shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

WAS WAR DAS DENN?

with 2 comments

Deutschland braucht mehr Türken. Unbedingt. Und es ist an der Zeit, daß sich endlich ein wenig in deren Kultur integriert wird. Insbesondere in Ostdeutschland. Insbesondere ostdeutsche Männer. Ich fordere die obligatorische Verschleierung für Musik machende Männer aus Brandenburg. Und ein Kopftuch für Jenny Rostock.

Ich meine, im Gegensatz zu allen anderem war NRW ja wirklich ganz weit vorn und die Frau am Keyboard sowieso der Höhepunkt der Veranstaltung. Das war Deutschland, wie ich es sehen will. Wie es sein muß. Selbst mit diesem Jüngelchen aus Thüringen hätte ich alter Boygroup-Fan ja leben können. War zwar musikalisch auch ein aufgbelasenes Nichts, aber der hat wenigstens ganz außerordentlich süß gelächelt. Auch die NDW-Adaptionen, na, muß man mit leben. War bemüht.

ABER SUBWAY TO SALLY? Habt ihr sie noch alle? Ooooomph im letzten Jahr waren ja schon der Tiefpunkt der deutschen Abendunterhaltung, da hat sich bekanntlich entschieden, daß Deutschland keinen Style hat. Dagegen war der blaue Bock Hollywood, groovy, sexy und vor allem lustiger und more sophisticated.  Und jetzt dieser krude Mix aus Freddy Quinn (dabei ist das Original super!) und Rammstein für Arme, der sich da gebährdete wie die Wahrheit Lammertscher Leitkultur. Diese ganze Goth-Adaptionen, die auch nur gröhlen wie die Toten Hosen, aber noch schlechter, diese ganzen sadistischen Vampire da gestern, was sollte das denn?  Man kann auch das Karnevaleske so gründlich falsch verstehen, daß dabei musikalischer Mob rauskommt. Dann doch lieber Müb und Leitkültür.

Und daß Sportfreunde Stiller sich nicht verkneifen konnten, den definitiv schlechtesten Song der deutschen Popgeschichte auf die Bühne zu legen, das hat mich sogar persönlich nicht nur enttäuscht, sondern geradezu verletzt. Ja, das tat mir weh. Diese alberne Seeed-Imitation aus Berlin war auch nur, was eben typisch für Berlin ist: Irgendwas nachäffen, was man für Metropole, international und „Diversity“ hält, um dann  wie üblich gar nicht zu merken, daß man sich im eigenen Provinzsaft einkocht wie Muttern Marmelade.

Nee, ich kann den Raab ja nicht ausstehen, bewunder ihn aber zutiefst für das, was der so alles auf die Beine stellt seit Jahren. Aber sowas wie das gestern beim Bundesvision Song Contest hat der echt nicht verdient. Das Bo covert die Münchener Freiheit, ausgerechnet, oder habe ich mich verhört? Geht’s noch? Leute, ihr wart Helden! Und jetzt? Irgendwelche Provinz-Teenies singen ein Lied über Casting Shows, wie witzig, das noch schlechter ist als diese selbst, und ansonsten bleibt Deutschland dumpf.

Zu Guildo Horns Zeiten galt wenigstens noch: Das ist so schlecht, daß es schon wieder gut ist, aber selbst dieser Gestus ist einer Heimeligkeit der Geschmacklosigkeit gewichen. Was eine Dröge.

In sowas soll sich irgendwer integrieren? Bitte nicht. Ich nicht.

Advertisements

Written by momorulez

15. Februar 2008 um 9:05

Veröffentlicht in Baggage, Pop, Rand-Notizen

2 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Da hilft nur noch einer:

    statler

    15. Februar 2008 at 10:55

  2. Sowas hat gestern echt gefehlt … wären da nicht die Sisters aus NRW gewesen, ich hätte an den Untergang des Abendlandes geglaubt …

    momorulez

    15. Februar 2008 at 10:57


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s