Du Dir diesen Zynismus nicht einverleibst, dann machste halt nur in ARTE, verdienst auch kaum mehr als ein Fernfahrer (kein Witz bei freien Autoren) und läßt Dich dafür in liberalen Blogs beschimpfen wegen der Zwangsgebühren … oder Du ziehst mit der Menschenverächter-Karawane von TV-Event zu TV-Event und kannst Dir dann vielleicht irgendwas ein kleines Häuschen zwischen Köln und Bonn leisten, während die Handvoll TV-Mogule dann in Berlin Mitte Zweitwohungen chartert dafür, daß sie Kids zu Mobbing-Opfern machen und andere mit Aalschleim schmücken. Alles ’ne Frage von Angebot und Nachfrage.

    momorulez

    2. Februar 2008 at 10:11

  4. … und die Nachfrage bestimmt das Angebot.

    ring2

    2. Februar 2008 at 10:38

  5. Na ja, so richtig empathiebefreit darf man bestimmt nicht sein, um Karriere zu machen. Schließlich muss man sich ja in die Konkurrenten und in diesem Fall in die angehenden Mobbingopfer sowie in die Zuschauer hineindenken. Es geht wohl eher um Rücksichtslosigkeit. Man ist schon empathisch genug, um zu wissen, was man da veranstaltet, aber nach außen wird es in offiziellen Stellungnahmen natürlich komplett geleugnet. ‚Nein, man will doch niemanden vorführen. Wie kommen Sie darauf?‘

    Und über die Notwendigkeit der GEZ (einfach über die Steuer einziehen, ginge auch) bzw. über den Zwangscharakter (man könnte ja theoretisch auch PayTV daraus machen) ist deswegen noch lange nicht das letzte Wort gefallen. Davon abgesehen haben die Öffentlich-Rechtlichen den Privaten schon die eine oder andere Sendung nachgemacht. So überhaupt gar nicht quotengeil sind die auch nicht. Und die Möglichkeiten, abzukassieren, sind bei Rundfunk-Intendanten sicherlich auch nicht ohne.

    NUB

    2. Februar 2008 at 11:02

  6. „Je fester die Positionen der Kulturindustrie werden, um so summarischer kann sie mit dem Bedürfnis der Konsumenten verfahren, es produzieren, steuern, disziplinieren, selbst das Amusement einziehen: dem kulturellen Fortschritt sind da keine Schranken gesetzt.“
    [Band 3: Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung: Kulturindustrie. Aufklärung als Massenbetrug, GS 3, S. 166.]

    lars

    2. Februar 2008 at 11:19

  7. @NUB:

    „Na ja, so richtig empathiebefreit darf man bestimmt nicht sein, um Karriere zu machen. Schließlich muss man sich ja in die Konkurrenten und in diesem Fall in die angehenden Mobbingopfer sowie in die Zuschauer hineindenken.“

    Na, Emphatie verstehe ich ja als „Mitleiden“, nicht „Hineindenken“. Bei Deiner Verwendungsweise wäre auch ein General, der ’ne gegnerische Armee einkesselt, total emphatisch. Was ja dann sein kann, wenn er mit jenen mitleidet, die diese venichtete Armee ansonsten verklavt hätte oder so. „Hineindenken“ ist eine strategische Operation, kein Sich-dem-Anderen-Öffnen.

    Was Du zum Öffentlich-Rechtlichen schreibst: Ja, klar. Am tollsten ja „Die deutsche Stimme“ auf dem ZDF, so heißt auch ’ne NPD-Postille meines Wissens. Aber da ist dann, weil einfach die ganzen Rundfunkräte, Kirchen und Parteien Einfluß nehmen, tatsächlich an irgendeinem Punkt Schluß, sonst kriegste Ärger und kommst in der Bürokratie nicht weiter. Und Gehälter sind da, wie beim Bundeskanzler, gedeckelt. Wir ging’s jetzt aber gar nicht um die Kohle, die ich einem Herrn Jauch ja voll und ganz gönne wie auch die Villa in Postdam, sondern darum, wie Marktmechanismen „Anreize“ setzen, sich schweinisch zu verhalten.

    momorulez

    2. Februar 2008 at 11:48

  8. Also im Berufsleben versteht man unter Empathie nicht nur Mitleiden, sondern grundsätzlich die Fähigkeit, die Gefühle und das Denken des anderen zu verstehen, was man vielleicht mit Mitfühlen beschreiben kann. Was aber nicht nur Mitleiden sein kann, sonst müsste da ja immer jemand leiden. Vielleicht trifft das auf Deine Arbeitsstelle zu, ganz sicher trifft es auf das Leiden der Casting-Opfer zu, es soll aber auch Wirtschaftsleben geben, bei dem nicht ständiges Leiden an der Tagesordnung ist. 🙂

    sondern darum, wie Marktmechanismen “Anreize” setzen, sich schweinisch zu verhalten.

    Darum sollte es ja neben dem Markt auch noch das Recht geben. Was in der Praxis nicht immer so toll klappt. Zu den Medien existieren ja eigentlich auch verschiedene Gremien (Rundfunkrat, Landesmedienanstalten), die aber anscheinend nicht immer effektiv einschreiten.

    Dass es effektive Kontrollen gibt, beweist aber beispielsweise die Abwesenheit von Hardcoreporno, extremen Horror- und Gewaltdarstellungen (wie sie nur auf DVD und da evtl. nur unter der Ladentheke) zu haben sind. Ich weiß nicht, ob die zuständigen Kontrolleure jede TV-Minute sichten, aber so richtig extremes Zeug findet sich im deutschen TV nicht.

    Bei anderen Formen der Unmoral oder Menschenverachtung gehen anscheinend die Beurteilungen etwas auseinander… Schon die nachmittäglichen Talkshows, die vor Jahren liefen, hatten oft einen ekeligen Beigeschmack wenn Leute bloßgestellt wurden, Gerichtsshows sind ja deswegen mit Laiendarstellern aufbereitete Fälle, sonst würde es bestimmt auch echte Gerichtsverhandlungen live geben. Auch hart an der Grenze waren verschiedene Reality-Formate, in denen z.B. Polizisten (Toto und Harry in Bochum z.B.) auf verwahrloste oder kleinkriminelle Personen stoßen. Da wurde jede Folge von Polizeibehörden gesichtet, trotzdem gab es Kritik, Leute könnten bloßgestellt werden.

    Dass die genannten Beispiele allesamt aus dem Bereich des privaten Fernsehens stammen, ist überhaupt kein Zufall. Die hart durchgesetzten Verbote bzgl. Porno und zu viel Gewalt belegen aber, dass allein das Vorhandensein eines privaten Medienmarktes noch nicht bedeutet, alles müsse sich selbst überlassen bleiben. Und dass daher nur in öffentlich-rechtlichen Medien die ‚Rettung‘ zu finden sei.

    NUB

    2. Februar 2008 at 12:08

  9. nur noch als anmerkung bzw. unterstreichung:

    – “Na ja, so richtig empathiebefreit darf man bestimmt nicht sein, um Karriere zu machen. Schließlich muss man sich ja in die Konkurrenten und in diesem Fall in die angehenden Mobbingopfer sowie in die Zuschauer hineindenken.”

    Na, Emphatie verstehe ich ja als “Mitleiden”, nicht “Hineindenken”. Bei Deiner Verwendungsweise wäre auch ein General, der ‘ne gegnerische Armee einkesselt, total emphatisch. Was ja dann sein kann, wenn er mit jenen mitleidet, die diese venichtete Armee ansonsten verklavt hätte oder so. “Hineindenken” ist eine strategische Operation, kein Sich-dem-Anderen-Öffnen.“ –

    da ist die unterschiedlichkeit ziemlich genau auf den punkt gebracht. in meinen eigenen worten:

    (…)“In den 1980ern teilte man Empathie noch in zwei Bereiche: kognitive Empathie, nämlich die Fähigkeit, mental in die Haut eines anderen zu schlüpfen, und affektive Empathie, nämlich die emotionale Reaktion auf einen beobachteten Gemütszustand. Letzteres entspricht dem, was man unter Mitgefühl versteht.“

    und an dieser stelle habe ich das erstemal schwer gestutzt: diese zweiteilung scheint mir keinesfalls sachlich gerechtfertigt zu sein – „kognitive empathie“ klingt eher nach einem widerspruch in sich selbst, wenn ich nämlich empathie als den umfassenden (!) prozeß begreife, mittels dem das zwischenmenschliche mitfühlen bzw. -„schwingen“ überhaupt erst möglich wird. das wörtchen „kognitiv“ in seiner klassischen bedeutung reduziert diesen prozeß meiner meinung nach alleine auf die „mentale“ rekonstruktion bzw. simulation von empathie – und eben das ist keinesfalls als empathie im vollen sinne des wortes anzusehen.“(…)

    http://autismuskritik.twoday.net/stories/2778403/

    von daher kann ich nur noch mal hervorheben, diesen wichtigen unterschied zu beachten.

    mo

    2. Februar 2008 at 13:39

  10. http://de.youtube.com/watch?v=-C4TxM22B6s

    Ein Link zu einem SAT.1-Beitrag, in dem das Ganze irgendwie als allein Bohlens Schuld dargestellt wird. Hätte dem jungen Mann jemand netter gesagt, dass sein „Traum zerbrochen“ ist, wie er sich ausdrückte, hätte das aber auch nichts daran geändert, dass der Traum zerbrochen ist. Viel schlimmer als Bohlens harte Kritik ist wirklich das nachträgliche Mobbing, das jetzt auf diesen Kandidaten und andere einprasselt.

    Und da jetzt den Sender, das Konzept und alle anderen Beteiligten außen vor zu lassen und nur Bohlen als das Schwein zu sehen, ist auch nicht richtig.

    Wo aber gerade jemand hier aufgetaucht ist, dessen Blog „Autismuskritik“ heißt: Autismus ist ja einmal eine Krankheit oder eine Form von Anderssein, wenn man es so nennen will, bei der es Menschen schwer fällt oder unmöglich ist, andere Menschen und ihre Gefühle wirklich zu verstehen und sich diesen anzupassen.

    Man muss hier gerade in solchen Fällen aber immer zwischen nicht wollen und nicht können unterscheiden. Es gibt im übrigen auch viele Fälle gesellschaftlich nicht gewollter Empathie. Empathie mit Straftätern, Obdachlosen, oder im Fall der Zwangsprostitution Empathie mit den Sexsklavinnen zu denen wohl nicht wenige Kunden gehen.

    Wo wir gerade dabei sind und beim Markt. So verlockend diese Ideen, Marktmechanismus gar nicht erst zuzulassen oder auszuhebeln aufgrund moralischer Bewertungen auch sein mögen, es bildet sich ja oft auch ein Schwarzmarkt als Reaktion auf das Verbot des Marktes. Jetzt nicht bei Castingshows, aber bei vielem anderen.

    Und wenn die oben genannten Gremien darüber diskutieren, was in den Medien moralisch vertretbar ist und was nicht, können ja auch Einzelne zu einer anderen Bewertung als Momorulez kommen. Das ist zwar empörend, mir fällt aber gerade auch keine Lösung ein.

    Und ein Philosophenrat in Form eines Wahrheitsministeriums oder eine religiöse Instanz hatte ja quer durch die Geschichte immer den Nachteil, dass Machtmissbrauch durch Institutionen mit Wahrheitsmonopol viel schwerwiegenderen Schaden für Freiheit, Leib und Leben anrichten kann als Staats- und Justizversagen innerhalb von reformierbaren Machtstrukturen.

    NUB

    2. Februar 2008 at 14:46

  11. @nub

    „Man muss hier gerade in solchen Fällen aber immer zwischen nicht wollen und nicht können unterscheiden. Es gibt im übrigen auch viele Fälle gesellschaftlich nicht gewollter Empathie. Empathie mit Straftätern, Obdachlosen, oder im Fall der Zwangsprostitution Empathie mit den Sexsklavinnen zu denen wohl nicht wenige Kunden gehen.“

    eine empathiefähigkeit, die sich quasi nach belieben an- oder ausstellen lässt, gibts es imo in der realität nicht – eine solches verhalten ist bereits ein starkes indiz für die *simulation* von empathie, und ebenso ein synonym für eine wahrnehmungsstörung beim betroffenen.

    was es hingegen wahrscheinlich durchaus gibt, ist eine *relativierung* von authentischer empathie, die u.a. durch die wahrnehmung des gegenübers als *täter* erzeugt werden kann, was dann einen kognitiven und sekundär emotionalen prozeß auslöst, der sich direkt auf die empathiefähigkeit auswirkt.

    und sowohl simulation als auch relativierung sind bei genauer betrachtung in dieser gesellschaft weit verbreitet. ich bezweifle allerdings wie schon gesagt, dass beides etwas mit „wollen“ zu tun hat.

    mo

    2. Februar 2008 at 15:10

  12. eine empathiefähigkeit, die sich quasi nach belieben an- oder ausstellen lässt, gibts es imo in der realität nicht – eine solches verhalten ist bereits ein starkes indiz für die *simulation* von empathie, und ebenso ein synonym für eine wahrnehmungsstörung beim betroffenen.

    Ich habe ja auch nicht behauptet, dass sich die Empathiefähigkeit abstellen oder anstellen lässt, die Empathie aber schon. „Simulation“ kommt dieser Sache aber auch schon nahe. Simulation ist dabei natürlich immer gewollt, anders kann man gar nicht simulieren.

    Unter ‚wollen‘ muss man dabei nicht nur eine bewusste Entscheidung für oder gegen Empathie begreifen. Ich würde auch die Wahrnehmung des gegenübers als *Täter* also Bewertungen in die Willensbildung mit einschließen.

    Das alltägliche Leben hat durchaus etwas Ähnlichkeit mit einer Castingshow, weil Menschen sich ständig gegenseitig bewerten — wie sieht jemand aus, was macht jemand, was kann jemand, wie riecht jemand etc. Je nach Bewertung kann die Reaktion und auch die Empathiebereitschaft unterschiedlich ausfallen. Manche Kommentatoren in den YouTube-Strängen haben mit Raymund keineswegs Mitleid, bei ihnen löst er eher aggressive Gefühle aus oder die Bereitschaft für Schadenfreude und Belustigung. Die vorangegangenen Bewertungen sind hier eher ursächlich als ein Ein- und Ausknipsen der EmpathieFÄHIGKEIT.

    NUB

    2. Februar 2008 at 15:27

  13. „Na, so funktionieren halt Märkte – bringt indirekt Kohle, wird gemacht“

    Und warum bringts Kohle? Weil genug Leute anscheinend darauf abfahren. Das ist nicht per se im Markt drin.

    Man könnte eventuell eine verstärkende Wirkung erkennen, dann bewegts sichs aber auch nur auf ein Henne-Ei-Problem zu: was war eher da? Der Gaffer/Voyeuer/etc. oder der Markt?

    googlehupf

    2. Februar 2008 at 19:10

  14. Na, das ist ja bei diesem Angebot/Nachfrage-Gedöhns eh der Fall, und seit wann hat denn das nichts mehr mit „per se Markt“ zu tun?

    momorulez

    2. Februar 2008 at 19:12

  15. Weil „per se Markt“ auch bei einer Gruppe strenger Katholiken in genau der Form herrschen könnte. Und die würden z.B. im Fernsehen nur suchen, wo ihr Katholikensender K-TV ist und DSDS keine Sekunde ansehen.

    Den Massen nicht „Brot und Spiele“ zu geben, hat immer etwas Autoritär-elitär-Erzieherisches an sich, wie Du es drehst und wendest.

    NUB

    2. Februar 2008 at 19:22

  16. Wenn etwas nicht produziert wird, kann auch nichts konsumiert werden. Siehe oben das Kulturindustriezitat…

    lars

    2. Februar 2008 at 19:24

  17. Na, nur daß durch genau diese „Brot und Spiele“-These seit Jahrtausenden die vermeindlich Autoritären, Erzieherischen und Elitären gemaßregelt und erzogen werden, my dear. Die Philosophenkönige hat’s nie geben. Adenauer war Kanzler, nicht Adorno.

    momorulez

    2. Februar 2008 at 19:25

  18. Sic!

    lars

    2. Februar 2008 at 19:29

  19. Wenn etwas nicht produziert wird

    muss man nur solange warten, bis irgendwer auf die Idee kommt es zu produzieren. Oder es untersagen.

    Na, nur daß durch genau diese “Brot und Spiele”-These seit Jahrtausenden die vermeindlich Autoritären, Erzieherischen und Elitären gemaßregelt und erzogen werden, my dear

    Interessant. Meines Wissens gingen die geistigen Eliten über Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende mit den Machthabern und dem Klerus ‚ins Bett‘, Widerständler wurden wohl seltener einen Kopf kürzer gemacht, weil man ihnen vorwarf Autoritäten zu sein, sondern wohl eher aus ganz pragmatischen Gründen des Machterhalts.

    Eine spezifische Gegnerschaft zu Intellektuellen, falls Du das meinst, hat sich wohl erst im 19. und 20. Jh. im Zuge verschiedener gesellschaftlicher Umbrüche ergeben, u.a. einhergehend mit Milirarismus und Faschismus, aber auch bei Stalin’schen Säuberungen.

    Adenauer war Kanzler, nicht Adorno.

    Es ist aber nun auch nicht so, dass niemand aus dem linken Spektrum auf Macht aus war. Von dieser ganzen DDR-Richtung und der RAF will ich jetzt mal gar nicht reden.

    NUB

    2. Februar 2008 at 19:36

  20. Das hat aber auch mit bestimmten Formen der Geschichtsschrebung zu tun. Das Feld der Intellektuellen war immer äußerst weit, reichte eben von Thams Müntzer bis zu Martin Luther.

    Was stimmt ist, dass sich gerade die bürgerliche Gesellschaft auf erzieherische Praktiken gründete (das Bürgertum lebt davon, dass es mehr kann und mehr weiß als der Adel, dass es sich seinePosition erzogen hat). Erzeihung war im Adel ja kaum vonnöten. Das regelte schon der Stand.

    lars

    2. Februar 2008 at 19:45

  21. Sokrates, Spinoza, Giordano Bruno usw. … und auch sonst bringst Du nun wirklich gerade alles durcheinander. Natürlich sind die zu dem Mächtigen in’s Bett gekrochen, aber sie hatten selbst nie welche. In der DDR herrschte harsche Intellektuellenfeindlichkeit, beschäftige Dich einfach mal mit den Dissidenten, zwischendurch,. und die RAF hätte doch gleich nach den Wirtschaftsbossen die vermeindlich elitären Kopfarbeiter gemeuchelt. Das sind doch teils sogar konservative Kriterien, die wir hier verwenden.

    Und außerdem sind das doch aktuell ganz andere, die ganze Bevölkerungsgruppen, „Migranten“, ständig erziehen wollen. Dieses Zerrbild des Intellektuellen, der alle erziehen will, ist nun wirklich einer der dämlichsten Mythen. Erzogen haben alte Nazis die 68er. Und komischerweise kommt der Mythos immer hoch, wenn’s um Kunst und Medien und Musik usw. geht, aber NIE , wenn es um Leitkultur, Islam etc. geht-. Alles Lüge!

    momorulez

    2. Februar 2008 at 19:50

  22. Erzogen haben alte Nazis die 68er. Und komischerweise kommt der Mythos immer hoch, wenn’s um Kunst und Medien und Musik usw. geht, aber NIE , wenn es um Leitkultur, Islam etc. geht-. Alles Lüge!

    Zugegeben, die allgemeine Wahrnehmung mag unausgewogen sein. Trotzdem kommst Du ja an der Entscheidung nicht vorbei, solche Machenschaften wie bei DSDS entweder zu erlauben oder zu untersagen. Man kann da ja nicht „ein bisschen schwanger“ sein.

    NUB

    2. Februar 2008 at 19:53

  23. In der DDR herrschte harsche Intellektuellenfeindlichkeit, beschäftige Dich einfach mal mit den Dissidenten, zwischendurch

    Diesen Ratschlag hättest Du aber auch einigen westdeutschen Linken in den 80ern mit auf den Weg geben können, so nebenbei bemerkt.

    NUB

    2. Februar 2008 at 19:55

  24. Oh, da berichten Schwangere aber etwas völlig anders, gerade wenn sie nicht wissen ob sie es behalten sollen oder nicht…

    lars

    2. Februar 2008 at 19:55

  25. offtopic 🙂

    NUB

    2. Februar 2008 at 19:56

  26. Linke sind per se ja nicht bessere Menschen, sie haben i.d.R. nur die besseren Argumente.

    lars

    2. Februar 2008 at 19:56

  27. ach, jetzt hol ich meinen aufruf zur jugendgewalt doch noch hierher.
    dass das jetzt wieder marktmässig bezogen diskutiert wird, find ich witzg. aber ich bin auch so eine art populist, der nicht glaubt, dass „der markt“ sozusagen reine form ist und inhalte nicht kennt. „die leute wollen das“- kkomisch, dass das immer dann kommt, wenn diskutiert wird, dass dreck im angebot ist. wenn die massen was fordern, wird aus den spielen gerne ernst und aus dem brot luft. elitär sind die leute, die so zeug produzieren, aber ihren kinder nie erlauben würden, selbst dran teilzunehmen. natürlich nicht. die sollen was lernen. als kinder der eliten.

    T. Albert, am Februar 2nd, 2008 um 16:27 Said:
    es fällt mir zugegebenermassen schwer, Eurer Diskussion zu folgen. Ich weiss nicht, was und wer sich selbst aufklärt. Versteh ich nicht. Übrigens hat dieser Junge in gewisser Weise seinen Körper eingesetzt.Und zwar gegen sich selbst, aber das hat er immerhin gezeigt, dass es u. U. so weit kommen kann. Ich finde auch nicht, dass irgendjemand versagt hätte, die Eltern des Jungen, oder diese lumpenproletarischen, halbseidenen Typen am Jury-Tisch. Auch die jenigen, die jetzt diesen armen Jungen da nächtens beschimpfen, handeln völlig in der Logik der SAche. Sie müssen schliesslich sich schliesslich so mitteilen, wie es in dieser Sendung vorgemacht wird. Sie schreiben eben die dort vorgeführten Verhaltensweisen fort, das ist alles. Es gibt ja gar nichts jenseits mehr. Kein Junge und keine Eltern würden sich solchen unwürdigen Idiotien unterziehen, wenn sie was anderes kennen würden, was sie relativierend dagegen halten könnten. Sehr einfach: wir hätten früher gesagt, bei euch hackts wohl, ich führ mir doch nich selber vor, während du mich vorführst, du Dieter. Ich habe was zu tun und will mir nicht das Leben versauen. Ausserdem mussten wir Hausaufgaben machen, jetzt mal im Ernst. Und die, die den da jetzt beschimpfen, das wird sich rausstellen in der Springerpresse, sind wahrscheinlich mehrheitlich kriminelle Türken-und Albanerjungs, die nicht zur Schule gehen und für diese ganze Misere im Bildungswesen verantwortlich sind. – Ich hab übrigens jetzt zweimal in diesen Mist reingesehen, und ich muss sagen, angesichts dessen, wie da junge Leute, sechzehnjährige Kinder, die eigentlich in der Schule sitzen sollten, um was zu lernen, tun, was sie sollen und eine Art von Sprache hinnehmen, wie sies sollen, weil diese Sprache Ausweis von “AutoritäT” ist, hätte vor einigen Jahren jeder noch gesagt, dass eine solche Sprache und Sprechweise pure Gewalt sind. DAS hat der Junge zum Ausdruck gebracht, und wenn er in der Lage gewesen wäre, sich in seiner Situation und ihre Ursachen zu erkennen, dann hätte er sich anders eingesetzt. Aber dazu ist die Angst in der Struktur zu sehr ihr genuiner Bestandteil, und die Trennung von sich selbst mittlerweile verinnerlichte Pflicht. – Der hätte denen einfach eine reinsemmeln sollen, die Idioten, die ihn jetzt beschimpfen, auch.

    T. Albert

    2. Februar 2008 at 19:57

  28. Ach, von mir aus kann’s das ja gerne geben, außerdem kann ich auch kritisieren, ohne gleich verbieten zu wollen. Bin ja auch nicht für ein CDU-Verbot. Was mich nervt, ist nur und ausschließlich, wenn jenseits der Marktförmigkeit und ihrer Analogien für nix anderes mehr Platz bleibt. Vergleich mal die Theaterlandschaft hier und in England … und hier gibt’s sogar ’nen Theaterkanal (allerdings, damit das ZDF-Hauptprogramm sowas Unpopuläres nicht zeigen muß), und ich finde das super.

    momorulez

    2. Februar 2008 at 19:58

  29. „hätte vor einigen Jahren jeder noch gesagt, dass eine solche Sprache und Sprechweise pure Gewalt sind.“

    Der Bohlen kriegt all diese Sottisen, die ja harscher sind als „Scheiß-Deutsche“, vermutlich von teuren Autoren geschrieben …. und beim Dschungelcamp stellt sich die Gewaltfrage ja gar nicht mehr, klar ist das welche.

    momorulez

    2. Februar 2008 at 20:01

  30. Kritik an DSDS findet ja statt (vielleicht auch gleich wieder quotenhebend…), wobei der SAT.1-Beitrag auf YouTube, den ich oben verlinkt habe, ja ziemlich blöd ist. Hätte ProsiebenSat1 DSDS produziert und nicht RTL, hätte der Beitrag den Jungen bestimmt als Spinner dargestellt und den Dieter als Opfer. Dass es nur am Dieter liegen soll, ist jedenfalls bloßes RTL-Bashing durch die Konkurrenz, die weiß, dass die Sendung von Bohlens Präsenz lebt.

    NUB

    2. Februar 2008 at 20:03

  31. Linke sind per se ja nicht bessere Menschen, sie haben i.d.R. nur die besseren Argumente.

    Wobei sich in der Politik ja immer die Frage stellt: Besser für wen oder was?

    NUB

    2. Februar 2008 at 20:05

  32. Für die Vernunft! Was sonst?

    lars

    2. Februar 2008 at 20:09

  33. Na, die Wiwis formulieren natürlich das Gemeinwohl und wir nur Partikularinteressen 😉 …

    momorulez

    2. Februar 2008 at 20:10

  34. mensch und ich dachte die ganze Zeit, dass es für ddie sowas wie ein Gemeinwohl gar nicht gibt, höchstens optimale Lösungen. Wo ich diesen Unsinn wieder herhabe, keine Ahnung 😉

    lars

    2. Februar 2008 at 20:13

  35. Also um sowas wie Gemeinwohl zu definieren, braucht man wohl schon eine gewisse Autorität, wenn nicht Macht…

    NUB

    2. Februar 2008 at 20:13

  36. Ich würde ja die Reihenfolge umdrehen, im Gemenwohl realisiert sich Macht, aber keinesfalls Autorität.

    lars

    2. Februar 2008 at 20:19

  37. klar, wie Momor. schon mal sagte: die machtfrage ist wieder zu stellen. wie es jeden tag mittels jenes gesindels wie herrn bohlen geschieht.

    alles andere von unserer seite wäre unredlich.

    T. Albert

    2. Februar 2008 at 20:21

  38. T. Albert

    Aber dazu ist die Angst in der Struktur zu sehr ihr genuiner Bestandteil, und die Trennung von sich selbst mittlerweile verinnerlichte Pflicht. – Der hätte denen einfach eine reinsemmeln sollen, die Idioten, die ihn jetzt beschimpfen, auch.

    Also ein Kandidat hat Bohlen und co. mal deren Wassergläser ins Gesicht geschüttet, außer der Dame, weil das unhöflich wäre…

    Aber das hat dann auch immer so etwas vom schlechten Verlierer, der keine Kritik vertragen kann. Nachdem man das Prinzip der Show nach mehreren Staffeln verstanden haben könnte, muss man als Kandidat ja eigentlich wissen, was einen erwartet. Und das dann nur zu akzeptieren, wenn es positiv für einen ausgeht, ist ja eigentlich auch etwas unehrlich. Zwar ist das Gesamtgebilde so einer Sendung intransparent, schon die ganzen Vorauswahlen, dass da Leute bloßgestellt werden, sogar mit Multimedia-Untermalung, ist aber hinreichend bekannt.

    Mit einem miesen Konzept zu kollaborieren, solange nur andere ihm zum Opfer fallen, ist jedenfalls nach Eurer Kritischen Theorie wohl keine besondere Auszeichnung, oder?

    NUB

    2. Februar 2008 at 20:33

  39. „Also ein Kandidat hat Bohlen und co. mal deren Wassergläser ins Gesicht geschüttet, außer der Dame, weil das unhöflich wäre…“

    Da würde ich wetten, daß das auch von der Redakktion gesteuert war …

    „Mit einem miesen Konzept zu kollaborieren, solange nur andere ihm zum Opfer fallen, ist jedenfalls nach Eurer Kritischen Theorie wohl keine besondere Auszeichnung, oder?“

    Wenn Du wüßtest, mit was ich so alles kollaboriere 😦 …

    momorulez

    2. Februar 2008 at 20:37

  40. Man muss halt von irgendwas leben, nicht wahr…

    NUB

    2. Februar 2008 at 20:39

  41. die machtfrage ist wieder zu stellen. wie es jeden tag mittels jenes gesindels wie herrn bohlen geschieht.

    Nur zu. Nachdem das Ende der Geschichte nicht eingetreten ist, geht es eben in die nächste Runde…

    NUB

    2. Februar 2008 at 20:42

  42. Ja Moment, niemand sprach von Kolaborieren (ja alltagsweltlich machen wir das ja ständig, solche Unanständigkeiten). Wenn schon sprechen wir vom kollabieren. Nein ernsthaft: Macht hat erst einmal nichts mit Herrschaft zu tun, umgekehrt aber schon.

    Und die royalistische Konterrevolution hatte in Frankreich damals zahlenmäßig mehr Tote auf dem Gewissen als die Jakobiner mit ihrem Terror.

    Andererseits stehen ja genügend Konzepte zur Verfügung, die eben auf das bessere Argument setzen und Opfer erst gar nicht entstehen lassen würden.

    lars

    2. Februar 2008 at 20:48

  43. Und die royalistische Konterrevolution hatte in Frankreich damals zahlenmäßig mehr Tote auf dem Gewissen als die Jakobiner mit ihrem Terror.

    Wer hat da so genau mitgezählt? Ernsthafte Frage.

    Andererseits stehen ja genügend Konzepte zur Verfügung, die eben auf das bessere Argument setzen und Opfer erst gar nicht entstehen lassen würden.

    Ja, über die Vorteile der Demokratie habt Ihr ja auch die Tage schon mit Statler diskutiert.

    Ja Moment, niemand sprach von Kolaborieren

    Wenn ich bei einer Fernsehsendung mitmache, man kann das auch netter umschreiben, aber dann werde ich ja ein Teil des Programms.

    NUB

    2. Februar 2008 at 20:52

  44. Macht hat erst einmal nichts mit Herrschaft zu tun, umgekehrt aber schon.

    Der, der erst mal irgendeine Macht hat, verliert sie aber i.d.R. ungern wieder.

    Manch einer hält sich sogar für so unersetzlich, dass die Macht um jeden Preis gesichert werden muss…

    NUB

    2. Februar 2008 at 20:55

  45. nein, ich sage auch keineswegs, dass sich jemand ausgezeichnet hätte. Ich sage auch nicht, dass das Blosstellen von Menschen nicht hinlänglich bekannt wäre. Mir ist auch die Transparenz oder Intransparenz der Sendung ganz egal. Ich weiss auch, dass aggressive Reaktionen innerhalb dieses Konzepts vom Vorführen des Menschen als Ware etwas von schlechtem Verlierer haben. Die aber wahrscheinlich einfach mitbedacht sind. Wenn aber sowas unter allen Umständen immer derartig zirkulär funktioniert wie ein Hamsterrad, aus dem es gar kein Ausbrechen mehr gibt, dann heisst das doch weiter nichts, als dass Menschen bereit sind auf Freiheit zu verzichten. Und offensichtlich kann man das immer weiter austesten und ausweiten, ich bin ja der Auffassung, dass dies alles mit Legitimationen von Kinderpornographie korreliert, die hat ja auch parallel dazu Konjunktur. Es ist doch ganz einfach: wenn das eben nur der Markt ist, dann erzeugt der Markt eben immer mehr eine Atmosphäre, um das vage auszudrücken, in dem sowas als immer normaler erscheint. Es ist in den Körpern. Das ist dann aber für die Massen, die gleichwohl als Individuen verantwortlich und geschäftsfähig sind, während alle andern, die sich nicht für Masse halten, sie auf ihre Verantwortlichkeit hinweisen? Nee. So gehts eben nicht. Es gibt mittlerweile genug junge Leute, die sich was anderes, als RTL-Bohlen-Kultur, die ja obendrein zutiefst autoritär ist, gar nicht mehr vorstellen können. Die haben gar keine Handlungsalternativen, weil sie nichts davon wissen. Damit arbeiten doch wiederum diese ganzen Realitäts-Sendungen, Supernanny, Schuldenberater, undso. Wieso sind das so viele? Ein Kind, das nicht in die Schule gehen konnte, ist nicht selbst daran schuld.

    T. Albert

    2. Februar 2008 at 21:10

  46. Es gibt natürlich die historische Revolutionsforschung, Hobsbawm z.B., aber dann gab es auch einige Leute wie Hutt und Sutherland meine ich, die sich vor alloem mit den Chouans beschäftigten, die einen Partisanenkrieg gegen die neu gegründete Republik führten.

    lars

    2. Februar 2008 at 21:21

  47. Macht: naja, wir haben ja eben nicht gesagt, dass das Ende der Geschichte eingetreten sei. Da wurde vom Staatsdenker F. auch ein Satz gegen seinen Erfinder gedreht.
    Mit Benjamin würde die menschliche Geschichte aber dann überhaupt erst beginnen.

    Ich staune aber: es geht nicht um Macht in unseren Verhältnissen? Kommt nur drauf an, wer das ausspricht? Ola!

    Bastiat als Pflichtlektüre in die Schulen? Seltsam.

    T. Albert

    2. Februar 2008 at 21:22

  48. NUB, mit Verlaub, Dein Machtkonzept ist etwas unterkomplex. Du verwechselst Macht mit Herrschaft. Macht ist kein Objekt des Besitzes, sondern ein Verhältnis zwischen Akteuren.

    lars

    2. Februar 2008 at 21:27

  49. In den nunmehr bald drei Jahren seines Bestehens hat mentalschnupfen nicht ein einziges Mal sein Layout gewechselt. Ihr scheint Euch irgendwie nicht wohl in eurer Haut zu fühlen.

    David

    3. Februar 2008 at 1:36

  50. @lars

    Ich hab schon verstanden, dass Du Macht und Herrschaft unterscheidest. Ein anfangs auf freiwilliger Basis zu Stande gekommenes Machtverhältnis zwischen Akteuren kann sich mit der Zeit aber zunehmend von der Freiwilligkeit weg bewegen.

    Anscheinend nehmen viele Akteure es als Sicherheitsgewinn wahr, wenn ein gewisser Zwang oder eine Notwendigkeit hergestellt wird. Beispielsweise glaubt ja auch ein Ehepartner, dass durch die Ehe eine stabilere Beziehung hergestellt wurde als einfach durch Zusammensein. Zwar ist die Ehe heute keine derart feste Instanz mehr, dass ein Ausbrechen oder Beenden besonders schwer wäre, aber auch heute wird eine Ehe noch nicht per SMS beendet.

    Was ich damit sagen will: Es existieren auch Zwischenstufen zwischen Herrschaft und Freiwilligkeit.

    NUB

    3. Februar 2008 at 8:58

  51. @David:

    Aber einen auf ganz liberal und flexibel und frei mach, wa? „Nicht wohl fühlen in der Haut“, das ist ja vielleicht ’n Kriterium, wenn man was anders machen will – denkste, mit der Attitude hätte Statler sein iPhone bekommen?

    Diese ergebnisoffenen Spielfreude unterscheidet die Linke übrigens wirklich von den metallenen Scharnieren liberaler Begriffsbildung und diesem falschem Mit-sich-identisch-Sein der Konservativen … das ist auch das beste Mittel gegen eine zu statische und zentrierte Vermachtung und gegen Herrschaft sowieso.

    momorulez

    3. Februar 2008 at 10:16

  52. Ui Gott, das hast Du Dir ja richtig zu Herzen genommen… wollte eigentlich nur etwas sticheln.

    David

    3. Februar 2008 at 11:33

  53. Ach, so schlimm war’s jetzt auch nicht für mich 🙂 …. wollte doch nur zurücksticheln …

    momorulez

    3. Februar 2008 at 12:16

  54. […] Opfer Raymund ist bereits in den Diskussionen auf shifting reality […]


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