shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Herrschernamen

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Mittelalterliche und frühneuzeitliche Herrschernamen sind nicht alle positiv. Karl dem Großen,  Ludwig dem Frommen, August dem Starken, Julius dem Weisen, Anton dem Gütigen und Ludwig dem Heiligen  stehen Johanna die Wahnsinnige, Robert der Teufel, Erik Blutaxt, Selim der Strenge (Yavuz), Vlad der Pfähler (Dracula), Maria die Blutige und Iwan der Schreckliche gegenüber. Einer toppt sie aber namenstechnisch alle: Kara Norgai Khan, „Der schwarze Höllenhund“. Dabei hat er sich als Erfinder der Schädelpyramide um die Denkmalsarchitektur verdient gemacht.

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Written by chezweitausendeins

22. April 2008 um 22:49

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert

15 Antworten

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  1. Ein buntes Potpourri. Interessant dürfte sein, daß durch die Namen selbst bereits die Brutalität mit denen die Namensinhaber so zu Werke gehen angedeutet wird.

    Der „jüngste Sohn von Ludwig dem Frommen“ ist wohl ein früher Begründer der Skinhead-Jugendbewegung:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Kahle

    narodnik

    23. April 2008 at 1:33

  2. „Harald der Harte“ und „Wilhelm der Bastard“ gefallen mir auch ganz gut. Knackig auf den Punkt. Kommt mit dem Khan aber wirklich nicht mit.

    David

    23. April 2008 at 13:40

  3. Interessant finde ich auch die Namen folgender Herrscher, die sozusagen eine „schlechte Press“ bzw. „schlechte Chronik“ haben:
    Karl der Dicke, Karl der Einfältige, Aethelstan der Schlechtberatene, Selim der Säufer

    MartinM

    23. April 2008 at 18:10

  4. Einspruch, Euer Ehren: Karl der Einfältige wurde nach der „Heiligen Einfalt“ benannt, was charakterliche Geradlinigkeit, Frömmigkeit und persönliche Bescheidenhit bedeutet, während Ludwig der Fromme ein Spottname war, weil der sich nur mit Geistlichen als Berater umgab.

    chezweitausendeins

    23. April 2008 at 18:41

  5. Danke – wie „Karl der Einfältige“ gemeint war, wusste ich wirklich nicht, aber über seine Entscheidung, dem Wikingerherzog Rollo das von seiner Gefolgschaft besetzte Land an der Seinemündung zum Lehen zu geben und den Normannen die Verteidigung des Landes anzuvertrauen, dürften nicht wenige seiner Zeitgenossen den Kopf geschüttelt haben.
    Dass „Ludwig der Fromme“ nicht lobend gemeint war, war mir dagegen bekannt. Wobei er ja im Grunde genommen mit dem dänischen „Thronanwärter“ (einem von dreien) Harald „Klak“ das selbe versuchte, was später Karl der Einfältige mit Rollo versuchte: Wikinger als Verteidiger gegen Wikinger einzuspannen.

    MartinM

    23. April 2008 at 21:05

  6. Dieser Schachzug des Einfältigen war aber im Nachhinein betrachtet eine der klügsten diplomatischen Entscheidungen des Mittelalters.

    chezweitausendeins

    23. April 2008 at 21:31

  7. Unraed, der schlechtberatene, hieß Aethelraed. Aethelstan siegte bei Brunanburh und markierte dadurch den Höhepunkt des alten Angelsachsen. Über seine Berater sind mir keine Klagen bekannt.

    David

    24. April 2008 at 1:18

  8. Waldemar Atterdag ist auch nicht schlecht. Das heißt nächster Tag und bedeutete so viel wie „wartet nur, meine Rache kommt noch!“, was dann auch so war.

    che2001

    24. April 2008 at 10:03

  9. Ich erinnere an Johanna die Wahnsinnige, Juana la Loca, Königin von Kastilien, die aus machtpolitischen Gründen die meiste Zeit ihres Lebens in Haft verbrachte, bevor sie als 75-Jährige verbrüht wurde.

    Sie hatte gewissermaßen ein klassisches Frauenproblem: Ihr Mann, dann ihr Vater und dann ihr ältester Sohn wollten nicht, dass sie regiert – und erklärten sie darum für wahnsinnig.

    Während ihrer einzigen Chance auf Befreiung, während des Aufstands der kastilischen Städte, unter Führung von Juan de Padilla und Maria Pacheco, verweigerte sie – kurz vor ihrer Befreiung -, mit den Revolutionären gemeinsame Sache zu machen. Das war womöglich das einzige Mal in ihrem Leben, wo sie sich wirklich wie eine Wahnsinnige verhalten hat.

    Dr. Dean

    24. April 2008 at 15:42

  10. Eriks hatten das nicht immer leicht. Vielleicht hat man mit zwei Jahren Amtszeit auch echt zu wenig Zeit, für seine eigene Legende zu sorgen.

    Ein Schwedenkönig hieß soweit ich weiß auch „Erik, der das Land verlor“. Auch dumm, so in die Geschichte einzugehen.
    Erik XI., „der Lispelnde und Lahme“ hatte auch nur sieben Jahre, um sich einen Namen zu machen, der ein wenig schöner klingt.

    So, wie Erik VIII., „der Siegesfrohe“, der 25 Jahre an dieser Legende feilen konnte. Kritiker werden da jünger verstorben sein.

    Dann lieber wahnsinnig.
    vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_schwedischen_Könige

    ring2

    24. April 2008 at 22:24

  11. Du meinst auch nicht John Lackland, Erik der Ringfahnder?

    David

    25. April 2008 at 2:35

  12. Eher Erik der Unvorsichtige. ;(

    Erik

    25. April 2008 at 8:31

  13. Erik der Rote und sein Sohn Leif der Glückliche fallen mir ein und die streitaxtschwingende Tochter Freydis.

    che2001

    25. April 2008 at 9:26

  14. Obwohl der, den wir als Erik den Roten kennen, ja Leif Eriksson geheissen haben soll 🙂

    ring2

    25. April 2008 at 11:09

  15. Nein, das war der Vater, Erik Aswaldsson.

    che2001

    25. April 2008 at 11:20


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