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Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Begehren, aktuell: Google, „Frauen“, und was sich findet

with 19 comments

Warum sind eigentlich russische, polnische und ukrainische Frauen so beliebt?Heute Google-Suche „Frauen“. Solange die obersten Plätze Partnervermittlungen osteuropäischer Frauen vorbehalten sind, mache ich mir keine Sorgen über die repressive Moral des Postfeminismus.

P.S. Man beachte auch die „verwandten Suchvorgänge“!!!

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Written by lars

27. Juni 2008 um 9:06

19 Antworten

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  1. Dass die existierende Gesellschaft schlechter ist als das, was undogmatische Linke, Feministinnen, Linksgrüne usw. anstreben sollte als Ausgangsposition nie vergessen werden. Es ist ein Unterschied, ob man auf dem Weg in eine bessere Gesellschaft strauchelt, stolpert, sich verheddert, an Widersprüchen scheitert oder ob man niemals losgegangen ist.

    che2001

    27. Juni 2008 at 10:23

  2. Hey, Lars, das ist ja ganz hübsch, dass du dir keine Gedanken über Repression in linken Gruppen machen magst, tja, und das ausgerechnet mit dem Argument, dass du ganz davon weißt, dass irgendwo wirklich ganz schlimme Probleme bestehen.

    Noch geiler (tatsächlich – nur auf andere Weise geil) ist es, dass du dir dein „und-deshalb-ist-es-mir-egal“ aus den per Google sichtbaren Sexualbedürfnissen – sowie den kommerziellen Angeboten – strickst, und zwar mit einem argumentationsbefreiten und auf den Ekeleffekt setzenden „Hey-schaut-mal-dort-wie-eklig!“.

    Wann immer dir ein Thema nicht passt (und sei es, weil du dich evtl. auf eigentümliche Weise als Beteiligter am besprochenen Geschehen berührt fühlst – und zwar unangenehm), dann: argumentiere mit genau diesem Google-Link.

    😉

    (Vorsicht Rant! – Es bleibt zwar immer noch die Frage, was das eine und das andere miteinander zu schaffen haben – aber so weit brauchst du deine Argumentation nicht zu prüfen – ist ja schließlich dein Argument. Ein loser, ausgesprochen nicht-kausaler thematischer Zusammenhang genügt heute, ganz allgemein, sehr vielen Menschen – besonders in Fragen von Politik, und das bloße Auflisten politischer Pejorative ersetzt – quasi nach Art der NLP – die Mühsal einer ernsthaften Argumentation – ähem – mal ganz allgemein gesagt, sorry Lars für den Rant, der bezieht sich nicht allein auf deine m.E. untaugliche Googlefundstellenargumentation)

    Lars, ich will dich nicht herabwürdigen oder mich über dich lustig machen, aber eine „heute Google-Suche: Frauen“ ist m.E. keine adäquate Argumentation – nicht in Bezug auf die teils beachtlich repressive Sexualmoral in linken Gruppen – unter besonderer Berücksichtigung theorieverstrahlter Ver-butler-ungen, und eben: ihren Nebenwirkungen in linken Gruppenn.

    Genau dieses Muster (Aufbau eines abzuwehrendes allgemeinen Feindbildes, z.B. „jeder Mann als potentieller Sexualstraftäter“,die Inszenierung jeglicher Männlichkeit im Rollenverhalten als abzuwehrende Repression von Frauen, oder der Hinweis auf verantwortungslose Partnervermittlungen für ukrainische Frauen) passt – als Repressonsbegründung und als „Kick“ für intolerante Gruppenpraktiken.

    Ist das nicht sogar ein Stück weit traurig?

    (Man kann das sogar auf völlig andere Themen verallgemeinern, z.B. Thema „Terror“. Ist der Mann nicht ein potentieller Sexualterrorist – bloße Blicke oder ein freundliches Lächeln sind ja bereits, wie Butler-TheorieknallköpfInnen problemlos bestätigen können, als brutale Anschläge auf Frauen zu werten, sondern gilt ein Mensch ganz allgemein als Bedrohung, so erlaubt dies die ständige Einführung bzw. Erweiterung neuer Repression. Am Ende der Hysterie steht also hier der Überwachungs- und Polizeistaat, und dort eine repressive Sexual-Pseudomoral neuer Korrektheitsgebote, bei der – durchaus nicht zur allgemeinen Glückshebung – Frauen z.B. vor jeglicher, auch zufälligen Berührung zu „schützen“ sind. Hier wie dort wandelt sich der schlechte Witz und die Hysterie in ein allgemein schlechtes und unfreiheitliches Sein.)

    Dr. Dean

    27. Juni 2008 at 11:42

  3. Dean, Dein Sinn für Ironie ist aber so hoch entwickelt wie bei Leuten, die mit einem Brückenpfeiler diskutieren -). Und Antworten auf meine letzten Argumente habe ich von Dir nicht.

    che2001

    27. Juni 2008 at 11:46

  4. Nein, Dean. Ich wollte nur nochmal darauf aufmerksam machen, dass die Plausibilität von Gender-Theorien nicht einfach nur an der argumentativen und lebensweltlichen Kongruenz von linken Gruppierungen zu messen sind. Selbst wenn das Problem hier virluent sein mag. In anderen Bereichen und anderen Lebenszusammenhängen herrscht durchaus noch eine ganz andere Geschlechterhegemonie. Mehr soll das nicht heißen.

    Ich finde auch diesen Vorwurf, man dürfe nur kritisieren, wenn man sich selbst so verhält oder man solle schweigen immer moralisch faul. Die Gendertheorie setzt ihr argumentatives Gewicht ja auf die Verleiblichung von Geschlechterdifferenzen, die man nicht einfach mal so aussetzen könne. Nein, man verhält sich ja manchmal geradezu machohaft, oder identifiziert sich mit solchen, ohne es zu wollen. Man sieht es selbst auch gar nicht immer, weil es sich den Körperbewegungen, Gesichtsausdrücken, Stimmlagen, Kommunikationsstrukturen einschreibt. Schon allein deswegen lassen sich nicht alle Dimensionen männlichen und weiblichen Verhaltens so einfach wegwischen oder in consciousness raising groups thematisieren.

    Und was Du zum männlichen Blick und Terror sagst: Die Butler hat sich ja dezidiert von Dworkin und MacKinnon abgesetzt. Wenn die Lektüre da wiederum anschließt, kann doch die Theorie nichts dafür.

    ich seh ja das Dilemma dieser Diskussion so:

    Du Dean, sagst: Die Butler’sche Theorie hast Du in ihrer Aneignung durch linke Gruppen als äußerst repressiv erfahren.
    Wir (wenn ich mal den Kollektiv verwenden darf) sagen: Die Erfahrung magst Du gemacht haben, aber wir haben es anders erlebt und können deshalb diese Theorie nicht einfach als repressiv abqualifizieren. Weil die argumentative Logik dann hießen würde: Ist die Theorie repressiv, ist es ihre Aneignung auch – aber wir verstehen uns als dezidiert anti-repressiv! Und dann kann man uns noch so um die Ohren hauen, dass es woanders repressiv zugeht, für uns stellen konstruktivistische gender-Theorien ein Moment der Kritik als eines der Affirmation dar.
    Darauf sagst Du: Aber ihr müsst doch sehen, dass es zu solchen repressiven Auswüchsen kommt. Wenn ihr es nicht seht, dann kennt ihr entweder die Linke nicht (seid kein Teil davon) oder Ihr ignoriert einen konstitutiven Teil der Linken. Darauf aber würde zumindestens ich sagen: Nö. Ob ich Teil der Linken bin, diese Definitionsmacht spreche ich erstmal keiner Einzelperson da, sondern das ergibt sich aus dem politischen Gefüge, in dem wir uns bewegen.
    Schließlich: Auch die Linke besteht nicht aus den besseren Menschen. Aber sie erhebt den Anspruch, das Zusammenleben der Menschen qualitativ in Richtung Fortschritt zu verändern.

    lars

    27. Juni 2008 at 13:00

  5. Dean:
    Außerdem fordert hier keiner den Polizeistaat, keiner Verbote von Pornographie, lüsternen Blicken, der freien Verfügung über den eigenen Körper oder dergleichen.
    Ich habe einfach nur keine Lust, Kämpfe zu verlieren, die ich gar nie kämpfen wollte. So. Wenn Deine Linke repressiv ist, dann weiß ich einfach schlicht nicht, wovon Du sprichst. Und deshalb kann ich nur antworten, dass meine Erfahrungen andere sind und zwar sowohl was die Repressivität gegenüber Frauen als auch was die Repressivität gegenüber Männern betrifft.

    Und nochwas: mit Polemiken solltest doch Du die wenigsten Probleme haben.

    lars

    27. Juni 2008 at 13:19

  6. Lars, es mag ja sein, dass sich Erfahrungen unterscheiden. Ich glaube aber nicht – jedenfalls fällt mir das schwer – dass es viel Sinn macht, dass du mir meine Erfahrungen bestreitest.

    Dass sich im Gefolge eines – ich hatte es gezielt „theorieverstrahlt“ genannt – feministischen „Diskurses“ in linken Gruppen merkwürdige (teils sogar: hochmerkwürdige) repressiveNormen entwickelt haben, lieber Lars: Das wurde nicht nur von mir thematisiert.

    Echt nicht.

    Aber schön: Bei dir war es komplett anders – dafür Gratulation! Bei mir war es nun einmal so: Unter den linksradikalen und von selbst ernannten „Marxisten“ dominierten Gruppen gab es besonders repressive Gruppenstrukturen (zumeist: besonders zu Lasten der Frauen), sehr übel iiefen auch anarchistische Gruppierungen ab, wo das Mackertum Urständ leistete, verrückter Weise waren die übelsten Typen dabei gut und teils bestens mit feministischer Theorie vertraut. Und umgekehrt: Das angenehmste Gruppenklima (auch: verbunden mit hohen Frauenanteilen) gab es dort, wo die dort tätigen Linken dem Dogma bewusst fremd waren, und sogar extremismusfeindlich.

    Ich kann es nicht vernünftig begründen, eine Theorie habe ich dafür schon garnicht, aber es war einfach so – bei mir und den durchaus nicht wenig zahlreichen Gruppen – dass mit dem Anwachsen von „Theorielast“ die sozialen Beziehungen untereinander ent-solidarisiert wurden.

    Frag mich bitte nicht, warum das so war. Ich weiß es nämlich nicht. Und besonders übel lief es dort ab, wo „Selbstverständnisdebatten“ und „feministische Diskurse“ eine große Rolle spielten. Man könnte es so nennen:

    Die Macht des theoretischen Dogmas. Aber ich glaube das ist falsch, die Wirkung war ja komplexer. Im übrigen fiel mir auf, in der Zeit als es eine Hinwendung zum Dekonstruktivismus und zur Diskurstheorie (inkl. Butler) gab, dass die beteiligten Frauen gleichzeitig „feindseliger“ wurden wie auch „unpolitischer“, in dem Sinne, dass konkrete politische Forderungen und Zielsetzungen eine immer geringere Rolle spielten zu Gunsten, hmm, einer „kritischen Auseinandersetzung“ mit linken Männern und Frauen, die als Feind bzw. Veränderungsobjekt angesehen wurden – bis hin zu schulmeisterlichen Formen seitens spezieller „Kneifgesichter“, über die ich ja schon berichtet habe.

    An Stelle der eigentlichen politischen Aktion und die Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner trat die Auseinandersetzung mit anderen Linken. Beispielsweise: Frauen, die mit derlei Theorie nichts anfangen konnten oder wollten: die wurden gezielt rausgeekelt.

    Der Dekonstruktivismus entwickelte eine destruktive Macht.

    An Stelle eines Diskurses, der politische Ziele verfolgt, die Lebensverhältnisse zu bessern sucht und Freiheitsräume erweitern will, trat ein ständiger „Diskurs über den Diskurs“, ein ausgiebiger Theorie-Sprachmüll, regelmäßige Theorie-AGs und ein Dauergespräch übereinander auf Meta-Ebene. Vielleicht war das das Hauptproblem, auch deshalb, weil es oft genug nur die eigenen Genossen/innen abwertete – und nur höchst selten zur Verbesserung der Lage beitrug, dafür aber dem Klugscheißer-Bedürfnis diverser Leute reiche Nahrung verschaffte.

    Ganz einfache, un-theoretische Postulate, fernab aller Rollendiskussionen, z.B. „Toleranz!“ und „gegenseitige Achtung!“, sind für mich in politischen Gruppenzusammenhängen wichtiger geworden, auch als Folge dieser Erfahrungen. Und dort, wo der beschriebene destruktiv-dekonstruvistische Rollenzirkus stattfindet (das gibt es heute noch!): da nehme ich Abstand.

    Mein Rat lautet: Dann lieber keine Politik – auch keine Frauenpolitik, Minderheitenpolitik u.ä. – als diese Form von „Diskurs“ in Gestalt eines pseudopolitischen gegenseitigen Manipulierens.

    Es bringt einfach nichts. Besonders: Nichts Gutes.

    Dr. Dean

    27. Juni 2008 at 23:51

  7. Wie gesagt: Solche Erfahrungen haben keine Aussagekraft über dier zugrundelegende Theorie als Solche. Ich habe das alles ja auch mitgemacht, aber unter etwas verschobenen Vorzeichen. Hier waren diejenigen, die die repressiven Strukturen entwickelten und aufrechterhielten diejenigen, die sich den Selbstverständnisiskussionen, die sie als Nabelschau ächteten verweigerten. Hier waren die ätzenden Moralinfeministinnen und Antipatneuemänner bevorzugt eher rotgrüne Bürgerkinder, denen wenig moralische Radikalautonome häufig proletarischer oder migrantischer Herkunft gegenüberstanden, und Radikalfeministinnen kritisierten mit Butler die repressive Moralfraktion als biologistisch. Das ist jetzt auch nur eine Ausschnittsaufnahme, aber sie zeigt zumindest, dass das, was Du, Dean, da schilderst nicht verallgemeinert werden kann, und es sagt schon gar nichts über den Dekonstruktivismus aus. Ich habe oben in meinem Romankapitel ja mal meine seinerzeitige Wahrnehmung dieser Prozesse auf der unmittelbaren Erlebnisebene ausgedrückt. Und nicht zu vergessen: Es waren konkrete Vergewaltigungen in der Szene, die diese Morallawine überhaupt ausgelöst hatten.

    chezweitausendeins

    28. Juni 2008 at 10:06

  8. Jetzt muss ich aber sagen: Deans Schwierigkeiten hatte ich auch irgendwann. Und über den Dekonstruktivismus habe ich mich ja schonmal bösartig geäussert. Wir sind ja nun wirklich in manchen Bereichen damit beschäftigt, die Scherben zusammenzufegen.

    T. Albert

    28. Juni 2008 at 10:21

  9. Was genau findest Du am Dekonstruktivismus falsch?

    chezweitausendeins

    28. Juni 2008 at 10:52

  10. @Dean:

    „Der Dekonstruktivismus entwickelte eine destruktive Macht.“

    Satan, weiche!

    Ich habe ja manchmal das Gefühl, manch Hete reagiert so allergisch auf den Feminismus, weil sie irgendeine Alte nicht abbekommen hat und nicht mehr einfach so den Macker spielen kann, pardonnez-moi. Frag mal eine Lesbe, wie die das so erlebt, dieses Schema.

    Alles andere, was Du beschreibst, ist zum einen einfach Subkulturspezifik, diese ganze linken Splittergruppen bilden halt auch Strukturen heraus, wie ich sie zum Teil aus Homo-Szenen kenne, wie man sie in manchen „Migranten“-Zirkeln antrifft, bei den Zeugen Jehovas oder unseren liberalen Sektenfreunden. Das liegt wohl zum einen einfach an Kleingruppenpsychologie, zum anderen aber daran, daß Subkulturen, die ihre Identität aus Abgrenzung zu einem wie auch immer wahrgenommenen „Mainstream“ beziehen, auf diesen bezogen bleiben. Und genau diese Mechanismen hat die Butler ja ganz großartig analysiert.

    Zum anderen liegt es aber wie bei vielen linken und liberalen Diskursen daran, daß der feministische Diskurs auch da als Wahrheitsdiskurs auftritt, wo er de facto als Machtdiskurs agiert. Da sind die Konservativen ja um einiges ehrlicher, würde ich mal behaupten.

    Ich denke aber trotzdem, daß gerade zu „Machtwirkungen mindern durch Dezentrierung“ der ganze dekonstruktvistische und poststrukturalistische Diskurs einfach unübertrefflich beigetragen hat. Und da liegt dann ja eine interessante Parallele zu richtigem liberalen Denken, also nicht jenem, das im Netz so auftritt, sondern jenem, daß dieses Prädikat auch verdient – übrigens durchaus auch zu ordoliberalen Ansätzen.

    Ansonsten ist diese Entpolitisierung wohl eher der Erlahmung der großen, linken Legitimationserzählungen zu verdanken, und darauf spielt dann wohl T.Albert an.

    @T. Albert:

    Na, wenn man sich nach den heroischen und mythischen Gehalten der Moderne sehnt, dann erlebt man das halt als Scherbenhaufen 😉 (duckweg).

    Es geht doch einfach daraum, aus den Einsichten, die gewonnen wurden, nun wieder einen machtvolleren Diskurs zu starten, um nicht dem staatlich-ökonomischen Komplex im Sinne irgendwelcher Superreichen das Feld zu überlassen. Nicht etwa darum, jetzt zu den großen Erzählungen zurückzukehren, obwohl man doch weiß, daß sie nicht funzten.

    MomoRules

    28. Juni 2008 at 11:59

  11. Es geht doch einfach daraum, aus den Einsichten, die gewonnen wurden, nun wieder einen machtvolleren Diskurs zu starten, um nicht dem staatlich-ökonomischen Komplex im Sinne irgendwelcher Superreichen das Feld zu überlassen. Nicht etwa darum, jetzt zu den großen Erzählungen zurückzukehren, obwohl man doch weiß, daß sie nicht funzten.

    – Ja, es geht hier doch auch um Stellungskriege um den Gramsci mal zu bemühen. Und dass die Stellungskriege nicht schon das bessere Leben sind, ist ja auch klar. Und immer mal wieder die Frage: Was wäre denn die Alternative im Vorgehen?

    lars

    28. Juni 2008 at 13:14

  12. Ja, wegduck Dich, macht nix: DA!

    Nein, was ich meine ist, dass wir uns damit aufhalten, während das andere gar nicht interessiert, sie im Gegenteil, das was an Einsichten gewonnen wurde, schlichtweg integrieren: der staatlich-ökonomische Komplex. Das ist doch mittlerweile ein ästhetischer Diskurs, dessen man sich prima bedienen kann, und der dient dann zur Unterstützung dieser ganzen Vertragsfreiheits-zwischen-Einzelnen-Reden. Das sehe ich,.

    Ich kann nichts machtvolles sehen momentan, aber jede Menge Leute, die ihre Energien damit verschwenden müssen, in ihrem Leben eine Unentschiedenheit gegen die andere abzuwägen, weil sie meinen, sie hätten irgendeinem diskursiven Druck nachzukommen, wie er sich mittlerweile in allen Zeitungen findet und in Einbürgerungsfragebögen.

    Ich sags mal so, anhand praktisch-künstlerischer Erfahrung und Diskussion, und Peter Eisenmann und Derrida haben da ja nun sehr viel gesagt und getan: Wenn ich eine Form dekonstruiere, dann kommt eine andere raus, das ist nichts weiter als ein Transformationsprozess zur Form- und Bildfindung. In unserem Fall bei Behauptung einer Art entwurfshistorischer Objektivität, die die menschliche Urheberschaft relativieren soll.
    Ja, aber am Ende ist dort ein neuer Gegenstand,und alle Fragen gehen von vorne los, und: seine Wirkung auf Rezipienten hat eben nichts mit seiner immanenten Entstehungsgeschichte zu tun, aber der muss iregendwie damit zurechtkommen, er steht einfach vor einem weiteren Objekt, das er beschreiben muss. Und dessen Qualität ergibt sich nicht aus der Art seines Entstehungsvorganges, auch wenn es den selbst symbolisiert.
    Das ist übrigens alles sozusagen links in der Architektur.

    Ich kann aber auch ganz „heroisch“ sagen, so, das machen wir jetzt so und so, weil die bedingungen so und so sind, und wir sehr wohl etwas durchsetzen wollen, so wie alle, die sich für unsere ganzen wunderbaren öffentlichen Formfindungsprozesse einen Scheiss interessieren, und die wir unsererseits nicht einfach übergehen können, als wäre unser Traum nicht zu stören. Das interessiert die nicht allzu sehr.

    Wenn wir einen neuen machtvollen Diskurs starten können, dann ist ja gut. Ich hoffe das ja!
    Aber dann kann man nicht nur gesellschaftspolitisch argumentieren. U. U. kommt dann nämlich auch von links genauso rassistoides Geschwätz wie das von Walter Veltroni zu den Rumänen raus, für deren Situation sich sonst niemand interessiert.

    Und den mythischen Gehalt der Postmoderne gibts gar nicht? (haben den nicht die Transvanguardia-Leute bearbeitet?)

    Kann ich wieder in die Sonne?

    T. Albert

    28. Juni 2008 at 15:22

  13. Ich würde behaupten – allerdings spielen dabei vermutlich zu sehr persönliche Erfahrungen eine Rolle – dass der soziale Dekonstruktismus nicht im Sinne seiner theoretischen Ideale betrieben wurde (übrigens auch nicht von J. Butler), sondern v.a. als rhetorisches Machtmittel zwecks Angriff, bzw. wie Lars schrieb, „Stellungskrieg“ gegen den tatsächlichen oder vermeintlichen Mainstream.

    Aus dieser Haltung heraus, die im neuen feministischen 90er-Jahre-Diskurs mit alten Haltungen verrührt wurde, ergaben sich teils verblüffende und sogar belastbare Einsichten (z.B. am Mitwirken von Frauen bzw. sozialen Opfern an ihrer Lage), gleichzeitig aber bildete sich im Rollenverhalten etwas „Neues“ – das eben nicht der Emanzipation der Menschen diente – und vielmehr dem Chic und der Kompatibilität innerhalb einer Subkultur. Diese schöne neue Subkultur und die Vorstellung eines Neuen Menschen und „neuen Mannes“ wurde keineswegs „dekonstruiert“, und falls doch, dann eben nur noch, um sich in regelmäßig feindseliger Weise gegen potentielle Bündnisgenossen/innen zu wenden. Eine eigentümliche Dynamik entfaltete sich.

    Das war nicht einfach nur der Ausdruck der Gruppendynamik von Subkulturen, (gut: das auch), sondern war eben auch Folge des veränderten Fokus, leicht überzogen formuliert: eines auf Rollenverhalten orientierten Umerzeihungsregimes, in dem man bestens und angenehm unangegriffen bestehen konnte, wenn man sich – und sei es nur taktisch – als schwul oder sonstwie queer ausgab…

    Das Experiment hatte ich tatsächlich mal angestellt, damals, und ein Häuflein dekonstruktivistischer Feministinnen fand mich daraufhin derart entzückend, dass ich umgehend eine Einladung in ihre Frauen-WG erhielt, ich sollte umgehend einziehen, als „schwuler Mann“, für den sie mich hielten.

    Das war schon ziemlich schräg.

    Was als Machtkritik begann, wurde zur auf Macht abzielenden Karikatur, und der Dekonstruktivismus wurde zum Machtmittel innerhalb einer Subkultur.

    Dr. Dean

    28. Juni 2008 at 16:59

  14. @Alternative:

    mal wieder das, wovon ich zum Beispiel nix verstehe: Politische Ökonomie. Dann klappts auch wieder mit der „Kultur“.

    T. Albert

    28. Juni 2008 at 17:05

  15. Dr. Dean, ich bin ja bei Dir, wenn das vermeintlich Anderssein als Machtmittel mißbraucht wurde und die selbstzerfleischenden Selbstverständnisdiskussionen innerhalb dieser Linken nichts Anderes waren als Ausdruck der gesellschaftspolitischen Bedeutungslosigkeit (insofern hat in dem zitierten Kapitel, wie meistens in meinem Roman, Azad recht). Ich weiß aber weder, was das direkt mit Butler o.a. Dekonstruktivisten zu tun hat, noch, wo da der Zusammenhang zu meinem Postulat ist, dass es wünschenswert wäre, von jeder Rollenfixierung loszukommen, übrigens ein utopisches Ziel, dass ich auch formulieren würde, wenn es keine Linke szene gäbe oder ich ihr nie angehört hätte.

    Ansonsten müsste man sagen: Nieder mit Jesus, der Verbrecher hat die Inquisition und die Kreuzzüge zu verantworten, reisst die Kirchen ein!

    Marx ist für Gulag und die Verbrechen Pol Pots verantwortlich, auf den Scheiterhaufen mit seinen Büchern!

    Verbietet Freud, ohne ihn wären in den 50ern keine Schwulen zwangssterilisiert und lobotomiert worden!

    chezweitausendeins

    28. Juni 2008 at 17:55

  16. @T. Albert:

    „Nein, was ich meine ist, dass wir uns damit aufhalten, während das andere gar nicht interessiert,“

    Na, soooo sicher bin ich mir da ja nicht.

    Natürlich interessiert sich die „breite Masse“ wenig für Derrida, den ich ja auch nicht mag, aber ich glaube ja an so was wie ein Feedback zwischen verschiedenen Diskurstypen, und da ist’s, von meinem Feld gesprochen, eben wichtig, irgendwie, und sei’s so, daß es nur indirket wirkt, der Pilcherisierung, dieser Fifties-Restauration, die allerorten stattfindet, siehe Neo Rauch, etwas entgegen zu setzen. Pop kann’s nicht mehr sein, und die ganze linke Rhetorik ist pilcherisierbar und wirkt dann auch so.

    Ist ja erstaunlich, was für linke Phrasen die ganzen Konservativen auf CDU-Ticket unter meinen Kunden so ganztätig dreschen, um auch ja nix zu produzieren, was jemanden stören könnte. Und das ist’s dann herrlich, dekonstruktive U-Boote einzubauen, mache ich seit 15 Jahren, weil’s wirkt.

    „Ich kann nichts machtvolles sehen momentan, aber jede Menge Leute, die ihre Energien damit verschwenden müssen, in ihrem Leben eine Unentschiedenheit gegen die andere abzuwägen, weil sie meinen, sie hätten irgendeinem diskursiven Druck nachzukommen,“

    Ja, schlimm. Aber ist das denn der Dekonstruktion anzulasten?

    Ist aber eh so, daß die als Wirkung im Feld der Architektur völlig anders zu bestimmen ist als beispielsweise im Wissenschaftdiskurs. Diese ökonomistische Dominanz, die es jetzt 20 Jahre oder so gab, die ist ja tatsächlich nur entstanden, weil a.) die Linke kulturalistisch wurde und ökonomische Fragen Marx zum Trotzde anderen überlassen hat und b.) weil niemand sie dekonstruiert hat. Das schaffen wir aber auch noch.

    „Wenn ich eine Form dekonstruiere, dann kommt eine andere raus, das ist nichts weiter als ein Transformationsprozess zur Form- und Bildfindung“

    Erkenntnis, die den Inhalt will, will die Utopie 😉 – also vielleicht wieder über Inhalte, nicht nur über Formen reden und künstlern?

    @Dean:

    Ja, ich kenne das doch auch alles und konnte dieses ganze Rangeschmeiße feministischer Frauen ja auch nie ertragen. Da haust Du mit Frau Butler aber trotzdem die Falsche.

    MomoRules

    28. Juni 2008 at 19:32

  17. Bin eben gerade auf dem Rückweg von einem Festival von fünf Typen als „schwule Sau“ angepöbelt worden, weil ich eine buntes Hawaiihemd, helle Hose und Lackschuhe trug. Überlegte mir kurz, mich auf eine kostenlose Karatelektion für Dumpfprolls einzulassen, entschied mich aber dagegen, weil fünf nunmal fünf sind. Solange solche Situationen normal sind, ziehe ich Rollendekonstruktion jeder Normalität vor.

    chezweitausendeins

    28. Juni 2008 at 23:14

  18. @ Momorulez

    Zu den leicht verrückten Dingen gehört, dass ich – obwohl ich den Dekonstruktivismus als „sozialwissenschaftliche“ Methode i.d.R. ablehne – durchaus finde, dass seine Anwendung ausgesprochen nützlich sein kann.

    1. Die Kritik (meine) am Ansatz

    Butler & Co würde ich also normalerweise vorwerfen, einzelne Beobachtungen drastisch überzubewerten und letztlich reine Sprachspiele zu veranstalten. Leute wie Butler glauben, als Sprach-Dekonstuktivisten, dass Sprache nicht nur die Wahrnehmung formt, sondern auch die Wirklichkeit – und sie verfolgen diesen Glauben so sehr, dass sie jegliche Überprüfung der eigenen Ansichten abwehren bzw. nicht ernsthaft erwägen, im bloßen Vertrauen darauf, dass mit der sprachlichen Dekonstruktion bereits etwas Relevantes oder gar Wissen geschaffen wird.

    In der sozialen Praxis innerhalb linker Szene-Zusammenhänge wirkte sich das m.E. dahingehend aus, dass die Kritik an Mainstream-Sexualität und -Rollenverhalten, was teils dekonstruktivistisch angetrieben war, ziemlich schnell meinte, dass mit der Dekonstruierbarkeit der angegriffenen Rollenmodelle zugleich ein Mangel an Legitimität einher ginge. Gut war: queer – und das Böse war der Mainstream, der auch in seinen harmlosesten Hervorbringungen als bekämpfenswert bzw. als Form der „Unterdrückung“ erachtet wurde.

    Das reichte durchaus bis ins Sozialpathologische, wo dann einzelne Männer, unter dem angesprochen „Diskurs“druck die eigene Gestik und Mimik daraufhin abklopften, ob diese in irgendeiner Weise „falsch“ war im Sinne von nicht-queer oder „falsch“ im Sinne von männlich. Mit anderen Worten, bereits die bloße soziale Existenz galt als inakzeptabel, und in einer zumeist hysterischen Grundhaltung wurde normal männliches Rollenverhalten thematisiert und angegriffen, und zwar auch vollständig fernab der Frage, ob sie mit ihrem Verhalten in irgendeiner Weise z.B. die Entfaltung von Frauen behinderten.

    Das Problem war vielleicht weniger die Methode (die auch nur eine von vielen sein kann), und mehr dieser merkwürdig übersteigerte Fokus auf Rollenverhalten und dieser bei linken Szenegängern verbreitete Kinderglaube an eine angeblich überlegene Einsicht in sozialpsychologische Zusammenhänge -> was jeweils verwendet wurde eben zur Machtausübung, Klugscheißerei und sinnlosen Bekämpfung eigener Genossen/innen. Opfer dieser Haltung waren ja nicht nur männliche Heten, sondern z.B. Frauen, die sich z.B. verfrechten, sich zu schminken oder – pfui! – adrett anzuziehen, was jeweils als Ausdruck ihrer menschlichen Rückständigkeit gedeutet wurde, sogar bis hin zum Herausmobben von Frauen und Männern, die sich den neuen ach-so-freheitlichen neuen Ansätzen und Rollenmodellen nicht unterwerfen mochten.

    2. Der erkannte Wert des Ansatzes

    Tja – und obwohl es in meine wissenschafstheoretischen Ansichten nicht hineinpasst, und zwar so gut wie überhaupt nicht, muss ich anerkennen, dass der Dekonstruktivismus sich vorzüglich dafür eignete, um alte Ansätze, Theorien und vermeintliche Gewissheiten aufzubrechen, dass damit sogar eine neue und zusätzliche wissenschaftliche Produktivität möglich gemacht wurde.

    Obwohl also der Nukleus der neuen Methode letztlich rein sprachlich war – und eher nur am Rande von belastbaren und kritisch diskutierten Erkenntnissen begleitet war (auf eine auch bei J. Butler ausgesprochen armselige Weise, d.h. z.B. der Ersatz echter Erkenntnis durch Spekulation), setzte sie Kräfte frei, wenn man so will, als Form einer allgemeinen Öffnung, und auch als eine neue Technik zur Hypothesenerzeugung.

    Mein Eindruck war, dass damit die Frauen- und Geschlechterforschung tatsächlich immens belebt wurde.

    Ich vermute, dass sich Dekonstruktivismus als Ansatz ganz wunderbar eignet, um zu neuen Erzählformen zu gelangen, und ganz allgemein, um Traditionen aufzubrechen. Ob diese neuen Erzählformen dann aber tatsächlich wahr und nutzbringend sind: Das ist dann die große Frage.

    Der Dogmatismus mancher Dekonstruktivisten (z.B. das unsinnige Beharren auf eine angeblich „rein“ soziale Determination von Geschlecht und Geschlechter-Rollen) spricht gegen deren Vertreter – und noch mehr gegen deren Adepten, die ja durchaus Veranlassung hätten, sich einen weiteren Blick zu erhalten, z.B. auch dafür, dass – bis zu einem gewissen Grad – durchaus genetische und vorgeburtliche Einflussfaktoren bestehen.

    Dr. Dean

    29. Juni 2008 at 18:35

  19. Viva Fernando Torres!

    Dean, Deine Erfahrungen waren ja wirklich heftig, teilweise decken sie sich mit meinen, teilweise stehen sie aber auch im diametralen Gegensatz. Z.B. Die von Dir geschilderte Kritik am habituellen Auftreten. Ich habe da mehr solche Sachen erlebt wie einen Mann, der, Brust raus, Bauch rein, Bizeps zeigen, erklärte, manche Männer hätten ja Schwierigkeiten mit feministischen Positionen, er nicht, und die Männer, die die Positionen der Feministinnen kritisieren würden, könnten sich gleich bei ihm was hinter die Löffel abholen, und das ging problemlos durch. Ich habe auch erlebt, dass ich einer Genossin, die von einem Ordnungshüter mit dem Schlagstock attackiert wurde, zu Hilfe kam und den Stock abwehrte und dann wegen machohaftem Beschützerverhalten kritisiert wurde. Ich erinnere mich an eine Männergruppendiskussion, in der Rucksackurlaub alleinreisender Männer und Gipfelbesteigungen als Reproduktion von kolonialistischem Erobererverhalten gegeißelt wurde. Aber: Das Alles hatte nichts mit der Genderdebatte zu tun. Die Sexismusdiskussion entwickelte sich bei uns ganz handfest aus der Frage, wie mit Vergewaltigern und Busengrabschern im eigenen Lager umzugehen sei. Die stark moralisch-repressiv argumentierenden Feministinnen in unseren Gruppendiskussionen argumentierten weniger gendermäßig – und schon gar nicht mit Butler – sondern teilweise biologistisch: Frauen seien aufgrund ihres auf Gebähren getrimmten Hormonspiegels die sozialeren Menschen. Dazu kamen dann so Sachen wie die weibliche Subjektivität müsste dem männlichen Objektivitätsbegriff gegenübergestellt werden, bis hin zu esoterischen Mondphasenmodellen. Dazu wurden dann auch noch linksradikale Positionen verworfen, weil Marx und Engels ja Macker waren, und also sei ein vegetarisch-feministischer Ökopazifismus die wahre Lehre. Dieses ganze Ideenkonglomerat wurde gerade von dekonstruktivistischen Feministinnen in meinem Umfeld, zu denen die nette Bitch gehörte (damals ein linksradikales Girlie) mit Butler im Munde auseinandergenommen.

    Eine andere Fraktion waren dann die Hardcore-autonomen Lesben, die einerseits von der Frauenszene als Vorreiterinnen angeshen wurden, zu denen andererseits wir antiimperialistischen Sozrevs ein entspanntes Verhältnis hatten, weil sie sagten, die Probleme der Heten untereinander gingen sie nichts an. Sie wiederum konnten mit Schwarzer&Co nichts anfangen, weil sie deren Ausrichtung auf sanften Blümchensex und politisch korrekte Verhaltensweisen quer statt queer waren, da bei ihnen SM hoch angesagt war.

    @ „eine auch bei J. Butler ausgesprochen armselige Weise, d.h. z.B. der Ersatz echter Erkenntnis durch Spekulation“ — müsstest Du exemplifizieren, nur kommen wir da wohl eh nicht auf einen grünen Zweig, da ich einen positivistischen Begriff von Objektivität grundsätzlich anzweifle.

    @ „das unsinnige Beharren auf eine angeblich “rein” soziale Determination von Geschlecht und Geschlechter-Rollen“ — nun, dazu habe ich ja in der Herleitung des ganzen Ansatzes aus der Ethnologie Einiges gesagt. Einerseits würde ich die bipolare Festlegung von Geschlechtern und Geschlechtsrollen tatsächlich als kulturell und sozial bedingt begreifen, andererseits habe ich bei dekonstruktivistisch argumentierenden Leuten, die jede Biologie leugnen, mich deutlich an Geschwister Loretta aus „Life of Brian“ erinnert.

    che2001

    29. Juni 2008 at 22:35


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