shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Noch so’n Erbe Mielkes!

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Jetzt ist der Sozialismus also mitten in’s Herz der FDP vorgedrungen:

„Viele Liberale hätten „geradezu Angst, das Wort Solidarität in den Mund zu nehmen“, beklagt er. Dabei sei Solidarität „ein urliberaler Gedanke in seinem ursprünglichen Sinn: Der Starke hilft dem Schwachen.“ Rösler moniert, dass die FDP kaum präsent sei, wenn es um den „Zusammenhalt als Grundlage unserer Gesellschaft“ gehe.“

Dabei gehören die Schwachen doch ausgemerzt, auch wenn die Staazis uns daran hindern wollen. Es sollte doch lieber heißen: Niemand hat die Absicht, einen Sozialstaat zu errichten! Alles andere ist Wortbruch. Und wer schwach ist, sollte einfach mehr trainieren, ha! Und wer Andere lieb hat, ist eh ein Mielke!

Im Ernst: Recht hat er ja, es gibt ein wechselseitiges Bedingungsverhältnis von Solidarität und Freiheit.
Schade nur diese etwas seltsame Begründung, die Solidarität als Strategie behauptet:

„Die FDP müsse erkennen, dass sich die gesellschaftliche Emotionalität heute von der Mitte der neunziger Jahre unterscheide. Die Aufbruchstimmung sei mit dem Platzen der Börsenblase verlorengegangen. „

Dabei geht’s doch aktuell eher darum, mal wieder Aufbruchstimmung aus Solidarität zu gewinnen – jenseits der Börsenlogik.  Vorwärts und nicht vergessen, wohin die Reise geht …

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Written by momorulez

6. März 2008 um 8:56

Veröffentlicht in Aufklärung?, Ökonomie, die Moral, Links?

6 Antworten

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  1. Wenn ich die erz“liberalen“ Argumentationen richtig verstanden habe, dann gibt es wegen dem Sozialstaat nicht genügend Solidarität. Damit es also zur allgemeinen Solidarität kommt, müsse man zunächst den Sozialstaat auflösen.

    Und schwupps! Schon gibt es Solidarität.

    Insofern ist die FDP überaus konsequent, wenn ihre Vertreter im Fall von Jugendgewalt bevorzugt auf „mehr Härte“ setzen an Stelle eines „Kuschelkurses mit kriminellen Jugendlichen“, wenn die FDP kein Ernst zu nehmendes Sozialprogramm hat, und einfach mal meint – ohne jegliche Berechnungsgrundlage -, dass man mit einer „Grundsicherung“ alle sozialen Probleme gelöst hätte inkl. der Arbeitslosigkeit.

    Mit anderen Worten, die sogenannten liberalen Konzepte sehen den Sozialstaat einerseits als Hort allen Bösen, andererseits als problemlos ersetzbar durch primitivste politische Rezepte, welche jeglichen Finanzierungshorizont sprengen.

    (Eine Randgruppenpartei halt)

    Dr. Dean

    6. März 2008 at 11:32

  2. Ich mag Randgruppen!

    momorulez

    6. März 2008 at 11:56

  3. Ich auch. Aber man kann keinen Staat aus einer ausschließlichen Randgruppenperspektive vernünftig regieren.

    Dr. Dean

    6. März 2008 at 12:00

  4. Wieso, genau das haben wir doch aktuell 😉 …

    momorulez

    6. März 2008 at 12:06

  5. Fast immer sind Staaten aus einer ausschließlichen Randgruppenperspektive regiert worden. Welches soziale Spektrum drückte sich denn in Louis XIV. oder dem gottgleichen Himmelssohn auf dem Drachenthron aus?

    che2001

    6. März 2008 at 16:00

  6. Deswegen wurde ja auch fast nie vernuenftig regiert.

    earnest

    7. März 2008 at 10:18


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