shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Sozialversicherungsbefreite Veddel?

with 12 comments

Und alle reden auf einmal über die Veddel. Beim Mittagessen. Weil Ottensen zu  teuer ist und durch die Hafencity eine Brücke zur Veddel geschlagen würde. Ist ja auch ein schönes Viertel. Das sollte man doch jetzt was kaufen, da gibt’s wenigstens Wertzuwachs! Und die Freundin hat endlich auch einen Galeristen gefunden, einen der Top 20-Galeristen. Der, wo auch Norbert Bisky ist. Und wieder, auf gegrillten Thunfisch und Gyros glotzend, unser Abwehrchef dreht uns derweil den Rücken zu, ist die Sozialversicherungspflicht für Geschäftsführer größerer, mittelständischer Unternehmen Thema. Ist es in letzter Zeit ständig. Nur Finanzvorstände von Aktiengesellschaften könnten sich davon befreien, hat neulich wer behauptet. Aber, Erfolg: Der Anwalt hat es jetzt auch geschafft, eines meiner Gegenüber davon zu befreien! 2 Jahre, 2 Jahre!!! hat er das bezahlt – endlich vorbei! „Na, das nenn ich Solidarität!“, werfe ich ein – „Was is’n das für’n Spruch?“ ist die Antwort.

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Written by momorulez

15. Mai 2008 um 7:44

12 Antworten

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  1. anders als der junge Rauschenberg hat Dein Gegenüber ein Programm! Is doch super! Ne Zielvorstellung.

    T. Albert

    15. Mai 2008 at 14:08

  2. Dieses Der-machts-richtig-Gejohle der besseren Kreise würde ich nicht unbedingt Programm nennen.

    Dr. Dean

    15. Mai 2008 at 14:37

  3. @“ “Na, das nenn ich Solidarität!”, werfe ich ein – “Was is’n das für’n Spruch?” ist die Antwort.
    — *kicher*

    lol

    ROFL!!!!!!!!!!!!!

    che2001

    15. Mai 2008 at 14:44

  4. Dean,

    ja, das denk ich auch immer. Aber MIR sagen die sowas immer. Echt. „Du musst eine Zielvorstellung haben. “ Und Synergien erzeugen statt Solidarität leben.

    T. Albert

    15. Mai 2008 at 14:51

  5. Die gleichen Leute, die ihre Diplomarbeiten aus Textbausteinen geschrieben haben und Mitarbeiter wegen mangelnder Performance, nicht mangelnder Leistung entlassen.

    che2001

    15. Mai 2008 at 14:57

  6. JA!
    (Mittlerweile halte ich mich ja wieder fern, schon einige Jahre, aber bei meinem letzten Intermezzo dieser Art gings oft genau darum. Irgendwann wusste ich nicht mehr was mit „Leistung“ eigentlich gemeint war. Die, von denen geredet wurden, waren die, die die Arbeit machten. Als von aussen kommender Teilgesellschafter hab ich das aber zu langsam kapiert. Ausserdem dachte ich auch, man muss eben die Arbeit machen.)

    T. Albert

    15. Mai 2008 at 15:05

  7. @Che:

    Das lustigste war wirklich: Die waren echt fassungslos, als ich das so einwarf. Dabei ist einer von denen wirklich ’n guter Kumpel, den ich sehr, sehr gerne mag.

    @T. Albert:

    „Und Synergien erzeugen statt Solidarität leben“

    Manchmal machst Du mich fertig mit Deinen Wahrheiten. Das ist ja so dermaßen auf den Punkt, daß ich jetzt Depressionen habe.

    momorulez

    15. Mai 2008 at 15:21

  8. Macht Solidarität, wo Synergien kaputt machen!

    (Antidepressivum)

    Dr. Dean

    15. Mai 2008 at 15:43

  9. Es ist auf dem Punkt – und: ich bin tatsächlich schon mal wegen „mangelnder Performance“ (nicht etwa: mangelnder Leistung) gefeuert worden. Der Unterschied? „Mangelnde Leistung“ wäre irgendwo an meinen Arbeitsergebnissen ablesbar gewesen – in die „mangelnde Performance“ geht offenbar auch ein, wie man sich gibt, und wie sehr man sich mit dem Laden, in dem man arbeitet, identifiziert.
    Wenn man sich so gibt, wie die Leute, die momorulez so treffend charakterisiert, gilt man wahrscheinlich sogar dann als „guter Performer“, wenn die reale Leistung eher bescheiden ist. Ein gutes Betätigungsfeld für schauspielerisch begabte Hochstapler!

    MartinM

    15. Mai 2008 at 15:54

  10. O Gott, jetzt bestätigt Ihr mir das alles auch noch, was ich die ganze Zeit gar nicht richtig glauben konnte, dass es wirklich so war.

    Ja zum Antidepressivum. Also dieses Wort Synergien – ich wusste nicht, dass ich anfangen könnte, Worte zu hassen. Aber da war es irgendwann so weit. Und das hatte mit der sich im Gesichtsausdruck abbildenden charakterlichen Beschaffenheit der Sprechenden zu tun.

    Aber mir hat auch mal John Cage in Köln die HAnd gegeben und mir in die Augen gesehen, da war ich glaub ich 23 0der 24. Das war was ganz anderes und war mit solcher Sprechweise gar nicht in verbindung zu bringen, weshalb ich es bis heute nicht vergessen habe. Komisch, er war superberühmt, und nicht so `n Synergien_Würstchen, das keiner kennt trotz Synergien.

    T. Albert

    15. Mai 2008 at 16:45

  11. Ich erinnere mich an ein Plenum, wo einer sagte: „Da können sich interessante Synergieeffekte ergeben“, und eine erdige, bodenständige und durchaus erotische Frau kommentierte mit breitem Grinsen „Bürschchen, Du meinst wohl Klugscheißereffekte?“. Klasse war auch eine von Historikern frequentierte Party, wo einer erzählte, er beforsche, wie die Klassenlage das individuelle Bewustsein präge, und eine Frau meinte, Begriffe wie Klassenlage, Klasse, soziale Schichtung, Bewusstsein könne man doch heute gar nicht mehr verwenden, und er erwiderte in voller Lautstärke vor versammelter Belegschaft, „Ja, dass so eine Mittelstandstusse wie Du das denkt, kann ich mir vorstellen!“

    che2001

    15. Mai 2008 at 18:49

  12. […] wie auch und im Privaten darstellt. Dass darin auch ästhetische Dimensionen zu stecken scheinen, deutete T.Albert die Tage mal an und wenn ich den Verweisauf Tschechovs Landhausgemeinschaften heranziehen darf, dann lässt sich […]


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