shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Heraus zum Ersten Mai oder Tek Yol Devrim!

with 7 comments

Hach, war das schön! Gestern mit den Anarchopunks abends durch die Stadt gezogen in einer wunderbar bunten revolutionären Walpurgisnachtdemo, heute  (seit ein paar Minuten gestern )  im Schwarzen Block auf der „regulären“ Maidemo  mit Parolen wie  „Gegen die Konstrukte Volk, Nation und Rasse, Klasse gegen Klasse“, „Um Europa keine Mauer, Bleiberecht für alle und auf Dauer“ und  „Rassismus, Lager, Deportation, das ist deutsche Tradition, wehrt Euch, greift ein!“.  Es war wie in  den Achtzigern, und ich sehe es seit der ersten Mobilisierung zu  Heiligendamm: Die Autonomen kommen wieder.  Gründe für ein sozialrevolutionäres, internationalistisches und antikapitalistisches Engagement gibt es ja genug.  Ob Sozialabbau,  Downturn der Lohnkurve in Deutschland  und gleichzeitig Anstieg der  Spekulation, Einstellung der  Hungerhilfe für Kinder in Kampuchea,  versuchte Einschränkung des  Streikrechts durch die rot(z)-rote Regierung in Berlin – eigentlich ist das alles Wasser auf sozialrevolutionäre Mühlen. Ein Großteil meiner Generation, also der 30-50jährigen nimmt das nicht wahr. Immerhin war Abgrenzung zu den 68ern, das Scheitern eigener Renitenz gegen den neoliberalen Durchmarsch und das Hippsein des Yuppietum für die Mehrzahl bewusstseinsbildend. Schnee von gestern, Proletarity rulez!

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7 Antworten

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  1. Ich wünschte, ich könnte Deine Gefühle teilen – leider verlief mein 1. Mai *etwas* anders als erhofft: http://martinm.twoday.net/stories/4902170/

    Aber in einem hast Du recht: es war fast wie in den 80ern. Allerdings war ich damals deutlich fitter und deutlich „idealistischer“, und hätte mich nicht, als es brenzlig wurde (im wahrsten Sinne des Wortes) verkrümelt. Oder anders ausgedrückt: wäre ich 20 Jahre jünger, säße ich jetzt vermutlich im Polizeiarrest – oder läge von Nazis zusammengeprügelt im Krankenhaus.

    MartinM

    1. Mai 2008 at 23:32

  2. Mist. Ich musste zu Hause bleiben und mich an Krücken durch die Wohnung schleppen. Eigentlich hatte ich mir das anders vorgestellt. Naja.

    T. Albert

    2. Mai 2008 at 9:37

  3. Hab nur das Ende am Hauptbahnhof mitbekommen.
    Das war dann vom Sound her, wie ein Spiel des FC bei Dynamo. Übrigens auch erschreckend, wenn die Freude am sportlichen Hassen die eigentliche Auseinandersetzung schon popkulturell überlagert.

    Finde mich in Martins Posting wieder..

    ring2

    2. Mai 2008 at 11:04

  4. In Düsseldorf gabs eine Mini-Demo über die Kö, danach Bier, Bratwurst und Luftballons sowie ein paar Gewerkschaftsreden.

    Als Alternative dazu galt in diesem Jahr Aachen.

    cut

    2. Mai 2008 at 12:48

  5. Hmm, zeigt mal wieder, dass die Gesamtregion Niedersachsen-Bremen-Nordhessen doch geistig überlegen ist. Kein Wunder, war auch mal das Königreich Westfalen mit der ersten Verfassung in Deutschland und lustigem König.

    chezweitausendeins

    2. Mai 2008 at 22:53

  6. Die Autonome 1. Mai Demo in Wuppertal hats natürlich auch noch gegeben. Keine Ahnung, was da los war. Hab nur von zahlreichen Festnahmen gehört.

    cut

    2. Mai 2008 at 23:16

  7. Da ging wohl Einiges über die Wupper 😉

    chezweitausendeins

    3. Mai 2008 at 9:27


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