shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Nix ist ferner mir als Goethe, glaube ich …

with 18 comments

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben …“

Wollte ja heute morgen in bildungsbürgerlicher Tradition, die nicht nur Übles fortschreibt, den Osterspaziergang posten. Aber: So alles widerstrebte da in mir, als ich ihn las. Nun isses doch passiert.

Und so ganz genau weiß ich auch nicht, warum mir das so querliegt, was der Herr Geheimrat da schrub inmitten seines Mammut-Werkes, an dem er über 60 Jahre werkelte. In der aktuellen DIE ZEIT ist auch ein ganzes Literatur-Spezial zum „Faust“, las sich alles spannend und beindruckend, und dennoch macht mich das ganz nervös, all das zu lesen, was dort über den Goethe steht. Die Sprache mag ich durchaus, aber da steckt so ein Gestus drin, der Optimismus sucht, wo ich den niemals finden würde.
So Ostern als Fest der Bachschen Passionen, diese Feier rund um das Auferstehen aus dem Leid, um Transformation, das erzählt symbolisch-spirituell mir auch jedes Jahr wieder sehr viel und auch zwischen den Ostertagen; und doch, wenn Goethe dichtet:

„Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!“

… das ist dann jene Selbstermächtigung, der ich doch Demut und Verführung durch das Rätsel entgegen setzen möchte, eher ahnend, was ich meinen könnte, als daß ich wüßte, was ich schreib. Dieses eingemeindende Entbergen, nee, da will ich doch lieber Fragmente um mich sammeln und sie täglich neu arrangieren zu mutierenden und doch geschlossenen Formen. Obwohl ich mir letzteres mal abgewöhnen muß. Und obwohl natürlich man den „Faust“ auch als fragmentarisch und rätselhaft sich erschließen kann.  Und die Figur da spricht und nicht der Dichter.

Lars hat dieses Feeling neulich eh besser auf den Punkt gebracht, ich vermute mal, sowas meinte er. Wenn irgendwer ein Alles-Verrührer und Fan und Meister der ganz, ganz, ganz großen Form war, so war es Goethe, der Alleswisser, Farbenlehrer, Reimkunst-Sammler, Kultur-Inventator, Kultivierer, Ideenlehrer, „ewig-weiblich“, paah, dann doch lieber ganz konkrete Frauen, einzelne, indiviudelle, ja,  dieses so typisch männliche Wohlgefallen an sich selbst noch im „zwei Seelen, ach“, das der Zitronenland-Reisende da zelebriert, das kann ich kaum ertragen.

Klar, der „Faust“ ist auch der Grübler, der Verzweifelnde, der Suchende, trotzdem, die Art, wie Goethe in ihm dann verrührt so teigig und all die Dekorationen platziert auf dieser Mega-Torte, das ist so gockelig, so triumphal. Da, wo der Mensch sein will oder seinen Faust sein lassen will, je nachdem,  da will ich fliehen mit dem Winter, hin an Orte, wo noch Raum ist jenseits all der Überfülle und eben doch Verweilen statt Streben sich dem Mephistotelischen entzieht.

Sind wahrscheinlich all die romantischen Topoi, die der Aufklärung entgegenstrebten und wiederverzaubern wollten, die sich da in mir regen, gekifft habe ich auch nicht, nur unwohl ward mir, als ich den „Osterspaziergang“ las, und ich glaube, deshalb war das so:

„Die radikale Andersartigkeit kann nur in einem Verführungsverhältnis bestehen. (…) Damit die Welt rätselhaft bleibt, und schön wie ein Geheimtext, der unter der alltäglichen Informationsflut begraben beliebt. (…) Um die Verführungskraft dieses Geheimtextets wirksam zu machen, braucht man keineswegs Wissen anzuhäufen, alles liegt offen vor Augen, im Spiel des – schräg einfallendes – Lichts und der geschützten Schatten. So lässt man die Grenzen aufscheinen, die einzigartigen Punkte, die versunkenen Schichten, indem man das Rätsel schützt, ohne dass die Welt ihre Schönheit verlieren würde. Die Schönheit dessen, was ist, ohne Grund und in absoluter Grundlosigkeit.“

Marc Guillaume, Cool Thinking, in: Philosophie und Kunst. Jean Baudrillard, Berlin 2005, S. 232

Werde nicht. Strebe nicht. Entberge nicht. Verrätsel nicht. Laß Dich ein. Be!

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Written by momorulez

23. März 2008 um 21:03

18 Antworten

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  1. Ja. Im letzten Wanderurlaub hatte mein Reisegefährte den kompletten Faust dabei… als Reiselektüre. Nachdem ich mit meiner durch war, hatte mich dann doch interessiert, an welcher Stelle der Faust schwach ward. Und siehe da, der Augenblick, indem es zu verweilen gilt, wird folgendermaßen bedankt:

    „Das ist der Weisheit letzter Schluß:
    Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
    Der täglich sich erobern muß.
    Und so umringt von der Gefahr,
    Hier Kindheit, Mann und Greis sein tüchtig Jahr.
    Solch ein Gewimmel möcht‘ ich sehn,
    Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn.
    Zum Augenblicke dürft‘ ich sagen;
    Verweile doch, du bist so schön.“

    Das ist eben nicht „Be!“, sondern bedingt.
    Ein Glück daraus zu ziehen, anderen bei der Arbeit im Schweiße ihres Angesichts beobachten zu dürfen, dass ist Herrenmoral.

    lars

    23. März 2008 at 22:26

  2. @Lars

    21. Mai find ich gut!

    T.Albert

    24. März 2008 at 8:45

  3. @T. Albert:

    Wir müssen das Werk zum Zusammenspiel/Verhältnis etc. von bildender Kunst und Theater verfassen! Wurde ich gerade zu aufgefordert – und Du machst doch ständig da rum auf diesem Terrain.

    @Lars:

    Das ist ja das Gruselige an diesem Goetheschen Ethos, daß Faust dem Mephisto tatsächlich von der Höllenschaufel springt, als er das selbstzweckhafte Streben, die Ruhelosigkeit proklamiert, Arbeitsethos. Blöde Pointe. Auch wenn ja „auf freiem Grund mit freiem Volke stehn“ das Ende des Feudalismus meint, trotzdem. Kein Wunder, daß die Chinesen gerade ausgerechnet auf buddhistische Mönche losgehen.

    momorulez

    24. März 2008 at 9:13

  4. momorulez

    24. März 2008 at 9:35

  5. @momorulez

    Ja, machen wir. Machen wir! Aber muss ich jetzt dafür erst den ganzen Faust lesen, was ich meinen Lebtag nicht geschafft habe, weil ich so bildungsferne bin? Dann finde ich überhaupt diesen ganzen deutschen Mephisto-Zauber eine deutsche schwarze Magie: furchtbare Kunst in Filmen und Bühnenbildern und Illustrationen.

    Jetzt geh ich in die Oper mit meinem Neffen: Janacek: Das kleine Füchslein.

    T. Albert

    24. März 2008 at 9:49

  6. goethe ist propaganda fuer die spassgesellschaft, kuschelrock

    „hier bin ich schwein, hier darf ich sein“

    scholz gozzlar

    24. März 2008 at 11:44

  7. @talbert: Gut, dann gebe ich den Termin weiter:

    Bist Du mit dem Titel „Kritische Interventionen zwischen Kunst, Architektur und Soziologie“ einverstanden?

    @Momo:
    War“s nicht Foucault, der dem Liberalismus das „lebe gefährlich“ als Lebenshaltung zuordnete?

    Nun gilt der zweite Teil ja sowieso als schwach und überstilisiert. Und was die Zeit da schreibt, zeigt ja eigentlich nur, dass große Epen dann immer auch ein Stück beliebig werden, weil ihre Größe auch heißt: keine eindeutige Signifikation.

    Ach übrigens, in seinem Niedergang entpuppt sich Mephistopheles dann ja auch noch als schwul, der den holden aber eindeutig männlichen Engeln nachstellt. War Goethe gar homophob?

    lars

    24. März 2008 at 12:14

  8. Da ich Horst Eberhard Richter („Der Gotteskomplex“) gelesen habe 😉 drängt sich mir (natürlich) bei Goethes Faust der Begriff „Selbstvergötterung“ auf, der sich meiner Ansicht nach mit der „Selbstermächtigung“ des Menschen in der Aufklärung nicht viel zu tun hat (letzteres steht nicht bei Richter).
    Den „Faust“ habe ich gelesen, mehrfach, und im Theater gesehen habe ich ihn auch – und das alles sogar unabhängig vom Schulstoff. (Nebenbei: die Art und Weise, wie wir den „Faust“ „durchgenommen“ haben, hätte mir eher die Lektüre verleidet. Mein Zugang zum „Faust“ hat also nicht viel mit Bildungsbeflissenheit zu tun, weshalb so meine Schwierigkeiten haben, wenn ich mit Menschen mit bildungsbürgerlichen Hintergrund über „Faust“ und andere „Klassiker“ unterhalte – die kämen z. B. nie auf die Idee, mal den „Faust 2“ mit „Frankenstein“ zu vergleichen – obwohl das vom literaturhistorischen Standpunkt eigentlich nahe liegt.
    Der Unterschied zwischen Victor Frankenstein, der eine durchaus „faustische Natur“ hat, und Faust sowie Faustens Famulus Wagner, ist ja der, dass Frankenstein mit den negativen Konsequenzen seines Handels konfrontiert wird – und zwar nicht konventionell-moralisch, im Sinne: „es gibt Dinge, die zu tun dem Menschen nicht bestimmt sind“ – sondern durchaus aufgeklärt in dem Sinne, dass Frankenstein die möglichen Auswirkungen seiner Erschaffung eines künstlichen Menschen nicht überblickt und deshalb verantwortungslos handelt.

    Dass ist es, was mit an Goethes Faust stört: Er handelt veranwortungslos, er berücksichtigt die Konsequenzen, die sein Handeln für andere Menschen hat, allenfalls unzureichend. (Goethes Mephisto gefällt mir da schon besser, aber das Mephisto-Prinzip, dass übel Gemeintes letztlich (moralisch) „gute“ Auswirkungen haben kann, möchte ich hier nicht weiter ausführen.)

    Ich stelle also gegenüber:
    1. Der „Faust“ der Volkssage wird dafür, dass er „Gott spielt“, von Gott bestraft. (Konventionelle „sittenchristliche“ Moral.)
    2. Goethes „Faust“ vergottet sich selbst (im Sinne Richters), und kommt damit durch (findet Gnade, weil er sich stets strebend bemüht hat – was ich so interpretiere: er hat es ja gut gemeint).
    3. Frankenstein vergottet sich im Sinne Richters ebenfalls selbst, meint es dabei, wie Faust, gut, merkt dann auf drastische Weise, dass sein Handeln moralisch (und ethisch) falsch war, und versucht, dass „Monster“ aus der Welt zu schaffen. Das gelingt ihm auch, allerdings um den Preis seines Lebens. Die „übernaturliche“ Ebene fehlt im „Frankenstein“ völlig, weshalb der Roman eher der fühen Science Fiction als den damals weit verbreiteten Geistergeschichten der „Schauderromantik“ zuordnet werden kann.
    Mary Shelley hat die moralischen Probleme, die sich mit dem Industriezeitalter und der „Selbstermächtigung“ des Menschen durch die Aufklärung ergeben, weitaus treffender umrissen als Goethe.

    T. Albert: einverstanden, dass Du den Mephisto-Zauber als „deutsch“ bezeichnest. Der „blinde Idealismus“ des Faust hat, der Drang, die Dinge um ihret selber wegen zu tun, hat
    historisch gesehen etwas sehr „deutsches“ – bzw. umreist die Mentalität von nicht unwichtigen Teilen der deutschen „Eliten“ (Machteliten wie „Bildungseliten“) recht gut.

    Nicht einverstanden bin ich mit der Bezeichnung „schwarze Magie“. Die gibt es m. E. ebenso wenig, wie es „schwarze Wissenschaft“ gibt. Den Unterschied zwischen „Gut“ und „Böse“ sehe ich weniger im „Was“, als im „Wie“ (mit welchen Mitteln, mit welchen Absichten, mit welchen Folgen).
    Als „furchtbare“ Kunst in Filmen, Bühnenbildern und Illustrationen kann ich die „Faust“-Adaptionen nicht sehen – weder im Sinne es Qualitätsurteils („fruchtbar schlechte Kunst“) als im moralische Sinne.

    Und beim gerade herrschenden Wetter mag ich an einen „Osterspaziergang“ gar nicht denken – „vom Eise befreit“ – war im ganzen Winter kaum so kalt.
    eine deutsche schwarze Magie: furchtbare Kunst in Filmen und Bühnenbildern und Illustrationen.

    MartinM

    24. März 2008 at 12:34

  9. MartinM

    Ja, ich weiss, was Du meinst, ich finde auch , dass Du recht hast. Das Stück selbst mein ich auch nicht, aber zB den Gründgens-Hype, der damit verbunden war, und mit dem ichnoch aufwachsen durfte. DAS hatte für mich was von schwarzer Magie, weil es atmosphärisch immer wieder zu diesen ganzen kulturellen ENtschuldungsbeschwörungen gehörte; so erschien mir das als Jungem jedenfalls , und ich fand vieles furchtbar dabei.
    Das müsste man wirklich mal vertiefen. Übrigens wurde ja diese ganze Literatur dem Landser ins Sturmgepäck gesteckt, ich besitze bebispielsweise eine entsprechende Hölderlin-Insel-Ausgabe. (H. finde ich wiederum ziemlich grossartig.)

    T. Albert

    24. März 2008 at 13:24

  10. @Gründgens-Hype: l’art pour l’art als politsiche Strategie. Ähnlich operiert m.E. auch gerade das IOC und das NOK: Der Sport als unpolitisches Ereignis…

    lars

    24. März 2008 at 13:42

  11. Ich erinnere mich an die Aufregung, als in Schöneberg die Leber-Strasse in Marlene-Dietrich-Strasse umbenannt werden sollte.

    Das koppelte sich für mich mit dem früheren Gründgens-Hype – bloss, dass Frau Dietrich nicht Gelegenheit bekommen hatte, den Deutschen zu verzeihen. Während Gründgens verziehen wurde was das Zeug hielt.

    T. Albert

    24. März 2008 at 14:50

  12. Ja, über das E/U-Gefälle kann man einiges in E verzeihen, was bei U unverzeihlich wäre.

    lars

    24. März 2008 at 15:26

  13. lars, das könnte erklären, weshalb Leni Riefenstahl „umstritten“ ist: Ist das, was sie 33-45 gemacht hat, hohe Kunst, gälte ihr „Flirt mit der Macht“ als verzeichlich. War es dagegen nur Kintop, gälte sie selbstverständlich als gewissenlose Nazi-Propagandaschlampe. Da sich aber die Frage, ob z. B. ihr Olympia-Film „große Kunst“ oder „Unterhaltung“ ist, nicht so leicht beantworten läßt, ist sie eben seit `45 „umstritten“.

    MartinM

    25. März 2008 at 12:22

  14. Und Theo van Gogh gilt auch immer und überall als „Provokateur“, ich würde den ja einen ordinären Nazi nennen.

    che2001

    25. März 2008 at 12:28

  15. @che/Martin: Ja, diese Zwischenfiguren Umstritten, Provokateur, sind wirklich interssant. Wobei man sicherlich die Läuterungs- und Bekehrungsgeschichten, die dann jeweils als Erklärung beigefügt werden auch nicht vergessen darf, die sie dann wieder situativ aus dem Umstrittensein herausholen und legitimieren.

    lars

    25. März 2008 at 13:06

  16. Ja, che,.ich würde Theo van Gogh inzwischen auch „schmuddelig-rechtsaußen“ verorten, was ich eine Weile, unter dem Eindruck des brutalen Mordes nicht hatte wahr haben wollen. Was den Mord allerdings keine Spur wenig widerlich macht.
    Bei der Riefenstahl ist es – für mich – noch relativ einfach: es ist die leider oft anzutreffende Kombination aus brilliantem handwerklichen / künstlerischem Können und völlig unentwickelter persönlicher Ethik / fehlendem „humanitäterem Gewissen“. (Wobei ich die Frage, inwiefern sie die Nazi-Ideologie teilte und ob sie Hitler wirklich angehimmelt hat, ausklammere – das sind eher Randerscheinungen.)
    Bei Gründgens ist es komplizierter. Erst recht kompliziert, weil die westdeutsche Zensur den Schlüsselroman „Mephisto“ verboten hatte (und zwar bestimmt nicht nur der „persönlichen Ehre“ Gründgens zuliebe).
    Goethe – den sollte man, wie alle Klassiker, „pur“ genießen, ohne Geniekult und ohne Standardinterpretationen, Marke „Wie stehe ich ohne große Anstrengungen den Leistungskurs Deutsch mit mindestens „gut“ durch?“ oder Marke: „Wir brauchen dringend noch eine Spalte fürs Fö-je-ton“. Und erst recht ohne Talkshow Sprüche wie aus dem Handbuch „Literatur für Hochstapler“ (das gibt’s übrigens wirklich).

    MartinM

    25. März 2008 at 20:35

  17. Mir ist der Goethe ja nicht fern, sondern nahe, und ich habe mich sehr stark mit Faust identifiziert, als ich das Stück zum ersten Mal (die Trägödie in zwei Teilen in einer Inszenierung, in der Faust am Ende sogar als wiederaufgestandener Christus erscheint) auf der Bühne gesehen habe, und Parallelen zu Stockhausens „Lucifer“ sowie damals von mir gelesenen Sciene-fiction- und Fantasy-Epen gezogen.

    @Theo van Gogh: Der Mann hat Witze darüber gerissen, dass Leon de Winter nur noch käme, wenn seine Frau beim Coitus „Auschwitz, Auschwitz“ schreie und würde sich dabei Stacheldraht um den Schwanz wickeln, und sowas über zwei kopulierende gelbe Sterne in der Gaskammer. Das ist schon mehr als „schmuddelig-rechtsaußen“. Ich habe diesen „islamkritischen“ Film „Submission“ gesehen, das ist nichts Anderes als ein mit Koransuren unterlegter Flagellanten-Softporno.

    che2001

    26. März 2008 at 8:39

  18. >>>dieses so typisch männliche Wohlgefallen an sich selbst noch im “zwei Seelen, ach”, das der Zitronenland-Reisende da zelebriert, das kann ich kaum ertragen.<<<
    Und was anderes kann man dagegen auch gar nicht machen – als es kaum ertragen können. Man kommt nicht gegen an. Aber es tut meiner Seele gut, mir ins Bewußtsein zu rufen, daß diese Menschen auch gute Arbeit leisten können.

    Kaa

    27. März 2008 at 22:29


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