shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Der universelle McCain

with 3 comments

„Barack Obama spielt die Rassenkarte aus“, kritisierte McCains Wahlkampfmanager. „Das ist spalterisch, negativ, beschämend und falsch.“

 

Sehr witzig. Als würden nicht alle weißen US-Präsidenten, französischen Präsidenten, Bundeskanzler usw. seit Jahrhunderten die „Rassen“karte ausspielen, sonst hätte es ja keine Rolle gespielt, wenn’s auch einmal ein Schwarzer würde. Wurde es aber nicht.

Ist nur wieder ein absurder Beleg dafür, daß in weißen Köpfen weiß eben als universal, schwarz hingegen als absonderliches Partikularphänomen gilt – und wehe, die wagen es dann noch zu sagen, daß es Rassismus gibt!

Ist aber laut Milton Friedman eh nur ’ne Geschmacksfrage …

Advertisements

Written by momorulez

1. August 2008 um 12:25

Veröffentlicht in Antirassismus, die Moral, Gegenmoderne

Tagged with , ,

3 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Die am meisten versprechende Variante, um gegen Obama einen rassistischen Wahlkampf zu betreiben, besteht darin, ihm ständig vorzuwerfen, er würde die „Rassenkarte“ aussprielen, in einer Pseudo-Verteidigungshaltung.

    (die unterschwellige Botschaft lautet in etwa: „Hey, dieser schwarze Sonderling sagt, dass wir ihn als Nigger beschimpfen würden. Das ist eine miese Lüge – Weiße, wehrt euch!)

    Der Vorwahlkampf gegen HRC hat gezeigt, dass rassistische Töne im Wahlkampf vorzüglich geeignet sind, um bei der weißen Mehrheitsbevölkerung gegen den schwarzen Bewerber Stimmung zu machen.

    Ulkiger Weise funktioniert diese Wahlkampftaktik in vielen US-Bundesstaaten ausgezeichnet.

    McCains Wahlkampfteam hat m.E. auch kaum eine andere Möglichkeit. Außerdem sind schmutzige Methoden im Wahlkampf eine bewährte Tradition von Hardcore-Republikanern.

    Warum sollten sie darauf verzichten? Warum sollte ausgerechnet Warmonging McCain anders sein, zumal sich seine Partei nach wie vor von Dreckskerlen wie Rove beraten lässt?

    Dr. Dean

    1. August 2008 at 18:02

  2. Ne ganz einfache allgemeine Festellung ist doch: „Was ist das besondere an dieser Wahl?“. Ich kenne weder von Obama noch von McCain die wahre politische Vorgeschichte. Mir ist die Wahl in den USA (wenn sie überhaupt stattfindet) sowas von egal. Der Fahrplan für die nächsten Monate und Jahre steht doch sowieso.

    Osama

    21. August 2008 at 13:06

  3. Na, die Symbolwirkung weltweit ist aber nicht zu unterschätzen, ob Obama sich nun durchsetzt oder nicht …

    momorulez

    21. August 2008 at 19:48


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s