shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Archive for März 2008

„SZ:Das sagen die Psychoanalytiker seit hundert Jahren.“

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Written by momorulez

31. März 2008 at 8:01

Veröffentlicht in Ökonomie

Statistik

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Statistisch sind in Los Angeles mehr schwarze Männer zwischen 20 und 30 im Gefängnis als auf dem College. In Liverpool-Toxsteth liegt die Arbeitslosenquote bei 60%. In Guariba, Brasilien, protestieren die Bojas Frias (Kalte Töpfe) gegen die Arbeitsbedingungen der Landarbeiter. Ihre Forderung: Bewaffnung der Kleinbauern  zur Selbstverteidigung gegen Spekulanten.

Die Pipeline des Leidens

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In der aktuellen Ausgabe von mare ist die Titelstory ein Bericht über die Menschen, die entlang der Transkaukasischen Pipeline leben. Mit der Pipelinetrasse wurden sie entrechtet, enteignet, drangsaliert und gedemütigt. Es regt sich kein Widerstand, weil sie schon zerbrochen sind. Wenige nur bekamen eine Entschädigung für die Enteignung ihres Landes für den Trassenbau, der Boden wird durch austretendes Öl verpestet, Soldaten und angeheuerte Gunboys bewachen die Trasse und terrorisieren die Anwohner. Dabei geben die Ölfelder von Baku nur einen Bruchteil von dem her, was beim Bau prognostiziert wurde -eine weitere Spekulationsblase. Zitate: „Es ist sicheres Öl, das durch die Pipeline rauscht. Weder Mullahs noch Putin können den Hahn abdrehen. – Konul Mamedowa lebt in Sangachal, nicht weit von den Ölfeldern von Baku. Sie will singen für ein anderes Leben. Sie wäre so gern Aserbeidschans neuer Superstar. – Mehman Gasanow musste sein Grundstück an die Pipeline abtreten. Geld bekam er keines dafür – und bisher auch keine Antwort vom Europäischen Gerichtshof. – Die Männer von Bibi-Heybat fischen im Trüben. Längst ist das Kaspische Meer verpestet von dem Öl, das der Westen so dringend braucht. – Ein geopolitisches Symbol wird bewacht von einem Polizisten, der mit krummem Rücken  auf seinem Pferd sitzt. –  Nikolas Gogoladse sitzt vor seinem zerstörten Haus in Dgwali. Bei jedem Schritt bewegt sich der Fußboden in seinem Haus. –  Nur wenn die Menschen Hochzeit feiern, kommt Glanz in  das verarmte Dorf von Djandarski. Entschädigung für ihr Land haben die Meisten hier nicht bekommen.  – In den Dörfern geht die Angst um. Was ist, fragen die Menschen, wenn die Pipeline eines Tages explodiert? – Die Leute im Dorf zeigen mit Fingern auf die, die etwas bekommen haben. – Die Amerikaner setzten sich mit ihrer Idee der Streckenführung durch. Strategie war wichtiger als die Natur. – Die Pipeline führt durch unwegsames Land. Sie überwindet Gebirge, durchquert Nationalparks und windet sich durch erdbebengefährdetes Gebiet“

Imperialismus 2.0

Written by che2001

30. März 2008 at 22:23

Tata rules

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Dass mit Jaguar und Landrover jetzt ausgerechnet zwei Automarken, die sehr stark mit dem Prestige des späten British Empire bzw. Commonwealth identifiziert wurden in INDISCHEN Händen sind ist irgendwie lustig, oder?

Written by che2001

30. März 2008 at 18:21

Die politische Damenmode

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Ich fahre ja ab auf Frauenbeine in hohen Stiefeln und kurzen Röcken, insbesondere auf das Riotgirl-Outfit, zu dessen Vertreterinnen die hochgeschätzte Netbitch zählt. Gleichzeitig bin ich ein Vertreter absoluter Gleichheit der Geschlechter, d.h. nicht nur Gleichberechtigung, sondern auch Gleichstellung. In der Bergsteiger-und Kampfsort-Welt, die ja auch Teil meiner Lebenswirklichkeit ist, legen Frauen genauso Hand an wie Männer, und solange es technisch noch ging, das eigene auto alleine zu reparieren, taten das dort halt auch Frauen. In der linken Szene, wie ich sie erlebt habe, war hingegen Unisex-Outfit angesagt, hohe Damenstiefel galten, wenn das keine DrMartens oder Springerstiefel, sondern echte Damenstiefel waren als Sexistenschuhzeug. Gleichzeitig wurde gerade die Geschlechterdifferenz immer sehr betont. Zwar waren alle Szenefrauen Feministinnen, und moralisch gesehen war die Szene frauendominiert, aber eine dekonstruktivistische Sichtweise war kaum verbreitet, die Gendervorstellungen hatten so, wie sie mit Inhalt gefüllt wurden, eher etwas tendenziell biologistisches. Wie bringt man das zusammen? Ein auf Frauen mit stark körperbetontem, tendenziell gerne auch schon leicht nuttigem Outfit abfahrender Gegner jeglicher Geschlechtsrollenfixierung und eine die Gleichheit via Bekleidungsmode hochhaltende Politszene, die jenseits der Differenz nicht denken will?

Written by che2001

30. März 2008 at 15:29

Das Haus vergisst nichts

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Als ich kürzlich bei meinen Eltern war, fragte ich meine Mutter nach dem Namen eines Gastwirtes, bei dem wir in den 70er Jahren viel gegessen hatten und der mir entfallen war. Sie wusste ihn auch nicht mehr, sah dann aber in ihrer Zuckerwürfel-Dose nach, in der die in farbiges Papier mit Name und Adresse eingeschlagenen Würfelzucker der von unserer Familie besuchten Hotels, Kneipen, Gaststätten, Krankenhäuser und Airlines aufbewahrt werden. 40 Jahre, archiviert in Zuckerwürfeln.

Written by che2001

30. März 2008 at 14:40

Kulturgüter

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Was passiert, wenn niemand mehr den Fuchsschwanz an der Antenne, den Wackeldackel und die wollumhäkelte Klorolle auf der Hutablage kennt, niemand mehr weiß, was Zwischengasgeben ist und der Doppelvergaser für einen besonders schlimmen Naziverbrecher gehalten wird? Wenn man nicht mehr weiß, was Schokacola, Hallo Wach und Ahoi Brause sind, aber wo es Speed zu kaufen gibt?  was, es ist schon so weit?

Written by che2001

30. März 2008 at 10:53