shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

„I will always love you“ singt Whitney Houston hier gerade! Aber zu dem Soundtrack hat Kippenberger auch gemalt!

with 19 comments

„Wenn ich ein Gemälde ausstelle, möchte ich es sagen lassen: „Hier bin ich; das ist meine Präsenz, mein Empfinden, mein Selbst. Hier stehe ich, unerbittlich, stolz, lebendig, nackt, furchtlos. Derjenige, dem das mißfällt, sollte sich abwenden, weil ich ihn ansehe. Ich verlange nichts. Ich mache nur geltend, daß ich es vermag, in der Totalität meines So-Seins, das seiner kulturellen Tarnung entkleidet ist, dazustehen, und daß ich es vermag, die eigensüchtigen Menschen, die an mir vorübergehen, ohne Erbitterung, Verlangen oder Furcht anzusehen“.“

Clyfford Still

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Written by momorulez

22. Februar 2008 um 9:13

19 Antworten

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  1. Das kann man ja nicht diskutieren. Wir könnten versuchen, es mit Runge kollidieren zu lassen. The Sublime Is Now! (Newman)
    Mit Velazquez hat diese Haltung natürlich sehr viel zu tun. Velazquez stellt sie in Las Meninas dar. Vielleicht macht er auf seiner abgewandten Staffelei einen vorweggedachten Newman oder Still. Die liebten ihn. Am meisten liebte ihn Ad Reinhardt.

    Im Gegensatz zu Newman war Still politisch ein Konservativer, jedenfalls gab er sich wohl so. De Kooning beschimpfte Reinhardt mit „Sozialist“.

    T. Albert

    22. Februar 2008 at 12:01

  2. „Das kann man ja nicht diskutieren.“

    Nö, ist aber so schön!!!!!!

    Und vor allem paßt es zu diesem Zuschreibungswahn, der allerorten grassiert und den man uns auch gerne immer mal wieder vorwerfen kann, diese Verhedderung zwischen dem Allgemeinen und Besonderen halt.

    „The Sublime is now“

    Was meint der Newman damit?

    Aber die Vorstellung, daß der Velasquez da ’nen vorweggedachten Newman malt, die ist schön 😉 …

    momorulez

    22. Februar 2008 at 12:19

  3. Ja, ist sehr schön. (Ein bisschen nietzeanisch, findste nich?)

    „Und vor allem paßt es zu diesem Zuschreibungswahn, der allerorten grassiert und den man uns auch gerne immer mal wieder vorwerfen kann, diese Verhedderung zwischen dem Allgemeinen und Besonderen halt.“

    Ja, das ist ja das tolle an der New Yorker Schule: dass die so auf dem „Für-sich-sein“, auch des Betrachters, wie Newman das ausdrückte, beharrten. Wie Giacometti hier.

    Was Newman meint? Ich hab mein Buch verliehen, das tourt durch Deutschland. ( Meint er, dass es sich immer ereignet, wir müssen nur aufpassen, um den Moment der Begegnung nicht zu verpassen?)

    T. Albert

    22. Februar 2008 at 12:26

  4. Nachdem mir ein Kollege jetzt erläutert hat, daß „The Sublime“ das Erhabene ist, kann ich mitreden 😉 … ich glaube, er meint wie in diesen großartigen „Be!“-Bildern, daß das Erhabene der Moment selbst ist … was dann ja jene, die auf sie einstachen, sozusagen sogar belegt haben.

    Ist nietzeanisch, ja. „Für-sich-Sein“ ist aber eigentlich Hegel. Und später dann Sartre.

    momorulez

    22. Februar 2008 at 12:32

  5. Ach so, ja, „The Sublime“ ist das Erhabene. Mann, ich dachte, das wär klar. 🙂

    Vom „Für-sich-Sein“ spricht N. iregndwo. Muss ich mal in meinem anderen Buch raussuchen. ich hab das nämlich früher lange nicht richtig kapiert, bis ich wieder auf Moses vor dem Dornbusch stiess, oder König Salomo im Allerheiligsten des Tempels nach dessen Fertigstellung im Gespräch mit dem Ewigen. Aber Moses kannst Du ja nicht leiden. :-()

    T. Albert

    22. Februar 2008 at 12:39

  6. „Aber Moses kannst Du ja nicht leiden. :-()“

    Wie meinen?

    momorulez

    22. Februar 2008 at 13:18

  7. Das beziehe ich auf irgendeine Diskussion mit Che mal, wo es hiess, ohne Moses keine Aufklärung und kein Subjekt, so ähnlich. Da wurdeste bitter böse.

    T. Albert

    22. Februar 2008 at 13:21

  8. Ja, aber doch nicht auf Moses, sondern auf Dich und die Zusammenhänge, die Du herstellst! Ich mag Moses sehr!

    momorulez

    22. Februar 2008 at 17:27

  9. Auf mich böse zu werden, ist ja wohl auch nicht schön. Meine ZUsammenhänge sind immer toll.

    T. Albert

    22. Februar 2008 at 17:34

  10. Na ja, so als Platzhirsch, ich vergaß – der Runge hat doch bestimmt auch Hirsche gemalt, oder?

    momorulez

    22. Februar 2008 at 20:04

  11. Du bist doch auch ein Platzhirsch! Oberplatzhirsch! Jetzt freu Dich doch mal. 🙂
    Ich kenne keinen Hirsch von Runge. Aber das heisst ja nix.
    Ich versprechs Dir: ich diskutier nie wieder den Runge tot.

    T. Albert

    22. Februar 2008 at 20:12

  12. Ich will aber nicht platzen!! Auch als Hirsch nicht!

    momorulez

    23. Februar 2008 at 9:41

  13. Aber mal ganz doof gefragt: Bedeutet „The Sublime is now“ nicht einfach eine Reformulierung der Aura? Das was zurückblickt, wenn man es anblickt?

    lars

    23. Februar 2008 at 15:18

  14. OH!

    Jetzt kommst Du damit. 🙂
    Der Newman ist ja schon mein Lebensproblem, und jetzt muss ich noch mehr drüber nachdenken. Klingt aber schlüssig.

    T. Albert

    23. Februar 2008 at 16:00

  15. Bzgl RAR und USA hatte ich ja auch was zu „The Terrible and the Sublime“ vs. „The Terror and the Sublime“ im Hinterkopf.

    Weiß eben immer noch nicht und kenne auch zu wenig an Kunsttheorie darüber, was an Romantik in der Aura-Konzeption drinsteckt. Aber lässt sich den der Newman als Romantiker lesen?

    lars

    23. Februar 2008 at 16:10

  16. Aber lässt sich den der Newman als Romantiker lesen?

    OHMANN!
    DArf ich mal in mich gehen?

    T. Albert

    23. Februar 2008 at 16:12

  17. Nee, glaube ich nicht. Ich glaube, der meint das Jetzt in seiner erschütternden, ja, eben Erhabenheit – also, wenn man sich auf einläßt., daß es ein Jetzt gibt, dann haut das um, macht Angst, knockt out.

    Aura ist doch eher das Hinzutretende zum Objekt- und Abbild-oder-auch-nicht-Charakter, oder? Also in einem anderen Sinne der Religion entsprungen?

    Lyotard hat da ’nen Text zu geschrieben, übrigens.

    momorulez

    23. Februar 2008 at 16:13

  18. „Nee, glaube ich nicht. Ich glaube, der meint das Jetzt in seiner erschütternden, ja, eben Erhabenheit – also, wenn man sich auf einläßt., daß es ein Jetzt gibt, dann haut das um, macht Angst, knockt out.“

    Aber ist das nicht „The Terrible and the Sublime“ der Romantiker? Der Benjamin hatte aber die Aura auch an der Naturerfahrung angelehnt.

    lars

    23. Februar 2008 at 16:28

  19. Das ist Kant und dieser Andere, Burke, glaube ich. Für Kant ist das Erhabene auch eher auf Naturerfahrungen bezogen, und es ist so unerhört und riesengroß und furchterregend, daß man es nicht in den Begriff bekommt – Gewitter auf See und so meint er, wenn ich mich recht entsinne. Irgendwie kriegt er es aber hin, daß noch als Vernunftbeweis zu deuten.

    Ich finde die Passagen aber auch immens schwierig, ist in der „Kritik der Urteilskraft“. Und Lyotard bezieht das dann auf das „Now“ und „Be!“ von Newman. Und irgendwas fand ich daran plausibel.

    momorulez

    23. Februar 2008 at 17:09


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