shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Zahnlos, Arbeitslos, Wertlos: Schlecht!

with 41 comments

Im Lateinunterricht haben wir gelernt, daß Ochlokratie „Herrschaft der Schlechtesten“ bedeutet und am unteren Teil des Rings wechselnder Staatsformen steht.1. Ich schlage vor, den Art. 20 [Verfassungsgrundsätze] (1) ehrlicherweise wie folgt zu formulieren:

„Die Bundesrepublik Deutschland ist ein ochlokratischer und sozialistischer Staatsbund von Neidhammeln. Proleten wird bei der Besetzung öffentlicher Ämter als sozialen Ausgleichs ihres miesen Charakters der Vorzug gegeben. Über den Nachweis der Proleteneigenschaften entscheidet das Gesunde Volksempfinden. Über die Umbenennung in PRD
entscheidet ein Volksabstimmung nach vollständiger Herstellung der Sozialen Gerechtigkeit
.“

Ich gehe mal davon aus, daß der Herr Karl Stritzinger sich nicht zu den schlechtesten zählt. Sonst könnnte er ja gar nicht so tolle Texte schreiben.

Ich meine, wer will schon Proll sein? Diese grundneidischen, nach den Papierkörben, aus denen sie sich neuerdings ernähren, stinkenden Looser und Opfer, mit denen wird er sich ja nicht gemein machen wollen. Zahnlos, arbeitslos, wertlos. Das Dreiklassenwahlrecht unter Wilhelm Eins und Zwo hatte schon was für sich, insofern sei die Gleichung Kapital = Kompentenz gleichrangig zum Prinzip der Besten-Herrschaft in Verfassungsrang erhoben, so ja die Conclusio des vor Wortwitz und Gedankenreichtum funkelnden Beitrages des Herrn Karl Stritzinger zur Krise der Demokratie.

„Bist ja nur neidisch!“, „Heul doch“, die kaum noch kultivierte Schulhofhaftigkeit des politischen Diskurses aus der rechten Ecke der Blogosphäre erhebt de facto den Schwanzvergleich zu neuen, politischen Ehren. Ich hab den Besten, der Deine ist SCHLECHT!

Wie nennt man das neuerdings? „Evaluierung“? Ersetzen wir also die Parlamente durch Evaluierungskomissionen! Wie, das passiert schon allerorten, Herr Dräger? Na, richtig so. Nur die Besten haben Rechte, weil sie nicht neidisch sind! Worauf auch, gelle? Hähähä …

In den Personalausweis kommt die dann die Einstufung, kennt man ja noch von den Bands aus der DDR, wo auch nur die Besten Auftrittsgenehmigungen erhielten! Und die Puhdys sogar richtig Asche!

Diskussion eröffnet, welche Kriterien das sein könnten: Einkommen, Schwanzgröße, geilstes Weib und geilstes Auto, beste Gene, tollste Universität besucht – wie war das noch in dieser Werbung mit Polaroids? Der Herr Stritzinger hat sie internalisiert Glückwunsch! Gebt ihm die Herrschaft, da er zu den Besten zählt!

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Written by momorulez

28. Februar 2008 um 9:19

41 Antworten

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  1. Vielleicht will er ja gar nicht herrschen?

    „Loser“ wird nach Konvention übrigens mit nur einem „o“ geschrieben.

    David

    28. Februar 2008 at 10:19

  2. Ich bin ja gerne mal unkonventionell, wenn’s um Rechtschreibung geht 😉 …. und natürlich will herrschen, wer gegen „Proleten“ wettert und dem Kapital nach dem Mund redet.

    MomoRules

    28. Februar 2008 at 10:45

  3. Was sagt denn das Kapital, ich kann’s nicht hören.

    David

    28. Februar 2008 at 10:47

  4. Räumt den Sozialschrott aus dem Weg, so, daß er uns nicht stört!

    momorulez

    28. Februar 2008 at 10:47

  5. Genau, er will nur nicht beherrscht werden. Und dieser Zustand ist in Idealform erreicht, wenn seinesgleichen herrschen.

    Dass die Meritomato-, äh Meritokratie viel besser ist als die Alternative, nämlich die brutale, verachteneswerte Herrschaft der Übrigen und der Dummen, darüber sollte es keinen Dissens geben.

    Wo könnten wir stehen, wenn z.B. die Professoren Sinn und Miegel herrschen würden? Kippt das Parlament in den Gulli der Geschichte!

    Hochgeschwindigkeit auf der Datenautobahn! Tod allen Sozialschmarotzern! Wettbewerb und Leistung! Freie Märkte! Freiheit!

    Dr. Dean

    28. Februar 2008 at 10:50

  6. Puh, genauso eifernd wie Stritzinger selbst?

    David

    28. Februar 2008 at 10:53

  7. Ja, der KS schießt da über das Ziel hinaus. Aber andererseits: Über die angebliche Dummheit und Unbeholfenheit des US-Präsidenten darf man sich ja bekanntlich lustig machen, bis einem seine eigene Witzigkeit aus den Ohren rauskommt.

    Wieso darf man sich nicht über Zumutung beschweren, die ein völlig ungebildeter, zu keinem geraden Satz fähiger und von niederen Neidinstinkten getriebener SPD-Vorsitzender darstellt?

    statler

    28. Februar 2008 at 10:55

  8. Im Übrigen meinte ja der Stritzinger mit den Schlechtesten, so wie ich das verstand, nicht die zahnlosen arbeitslosen sondern die politische Klasse. Und wenn ich auch seine Rhetorik etwas befremdlich finde, völlig Unrecht hat er in diesem Sinne ja auch nicht. Oder welche Helden habt Ihr so in der heutigen Politik?

    David

    28. Februar 2008 at 10:57

  9. Das darf man doch. Ich mag den Beck auch nicht. Zudem derartige Sottisen auf Bush hier auch nicht gerade üblich waren, übrigens – aber natürlich ist Obama more sexy 😉 …

    Und es ist schon noch problematischer, „nach unten“ zu treten und mal eben Demokratie ziemlich grundsätzlich in Farge zu stellen, als Herrn Bush linkisch zu finden.

    momorulez

    28. Februar 2008 at 10:59

  10. @David:

    Na, das Rumhacken auf Proleten ist aber schon noch was anderes, als sich darüber zu beklagen, aus was für Leuten sich die politische Klasse zusammensetzt. Zudem man letzteres ja auch selbst ändern könnte.

    momorulez

    28. Februar 2008 at 11:00

  11. Als ich den Text gelesen habe hatte ich ihn ziemlich eindeutig so verstanden, daß mit den Proleten die Poli-Ticker gemeint waren. Wobei ich in diesem Fall die Berechtigung anderer Lesarten auch nicht kategorisch ausschließen kann…

    David

    28. Februar 2008 at 11:04

  12. Ja, stimmt schon, deshalb meinte ich auch, daß er übers Ziel hinaus geschossen ist. Immerhin haben die gleichen Regeln, die jetzt Kurt Beck nach oben gespült haben, auch mal Helmut Schmidt zum SPD-Vorsitzenden und Bundeskanzler gemacht.

    Sinkende Standards in der politischen Klasse betreffen außerdem alle Parteien, auch die, die angeblich den Anspruch haben, das gebildete Bürgertum zu vertreten. Und soweit ich weiß hatten Jürgen Möllemann oder Walter Leisler Kiep keine Elektrikerlehren gemacht — das half dann aber auch nicht.

    statler

    28. Februar 2008 at 11:40

  13. Es ist auf gut funktionierenden Märkten (also eine intensive & faire Konkurrenz der Anbieter) so, dass der Kunde u.a. zwischen dem „Bush-Produkt“ und dem „Beck-Produkt“ frei wählen kann – diese Produkte kann er in den Auslagen im Regal betrachten , verspotten, verachten, ablehnen – und am Ende wählt er die für sich bessere Alternative.

    Es ist aber eben die Wahlmöglichkeit selbst (neben dem Verfügen über Information), an der die ganze Sache hängt.

    Anders gesagt: Es ist dankenswerter Weise der angeblich verwahrloste „Ochlokrat und Neidhammel„, welcher den Prozess lenkt. Das spricht nicht gegen diesen Prozess, sondern für ihn.

    Dr. Dean

    28. Februar 2008 at 13:16

  14. @Statler:

    „Sinkende Standards in der politischen Klasse betreffen außerdem alle Parteien, auch die, die angeblich den Anspruch haben, das gebildete Bürgertum zu vertreten.“

    Ja, in der Tat! Das liegt aber neben instituionellem Unsinn schon auch an dem Image, das Politik hat. Und dazu haben neben den Protagonisten selbst auch viele andere schuld. Hattest Du nicht sogar mal mehr Kohle für Abgeordnete vogeschlagen? Das fand ich damals ziemlich richtig!

    @Dean:

    Das Problem ist schon auch die Produktpalette, glaube ich, und die fehlenden Investitionen in deren Entwicklung 😉 ….

    MomoRules

    28. Februar 2008 at 15:12

  15. Ja, ich würde den Job des Abgeordneten finanziell wesentlich attraktiver, aber institutionell wesentlich restriktiver gestalten. Was vor allem Amtszeitbeschränkungen beinhalten würde — wenn niemand länger als zwei Legislaturperioden im Parlament (oder in der Regierung) sitzen dürfte, dann würde uns eine bestimmte Sorte von Karrieristen in der Politik wahrscheinlich erspart bleiben. Im Gegenzug können die Leute dann auch gerne nach zwei Amtszeiten finanziell ausgesorgt haben, das könnten wir uns leisten.

    statler

    28. Februar 2008 at 16:53

  16. An den Eintrag dazu erinnere ich mich. Finde ich völlig richtig.

    momorulez

    28. Februar 2008 at 16:57

  17. „(…) Das feine, eher durchgeistigte, ästhetisch ansehnliche Gesicht des Erbprinzen und die augenscheinlich feiste, durch maßloses Übergewicht aufgedunsene Physiognomie des SPD-Vorsitzenden mit seinen kleinen Schweinsaugen zeigen schon rein optisch den Unterschied in der Staatsauffassung der Vertreter beider Länder.(…)“

    DAS find ich noch viel superer. Das Wort „Staatsauffassung“ im ganzen Zusammenhang lässt auf Bildung und Intelligenz des Autors schliessen.

    T. Albert

    28. Februar 2008 at 19:21

  18. Du bist aber einer – ich hab mich nicht getraut den supergeilen Absatz hier anzuführen. Danke.

    Die Kommentare find ich übrigens auch nicht schlecht:

    „Tja, was will man von einem Elektriker, der ueber die Gewerkschaft nach oben gekommen ist, denn erwarten?

    Klar ist es schoen und wichtig, dass Herkunft nicht ueber das ganze Leben entscheidet und sich jeder hocharbeiten kann und darf. Aber das fuehrt dann auch dazu, dass ein ungehobelter, unrasierter Mensch Kanzlerkandidat werden darf.“

    balou

    28. Februar 2008 at 20:02

  19. Huch? Wo habt ihr das denn her? Auch drüben bei F.M.R.? Habe ich schon wieder was überlesen?

    Balou, Du siehst auf einmal ganz anders aus 😉 …

    momorulez

    28. Februar 2008 at 20:23

  20. Ja, ist doch wahr – man erträgt diesen geistig subproletarischen Schwachsinn ja kaum noch.
    Die ganze Lateinschule hat nichts genützt. Aus dem Besseren ist nichts Gutes geworden.

    Ganz nebenbei fühle ich mich mittlerweile irgendwie bemüssigt, mal darauf hinzuweisen, dass wir in der Schweiz hier echt auch Steuern zahlen. Wenn wir das versäumen, dann können wir bestraft werden. Langsam geht einem das hier auf die Nerven, ich kenne manche, denen das mächtig auf die Nerven zu gehen beginnt, wie sich manche Deutsche als Freiheitskämpfer gegen ihren Staat gerieren, weil sie hier Gesetzgebungen und Strukturen ausnutzen, die keineswegs unumstritten sind.

    T. Albert

    28. Februar 2008 at 20:27

  21. @momorulez

    Das ist der Absatz vor dem von Dir zitierten.

    T. Albert

    28. Februar 2008 at 20:29

  22. Siehste mal, das kommt davon, wenn man an Tagen wie diesen morgens mal schnell was raushaut – das mit den Schweinsaugen, da bin ich heute morgen glatt drüber hinweggeglitten. Unglaublich. Also, sowohl der Text, als auch, daß ich den Knüller nicht lieber gleich zitiert habe.

    momorulez

    28. Februar 2008 at 20:29

  23. is schon gut momo, war mit Sicherheit so ne Art Selbstschutz, irgendwann klinkt sich das Gehirn aus wenn es zuviel wird.

    “ so anders aus“ schon seltsam dass es den popeligen Mais in so vielen Farben gibt (noch gibt), ganz ohne anzumalen.

    balou

    28. Februar 2008 at 20:32

  24. Zum Staatsverständnis fällt mir gerade der Eklat in Liechtenstein zwischen Fürst und Teilen der Untertanenschaft im Jahre 2003 ein, als es um die Verfassung ging, und der Fürst bei Ablehnung seiner Vorschläge damit drohte, ins Exil zu gehen. ( Kann man sehen wie man will. )
    Dazu steht sogar was bei Wikipedia : http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_des_Fürstentums_Liechtenstein

    Was soll ich nun auf das Staatsverständnis des Schwätzers Strietzinger schliessen?

    T. Albert

    28. Februar 2008 at 20:57

  25. Der Landesfürst kann den Landtag nun jederzeit „aus erheblichen Gründen“ auflösen und mittels Notverordnungen regieren.

    Schätze mal dieses Ermächtigungsgesetz auf Vorrat ist in den Augen der Antisozialen nur dann zu kritisieren wenn es nicht innerhalb der eigenen Eliten liegt.

    Damit fällt Lichtenstein weit hinter Venezuela zurück und bremst kurz vor Kuba.

    balou

    28. Februar 2008 at 21:08

  26. hm, ich dachte, der Kollege meint das sarkastisch, satirisch.

    Falls das alles ganz ernst gemeint ist, … holla die Waldfee.

    Luclog war auch das mit der vergleichenden Physiognomie besonders negativ aufgefallen.

    NUB

    28. Februar 2008 at 21:29

  27. balou, Lichtenstein gibt es auch. Viel näher als Kuba und Venezuela. 😉

    NUB

    28. Februar 2008 at 21:42

  28. Proleten sind doch die, die nichts als ihre Arbeitskraft zur Lebensführung zur Verfügung haben. Heutzutage noch ihre Solidarität. Warum ist der neidisch auf die? Weil die sich nicht zu allem zwingen lassen und sich nicht so dumm verkaufen lassen, wie Profiteure das gerne hätten?

    Schön ist heute diesem Neidhammel zuzurufen: Geh doch nach drüben. Hyperkapitalistische Staaten gibt es ja genug

    Ansonsten: Blaumannstolz,Kollege,mach meinen Kumpel nich an!

    nexuslex

    28. Februar 2008 at 22:28

  29. Was ist schlimm daran, Proll zu sein? Ich musste mich in meinem Umfeld ein Jahrzehnt lang dafür rechtfertigen, dass ich der Mittelschicht entstamme und nicht die Meriten einer proletarischen Herkunft habe. So ein „Wir verzeihen Dir Deine Schwächen im Sozialverhalten, das liegt an Deiner bürgerlichen Herkunft“ hängt mir bis heute nach. Insofern, gerade weil ich nicht selbst dazu gehöre bekenne ich mich zu „Say it loud, working class and proud!“

    che2001

    29. Februar 2008 at 7:57

  30. Ja, der Herr Strietzinger findet eben Fürsten besser und schöner als Elektriker.
    Der hat sich als Mittelschichtler für gottgegebene Intelligenz der Höheren entschieden. Auch ein Klassenstandpunkt, wenn man so will.

    T. Albert

    29. Februar 2008 at 9:26

  31. Der Kreis um Bodo Wünsch, so genannte „Libertäre“ haben sehr merkwürdige Ansichten über den Staat, z.B. dass er lediglich das Privateigentum zu schützen habe. Für mich ist dieses Lager den Faschisten genauso nah wie die NPD und die massiv sozialdarwinistische Tendenz dort ekelt mich einfach nur an.

    Perspektive2010

    29. Februar 2008 at 13:16

  32. „Tatsächlich ist die Demokratie ein reiner Sentimentalismus, der auf der Sehnsucht nach Selbstherrschaft beruht, während die Monarchie rational viel leichter zu begründen und zu verteidigen ist. Dafür gibt es eine Reihe von Argumenten, wobei wir hier nur drei erwähnen wollen: der Monarch wird von Kindheit an auf seinen Beruf vorbereitet. Er ist also nicht der reine Amateur, wie es in der Regel der Politiker ist. Unter den Präsidenten der Vereinigten Staaten seit 1945 finden wir Herrenmodeartikel-Verkäufer, Erdnußfarmer, Filmschauspieler, Rechtsanwälte, Großbauern, zwei Präsidenten mit krimineller Vergangenheit und drei mit kriminellen Handlungen während ihrer Amtszeit. Ein weiterer Vorzug der Monarchie ist die Permanenz, während die demokratische Republik den steten Wechsel programmatisch bejaht. Ein dritter ist der Umstand, daß Monarchen weniger vom Größenwahn erfaßt werden als der Common Man, der nach steiler Karriere und riesigem Anfangserfolg glaubt, er wäre ein von Gott begnadetes Genie. Der Monarch weiß nur zu gut, daß er, einige hundert Meter vom Palast geboren, der Sohn eines Schneiders oder Schusters gewesen wäre. „Es gibt kein Schwert, das schärffer schiert, als wenn der Paur zum Herren wird!“ ist ein Sprichwort aus dem 16.Jahrhundert.

    Dieser Sachverhalt wird in einem ausgezeichneten Essay von H. H. Hoppe „Time Preference, Government and the Process of De-Civilization – from Monarchy to Democracy“ (Journal des Économistes et des Études Humaines, Juni-September 1994, S. 319-351) eingehend beleuchtet. Dieser Professor der Universität von Nevada geht hier interessanterweise von wirtschaftlichen Faktoren aus und sieht in der Demokratie – im wahren Sinne des Wortes – einen Infantilismus. Er argumentiert, daß das Kind alles Gewünschte sofort haben möchte, während Erwachsene bedeutend geduldiger sind und sich damit begnügen, das Ersehnte später im Leben zu bekommen. Monarchen hingegen denken dynastisch nicht nur an sich, sondern an Kinder und Enkel. Sie verfassen sogar politische Testamente, doch Parlamente und politische Parteien bestehen auf einer Sofortlieferung. Sie stehen ja unter „Wahldruck“. Das Resultat ist eine geschichtsfeindliche gegenwartsverbundene „Kinderei“.“

    Aus Erik Ritter von Kuehnelt-Leddihn: „Demokratie – eine Analyse“, Graz 1996

    Carsten

    29. Februar 2008 at 13:44

  33. Ich laß diese Ausflüge des Herrn Hoppe ins Reich der Fantasy mal stehen, einfach, weil sie für sich sprechen – diesen seltsame, ressentimentgesättigte Ritterroman, der ja im wesentlich daraus besteht, daß Herr Hoppe sich sehr darüber ärgerte, daß richtige Universitäten so einen nicht bei sich lehren lassen würden, den habe ich, glaube ich, sogar mal gelesen.

    Insofern handelt es sich bei der Diagnostik des Infantilen wohl eher um eine pathische Projektion, anders kann man diesen Unsinn nicht rechtfertigen als über die Emphatie einer offenkundig recht verzweifelten Seele gegenüber … wo kein Argument ist, sondern Grimmsches Märchen, kann man auch nur narrativ dagegenhalten.

    momorulez

    29. Februar 2008 at 15:08

  34. Erik Ritter von Kuehnelt-Leddihn? Ist das nicht diese faschistoide neurechte Schnapsnase, die auch Leuten wie Bodo Wünsch und Karl Stritzinger zu doof ist?

    Der Monarch wird von Kindheit an auf seinen Beruf vorbereitet.

    Was – so betrachtet – für das berühmte indische Kastensystem spräche.

    Also, unseren Liebhabern des Sozialdarwinismus am rechtslibertären Blogufer kann man ja nun manches vorhalten, aber doch nicht sowas!

    Es zeigt sich aber ganz hübsch, wo man schnell hingelangt, wenn man sich – zur Verteidigung „des“ Eigentums – ins demokratieskeptische Fahrwasser gelangt.

    (nebenbei: es wundert mich, dass die rechtslibertären Blogger Larry Kudlow noch nicht entdeckt haben)

    Dr. Dean

    29. Februar 2008 at 16:17

  35. äh – statt „gelangt“ bitte „begibt„.

    Dr. Dean

    29. Februar 2008 at 16:18

  36. Bring die nicht noch auf Ideen, dann können sie auch gleich David Duke nehmen. Bisher manövrieren sich einige mit Bastiat ja gerade köstlich in die historische Irrelevanz.

    che2001

    29. Februar 2008 at 18:38

  37. Lieber liefern ich denen einen Larry*, als dass ich zunehmend Mitleidsgefühle entwickele, weil sie (u.a. Bodo W.) immer wieder blind in die demokratiefeindliche Jauche der sogenannten konservativen Revolution hineinwaten.

    * Statler: Larry müsste doch für viele von euch sehr okay sein, oder?

    Dr. Dean

    29. Februar 2008 at 20:34

  38. Verwechsle aber bitte den Statler, der ja durchaus dialogbereit und wandlungsfähig ist, nicht mit seiner Fankurve. Oh weia, schon wieder ist der eigentliche Linksaußen der Versteher 😉

    che2001

    29. Februar 2008 at 23:09

  39. NUB

    1. März 2008 at 8:33

  40. Tja, da ist im Gegensatz der Dauerthread http://che2001.blogger.de/stories/1050225/#comments zum gleichen Thema eine zwar von zu wenigen geführte Diskussion, aber auf basis ernsthafter materialistischer Überlegungen, was für ökonomische Interessen im Jugoslawien-Konflikt eine Rolle spielten, und vor allem: Mit historischem Background.

    che2001

    1. März 2008 at 11:16

  41. Ich bin da aber auch Versteher in diesem Fall!

    momorulez

    1. März 2008 at 11:17


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