shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

„*muhahahaaa*“ – wie man Figuren charakterisiert und was man mitliest

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Gab ja mal Goethe. Der folgte formalen Idealen,  tradierten Sprachrhythmen und Versformen, wenn er Figuren auf die Bühne stellte – da sprangen Chiron und Not und Sorge über die Bretter, die die Welt bedeuten. Zumindest dann, wenn „Faust 2“ aufgeführt worden wäre. So spräche kein Mensch im realen Leben, wie der Faust das tut. Und das war auch gar nicht Intention, den so sprechen zu lassen. Auch die multiplen Gestalten, sie verkörperten eher Ideeen denn Personen, und auch das war durchaus so gewollt.

Dann gingen die Jahrhunderte in’s Land, und zu den prägenden Erlebnissen meiner Schulzeit gehörte es, als ein vollbärtiger Deutschlehrer uns „Die Taxifahrerein“ aufnötigte, einen ziemlich scheußlich geschriebenes, naturalistisches Quasi-Tagebuch aus der rororo-Reihe „Neue Frau“.

Ich vermute mal, den einen oder anderen durchzuckt es jetzt, als würde Eis auf Karies treffen, dieses Milieu der vollbärtigen Deutschlehrer war ja schon so eine Klasse für sich. In der Inbrunst von jemandem, der mit 17 ernsthaft glaubte, angehender Literat zu sein, echauffierte ich mich maßlos über „Die Taxifahrerin“: Da würde ja nix kultiviert, alles einfach so hingeklatscht, das sei doch kein Umgang mit Sprache, und wer einfach nur Abbilder schaffe, solle doch lieber gleich universitäre Sozialstudien betreiben, anstatt einfach mitzuschreiben, was irgendso eine Pariserin gerade denkt.

Diese Spannung zwischen Goethe und „Die Taxifahrerin“  wird wohl ewig in der Literatur, aber auch dem Journalismus und der bildenden Kunst, erhalten bleiben. Spannend finde ich zumeist die Zwischenstufen: Ein Van Gogh, ein Cézanne, der frühe Picasso – da, wo Weltbezug erhalten bleibt und doch ganz eigene Formen diesen selbst reflektieren, indem sie Emotion, das Artifizielle oder auch das Medium als solches im Werk mit thematisieren.

Z .B. Tschechow, ich bin da gerade frisch verliebt: Wie filigran und virtuos dieser die sozialen Konstellationen im Rußland der vorletzten Jahrhundertwende modelliert, überzeichnet und so transzendiert zum Menschlich-Allzumenschlichen, das ist atemberaubend.

Fast eine Typologie der soziologischen Positionen läßt sich den Stücken entnehmen – verarmter Landadel, schlapp und weinerlich gewordenes Bildungsbürgertum, sich langweilende Militärs, die nie in ihrem Leben wirklich gearbeitet haben. Ehemalige Leibeigene, die entweder als Neureiche ihren ehemaligen Herrschaften die Obstbäume unter dem Arsch wegsteigern – oder die über das „Jahr der Katastrophe“ lamentieren, und das ist jenes, in dem die Leibeigenschaft abgeschafft wurde und die festgefügte Ordnung, die ihr Leben zusammenhielt, in sich zusammenfiel.

Tschechow bekommt immer eine Wendung hin, die die Figur charakterisiert und über das Klischee hinaushebt: Jener Neureiche, der den berühmten „Kirschgarten“ erwirbt, er wuselt immer noch um jene herum, denen er einst gehörte, devot und sich an ihnen orientierend – ihr Status, ihr Lifestyle, ihre „Souveränität“ will er erreichen, ein auch im Deutschland des 19. Jahrhunderts sich vollziehender Vorgang, der im Bürgertum eher eine Kopie adeliger Lebenswelten erträumte, als sich z.B. mit der Arbeiterschaft solidarisch zu zeigen.

In Tschechows Stücken ist allerdings schlicht niemand „souverän“. Ein jeder sieht, was er gerne sehen will, aber bestimmt niemals den Anderen. So wird die Projektion der Wunscherfüllung, die vom Gegenüber dann verwehrt wird, Motor der Dramarturgie dieser Meisterwerke – und neben amourösen Verstrickungen ist’s immer auch ein wechselseitiges Spiegeln der Milieus, auf die die Figuren bezogen bleiben.

Im Gegensatz zu Goethe hat Tschechow sehr genau hingehört – sein Instrumentarium ist vor allem ein Notizbuch, daß er ständig mit sich herumträgt, um Sprechweisen und Marotten zu notieren. Eine seiner Figuren beendet ständig Sätze mit „summa summarum“, und die Vielzahl an Übersetzungen verweist auf die Schwierigkeit, die „Soziolekte“ des Rußlands der Jahrhundertwende angemessen zu transportieren.

Nun war Tschechow nie ein Naturalist in jenem Sinne, daß er den Jargon 1 zu 1 übernommen hätte – all die Versuche, z.B. im Dialekt oder Argot zu schreiben, sind jenseits des Bayrischen und Wienerischen, da funktioniert das, manchmal auch beim Kölschen,  auch nur schwer erträglich. Bei Tschechow findet eine feine und einfühlsame  Stilisierung statt, da ist immer schon ein Schritt zur Abstraktion vollzogen, zum Typischen – und erst von diesem ausgehend wird individualisiert. Und das so, daß die Komik der jeweiligen, sozialen Position sich aus der Tragik des in sie Geworfen-Seins gleich mit erhebt.

So, lange Rede, kurzer Sinn: Meine These ist, daß das, was Tschechow so virtuos in Sprache faßte, eine Art lebensweltliches Pendant in der Blogosphäre findet. Genau dieses Vexierspiel zwischen Allgemeinem und Besonderen, zwischen allgegenwärtiger Typisierung und dem Versuch, ausschließlich über Sprache vermittelt die Indivdualität des Anderen zu erfassen.

Da prallen schlicht die Sprachformen verschiedener Mileus unfallträchtig aufeinander, Kommunikation ist immer auch ein Sich-Erschließen der „Szene“ des Gegenübers, und eine der Einsichten Tschechows ist: Diese Milieus gibt es wirklich, sie sind soziale Tatschen, und in der Sprachform zeigt sich dies. Und man reagiert notwendig darauf, alles andere widerspräche jeglicher Erfahrung.

Ein „*muhahahaaa*“ ist eben so multipel konnotiert und riecht nach Bierzelt und Weibern neckisch einen Klaps verpassen, ganz wie das gestelzte Vornehmtun in anderen Sphären immer auch den Distinktionswillen des Bourgeois bedeutet.

Nun kann es immer sein, dem individuellen Gegenüber damit unrecht zu tun. Gegen den Mechanismus, vieles einfach mizulesen, ist jedoch kein Kraut gewachsen. Man kann sich allenfalls dazu verhalten. Oder wie manch Liberaler leugnen, daß es das gibt. Das ist aber wahlweise weltfremd oder auch nur Ideologie.

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Written by momorulez

13. März 2008 um 9:53

29 Antworten

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  1. Malerei kann das gar nicht, wovon Du bezügl. Literatur sprichst. Andererseits ist sie immer welthaltig, da haben wir uns doch vertan, wenn wir dachten, man könne den Bezug völlig raushalten, was auch ohne die Assoziationskraft des Betrachters gedacht war. Ich glaub ja das alles nicht mehr. Ich kann kein Tschechow-Stück malen, und der Autor könnte kein Gemälde schreiben. Hat Malerei nicht immer sich selbst als artifizell und Emotion reflektiert, wo sie einigermassen gut und realistisch war statt naturalistisch, womit sie sich eigentlich selbst aufhebt?
    Aber das war ja nicht Dein Thema, ist nur meins gerade wieder stark, drum spring ich da gerade auf jeden Verweis an, in der Hoffnung eine Lösung serviert zu bekommen.

    T. Albert

    13. März 2008 at 10:37

  2. Mensch, Ihr werft mir hier schoin wieder derartige Ästhetikbrocken vor die Füße und ich habe noch nichtmal ordentlich gefrühstückt….

    lars

    13. März 2008 at 10:46

  3. ja, frühstück mal ordentlich. Ich muss jetzt sowieso weg und einen ästhetischen Brocken produzieren, also als erstes in den Baumarkt dafür.

    Bis heute abend!

    T. Albert

    13. März 2008 at 10:58

  4. Lösungen gibt’s nicht 😉 … auch ’ne Tschechow-Weisheit.

    Doch, aber das, was Tschechow da macht, das ist ja sehr nah an Cézanne, wenn Du Dir die Bauweise der Stücke anguckst – er selbst hat sie als „Mosaik“ bezeichnet, es ist aber eher der Sämann von Van Gogh (der ist aber bezogen auf Tschechow dann allenfalls eine Szene oder eine Nuance einer Figur, bei Cézanne Badenden hat man ein ganzes Stück) oder die Portraits von Cézanne als ein Klimt, z.B.

    Das ist ja auch das Sensationelle an Tschechow, daß die Struktur der Dramen wie ein frühmodernes Gemälde funktionieren, weil sie sich völlig anders in der Zeit entfalten als ein Ibsen oder Shakespeare oder „Spiderman“.

    Die sind eher ein Panorama in Rhythmen, man liest fast das Metronom oder wie das Ding heißt, das den Takt vorgibt, mit, und man hat auch musikalische Strukturen darin, die leitmotivisch und dialogisch zugleich funktionieren, wie so eine Mischung aus Gospel, Rondo und Jazz, also nicht BeBop oder Free-Jazz, sondern die melodiösen Varianten. Und die Art, wie er den Figuren Farben gibt, die drei Schwestern, das sind auch Farbverläufe, die Arkadina in „Die Möwe“, die ist laut, schrill und grell usw. -der Astrow im „Onkel Wanja“ erträgt die „Neue Sachlichkeit“ nicht und flüchtet vor ihr in den Wald, und das, bevor es die gab. Dix hat auch viel mit Tschechow zu tun im Gestus,, nicht in der Technik.

    Auch die Art, wie er Natur begreift, die ist nicht rousseauistisch, nicht naturwissenshaftlich, die ist eher Zeit, Wachsen und Verfall, geht durch die Menschen hindurch als Einheit von Wandel und Nicht-Wandel, so sehe ich ja auch Cézanne, wie der eben sein Mttel, Form und Farbe, als Reflektion eines nicht-szientistischen Naturverhältnisses einsetzt, das ist ein epischer, nicht dramatischer Zugang, und der hat für mich wahnsinnig viel mit Malerei zu tun.

    Vielleicht ein etwas abseitiges Beispiel, aber die „Getreidemutter“ von Meese, die charakterisiert noch viel stärker übertreibend als Tschechow ’nen nationale Mythenproduktion und dekonstruiert sie in ihrer Verzerrung. Das ist ein malerisches Weitertreiben von Tschechowschen Techniken, behaupte ich jetzt einfach mal …

    momorulez

    13. März 2008 at 11:01

  5. Komm, Lars, das ist das LEBEN! Das erwischt einen ja auch immer auf nüchternem Magen …

    momorulez

    13. März 2008 at 11:02

  6. cool 🙂 – wenn man in einen Autor verliebt ist.

    Wenn ich dich recht verstehe, meinst du, daß Tschechow mittels Sprache (der Art, wie er sie sprechen ließ) Menschen zuordnend charakterisierte?

    Und Du meinst entsprechend daß Menschen sich selbst in der Netzkommunikation zuordnend charakterisieren?

    Das erst mal zur Abklärung

    Kaa

    Kaa

    13. März 2008 at 11:04

  7. @Kaa:

    Ja,so ungefähr. Der nutzt existente „Jargons“, die auch auf sowas wie „Rollen“im „soziopolitischen Diskurs“ verweisen, z.B. die jämmerlich-weinerliche, russische Intelligenz vor der Revolution und ihr Sprech-Verhalten. Der bricht das dann aber auch gleich wieder und individualisiert so. Und die Figuren reagieren immer auch auf die so ausgestaltete, soziale Positionierung des Gegenübers und verfehlen oft die Individualität des Anderen.

    Und ich glaube, das läßt sich auf die Blogosphäre übertragen und ist letztlich auch unvermeidbar, spricht also sozusagen in Kommunikation mit.

    momorulez

    13. März 2008 at 11:24

  8. Soso. Mit Großbuchstaben. „DAS leben“ wäre ja auch doof.
    Immer an einen Referenten gekettet zu sein, an dem man gemessen wird, auch wenn talbert (Manchmal bin ich irritiert ob dieser namentlichen Nähe…) diese Bezüge gerade wieder ins Spiel brachte, nur um kurzerhand wieder in den Baumarkt zu verschwinden.

    Aber zu der Blogparallele: Nun lebt zwar das Gros der Blogs von Texten, aber auch ganz viele von Bildern oder Photos, da wäre ich bei der Sprachförmigkeitsthese vorsichtiger. Auch Second Life (gibt’s das noch?) funktionierte gerade nicht über Sprache, dafür aber umso mehr von körperlichen Stereotypen. Und dieses Zusammentreffen von Milieus im Netz… also ich weiß nicht, da würde ich mit Bourdieu (der die bürgerlichen Milieus ja mal ganz wunderbar an der Literatur von Flaubert untersucht hat) ja schon auch sagen, dass die Nähe oder Ferne zu Blogs, z.B. als politisches, oder als Tagebuch, dann doch schon auch vom Habitus abhängt. Dass man überhaupt dauerhaft in Kontakt steht, dürfte gerade auch wegen der Vermitteltheit durch Sprache mit einer sozialstrukturellen Nähe der Milieuzugehörigkeit (fieses Wortungetüm, nochmal zum mitsprechen: so-zi-al-struk-tu-rel-le-Nä-he-der-Mi-lieu-zu-ge-hö-rig-keit; schade dass ich der Lautschrift nicht mächtig bin) in Verbindung stehen.

    Dass hier kaum Bezüge, etwa zu Strickblogs oder zu Mein-neues-Kind.de hergestellt werden, das ist doch mindestens genauso symptomatisch. Wobei ein Aufeinanderprallen von Shifting Realtiy mit Fitnesswahnsinnigen, Porschefetischisten oder Katzencontentadoren doch sicher auch ganz reizvoll wäre.

    lars

    13. März 2008 at 11:40

  9. „dann doch schon auch vom Habitus abhängt“

    Ja, eben. Der konstituiert sich ja im Feld der Milieus, die natürlich immer auch ökonomie-basiert sind.

    Und: Kein Bild ohne Text, kein Text ohne Bild. Das kann man ja nicht einfach so trennen. Und in den Blogs, wo wir unterwegs sind, spielen Bilder ja keine so große Rolle.

    momorulez

    13. März 2008 at 12:37

  10. Lars: Second Life gibt es noch. Ich finde es jedoch langweilig – teilsweise aus den selben Gründen, aus dem MR “Die Taxifahrerin” als scheußlich geschriebenes (pseudo-)naturalistisches Pseudo-Tagebucher verabscheut. Wenn schon „viruelle Realität“ oder Pseudorealität, dann sollte sie mindestens so spannend wie die echte Realität sein – und nicht eine Ansammlung von Stereotypen.
    Personalty Blogs – also: öffentlich geführte Tagebücher – können spannend sein. (Ich habe lange nicht mehr im „Taxiblog“ gelesen – ich habe es aber als spannend in Erinnerung). Vielleicht ist das der Grundfehler der naturalistischen Literatur, in der vom ganz gewöhlichen Leben ganz gewöhlicher Leute auf miesepetrige und schlecht gelaunte Art erzählt wird (um Michael Ende zu paraphrasieren) – der Versuch, dem „Alltag“ dadurch nahe zu kommen, indem man alles, was von einer (natürlich fiktiven) „Standardaltäglichkeit“ abweicht, zu eliminieren.

    Ich habe übrigens den Verdacht, dass ich, wäre ich eine Romanfigur, einen auf „Naturalismus“ bedachten Lektor dazu gebracht hätte, meinem Autor eine gründliche Überarbeitung meiner selbst zugunsten von mehr „Realitätsnähe“ anzuraten. (Soviel zum literarischen Realismus. Den pholosophischen Naturalismus hatte ich neulich in meinem Blog am Wickel.)

    MartinM

    13. März 2008 at 12:54

  11. „viruelle Realität“ find ich gut.
    Jetzt muss ich nochmal zum Baumarkt.

    T. Albert

    13. März 2008 at 13:37

  12. @Momo: Da will man dem unterscheidlichen Material mal endlich seine Reverenz erweisen und schwupps kleisterst Du die Lücke zwischen Text und Bild wieder zu. Klar sind wir eher auf der Seite des Textes zu verorten, aber die Frage, die ich stellen wollte, war: Findet überhaupt sowas wie ein Clash of Milieus statt, oder ists nicht viel eher ein Clash of Plateaus, ein Clash der Episteme?

    lars

    13. März 2008 at 14:34

  13. Muarharaharhar, wie ich es von Dotcomtod kenne, konnotiert bei mir gar nicht Bierzeltlachen mit Arschklapsen, sondern den leicht angekifften Sponti in schwarzer Lederjacke und Palituch,der sich gerade über einen besonders schrägen Anarchowitz schlapplacht und dabei mit dem Stuhl, auf dessen Lehne er sitzt umkippt 🙂

    che2001

    13. März 2008 at 15:28

  14. @momorulez

    „Und die Figuren reagieren immer auch auf die so ausgestaltete, soziale Positionierung des Gegenübers und verfehlen oft die Individualität des Anderen.“
    Aha.Die verfehle ich eigentlich immer.
    Ach so, es geht darum, nicht mehr automatisch darauf zu reagieren, wozu gehörig sich jemand zeigt – sondern wie sich jemand zeichnet.

    „Und ich glaube, das läßt sich auf die Blogosphäre übertragen und ist letztlich auch unvermeidbar, spricht also sozusagen in Kommunikation mit.“
    Ja, ich glaube, das ist nicht nur im schriftlichen Ausdruck so. Das ist auch in der Face2Face Kommunikation so. Man stellt sich dar – auch „die Wahrheit des Ausdrucks“ ist ein Darstellungsmittel. Nicht nur die (dosierte) Darstellung von Gefühlen ist eine lehr-und lernbare Kunst – die Gefühle selbst sind nicht in dem Sinne „wahr“, als daß sie unbedingt ungeplant wären.

    Eventuell sind sie in dem Sinne wahr, daß sie den Gefühlsdarsteller wenigstens im Moment auch zum Gefühlsträger machen.

    Ist dieser Blog hier von einer aussterbenden Gattung? Oder werdet ihr gerade wieder ausgewildert?

    Kaa

    13. März 2008 at 17:31

  15. Entschuldige, ich meinte „virtuelle Realität“. Es gibt noch mehr Schreibfehler in meinem Kommentar, so viele, dass es mir schon peinlich ist.

    MartinM

    13. März 2008 at 17:33

  16. Kommunikation, KOMMUNIKATION!
    Wilde Kommunikation, und alles kommt und geht in Ordnung.

    Kaa, sterben wir denn aus? Ich spür ja schon länger nichts mehr, wie soll ich das dann wissen?

    T. Albert

    13. März 2008 at 21:01

  17. Wie meinst Du das, ausgewildert?

    Auswildern oder Aussterben macht keinen soo großen Unterschied, stets wirkts so, als sein man ein Experiment. Dass wir hier aber ums Überleben kämpfen: ja, das stimmt schon.

    lars

    13. März 2008 at 23:32

  18. @Kaa:

    Ich habe das auch nicht verstanden …

    @T. Albert:

    Jetzt bin ich beleidigt.

    @Lars:

    Und ich dachte in diesem Fall tatsächlich, „viruell“ sei ’ne ganz geniale Wortschöpfung …

    momorulez

    14. März 2008 at 8:07

  19. Nein, als „viruelles Marketing“ ist „viruell“ schon eindeutig besetzt und deshalb keine Sprachschöpfung sondern schlicht ein Rechtschreibfehler.

    MartinM

    14. März 2008 at 12:02

  20. Besserwisser! 😉

    momorulez

    14. März 2008 at 12:06

  21. Das heißt aber nicht „viruelles Marketing“, sondern „virales Marketing“

    viruell ist schon klasse, vor allem wenn man es tatsächlich noch mit Parasiten, auswildern usw. in eine Signifikantenreihe bringt. Michel Serres läßt grüßen.

    lars

    14. März 2008 at 12:32

  22. momorules

    wieso biste denn jetzt beleidigt?
    komm, ich hab nen harten lehrtag hinter mir. die haben mich nicht verstanden,und überhaupt, was is eigentlich los?

    Martin und Lars

    was ist denn viruelles oder virales marketing? (heisst das, man soll sich nicht anstecken, wenn man sonnabend vormittag zum wochenmarkt geht?)
    aber auch ein beeindrruckendes worrrt.

    T. Albert

    14. März 2008 at 18:49

  23. @T. Albert:

    Weil ich mir oben so viel Mühe gegeben habe, zwischen Tschechow und Malerei Beziehungen herzustellen, und Du gehst da gar nicht drauf ein 😦 …

    momorulez

    14. März 2008 at 19:15

  24. ouh, ja, stimmt. ich denk aber immer dran. ich kann mich bloss niccht drauf konzentrieren in meiner bühnenbildarbeit und tanzstückentwicklung und temporärskulpturplanung für dieses museum hier. ich brauch mal 1 tag pause. aber: den kirschgarten werde ich jetzz mal wieder lesen, das ist geplant.

    T. Albert

    14. März 2008 at 20:15

  25. @lars

    Ich hab nicht die innere Befindlichkeit gemeint (also die, für die Auswildern und Aussterben das gleiche ist).

    Ich fand den Stil vom Blogbeitrag _und_ einigen Kommentaren hochkarätig; qualitativ weit besser als in einer üblichen Kommunikation. Und das ist selten. Sicher, „qualitativ weit besser als üblich“ ist immer selten, zu allen Zeiten 🙂 – aber ich habe so das Vorurteil, daß die Qualität allgemein gesunken ist. Meine auch. Und bei mir ist es gut so. Aber was subjektiv bei mir gut ist, kann allgemein gesellschaftlich schlecht sein.

    Anders formuliert: Ich wollte wissen, ob den Autoren bewußt ist, daß sie eine Qualitiät in der schriftlichen Kommunikation üben, die unüblich ist. Und, mehr so nebenbei, ob sie das absichtlich tun, oder ob sie nicht anders können (innere Befindlichkeit). Und, wieder als Hauptfrage: Wie die Chancen stehen – Fuß fassen (Auswildern) möglich oder Aussterben.

    Kaa

    15. März 2008 at 19:41

  26. @Kaa:

    „Ich fand den Stil vom Blogbeitrag _und_ einigen Kommentaren hochkarätig; qualitativ weit besser als in einer üblichen Kommunikation.“

    Dankeschön.

    „ob den Autoren bewußt ist, daß sie eine Qualitiät in der schriftlichen Kommunikation üben, die unüblich ist.“

    Ich für meinen Teil verdiene u.a. mein Geld damit, nicht nur, aber auch. Da hat man dann einfach mehr Übung – Du schreibts ja auch „Qualität üben“ 😉 …

    Den Lehrenden hier unter uns geht’s ja im Grunde ähnlich.

    Wobei ich mich hier ebenso eifrig darin übe, genau das dort, bei der Arbeit, Praktizierte zu brechen und so hier oft auch im formalen Sinne sehr schlecht schreibe.

    Das mit dem Auswildern und Aussterben habe ich trotzdem noch nicht begriffen …

    momorulez

    15. März 2008 at 20:30

  27. Aussterben oder Auswildern

    Wenn eine Spezies viel seltener geworden ist – dann war die Beurteilung vor ein paar Jahrzehnten einfach: Sie stirbt aus.

    Heute kann es sein, daß es Leute gibt, die gegen das Aussterben angehen und in geschütztem Raum Subjekte dieser Spezies aufwachsen lassen. Wenn diese dann groß und stark genug sind, um in der ungeschützten Welt bestehen zu können, werden sie ausgewildert.

    Anders ausgedrückt: Seid Ihr wie Ihr seid (aber eben leider aussterbend) oder ist das Programm (die Widerverbreitung einer gewissen Qualität in der schriftlichen Kommunikation vorantreibend).

    Kaa

    17. März 2008 at 12:29

  28. Ist Programm! Und wir bestehen sogar am Markt, sind also erfolgreich ausgewildert!

    momorulez

    17. März 2008 at 12:46

  29. *g* – gut zu wissen.

    Kaa

    17. März 2008 at 22:21


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