shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Der Quoten-Schwarze!

with 14 comments

„Wäre US-Präsidentschaftsbewerber Obama ein weißer Mann oder auch eine Frau – er hätte es nie so weit gebracht. Mit dieser provokanten These sorgt eine Beraterin seiner Rivalin Clinton für den neuesten Eklat im Vorwahlkampf.“

Na, und Hillary ist ja auch nur Quoten-Frau, die sich als Gouverneurs- und Präsidenten-Gattin sozusagen hochgevögelt hat, oder was? Und Frau Ypsilanti glaubt doch tatsächlich,  ihre Ehe mit einem Griechen würde sie zu irgendwas qualifizieren?

Da qualifiziert über Jahrhunderte weiß und männlich zu allem Möglichen, zum Papst ja heute noch, und dann kommt ausgerechnet ’ne Frau um die Ecke und haut auf jene Kacke, die auch ihrereins seit Jahrzehnten um die Ohren fliegt …

Zum Hintergrund ist auch dieses interessant:

„In den letzten Fernsehdiskussionen versuchte Clinton, ihren Attacken die Spitze zu nehmen, indem sie darauf hinwies, wie schön es doch sei, dass man jetzt schon wisse, entweder eine Frau oder eine Schwarzer werde Kandidat der Demokratischen Partei werden. Obamas eisiges Schweigen in dieser Hinsicht zeigte nicht nur, dass er das Verhältnis von Rasse und Gender für sehr viel weniger symmetrisch hält, sondern auch, dass er die Fragen der Wiedergutmachung grundsätzlich nicht in den Wahlkampf einbringen will.“

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14 Antworten

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  1. Wie wäre es denn mit Jennifer Lopez als Präsidentschaftskandidatin? Sie ist Frau, Latina, und sie sieht viel besser aus 😉

    che2001

    12. März 2008 at 14:07

  2. Die unterschwelligen Angriffe gegen Obama sind rassistisch. Ich habe mir für diese Feststellung schon viel Schelte anhören müssen (z.B. von Zettel, der das Aussprechen des Evidenten für „diffamierend“ hält) aber ich habe als Kenner der rechten Szene da ein feineres Sensorium, wenn auf Stereotype angespielt wird. Clinton goes Schönhuber!

    DDH

    12. März 2008 at 14:43

  3. @DHH:

    Ja, sehe ich auch so, und daß gerade Zettel da opponiert, das verwundert wenig. Und daß die Diffamierenden das dann bei allen anderen wittern, das Diffamieren, ist so erstaunlich auch nicht.

    Zudem eben, solange „Race“ als soziale Realität eine Rolle spielt, dies auch im Falle Obamas eine solche spielt – aber ja nun gerade bei ihm, um das perspektivisch aufzulösen, und ich finde, er macht genau das sehr gut.

    @Che:

    Ich finde, Obama sieht besser aus als Jennifer Lopez!

    momorulez

    12. März 2008 at 15:10

  4. Die mediale Sensation ist ja das Nichtalltägliche. Und es ist eben nicht alltäglich, dass eine weiße Frau und ein Schwarzer Mann um die Präsidentschaft kämpfen. (w-S Konnotation nach Noah Sow 😉

    Die Medien sind es auch, die diesen Umstand so langlebig zelebrieren, ihn belasten und in den boulevardesken Vordergrund rücken, bis er alles andere überlagert. Das ist dann der Zeitpunkt, an dem sich die Menschen in den USA „yet another vietnam veteran“ wünschen. Weiß und männlich. Normal Uramerikanisch halt.

    Eine Strategie kann man da schon erkennen, wenn man ein Schelm ist.

    ring2

    12. März 2008 at 15:21

  5. „Ich finde, Obama sieht besser aus als Jennifer Lopez!“

    Is so! 🙂

    DDH

    12. März 2008 at 17:50

  6. @Ring2:

    Glaube ich in diesem Fall nicht. Obama ist zu guter Pop, als daß er sich so verbrauchen ließe.

    momorulez

    12. März 2008 at 18:10

  7. @momo: das hat er nicht zu entscheiden.
    Schon gar nicht als POP-Ikone!
    (Frag mal Marylin Monroe oder Amy Winehouse)

    ring2

    12. März 2008 at 19:07

  8. Meinste, der Obama nimmt den Weg von Amy Winehouse? 😀

    momorulez

    12. März 2008 at 19:12

  9. Die Medien würden sich überschlagen vor Freude.
    Das menschliche Drama „Sucht“ macht ja sogar diese Seite von George W. Bush poppig.

    ring2

    12. März 2008 at 19:22

  10. Geraldino Ferraro ist ein wundersames Beispiel für den Typus einer angry white woman, leider mannigfaltig durchsetzt mit fragwürdigen Polit-Attitüden und zugleich ist sie erkennbar ein Opfer der politischen Verhältnisse, gegen die sie sich in ihrer politischen Laufbahn zur Wehr gesetzt hat.

    Was Geraldino Ferraro äußert, ist größtenteils arroganter, absurder Schrott – sie zeigt auch, in welche Abgründe man rutschen kann, wenn man den Sinn für Verhältnismäßigkeit und Abwägung verliert im vermeintlichen Kampf für das Gerechte.

    Es verblüfft mich immer wieder aufs Neue, was passiert, wenn eine exzessive Opferhaltung mit aggressiver Arroganz verbunden wird. Politstrategisch sind die Bemerkungen von Ferraro allerdings ein großer Gewinn für die Clinton-Kampagne, weil sie in Pennsylvania dabei helfen, den konkurrierenden Kandidaten zum „schwarzen Kandidaten“ bzw. „Kandidaten der Schwarzen“ umzumalen. Denn einen „black candidate“ werden die mehrheitlich weißen Wähler in Pennsylvania nicht wählen.

    Doch der gleiche Rassismus, welcher der Clinton-Kampagne in Pennsylvania nutzen wird, wird auf Hillary Clinton zurückfallen, nachdem sie sich mit Tricks* die Nominierung gesichert hat. Es ist nicht anzunehmen, dass HRC – nach derartigen Entgleisungen ihrer Unterstützer – sonderlich viele schwarze Stimmen erhalten würde, wenn sie gegen McCain zur Wahl steht.

    * (HRC hat in einem aktuellen Newsweek-Interview bereits dazu aufgerufen bzw. es gerechtfertigt, die „völlig unabhängigen“ pledged delegates von Obama ins Visier zu nehmen – um ihm auf diese Weise seinen Vorsprung an Wähler- und Delegiertenstimmen wieder zu entreißen)

    Dr. Dean

    13. März 2008 at 12:45

  11. Diese Frau ist einfach nur widerlich. Und das ist kein Chauvi-Spruch, denn viele Frauen sehen es ähnlich!

    Ich verabscheue ja wirklich diesen Kriegs- held(?) oder doch eher – verbrecher (?) McCain – aber sollte Clinton mit dieser schmutzigen Nummer sich die Nominierung ergaunern, dann würde sogar ich als libertärer (der eigentlich zur Wahlenthaltung aufrufen müßte) Non-Interventionist (der eigentlich zur Wahl von Ron Paul allenfalls aufrufen dürfte) und Kulturprogressiver (der normalerweise zur Wahl der DEMs nur aufrufen könnte) zu McCains Wahl aufrufen, um sie zu bestrafen. Ich müßte also 3 mal über meinen Schatten springen! Aber das wär’s wert! Die Clinton ist so dermaßen unterirdisch und charakterlich von allen Kandidaten am ungeeigntesten, ins Oval Office einzuziehen, daß ich dann zu jeder Schandtat bereit wäre!

    DDH

    13. März 2008 at 16:22

  12. Das hier ist gut:

    und das hier spricht ebenfalls Bände:

    Noah

    14. April 2008 at 16:27

  13. Ja, besonders das zweite. Uuuups! Wahrscheinlich sollte ich anfangen, Selbstmitleid zu kriegen, weil ich weder Ausländervertreter noch Quotenfrau werden kann. A propos, die Tatsache, dass alle Ausländerbeauftragten in Deutschland Deutsche sind ist so, als ob Männer Frauenbeauftragte seien. von „feministischer“ Seite wurde mir mal geantwortet, das könne man nicht vegleichen. Frau sein war da schließlich das ganze Programm….

    che2001

    14. April 2008 at 18:48


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