shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Wer schreibt denn nun …

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.. den Nachruf auf Robert Rauschenberg?

Bekenne, mich nie intensiver mit ihm beschäftigt zu haben – die weißen Leinwände jedoch und das Ausradieren des Werkes Willem de Konning sind kunstgeschichtliche Momente, die nirgends fehlen, wenn erzählt wird, und sagen mir auch was. Jack Daniels verstehe ich auch.

So schwant mir: Der Mann war ein Gigant, und doch, mir fehlen die Worte – und nur den SpOn-Artikel zu verlinken, das wäre dann wohl doch zu wenig …

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Written by momorulez

14. Mai 2008 um 15:57

11 Antworten

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  1. Ja, ein Gigant. Vielleicht wird ja mal mehr über ihn statt Warhol geredet, was ich jedenfalls für angemessen hielte. Schon seine Dante-Zeichnungen aus den Sechzigern sind ein Hammer, mit dem er Türe und Tore geöffnet hat, zu anderem Umgang mit Material.

    T. Albert

    14. Mai 2008 at 16:32

  2. Wollte Dich ja auch nur nicht zu direkt auffordern, zum Nachruf beizutragen 😉 – der Mann interessiert mich!

    momorulez

    14. Mai 2008 at 16:44

  3. Zeit!

    T. Albert

    14. Mai 2008 at 17:16

  4. Geld?

    lars

    14. Mai 2008 at 21:28

  5. auch!

    T. Albert

    14. Mai 2008 at 22:17

  6. Liebe!

    T. Albert

    14. Mai 2008 at 22:18

  7. Ziemlich merkwürdiger Spon-Artikel; alles nur witzige Satire bei dem Rauschenberg, wie wir uns die Kunst so vorstellen, damit sie Sinn bekommt. „Erased de Kooning“ hat Autor nie gesehen: von Gemälde kann nun keine Rede sein, es ist die Zeichnung einer Figur, Blattgrösse ca. 64×55 cm. Witzig auch, worum es dabei gegangen sein soll, berühmt zu werden, ach Gott. Zum Glück kam das auch dabei raus, aber mit etwas Literaturstudium dieser nicht unwichtigen, etwas esoterischen Sache, hätte er rausfinden können, dass es das Zeichen für einen Neuanfang gegen die abstrakten Expressionisten war, eine poetische Geste, um sich gegen die Väter zu wehren. Und die weissen Bilder vorher thematisierten Schatten und Stille und „negativ“ die Farbenlehre von Albers, die von mind. 2 FArben, die einander brauchen und steigern, handelt. Ziemlich ernste Sache. Für Cage sehr wichtig.Naja, usw.
    Weil alles „neckische Melange“ war, fällt auch kein Wort über ROCI, Rauschenberg Overseas Cultural Interchange, was eine grossartige Sache war, und die Rauschenberg Foundation, auch eine grossartige Sache; beide zeigen, wie solche Leute denken, nämlich auf denMenschen bezogen, um anderen Menschen Handlungen für Menschen zu ermöglichen.

    T. Albert

    15. Mai 2008 at 0:34

  8. Das Dumme ist ja, dass die jetzt alle demnächst sterben; dann sinkt alles zurück in mehr oder weniger teure Sozialamtskunst von „gesellschaflicher Relevanz“ und „ästhetischem Anspruch“, oder wie das gerade in einer Wettbewerbsauslobung für eine sehr exponierte Stelle in einer schweizerischen Stadt hiess. Völlig ffreiwillig.

    T. Albert

    15. Mai 2008 at 0:48

  9. Die popjournalistisch geprägten Feuilletonisten sind ja eh komplett unfähig, sich auf irgendein Thema wirklich einzulassen, sondern fegen per Effekt jeden Gegenstand auf den gleichen Müllhaufen.

    Die anekdotisieren da immer irgendwie witzig vor sich hin, und Charlotte Roche schreibt dann das Sex-Buch dazu, das genau diesen Pappnasen gefällt und läßt sich sich als Provokation feern, als wäre das nicht ’n Widerspruch in sich. Und als wäre Cage heute nicht ungleich provokativer. Und Pop-Art muß eh mal wieder gegen den Strich rezipiert werden.

    Und wer Anspruch über Ästhetisierung und Effekt hinaus erhebt, ist sowieso Scheiße, es sei denn, er macht’s Jüngersches vorgaukelnd wie Rauch in verrätseltem Pseudo-Tiefsinn, vom Markt mit Weihen versehen – der Förster vom Silberwald halt.

    Drum: Wenn die jetzt alle sterben, müssen wir’s halt besser machen. Diese ganze Affen, die jetzt in irgendwelchen Gremien und Redaktionen sitzen (und mir ja auch das Leben schwer machen), diese ganzen um die Vierzigjährigen, mental durchformatierten Popularisten, die langsam machttechnisch an’s Ruder kommen, die sind doch größtenteils so haarsträubend billig, daß es eigentlich ganz wie in den 50ern möglich sein müßte, mit Gegenakzenten auch aufzufallen …

    momorulez

    15. Mai 2008 at 7:21

  10. Stünden hier:

    http://www.welt.de/welt_print/article1992537/Grovater_der_Pop_Art.html

    nicht diese Phrasen über „Kunst und Leben“, dann wäre das zumindest etwas vollständiger, oder?

    momorulez

    15. Mai 2008 at 7:29

  11. Ja, is vollständigerer Unsinn. Signifikant und symptomatisch für zeitgeistiges Halbbewusstsein.

    Ich möchte jetzt wissen, wie die Frau von Robert Rauschenberg aus Berlin hiess, die eine Cherokee-Indianerin war.

    Dann möchte ich wissen, seit wann das “ berühmte ausradierte Bild von Willem de Kooning…..heute als Ikone und offizielle Absage an die abstrakte Kunst“ gilt. Und wieso das eine „düstere Zeichnung“ war.

    „Von Programm keine Spur, er hielt die Aktion damals eher für einen jugendlichen Versuch, auszuprobieren, „ob auch das Ausgelöschte noch ein Bild abgibt“. “
    – JA! Das war vielleicht das Tolle.Frau Baier! Man kann ausprobieren, ob auch das Ausgelöschte noch ein Bild abgibt! Das ist eine Fragestellung. Was für ein Glück, dass der keine Spur von einem Programm hatte. Huch!

    T. Albert

    15. Mai 2008 at 14:06


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