shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

(Kriminelle) Ausländer raus

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ausländer raus (kriminelle)

… plakatiert der Herr Kusch (ehemals CDU) in Hamburg. Auch in Hamburg, bei Anne Will, wundert sich dann der Innenminister Schäuble (CDU) über die Reaktionen auf dem türkischen Boulevard. Es kommt Bewegung in das Thema, es wird geschrien in der blutroten Presse. Hamburg soll da bei den einen „deutsch bleiben“, die Türken sich aber bitte nicht „assimilieren lassen“.

Was sich wie Science Fiction anhört, ist das Besetzen einer wichtigen Diskussion durch Polemiker.
Wo bleibt der Rest?

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Written by ring2

11. Februar 2008 um 11:35

Veröffentlicht in Medien, Ordnungsrufe

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50 Antworten

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  1. Wenn das nationale auf den Schild gehoben wird, ist der Verstand in der Trompete.

    che2001

    11. Februar 2008 at 12:11

  2. Und ob national oder „westlich“, das ist mittlerweile austauschbar. In den ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten war die Krimininalität übirgens sehr viel geringer, meines Wissens …

    momorulez

    11. Februar 2008 at 12:14

  3. Ob´s an der sozialen Sicherheit, Gulag und Stasi oder dem Wertesystem lag müsste dann allerdings diskutiert werden. In China unter Mao gab es noch viel weniger Kriminalität, das System würde ich trotzdem nicht haben wollen.

    che2001

    11. Februar 2008 at 12:29

  4. Ja, eben 😉 …. und in der DDR lag’s natürlich auch daran, daß es so viel nicht zu klauen gab, ganz einfach.

    Dafür gab’s dann halt ein paar andere Delikte, die’s heute nicht mehr gibt. Zum Glück.

    momorulez

    11. Februar 2008 at 12:45

  5. … und linke Weicheier gabs da auch nicht.

    ring2

    11. Februar 2008 at 12:54

  6. Wenn ich mal so über den Daumen peilen sollte, würde ich sagen 70% Polizeistaat und 30% soziale Sicherheit. Wertesystem? „Erst kommt das Fressen und dann die Moral“.

    Wobei ich auch die offiziellen Kriminalitätsstatistiken der WP-Staaten in Frage stellen würde. Denn dort war es ja nicht so, dass die Polizei sich damit Ressourcen erkämpfen konnte, sondern sie mussten aus Propagandagründen niedriger sein als im Westen. Und die „Kriminalität“ von Parteibonzen, die sich gegen Recht und Gesetz Privilegien und Vorteile gesichert haben, ist sicher auch nicht mitgezählt.

    Karsten

    11. Februar 2008 at 13:02

  7. ist das plakat authentisch? bzw: steht da echt „weicheier und linke spinner“?

    mo

    11. Februar 2008 at 13:03

  8. btw, weil ich grad drüber gestolpert bin:

    (…)“Können härtere Strafen die Mädchen von der Kriminalität fernhalten? „Hören Sie mir auf. Das bringt gar nichts“, sagt Stadler, für seine Verhältnisse sehr energisch. „Sie glauben doch nicht, dass die Mädchen so rational denken. Dass sie in den Momenten so abwägen und eine höhere Strafe sie abhalten würde. Wir müssen stärker präventiv arbeiten.“(…)

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,533810,00.html

    zwar etwas verkürzend, aber im ansatz schon richtig – und gilt genauso für jungen/männer.

    mo

    11. Februar 2008 at 13:07

  9. @Mo:

    Doch, doch, das ist original. Google mal nach „Kusch Heimat Hamburg“, dann findeste deren eigene Website!

    Karsten

    11. Februar 2008 at 13:18

  10. Der Kusch ist doch vom erlernten Beruf her Kerkermeister. Sein Wahlprogramm ist also eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme speziell für Vollzugsbeamte, so muss man das sehen.

    che2001

    11. Februar 2008 at 13:30

  11. Von wegen! Die haben sie doch parallel abgebaut, meines Wissens, de facto, u.a. deshalb konnte doch hier jemand aus der U-Haft abhauen … aus einem Gefängnis übrigens, das von Amnesty International auf’s Schärfste kritisiert wurde.

    momorulez

    11. Februar 2008 at 13:34

  12. Das war auch nur Ironie. Übrigens ist es mit den Rechtspopulisten schon selltsam: Erst nennen sie eine Partei nach einer Präposition, dann gründen sie zu jeder Wahl eine Neue. Könnte man auf der ganz Linken eigentlich auch mal machen. Anfang der 80er gab es an der Göttinger Uni die WAHL-Liste (Wahrhaft Alternative Hochschul-Liste) und die LOLA (Liste ohne lästige Ansprüche).

    che2001

    11. Februar 2008 at 13:46

  13. Che, ich verbitte mir diese rinks-lechts-Schemata 🙂 …

    momorulez

    11. Februar 2008 at 13:50

  14. Aber schließlich gibt es in Hamburg ja DIE PARTEI, der schon verboten wurde, ein Plakat zu bringen mit dem Text „Hamburger CDU-Wähler! Ole von Beust ist schwul!“, weswegen es jetzt heißt „Hamburger Schwule! Ole von Beust ist in der CDU!“, wodurch sie nach eigenem Bekunden Wandlungsfähigkeit und Realismus und somit Regierungsfähigkeit unter Beweis gestellt haben.

    che2001

    11. Februar 2008 at 14:11

  15. ich bins leid. Ich hab die ganzen Hobby-Biologen satt und diskutiere diese Themen nicht mehr mit. Mit krampfhaften Distinktionsgewinnlern rede ich auch nicht mehr. Ich bleibe in meiner feinen Parallelgesellschaft.

    T. Albert

    11. Februar 2008 at 15:21

  16. Angeblich soll Roger Kusch ja auch schwul sein. So ein Weichei.
    (Danke Che, auf die Flanke hatte ich nur gewartet, *duck mich jetzt weg und abboniere Popcorn))

    ring2

    11. Februar 2008 at 15:42

  17. Mal ne andere Frage, ist das Niggemeisern gegen Broder die höchste Form der Auseinandersetzung mit Polemikern? Ich meine nicht, dass ich das besser könnte, aber gibt es Polemiker in unseren Reihen, die genau so liebevoll unrecht haben, wie die da alle?

    ring2

    11. Februar 2008 at 15:45

  18. Wie kommst Du denn da jetzt drauf, Du alte Hete? Gibt’s ’nen aktuellen Anlaß?

    momorulez

    11. Februar 2008 at 15:47

  19. Anlass gibts immer!

    T. Albert

    11. Februar 2008 at 15:53

  20. http://www.stefan-niggemeier.de/blog/gehirnfasten-mit-henryk-m-broder-2/

    … und ich dachte Du schimpfst mich jetzt Weichei 🙂

    ring2

    11. Februar 2008 at 16:03

  21. wer ist denn überhaupt dieser Broder?

    T. Albert

    11. Februar 2008 at 16:14

  22. Das ist ’n Dialekt und meint „Bruder“. Ist halt so’n Jargon zwischen Journalisten, der Solidarität bekundet. „Henryk M.“setzt man davor, wenn es um Diät-Themen geht. Da könnte also auch stehen „Atkins mit Henryk M. Broder“, das bedeutet so viel wie: „Ey, Kumpel, Atkins, das wär doch auch mal was für uns!“

    momorulez

    11. Februar 2008 at 16:19

  23. „Brodern“, heisst ja im Altplattdeutschen, sich in den Bart nuscheln.
    So in etwa: „Hmmmgrbll, Nazis, Hmmmbgggbbst, Faschist, Hmmgrbbfggs, Wann gibts was zu essen?“

    ring2

    11. Februar 2008 at 16:31

  24. sind die brüder denn so dicke?

    T. Albert

    11. Februar 2008 at 16:31

  25. Die haben dicke Lippen, alle beide. Sprachspaßler mit Mission.
    Der eine im Spiegel, der andere in der FAZ.

    ring2

    11. Februar 2008 at 16:47

  26. Jetzt mal ganz unanbhängig von der Auseinandersetzung Niggemeier versus Broder (in der HMB sehr viel besser ausschaut, würde ich sagen): Niggemeier hat, auch im Bildblog, so etwas fürchterlich buchhalterisches. „Haha, ich bin so klug, ich kann Dir sogar nachweisen, daß die BBC schon seit 2006 und nicht erst seit 2007 Allah preist. Boah, bist Du doof.“ Na toll. Als ob das irgendwas zur Sache täte, ob die BBC das jetzt seit 2007 oder seit 2006 macht.

    Und so geht das bei fast allen anderen Themen, derer sich der Niggemeier annimmt, auch. Unerträgliche Erbsenzählerei, die oft mit der Substanz des von ihm attakierten Arguments gar nichts zu tun hat. Ich finde das ziemlich langweilig, ehrlich gesagt.

    statler

    11. Februar 2008 at 16:58

  27. Das ist doch das Dilemma. Die Fakten-Narretei in der Auseinandersetzung mit Menschen, denen es um die Wirkung geht. Da sind Fakten nur hinderlich.

    Wer nicht akzeptieren kann, sich die Welt so zu drehen, wie er sie gerne hätte – so nach Feierabend – hat in Sachen coolness natürlich schon verloren. Ich mag den Niggemeiser gerade wegen seiner Akribie.

    ring2

    11. Februar 2008 at 17:00

  28. Ich bekenne ja trotz eindeutiger Solidarität mit Niggemeier, daß0 ich bei dem Text von Broder auch schon wieder sehr lachen mußte … so genau verfolge ich den aber gar nicht, aber die Art, wie Broder mit Quellen umgeht, entlarvt das schon. Dieses Sparschwein ist ja schon fast sowas wie’n „Urban Myth“ geworden.

    momorulez

    11. Februar 2008 at 17:01

  29. Also, dieses Nicht-Sparschwein, meine ich.

    momorulez

    11. Februar 2008 at 17:02

  30. T.Albert kann da bestimmt noch eine Geschichte über Züricher Politessen erzählen, die sich das Schweinekrusten-Schlemmen im Dienst verkneifen, so pro-islamisch macht sich auch guut im Lebendlauf, äh Lebenslauf.

    ring2

    11. Februar 2008 at 17:36

  31. ja, klar, da fallen mir so viele Geschichten ein, die nicht stattfinden, da müsste selbst Herr Broder staunen! NIcht mal Blödsinn wird hier dabei erfunden, es fehlt schlicht der Grund. Das ist alles Schwachsinn, weiss nicht, gibts SVPler oder Schweizer Demokraten, die sich sowas wünschen?

    T. Albert

    11. Februar 2008 at 18:18

  32. @statler:
    Also ich finde, dass beide nicht so besonders gut wegkommen. Ich hatte fast die gleiche Idee wie Niggemeier, nämlich, all diese Geschichten, die Broder da verwendet, mal nachzurecherchieren – und siehe da, die meisten von ihnen sind total aufgebauscht, im Sinn verdreht oder nirgendwo anders zu finden als bei Broder oder bei Leuten, die Broder zitieren. Das ist schon mehr als seltsam, und wirft kein gutes Licht auf die journalistische Arbeit von HMB.
    Die Erbsenzählerei von Niggemeier nervt mich allerdings manchmal auch.

    Karsten

    11. Februar 2008 at 18:20

  33. rumgeschmuddel

    T. Albert

    11. Februar 2008 at 18:48

  34. Am Rande wäre sicher interessant, was Chat Atkins dazu zu sagen hat, der alte Sargnagelschmied. Und ansonsten betreiben die ganzen Bröder doch nur Zielgruppenbdienung. Selbst Konkret ist ja immer abwechselnd antideutsch und antiimperialistisch, weil Gremliza beide Zeilgruppen bedient. Hey, warum nicht jetzt 4 Jahre Keynes, und anschließen wird dereguliert, immer abwechselnd, Hoppe hoppe Reiter (aber natürlich ohne Hoppe, den alten Schwachmaten)?!

    che2001

    11. Februar 2008 at 18:53

  35. Stehen alle im Kreis und Ejakulieren was das Zeuch hält.
    „Rum mit Schmuddel“

    ring2

    11. Februar 2008 at 18:55

  36. ring2, jetzt mach die Sache nicht schlimmer als sie ist.

    T. Albert

    11. Februar 2008 at 18:56

  37. Na dann, gute Nacht Deutschland 😉

    ring2

    11. Februar 2008 at 19:49

  38. Ich finde, Ring2 gibt auch diesem Thread erst den richtigen Drive 🙂 …

    momorulez

    11. Februar 2008 at 21:46

  39. mir wird heute auch alles verschmuddelt. Broder, Atkins, Spiegel, Gremliza, Hoppe, Rum, Ejakulationszeuch im Kreise, Slayer, Heidentum – was is überhaupt los? Ich will nach Hause.

    T. Albert

    11. Februar 2008 at 21:51

  40. Dann extra für dich. Zur Beruhigung:

    momorulez

    11. Februar 2008 at 21:56

  41. ja, so stell ichs mir vor. Irgendwann hältste das doch alles nicht mehr aus. Dann suchst du den Frieden, von dem alle immer so reden. Ich danke Dir schluchzend.

    T. Albert

    11. Februar 2008 at 22:30

  42. Its a Trip at The Brain, Deine Mudda!

    ring2

    11. Februar 2008 at 22:49

  43. Das sind welche, hievron krieg‘ ich welche, so, fast: http://youtube.com/watch?v=5Az_7U0-cK0

    David

    11. Februar 2008 at 22:51

  44. […] da einer, und ich blaste zurück. Brauche das irgendwie bei der komischen Diskussion da unten drüben. Tags: suicidal […]

  45. Ja, macht Euch nur selber fertig. Aber beschwert Euch hinterher nicht bei Euren Kindern.

    T. Albert

    11. Februar 2008 at 22:57

  46. Worüber?

    ring2

    11. Februar 2008 at 23:03

  47. Kriminelle Ausländer mit 5 Grammys:

    ring2

    11. Februar 2008 at 23:06

  48. jaaa! Die Frau Weinhaus! Endlich. (Che wird wieder meckern: „überschätzte Hupfdohle“, gell, das kann ich ihm ja nicht vergessen. Che!)

    T. Albert

    11. Februar 2008 at 23:11

  49. Sagen wir´s so: Eine tolle Stimme hat sie, sie ist mir nur irgendwie zu morbide. Nicht auf die Art wie Janis Joplin oder Johnny Rotten, wo das irgendwie wieder stimmt, sondern auf eine Art, die ich eher bemitleidenswert finde. Nachdem die anderswo aber schon als Unterschichtsunterhaltung eingestuft wurde, möchte ich sie fast wieder verteidigen.

    che2001

    11. Februar 2008 at 23:19

  50. das ist ja hier an Coolness langsam nicht mehr zu überbieten. Journalistische Erbsenzählerei vs. nur Wirkung erzielen, das ist schon ein bisschen wie Materie und Antimaterie, plus und minus, aber irgendwie ist ja Salz ohne Suppe nix und Suppe auch nicht ohne Salz.

    NUB

    12. Februar 2008 at 19:29


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