shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

„SZ:Das sagen die Psychoanalytiker seit hundert Jahren.“

with 42 comments

Nicht, daß nun alles, was der sagt, mein Weltbild stützen würde – aber interessant ist das Interview mit dem Herrn Nobelpreisträger Heckman allemal und konkretisiert auch, was „Chancengleichheit“ sinnvoll heißen können kann:

Heckman:Stimmt. Wir Ökonomen haben „Kindheit“ viel zu lange als einen einzigen Lebensabschnitt betrachtet. Inzwischen denke ich, dass das ein Fehler war. Denn sonst gäbe es nicht so gravierende Unterschiede: Wenn man benachteiligte Kinder sehr früh fördert, sind die ökonomischen Effekte enorm; wenn man sie erst im Jugendalter unterstützt, sind die Effekte minimal. Manchmal erzielen solche Programme sogar negative Renditen!

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Written by momorulez

31. März 2008 um 8:01

Veröffentlicht in Ökonomie

42 Antworten

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  1. Momo: Der Link funktioniert nicht.

    lars

    31. März 2008 at 10:25

  2. Jetzt geht’s.

    momorulez

    31. März 2008 at 12:02

  3. Imho einer der Schlüssel dieser Studie. Kenne ich aus den Bemühungen aus unserer Vorschule und das gebetmühlenartige Engagement unserer Lehrerin für das Vorlesen.

    Heckman:Es gab noch etwas anderes, was vielleicht das Wichtigste war: Einmal pro Woche kam die Erzieherin in jede Familie nach Hause. Sie hatte neunzig Minuten, um mit jeder Mutter über die Entwicklung ihres Kindes zu reden. Da konnten sie viel vermitteln, denke ich. Und wenn eine Mutter dann kapiert, wie wichtig das Vorlesen ist, wenn sie ihr Kind danach vielleicht besser motivieren kann, profitiert das Kind davon.

    Das spricht dann ja auch für die Vorschulpflicht ab 5 Jahren, aber bitte MIT den Kitas.
    http://www.abendblatt.de/daten/2008/03/31/863558.html

    ring2

    31. März 2008 at 12:11

  4. Förderung von Kindern? Für mehr Chancengleichheit? Hey, das ist doch nun wirklich [Denunzation hier einsetzen]!!

    [sozialstaatlicher Wahn pur!]
    [biederes Gutmenschentum]
    [total und in jeglicher Hinsicht unnötig]
    [wieder mal eine typische Idee der Staazis]
    [Sozialismus, Kommunismus bzw. Sozialstaatsstalinismus]
    [ein grässlicher Verstoß gegen die reine marktlibertäre Lehre]

    Dr. Dean

    31. März 2008 at 12:30

  5. Seltsamer Typ, der Heckman. Klar haben die Ökonomien, wie auch die meisten Soziologen, Psychologen , Pädagogen, Biologen, Neurowissenschaftler etc. Kindhiet nur als eine Phase gesehen. Und auch Freud bildet da keine Ausnahme. Aber mit den Klassenunterschieden ist es nicht getan. Mich würden hier tatsächlich auch der Einfluss von gender- und race interessieren. Interessant wäre auch zu wissen, an welchen biographischen Schwellen dann diese Unterschiede des Lebensverlauf wirksam werden. Und von den PISA Daten wissen wir ja, das soziale Herkunft (@ring2: Beruf des Vaters!) und peer culture ja die wichtigsten Kriterien sind (und nicht in erster Linie Migrationshintergrund und Sprachkompetenz!). Die Betreuung in Kindertagesstätten und Kindergärten ist ja eine durch soziale Herkunft vermittelte Variable, bzw. durch diese partiell erklärbar.

    lars

    31. März 2008 at 13:05

  6. @lars, Kitas als „eine durch soziale Herkunft vermittelte Variable“. Musste mir nochmal erklären. …?

    ring2

    31. März 2008 at 14:20

  7. Der Besuch einer Kita ist abhängig von der sozialen Herkunft, daher vermittelt.

    lars

    31. März 2008 at 14:39

  8. @ Lars
    Was genau ist am Heckmann „seltsam“ ?

    Wäre er Dir für Dich weniger „seltsam“, wenn er stattdessen mit Beliebigkeit stiftenden Adorno-/Foucault-/Bordieur-Sprachwolken um sich herumwerfen würde?

    Dr. Dean

    31. März 2008 at 15:58

  9. Heckmann wurde doch schon als unglaublich gemeiner INSM-Agent enttarnt, guckst Du hier.

    Leider ist Statlers Artikel dazu inzwischen wohl wech…

    David

    31. März 2008 at 16:23

  10. @Dean:

    „Wäre er Dir für Dich weniger “seltsam”, wenn er stattdessen mit Beliebigkeit stiftenden Adorno-/Foucault-/Bordieur-Sprachwolken um sich herumwerfen würde?“

    Wenn Du Dich mal mit den soziologisch-historischen Studien derselben beschäftigen würdest, anstatt bei Eucken zu stagnieren, Deine Ironie würde in sich zusammenfallen wie Salzburger Nockerln …

    @David:

    Das ist aber ein wenig naiv, das Verlinkte. Wenn ich’s richtig verstehe, hat Heckmann doch Methoden entwickelt, Fehlinterpretationen einer Datenbasis zu korigieren, und dann kann man zwar die quantitative Erhebung als solche mit Adorno und Foucault und somit sehr guten Gründen kritisieren, aber das hat ja nun mit Chicago oder auch nicht zunächst nix zu tun?

    Und was er z.B. über diese Beschäftigungstherapie per VW-Käfer-Umbau beschreibt, das ist ja grauenhafte Wirklichkeit, auch hierzulande, wo man dann lauter Leute, die seit Jahren am Computer arbeiten, zu Computerkursen zwangsverpflichtet. Ob das dann auch seine Conclusio nach sich ziehen muß, das ist ja noch mal ’ne ganz andere Frage.

    @Lars:

    Die „race“-Dimension steckte doch in der Studie, auf die da Bezug genommen wird, mit drin?

    momorulez

    31. März 2008 at 16:37

  11. Glaubst Du wirklich, daß ich jemals ernsthaft auf das INSM-Watchblog verweisen würde?

    David

    31. März 2008 at 16:39

  12. wo man dann lauter Leute, die seit Jahren am Computer arbeiten, zu Computerkursen zwangsverpflichtet

    Warum empfinde ich das nicht mal als auffällig, sondern vielmehr als ganz normales Bürokratiephänomen?

    David

    31. März 2008 at 16:42

  13. @ momorulez

    Dass Dir Eucken nur als „Stagnation“ erscheint – ohne ihn bzw. seine Ideen zu kennen, mag die eine Sache sein, eine andere Sache ist, Du überschätzt die Bedeutung von Eucken für mich recht stark. Ich bin auch Eucken gegenüber kritisch.

    Was Du wiederum unterschätzt, ist die Geschwindigkeit, mit der der die Luft aus dem klassischen Soziologensprech entweicht, wenn man einmal genauer überprüft, was im derzeit gängigen Jargon so alles vor sich hin behauptet wird.

    Und an genau dieser Stelle wird Heckman interessant.

    Er hat eine Reihe von Untersuchungen angestellt (auch zu „gender und race“), die zu teils sehr überraschenden Befunden führten, teils die Evidenz bestimmter soziologischer Theorien unterstrichen – oder in anderen Fällen diese bestritten. Dabei ist es besonders lobenswert, dass Heckman quasi vorurteilsfrei an seine Untersuchungen herangeht. Beispielsweise hat er die Auswirkungen von Antidiskriminierungsgesetzen in South Carolina untersucht und – ganz anders als man es von einem angeblichen „Chicago-boy“ vermuten könnte – deren Wirksamkeit bestätigt.

    @ David

    Folgt man Heckman, so kommt es bei Fortbildungsmaßnahmen vor allem auf deren Qualität an. Jugendlichen- und Erwachsenenfortbildung in geringer Qualität (quasi: nach „Verbesserung“ durch MC Kinsey-Berater) ist laut Heckman im Regelfall kontraproduktiv.

    (Was vielleicht etwas banal wirkt, aber hohe Praxisrelevanz hat)

    Das „Bürokratiephänomen„, in Gestalt unangemessener bzw. dummer wie starrer Regulierungen/Lösungsideen, ist nicht exklusiv staatlich.

    Dr. Dean

    31. März 2008 at 17:01

  14. Weil Du so abgestumpft bist 😉 … außerdem ist das ja Teil jener Bürokratien, die entstehen, wenn man die Chicago-Boys mit Wilhelm Zwo kreuzt …

    momorulez

    31. März 2008 at 17:01

  15. Das ging an David …

    momorulez

    31. März 2008 at 17:02

  16. @Dean:

    „ohne ihn bzw. seine Ideen zu kennen“

    – habe das Foucault-Buch zur Gouvernementalität quergelesen, das reicht völlig 😉 …

    „Was Du wiederum unterschätzt, ist die Geschwindigkeit, mit der der die Luft aus dem klassischen Soziologensprech entweicht, wenn man einmal genauer überprüft, was im derzeit gängigen Jargon so alles vor sich hin behauptet wird.“

    Ja, führ doch mal vor! Nimm mal die Faschismus-Skala, „Die feinen Unterschiede“ hinsichtlich der Methodik Bourdieus oder auch das historische Quellenmaterial zu „Überwachen und Strafen“ auseinander und laß die Luft raus.

    „Er hat eine Reihe von Untersuchungen angestellt (auch zu “gender und race”), die zu teils sehr überraschenden Befunden führten, teils die Evidenz bestimmter soziologischer Theorien unterstrichen – oder in anderen Fällen diese bestritten.“

    Ist ja normal. Machen Soziologen untereinander auch so.

    „dass Heckman quasi vorurteilsfrei an seine Untersuchungen herangeht“

    So wirkte auch das Interview auf mich, eigentlich sehr angenehm undoktrinär.

    momorulez

    31. März 2008 at 17:08

  17. Das “Bürokratiephänomen“, in Gestalt unangemessener bzw. dummer wie starrer Regulierungen/Lösungsideen, ist nicht exklusiv staatlich.

    Behaupte ich nicht. Aber die staatliche Variante hat immer die besten Chancen, allgemeinverbindlich zu werden.

    David

    31. März 2008 at 17:33

  18. @ Momorulez

    Habe das Foucault-Buch zur Gouvernementalität quergelesen, das reicht völlig.

    Momo, versteh ich Dich richtig? Du hast in Foucaults eher schwachen Ausführungen über die frühen Neoliberalen u.a. etwas über Eucken gelesen, quergelesen, und das genügt Dir um zu behaupten, dass die Ideen von Eucken überwiegend überholt sind?

    Nimm mal die Faschismus-Skala, “Die feinen Unterschiede” hinsichtlich der Methodik Bourdieus oder auch das historische Quellenmaterial zu “Überwachen und Strafen” auseinander und laß die Luft raus.

    Abgesehen davon, dass ich in diesem Themenbereich diese Autoren für gut und lesenswert halte, ging es mir (gründlich lesen erleichtert Verständnis!) eben nicht um „Adorno-/Foucault-/Bordieur“ selbst, sondern um einen anmaßenden Jargon, um Sprachwolken.

    Ich glaube, ich habe das auch so geschrieben.

    Und genau damit erklärt, warum Heckman mit seinem Forschungsgebiet wie mit seiner Methodik wichtig ist, und zwar genau dort, wo die von mir monierten soziologensprechartigen Begriffswolken bzw. deren Verkünder dankbar darüber sein sollten, überaus dankbar, dass jemand wie Heckman (auch bei „gender und race“) in vielen spannenden Fragen genau prüft, wo welche Zusammenhänge messbar sind.

    Das hilft nämlich dabei, in den mehr oder minder hübsch ausfallenden Sprachwolken die Substanz zu finden. So übel ist das nicht.

    Und genau deshalb würde ich schon gerne wissen, warum ausgerechnet James J. Heckman „seltsam“ sein solle. Immerhin wendet er ein besonders präzises und aussagefähiges Instrumentarium an.

    Das ist nicht einfach „wie andere Soziologen“ auch, sondern eine ganz besondere empirische Qualität (die man übrigens – mitunter – auch bei Bourdieu finden kann). Heckmann beantwortet allerdings zusätzlich die Fragestellung, wann und unter welchen Bedingungen sich bestimmte Maßnahmen lohnen.

    Ich wüsste nicht, wo diejenigen, die sich so gern auf Foucault beziehen, um ihre Belesenheit und Jargonfestigkeit zu demonstrieren, ähnliches von sich behaupten könnten.

    Dr. Dean

    31. März 2008 at 18:43

  19. Bevor ihr jetzt in einen seltsamen Clash of Sociologization schlittert: Mir behagt z.B. der Familialismus von Heckman gar ncht. Das Heil der Erziehung wird mal wieder auf vorlesende Eltern reduziert: making of the middle class child, um mal eine soziologische Wolke in den Raum zu pusten. Erfolg wird in der Regel auch an der Mittelschichtstandards gemessen: Museum besuchen, Zoo besuchen, Musikunterricht, sorgende Mütter, IQ etc. Der Witz an dieser Haltung Heckmans ist nämlich, dass er zwar die Kindheit als simplifizierende Phase beklagt, aber genau jenes Programm für Kinder fordert, das Kinder erst zu solchen nivellierten zur Inkompetenz verdammten Passagenexistenzen macht, nämlich der weitreichenden Ausschluß von Teilhabe.
    Umgekehrt spricht er nämlich auch nicht von den Elite-Strategien von oben, denen es egal ist on sie zahlen müssten oder nicht, sie tun es ja jetzt schon mit ihren chinesisischen nurses und dem viersprachigen Kindergarden.

    lars

    31. März 2008 at 19:10

  20. Verstehe ich nicht.

    David

    31. März 2008 at 19:29

  21. M.E. zeigt sich Kindhiet als lebensbiographische Phase vor allem durch den Ausschluss von Teilhabe (politisch, ökonomisch) und eine Lebenswelt aus, die sich vorwiegend im Privaten abspielt, nämlich im familiären Raum. So, und nun kommt der Heckmann daher und führte den alten Philanthropischen Diskurs fort, der nämlich genau das vorsah: Die Mütter haben sich um ihre Kinder zu kümmern, auf´ dass sie nützliche Mitgleider der Gesellschaft werden, was ihnen selbst nur zum Besten geraten kann. Der moralische Apelle lautet dann nämlich: Kümmert euch um eure Kinder und gebt sie in die Institutionen (egal ob sie privat oder öffentlich finanziert werden, das ist im Moment egal), dann wird es ihnen später besser ergehen.

    lars

    31. März 2008 at 19:39

  22. OK. Dein Gegenvorschlag?

    David

    31. März 2008 at 19:41

  23. @Lars:

    Ich kann das jetzt auch beides so schlimm nicht finden und habe so gar nix gegen Mütter, die sich um ihre Kinder kümmern und diesen vorlesen, ebensowenig, wenn die Väter dies tun, von mir aus auch Onkels, Freunde der Familie und Nachbarn, wer da primäre Bezugspersonen sind, ist ja in dem, was Heckmann schreibt, schnurz.

    Und denke in der Tat auch, daß es gut für Kids ist, wenn die frühzeitig auch Lebensräume außerhalb der Kernfamilien kennen lernen. Da verstehe ich jetzt auch nicht wirklich, wo die Stoßrichtung Deiner Kritik münden soll.

    @Dean:

    „Ich wüsste nicht, wo diejenigen, die sich so gern auf Foucault beziehen, um ihre Belesenheit und Jargonfestigkeit zu demonstrieren, ähnliches von sich behaupten könnten.“

    Und warum sollte ich mit jemandem reden, der lieber so wat unterstellt anstatt davon auszugehen, daß man bei Foucault vielleicht auch einfach was gelernt hat?

    momorulez

    31. März 2008 at 20:10

  24. @lars: wenn man es pragmatisch sieht, gibt es in der hier und jetzt bestehenden Gesellschaft kaum brauchbare Alternativen zum Vorschlag: „Kümmert euch um eure Kinder und gebt sie in die Institutionen (hier wohl vor allem: die Institution „Kindertagesstätte“ bzw. „Kindergarten“)“ – nicht „damit es ihnen später besser ergeht“ (als Euch?) – sondern: „damit es ihnen nicht schlecht ergeht“ – etwa aufgrund schlechter Sozialkompetenz. Es müssen nicht „die Mütter“ sein, die sich um ihre Kinder zu kümmern haben, es kann, denke ich, auch eine andere „feste Bezugsperson“ sein – aber sie muss sich in der Tat „kümmern“, und zwar intensiv. Vernachlässigung ist so ziemlich das schlimmste, was man einem Kleinkind antun kann, von körperlicher Misshandlung abgesehen.
    Ich könnte mir alternative Familienstrukturen vorstellen, die für die Kinder gegenüber den Modell „Familie plus Kita“ vorteilhaft sein könnte und auch eine größere „Teilhabe“, wie lars das nennt, bieten – etwa: Gruppenehe mit gemeinsamer Kindererziehung – auch die in Kibbuzim (früher) übliche Gruppenerziehung hat ihre Vorteile. Daben gibt es Modelle, bei denen es sehr auf den Einzelfall ankommt, ob sie sich vorteilhaft oder nachteilig auswirken – etwa die so oft romantisierte Großfamilie. Die kann unter Umständen für die Kinder eine wahre Hölle sein – in der Regel war es wohl kein Spaß, in einer Landarbeiter-Großfamilie in vorindustrieller Zeit aufzuwachsen. Es gab und gibt aber tatsächlich Großfamilien, die halten, was das Klischee verspricht.

    In der „Kindheit“ gibt es meiner Ansicht nach mindesten zwei Diskontinuitäten, die ähnlich einschneidend sind, wie die Pubertät: der Übergang vom Säugling zum Kleinkind, und der vom Kleinkind zum „Schulkind“. „Schulkind“ in Anführung, denn es ist ein enormer Kraftakt, einen sechs- oder siebenjährigen zum Stillsitzen und Zuhören zu bringen – das „verschulte“ Lernen ist für „Schulkinder“ (nicht unbedingt für Jugendliche) eine Zumutung. Aber damit wären wir wieder bei Foucault …

    MartinM

    31. März 2008 at 20:12

  25. Vor allem unterscheidliche Kindheiten zur Kenntnis nehemn und nicht immer am Ideal des wohlbehüteten Kindes auf ihre Güte hin ausdeuten. Die Kompetenzen, die sich Kinder etwa auf der Straße erwerben, anerkennen. Denn was Heckman ignoriert, ist der Realitätssinn der Menschen gegenüber ihren eigenen Chancen: Was er den nichtlesenden Müttern anlastet, kann man genausogut den nicht anwesenden Vätern vorwerfen, oder einer Schule, die eben nicht das leistet, was sie verspricht, wenn sie sich nicht auf Eltern und oder private Nachhilfe verlässt. Und spätestens da müssten sich dann die die Programme für die verschiedenen Kindheitslagen unterscheiden. Vor allem müssten die Schulprogramme derart gestaltet werden, dass sie nicht auf die Bildungsinvestition der Eltern angewiesen sind, also nicht davon abhängig sind, ob zuhause gelesen wird oder nicht, oder ob die Eltern dem Kind bei den Hausaufgaben helfen können oder nicht usw.
    Im Prinzip hieße das dann vor allem: kleine Schulklassen, sich auf unterschiedliche Lerntempi einstellen, den Prüfungsapparat zurückfahren.
    Und auf der familiären Ebene endlich ein Scheidungsrecht für Kinder.

    lars

    31. März 2008 at 20:19

  26. Momo: Ich habe nichts gegen das Vorlesen, auch nicht gegen das Kümmern. Aber ich habe was dagegen, wenn familiale Praktiken zum Cornerstone von Lebenschancen gemacht werden. Dem Heckman ist glaube nicht egal, wer sich um Kinder kümmert. Der will eine Familienkultur zur Basis machen, die bestimmte Voraussetzungen hat, die nicht in jeder Familie gegeben sind und von den Familien z.T. gar nicht geleistet werden können, wenn beide Eltern Schicht arbeiten, oder wie in den USA eben vier oder fünf jobs haben.
    Die Lösung kann doch nicht lauten: weil bestimmte Klassen unter den gegebenen Bedingungen besonders gut abschneiden, sind deren Strategien auch für andere zielführend. Seit Bourdieu wissen wir, was passiert, wenn sich die Elite nicht mehr exklusiv fühlt: Sie distinguiert sich jetzt halt eben anders, über andere Praktiken und an anderen Orten.

    Und Martin hat mit seiner zwiten differenz ja ganz recht. Allerdings verweist er mal wieder nur auf verschiedene Muster der Allianz der Erwachsenen, aber nicht auf die möglichen und nötigem Veränderung des generationalen Arrangements.

    lars

    31. März 2008 at 20:38

  27. „Vor allem unterscheidliche Kindheiten zur Kenntnis nehemn und nicht immer am Ideal des wohlbehüteten Kindes auf ihre Güte hin ausdeuten. Die Kompetenzen, die sich Kinder etwa auf der Straße erwerben, anerkennen.“

    Ich kann jetzt nicht finden, daß der Herr Heckmann das nicht „auch so sehen könnte, darüber redet er halt nicht. Und, siehe Martin: Ich kann jetzt gegen wohl behütete Kindheiten nur dann was einwenden, wenn die Kids begluckt werden.

    „Was er den nichtlesenden Müttern anlastet, kann man genausogut den nicht anwesenden Vätern vorwerfen“

    Ich habe diesen Subtext des Vorwurfs da gar nicht reingelesen. Und abwesende Väter können ja auch was ziemlich Unlustiges sein. That’s life, deshalb kann man doch drüber reden, daß z.B. Vorschulen da hilfreich und unterstützend sein können.

    „Und spätestens da müssten sich dann die die Programme für die verschiedenen Kindheitslagen unterscheiden.“

    Ja, auch da würde er Dir vermutlich zustimmen.

    „Vor allem müssten die Schulprogramme derart gestaltet werden, dass sie nicht auf die Bildungsinvestition der Eltern angewiesen sind, also nicht davon abhängig sind, ob zuhause gelesen wird oder nicht, oder ob die Eltern dem Kind bei den Hausaufgaben helfen können oder nicht usw.“

    Ja, aber genau das sagt er doch, oder habe ich wieder zu schnell gelesen?

    momorulez

    31. März 2008 at 20:39

  28. „Der will eine Familienkultur zur Basis machen, die bestimmte Voraussetzungen hat, die nicht in jeder Familie gegeben sind und von den Familien z.T. gar nicht geleistet werden können“

    Nein, der will eigenständige Institutionen, die unerheblich machen, was für Voraussetzungen da jeweils gegeben sind. Das habe ich zumindest heute morgen ganz im sinne von Nussbaum/Rawls/Sen, also der Grundsicherungslogik zur Beförderuntg von Chancengleichheit-Logik gelesen, und das ist ja für mich aktuell das einzige konkrete-politische Programm, das jenseits auch meiner Utopien, die viel weiter gingen, zu fordern wäre.

    momorulez

    31. März 2008 at 20:43

  29. Aber das kann er nur durch Zusatzangebote absichern, sonst würde er nicht von einigen Geld verlangen, von anderen nicht. Dass es solche Zusatzangebote nicht bräuchte, sondern dass Schule eben ein die grundlegenden Kompetenzen zu vermitteln hätte, ohne dass soziale Herkunft noch eine Rolle spielen dürfte, dass müsste konkretes Ziel sein. Dieser Gedanke, Kinder möglichst früh schon zu födern, um sie für den Wettbewerb zu stählen, ist ja nichts anderes als ein Humankapitalargument.

    Zum Vorlesen. Die ganze Sequenz lautet:

    „SZ:Die Männer aus der Vorschulgruppe hatten im Alter von 40 Jahren halb so oft Drogenprobleme wie die anderen. Und die Zahl der Männer, die häufig im Gefängnis saß, war fast um die Hälfte niedriger. Was muss man mit kleinen Kindern machen, um solche Unterschiede hervorzurufen? Eine Gehirnwäsche?

    Heckman:Nein, es ist viel simpler. Man muss ihnen elterliche Unterstützung geben. Diese Kinder kamen aus Familien, in denen genau das fehlte: Ihre Mütter waren wenig gebildet und hatten oft die Schule abgebrochen. Sie konnten den Kindern nicht viel mitgeben. In solchen Familien wird weniger geredet, weniger erzählt, weniger vorgelesen. Die Kinder gehen nicht in den Zoo oder das Museum, sondern sitzen vor dem Fernseher.

    SZ:Und dieser Nachteil lässt sich mit ein paar Stunden Kindergarten ausgleichen? Die „Perry Preschool“ war ja nicht einmal ein Ganztags-Kindergarten.

    Heckman:Offenbar war das Ganze trotzdem sehr wirksam. Es gab eine Art Lehrplan, nach dem sich die Erzieherinnen richteten. Sie waren alle akademisch qualifiziert, erhielten Supervision und hatten relativ wenige Kinder zu betreuen. Eine Erzieherin musste sich um acht Kinder kümmern.“

    Das mag vielleicht undeutlich ausgedrückt sein, aber die Männer aus der Vorschulgruppe waren ja Testpersonen aus der Studie. Und Heckman führt diese Unterschiede auf die familiären Lebenslagen zurück. Aber wenn er das für die Testpersonen macht, dann ist der nächste Satz, dass die Institution da korrigierend wirkt, unklar…

    Und zu den Vätern: Klar ist man manchmal froh wenn der Vater nicht im Haus ist, aber dass man da immer mit der Mutter ankommt, nennt es eben ein Stereotyp…

    lars

    31. März 2008 at 21:18

  30. „Dieser Gedanke, Kinder möglichst früh schon zu födern, um sie für den Wettbewerb zu stählen, ist ja nichts anderes als ein Humankapitalargument.“

    Bin ja prinzipiell ganz bei Dir, was die Stoßrichtung solcher Argumentaionen betrifft, aber soll man sie stattdessen lieber auf ein Leben im Gefängnis vorbereiten, wie – siehe Ches Posting vorher – ja so mancher das auch ganz gerne hätte im Falle bestimmter Unterschichten in den USA?

    Bin ja auch für das Recht auf Fernsehen und jenes, die Schule auch abbrechen zu dürfen, aber jetzt aus Zoobesuchen, Vorlesen und sich um Kids kümmern gleich die Stählung für den Wettbewerb abzuleiten, sorry, das kann genau so gut solidarisches Verhalten, Emphatie, Fürsorgefähigkeit und lauter wundervolle Dinge befördern …

    momorulez

    31. März 2008 at 21:34

  31. „Das mag vielleicht undeutlich ausgedrückt sein, aber die Männer aus der Vorschulgruppe waren ja Testpersonen aus der Studie. Und Heckman führt diese Unterschiede auf die familiären Lebenslagen zurück. Aber wenn er das für die Testpersonen macht, dann ist der nächste Satz, dass die Institution da korrigierend wirkt, unklar…“

    Das ist nicht unklar, das ist Ökonometrie. 😉

    Eigentlich ganz einfach: Du hast links eine abhängige Variable, z.B. die Wahrscheinlichkeit, daß jemand mit 40 Jahren im Gefängnis sitzt, oder daß er Drogenprobleme hat. Und Du hast rechts eine Batterie von unabhängigen Variablen, mit denen Du die Variation der abhängigen Variablen erklärst. Und damit kannst Du dann beispielsweise auch zeigen, daß die Preschool bei Leuten aus schwierigen Familienverhältnissen einiges rausreißt, daß der Effekt der Preschool bei Leuten aus „guten“ Familienverhältnissen geringer ist, so daß unterm Strich die Vorschule zu einer gewissen Konvergenz der Wahrscheinlichkeiten auf der linken Seite der Gleichung über die Familienverhältnisse hinweg führt.

    statler

    31. März 2008 at 21:39

  32. „Die Deutschen diskutieren über frühe Bildung eher philosophisch, die Amerikaner eher pragmatisch“

    Hmmm…

    David

    31. März 2008 at 21:45

  33. Das Design ist mir schon klar. Auch seine These. Aber die 40jährigen Männer, die da genommen wurden und eine niedrigere Quote aufweisen, die sind ja durch das Programm gelaufen und demzufolge müsste da die Institution schon gegriffen haben. Das waren ja Preschoolers:
    „Die Männer aus der Vorschulgruppe hatten im Alter von 40 Jahren halb so oft Drogenprobleme wie die anderen. Und die Zahl der Männer, die häufig im Gefängnis saß, war fast um die Hälfte niedriger.“

    Nun antwortet Heckman auf die Genese dieses Unterschieds zwischen Preschoolers und Nichtpreschoolers aber mit der familären Sozialisation:

    „Was muss man mit kleinen Kindern machen, um solche Unterschiede hervorzurufen? Eine Gehirnwäsche?

    Heckman:Nein, es ist viel simpler. Man muss ihnen elterliche Unterstützung geben.“

    Daher vermutlich meine Verwirrung und die zugegebenermaßen etwas hastig aufgestellte These des Familienzentrismus.

    lars

    31. März 2008 at 21:58

  34. Er vermutet doch, daß sich die elterliche Unterstützung aufgrund der wöchentlichen Beratung durch die Erzieherinnen verbessert habe. Es geht also auch gar nicht um etwas, daß Familien aus ‚unteren sozialen Schichten‘ prinzipiell nicht leisten könnten. Vielleicht müssen sie häufig nur drauf gebracht werden.

    David

    31. März 2008 at 22:02

  35. Ah, okay. Das ist in der Interview-Kurzform tatsächlich unklar. Was dahinter steckt, dürfte einfach die Feststellung Heckmans sein, daß Preschooling und elterliche Unterstützung im Hinblick auf das Resultat in gewissem Umfang Substitute sind. Wer das eine nicht bekommt, sollte wenigstens das andere haben, um am Ende mit relativ geringer Wahrscheinlichkeit inhaftiert oder drogensüchtig zu sein.

    statler

    31. März 2008 at 22:05

  36. Ja, das sagt er einige Sätze später. Aber das macht es ja nicht einfacher. Weil dann zielt er tatsächlich auf eine Verzahnung von familiärer und schulischer Erziehungspraxis. In diesem Falle wäre die Vorschule sozusagen nur ein Weg, stärker auf die Eltern einzuwirken. Und dann hängt es doch von der Familienkultur ab.

    Ich denke halt, dass diese Praktiken für den Schulerfolg nicht ausschlaggebend sein dürfen. Wenn die Schule den Kindern selbst Lesen und Schreiben und auch Lust daren nicht zu vermitteln vermag, dann darf sie sich nicht auf die familiäre Sozialisation stützen, um ihre Ziele zu erreichen. Aber das ist wahrscheinlich zuviel verlangt von einer Institution, die ja auf Selektion und Zertifikation ausgelegt ist.

    lars

    31. März 2008 at 22:16

  37. @lars. Sorry, aber da kann ich Dir nicht folgen.

    „Weil dann zielt er tatsächlich auf eine Verzahnung von familiärer und schulischer Erziehungspraxis.“ – was denn sonst?

    Übrigens danke ich euch für die Erklärungen, wie solche Studien entstehen und was da wie gegenüber gestellt wird, das kann ich nämlich nicht 😉

    Und statler möchte ich da vollumfänglich zustimmen: „Was dahinter steckt, dürfte einfach die Feststellung Heckmans sein, daß Preschooling und elterliche Unterstützung im Hinblick auf das Resultat in gewissem Umfang Substitute sind. Wer das eine nicht bekommt, sollte wenigstens das andere haben, um am Ende mit relativ geringer Wahrscheinlichkeit inhaftiert oder drogensüchtig zu sein.“

    … und noch ergänzen, dass in der deutschen Bildungswirklichkeit tatsächlich noch die Förderung der späten Jugend priorisiert wird. Darum geht es imho in diesem Interview, für die frühe Förderung eine Lanze zu brechen.

    ring2

    1. April 2008 at 10:01

  38. OT
    — persönliches Wort —
    @ momorulez

    Da scheine ich unbeabsichtigt einen wunden Punkt bei Dir getroffen zu haben, allerdings fühle ich mich gründlich missverstanden, wozu meine provokante Ausdrucksweise allerdings gut beigetragen haben wird.

    Und warum sollte ich mit jemandem reden, der lieber so wat unterstellt anstatt davon auszugehen, daß man bei Foucault vielleicht auch einfach was gelernt hat?

    Momorulez, ich habe dir nicht „so wat“ unterstellt und ich habe nicht viel gegen Foucault, – ich glaube gern – ich bin sogar sicher – dass man von ihm viel lernen kann.

    Mir ging es nicht um Foucault selbst, sondern um einen besonderen Verlautbarungston und ein bestimmtes Gefolge, das mich in mancherlei Hinsicht an die Anhänger des Positivismus von Auguste Comte erinnert.

    Mich ärgert erstens ein überzogener Weltdeutungsanspruch von bestimmten Soziologenjüngern (übrigens ein Vorwurf, den man vielen Ökonomenjüngern ebenfalls gut machen kann), und mehr noch, eine bestimmte Form eines verquasten Belesenheitssprechs, oder gar eine politische Argumentation, die sich deshalb als überlegen dünkt, weil sie ihre Begrifflichkeiten in das Weihwasser von Adorno/Foucault/Bordieur getaucht hat.

    Das hat mit Dir oder lars nichts zu tun, war aber ein Gedanke, den ich in dem Moment hatte und zum Ausdruck bringen wollte. Denn ich halte das von mir Behauptete, was vielleicht auf den ersten Blick für eine üble Häresie gehalten werden könnte, für einen, leider, oft sehr relevanten Vorwurf, allerdings – er richtete sich weniger an die Leser und Blogautoren hier, garnicht an momorulez, auch nicht an lars, sondern bezieht sich…

    … konkret auf ein paar ärgerliche Texte (hier fällt mir z.B. der „linke Neoliberalismus“ von Mercedes Bunz ein oder das unreflektierter Beblahe ihres Berliner Freundeskreises) sowie (das ist ein zweiter Punkt) auf die Unart, als Linker die Befunde und die Person eines Ökonomen wie z.B. Heckman „seltsam“ zu finden.

    Heckman hat m.E. außerordentliches geleistet, indem er genau geschaut hat, wann, auf welche Weise und unter welchen Bedingungen sich bestimmte Maßnahmen zur Verbesserung von Chancengleichheit sich erfolgreich auswirken.

    Das finde ich durchaus spannend. Und eben nicht „seltsam“.

    Und warum sollte ich mit jemandem reden, der lieber so wat unterstellt anstatt davon auszugehen, daß man bei Foucault vielleicht auch einfach was gelernt hat?

    Momorulez, ich habe Dir nicht unterstellt, was Du glaubst, was ich Dir unterstellt hätte. Es mag sein, dass Inhalt, Grund und Anlass meiner Äußerungen missverständlich formuliert waren – das bitte ich zu entschuldigen.

    Wenn ich unabhängig davon hier im Blog persona non grata bin, lass es mich einfach wissen.

    Dr. Dean

    1. April 2008 at 16:08

  39. (…) Preschooling und elterliche Unterstützung im Hinblick auf das Resultat in gewissem Umfang Substitute (…)

    Hmm. Ich habe Heckman eher so verstanden, dass er den exakten inneren Wirkungszusammenhang zwar nicht genau kennt (also auch nicht, ob und inwieweit Preschooling und elterliche Unterstützung Substitute sind), aber darauf hinweist, wie wichtig bei einem bestimmten Programm die wöchentlichen Gespräche mit den Eltern sind. Er äußerte dann im Interview die These (die ich für unzureichend begründet halte – was nicht Falschheit bedeuten muss), dass die vermittelte Fähigkeit zur Disziplin der entscheidende Faktor für eine günstige soziale Entwicklung sei.

    Die Kinder aus der Vorschulgruppe waren motivierter und hatten mehr Selbstdisziplin. Das – und nicht der IQ – erklärt ihre späteren Erfolge.

    Ich bezweifele, dass sich das beobachtete Geschehen (nämlich: ein sehr effizientes Preechooling-Programm) auf diesen Nenner bzw. in die Nähe eines derartigen Wirkungszusammenhanges bringen lässt. Die Frage nämlich bleibt offen, selbst wenn Disziplin und Motivation wichtig sind, warum die Kinder aus dem Perry Preschooling (u.a.!) hier einen Vorsprung hatten. Auch könnten Dinge eine Rolle in der sozialen Entwicklung spielen, die vielleicht gemeinsam mit „Selbstdisziplin“ auftreten, aber hier nicht gemessen wurden.

    Insofern finde ich manchen Halbsatz, den Heckman äußert, dann im nachhinein doch etwas seltsam (@lars: ;-)). Man müsste mal genauer schauen, wie er zu seinen Ansichten gelangt ist. Ich kann nicht ausschließen, dass hier ein wahrer Kern zu entdecken wäre, aber meine Vermutung geht dahin, dass die Zusammenhänge weitaus komplexer sind.

    Ich persönlich vermute recht stark, dass sich bei der Eltern-Komponente des Prechooling-Programms eine Art „Rosenthal-Effekt“ ereignet, und zwar in der Gestalt, dass sich die Eltern im Rahmen dieses Programms deutlich mehr Gedanken und Mühe machten mit der Förderung ihres Nachwuchses, aber auch bei der elterlichen Zuwendung insgesamt, deshalb, weil sie regelmäßig beobachtet werden (wöchentliche Gespräche über 90 min.), und auch unterstützt werden.

    (das wäre quasi die „Dean-Hypothese“ erfolgreichen Preechoolings)

    Dr. Dean

    1. April 2008 at 16:30

  40. @Dean:

    Nee, Quatsch, nix mit Persona non Gratatatouille, es gibt ja diesen unsäglichen Jargon, der mich auch schon an der Uni quälte. Bin allerdings immer sehr empfindlich, wenn ich glaube, man wollte mich oder Lars mit denen in einen Topf stecken – habe schon früher Foucault gegen manche seiner Liebhaber verteidigt 😉 …

    momorulez

    1. April 2008 at 17:06

  41. Die „Dean-Hypothese“ gefällt mir genauso gut, wie die Geschichte von Hans, der mal was hätte lernen sollen, als er noch Hänschen hieß.

    Übrigens eine bewegende Erfahrung, wenn man dann bei den eigenen Kindern beobachtet, was die eigene Erziehung, oder eben die fehlende, so für Auswirkungen hat. Dazu aber in privatem Kreis gerne mehr … 😉

    ring2

    1. April 2008 at 17:18

  42. Meister dieses Jargons sind mal wieder eine Fraktion der Antideutschen, so die Ca-Ira-Ecke. Sprache als Distinktionsmittel…

    che2001

    2. April 2008 at 12:50


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