shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Für die Maoisten ist die Schweiz das Vorbild

with 3 comments

Die Führung der nepalesischen Maoisten erklärte, sie orientiere sich politisch am Modell der Schweizer Demokratie. Beide Länder hätten viel gemeinsam: Kleine rohstoffarme Hochgebirgsländer und zugleich Vielvölkerstaaten. Die direkte Demokratie mit regionalen Volksabstimmungen entspräche den Mao-Tse-Tung-Ideen am Meisten. Man dürfe nicht den Fehler machen, den politischen Weg Chinas nach dem Zweiten Weltkrieg zu absolutieren.

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Written by che2001

12. April 2008 um 11:47

3 Antworten

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  1. Die nepalesischen Maoisten sind schon seit vielen Jahren in einer postmaoistischen Phase.

    Dr. Dean

    12. April 2008 at 17:22

  2. Klar sind sie das. Dabei darf auch nicht übersehen werden, dass die chinesische Kulturrevolution eine basisdemokratische Phase hatte mit Wandzeitungen, in denen öffentlich Kritik geübt wurde und täglichen Diskussionsveranstaltungen. Der Terror der Roten Garden und die dann folgende De-Facto-Militärdiktatur hat das später gründlich konterkariert, aber Kräfte, die an diese spezielle Phase der chinesischen Revolution anküpfen, können daraus sehr wohl basisdemokratische und nicht despotisch-totalitäre Modelle ableiten, wie das ja auch der KB oder die kurdische Komalah taten. Die VV-Teach-In- und Wandzeitungskultur der 68er ist eine Mischung aus einer Anknüpfung an diese Phase und an die US-Bürgerrechtsbewegung zugleich. Die Phase, in der die nepalesischen Maoisten sich zurzeit befinden, ist im Grunde das Gleiche, wie das, was die Tupamaros (die in Uruguay, nicht die in Peru) schon vor längerer Zeit gemacht haben: Von der Guerrilla zur realpolitischen Partei und einer art Interessenvertretung der Ausgegrenzten. Übrigens nette Guerrilla, die zwar die Regierungstruppen bekämpft, dabei aber bemüht ist, die ausländischen Bergsteiger und ihre Sherpa-Kolonnen nicht zu belästigen.

    che2001

    12. April 2008 at 17:50

  3. Stimmt, nette Guerrilla, für umgerechnet so drei Euro verkauften sie an Touris Passierscheine mit den Konterfeis von Marx, Engels, Lenin und Mao. Nicht an mich, an einen Kumpel und seine Freundin auf Bergtour. Ohne Drohungen oder weiteren Ärger.

    cut

    13. April 2008 at 13:00


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