shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Möchte ja gerne mal wissen, …

with 26 comments

… was unsere tapferen, temporären und punktuellen Vorkämpfer für die Meinungsfreiheit so kommentieren würden, wenn ein Manager von einem Konzern rausgeworfen würde, der öffentlich sich gegen den Kauf der Produkte des Unternehmens ausgesprochen hätte, weil diese ja eh nix taugten.

Da muß irgendwas mit drinstecken, was für ein Primat der Politik spricht, in dieser, meiner Frage.

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Written by momorulez

2. August 2008 um 19:18

Veröffentlicht in Rand-Notizen

26 Antworten

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  1. Finde ja auch witzig, wie die Kämpfer gegen die furchtbare sozialistische, planwirtschaftliche, staatsreligiöse, faschistische,überaus linke SPD sich für einen Sozialdemokraten einsetzen, der 38 Jahre lang in dieser Partei ist und für sie alle möglichen Ämter bekleidet hat. Und das als erklärte libertäre Feinde jeder Demokratie.
    Aber es gibt immer Leute, die nix besseres zu tun haben, als sich in die Angelegenheiten anderer Leute, die sie gar nichts angehen, einzumischen.

    T. Albert

    2. August 2008 at 21:01

  2. Wird man von der SPD schon für die eigene Mitgliedschaft bezahlt? Wenn nicht wäre das vielleicht ne Maßnahme gegen den Mitgliederschwund… aber so gesehen besteht ja schon ein gewisser Unterschied, was die erwartbare Meinungsfreiheit angeht.

    Und Andrea Ypsilantis Programm war ja nun absolut nicht Wolfgang Clements „Produkt“.

    Sicherlich wars nicht okay, was Clement gesagt hat, schon gar nicht zu dem Zeitpunkt als er es gesagt hat.

    Aber wenn jemand nun einen komplett anderen Kurs fährt, als man selber, dann muss man sich doch damit auch dann auseinandersetzen dürfen, wenn derjenige in der eigenen Partei ist, oder seh ich das falsch?

    Diejenigen, die zeitweise ähnlich unloyal ihrem Bundeskanzler Schröder gegenüber gewesen sind, hat man doch damals auch nicht einfach rausgeworfen.

    Ich finds überzogen und wenn meine Partei vergleichbares machen würde, wäre ich weg.

    Jan

    2. August 2008 at 22:50

  3. „Diejenigen, die zeitweise ähnlich unloyal ihrem Bundeskanzler Schröder gegenüber gewesen sind, hat man doch damals auch nicht einfach rausgeworfen.“

    Damals hat der irre Mitgliederschwund begonnen, als lauter normale und alte Mitglieder den Herrn Schröder als illoyal empfanden.

    Die sind alle rausgegangen, das war doch auch egal. Herrn Clement auch. Keiner hat versucht, sie zurückzuhalten, z. B. mich.

    Von Frau Ypsilanti war ja noch gar nicht die Rede.

    (Geht aber mich auch nichts mehr an, auch wenn ich finde, man sollte sowas lassen, Parteiausschlüsse undso; aber der Bochumer Ortsverein von Clement war eben schon lange sauer.)

    T.Albert

    2. August 2008 at 23:36

  4. Schwacher Vergleich das.

    fpk

    3. August 2008 at 3:55

  5. @Jan:

    Glaube, man muß das 3 Fragen unterscheiden.

    Das eine ist – fpk bestätigt das freundlichst – diese ganze Diskussion um die Privatisereri von allem und jedem, die von manchen als Utopie der Verwirklichung der Freiheit aller in relawirtschaftlichen Zusammenhängen verkauft wird, und das halte ich für Nonsens.

    Weil man im Kontext des Politischen Meinungsfreiheit ja noch einfordern kann, im Kontext des Ökonomischen hat sie gar keinen Raum und keine Relevanz.

    Was dann von manchen Deiner Parteikollegen eben auch als genau richtig dargestellt wird: Als Privatsache seien Vorgänge in der „freien Wirtschaft“ eben nicht kritisierbar, Punkt. Und genau diese höhnen in ihren Blogs jetzt rum.

    Die zweite Ebene ist, warum eigentlich jemand in einer Partei bleiben will, wenn er dazu aufruft, diese nicht zu wählen. Da geht ja über einen Streit, welches die richtige Energiepolitik sei, doch noch ein wenig hinaus.

    Die dritte ist die, daß die Schröders und Clements nun mal dafür verantwortlich sind, daß es die DIE LINKE in ihrer jetzigen Form gibt. Und ob das dann Parteiausschlüsse legitimiert, das ist die eigentlich interssante Frage, da habe ich aber auch keine richtige Meinung zu.

    Kann man ja auch als sowas wie ’nen Satzungsverstoß behandeln, und wenn jemand in der katholischen Kirche satanische Rituale predigt, paßt das ja auch nicht wirklich. Oder in der FDP Staatskapitalismus nach Vorbild der DDR fordert.

    Für mich sind das beide üble Klassenfeinde, die eine enorm traditionsreiche Partei zerdeppert haben in einer eigentlich kaum vorstellbaren Form, und von daher hatten die beide in der SPD ab irgendeinem Punkt eigentlich nix mehr zu suchen. Aber aushalten müßte so eine Partei die wohl trotzdem.

    momorulez

    3. August 2008 at 8:26

  6. Ich bin mir nicht sicher, ob jemand aus der FDP fliegen würde, wenn er einen Staatskapitalismus fordern würde. Es ist aber ein bisschen unwahrscheinlich, dass jemand mit der Meinung dort Karriere macht – und das wär der gravierende Unterschied zu Clement, der ja nicht erst seit Gestern zum Beispiel eine andere Energiepolitik vertritt als manche anderen Genossen (dass er dafür inzwischen bezahlt wird gibt dem ganzen einen eigenartigen Beigeschmack, hat seine Meinung aber soweit ich das beurteilen kann nicht verändert).

    Wie gesagt, ich finds überzogen. Und egal wie jetzt die Bundesschiedsstelle entscheidet, es wird die SPD insgesamt schlecht aussehen lassen. Insofern müssen sich die Rauswerfer die selben Vorwürfe gefallen lassen, die sie gegenüber ihrem ehemaligen Ministerpräsidenten, Bundesminister und Parteifunktionär geäußert haben.

    Jan

    3. August 2008 at 10:36

  7. Würde diese Frage so auch gestellt, wenn es die CDU gewagt hätte einen Abgeordneten rauszuwerfen, der sich als einziger getraut hätte offen gegen ein Bündnis mit der NPD zu sprechen?

    Falls die Antwort darauf „nein“ ist, dann ist das hier Heuchelei und nichts anderes.

    Herr Pink

    3. August 2008 at 10:49

  8. DAS stimmt: Wir sind zwar, wie oben deutlich zu lesen ist, nicht in der SPD, oder in irgendeiner anderen Partei, aber wir heucheln. Wie natürlich alle verbliebenen SPD-Mitglieder ausser Herrn Clement.

    Also ich fände irgendein Bündnis mit der NPD gar nicht schlecht, weil uns das wieder vorm Sozialismus und überhandnehmenden Sozialdemokratismus in allen seinen Formen retten würde.

    T.. Albert

    3. August 2008 at 11:28

  9. Alles andere als die Zustimmung zur Gleichsetzung zwischen der Linkspartei und der NPD ist definitionsgemäß Heuchelei, ist doch klar.

    Leute wie Herr Pink verfügen sowas im Namen der Meinungsfreiheit.

    Zudem: „Als einziger!“ ist ja auch’n Scherz des Kekses. Und Clement hat sich gegen Ypsilantis Energiekonzept ausgesprochen, das nebenbei. Und gesagt, man solle die SPD doch lieber nicht wählen, hat also de facto Wahlkampf für ’ne braune Socke wie Herrn Koch gemacht.

    @Jan:

    Ich weiß jetzt auch gar nicht, ob ich den Rauswurf gut finde. Eigentlich wertet das diesen Heini zu sehr auf, und da, wo er jetzt ist, isser ja auch viel besser aufgehoben .

    Und mit deinem Eintrag drüben bei Dir, daß man sich eh fragt, wofür die SPD denn noch steht, kann ich auch viel anfangen.

    Finde aber auch weiterhin eher die Frage interessant, wie sich denn das mit der Meinungsfreiheit verhalten würde im Falle eines „Minimalstaates“, in dem sonst alles privatisiert ist. Wäre die dann überflüssig, weil’s gar keine Politik mehr gäbe?

    momorulez

    3. August 2008 at 11:41

  10. @ Herr Pink

    Eine CDU, in der nur eine Minderheit etwas gegen Bündnisse mit der NPD hätte, wäre (hoffentlich…) eine völlig andere als die derzeitige und ich nehme an, dass man dann von ihr eben so etwas irgendwo auch erwarten würde.

    Ich glaube, dass dann solche Fragen ungefähr so aufregend wären wie vor einigen Jahren, als extreme rechte Parteien zusammengearbeitet haben.

    @momorulez

    Sofern dieser Minimalstaat weiterhin ein Parlament und eine Regierung hätte, gäbe es mit Sicherheit auch weiterhin die Meinung, dass das Konzept Minimalstaat falsch ist und verändert werden muss und sofern es tatsächlich weiterhin Volksparteien gäbe, hätte die sicherlich auch entsprechende Flügel und genau derselbe Konflikt könnte genauso ablaufen.

    Was aber Meinungsfreiheit innerhalb von Wirtschaftsunternehmen angeht, ist doch völlig klar, dass dort andere Regeln herrschen müssen, als in Parteien.

    Parteien haben einen gewissen Sonderstatus. Das eigene Unternehmen ist relativ leicht gegründet (wenn die Geschäftsidee stimmt, versteht sich), die eigene Partei zwar auch – aber die kann man nicht mal schnell per Risikokapitalgeber in den Bundestag bringen.

    Was ich damit sagen will: Es ist praktisch immer so, dass wer politische Karriere machen will, sich eine der etablierten Parteien aussuchen muss. Das ist in der Wirtschaft glücklicherweise anders. Das bedeutet aber auch, dass die Gesellschaft an die Meinungsfreiheit innerhalb von Parteien andere Ansprüche stellen darf und auch sollte, als an die in Unternehmen.

    Zu einer (gesunden) Demokratie gehört es meiner Meinung nach existenziell dazu, dass Parteien auch mal nicht mit einer Stimme sprechen und es Streit gibt, auch wenn dass immer Stimmen kostet. Aber wenn innerhalb der Parteien nicht mehr gestritten werden darf, auch über völlig gegensätzliche Konzepte, dann würde sich solcher Streit womöglich so verlagern, dass sich plötzlich die Partei mit ihren Wählern streitet, bzw. hier Meinungsverschiedenheiten entstehen.

    Unternehmen gibt es sehr viel mehr als Parteien. Wenn mir die Geschäftspraktiken so gar nicht passen, wenn ich die eigenen Produkte scheiße finde, dann kann ich, zumal als Manager (darum gings ja), relativ leicht wechseln und helfen, dass es anderswo eben deutlich besser läuft. Man kann das beides nicht so ohne weiteres vergleichen.

    Jan

    3. August 2008 at 13:01

  11. Der Zwinkersmiley da war an sich nicht beabsichtigt.

    Jan

    3. August 2008 at 13:02

  12. Aber bei der SPD ist es gerade real wie bei der theoretischen CDU. Da lässt sich eine Partei von der radikalen Linken und den Altkadern treiben und jeder der es wagt sich dem in den Weg zu stellen (und sei es nur, dass er den linksgrünen Ökofaschismus als das entlarvt was er ist… als Unsinn), der wird jetzt holterdipolter ausgeschlossen. Die SPD entlarvt sich damit als mindestens so undemokratisch wie die Partei mit der sie bald koalieren wird.

    Herr Pink

    3. August 2008 at 14:26

  13. @Jan:

    Ich bin ja auch für all die Möglichkeiten streitbarer Demokratie in politischen Parteien, aber sind diese Argumente denn wirklich solche, die das Ideal des mündigen Bürgers aus größeren Unternhemen herauszuhalten hätten?

    Mich überzeugt das nicht wirklich.

    Habe immer eher den Eindruck, daß vieles in der Realwirtschaft dieser Mündigkeit entgegenwirkt – und das mit dem leichten Wechsel ist ja, wenn man einmal als „Trouble Maker gilt“, in vielen Branchen so einfach nun auch nicht, und das sogar auf der Management-Ebene vielleicht noch schwieriger. Weil’s bestimmt viele Blumenverkäufer, aber gar nicht sooo viel mittleres Management in Automobilkonzernen z.B. gibt.

    Zudem ich ja u.U. auch ’ne Ehe nicht aufgebe, nur weil auch viele andere hübsche Frauen oder Männer rumlaufen 😉 … glaube übrigens wirklich, daß sowas wie „Unternhemensbindung“ ein harter, ökonomischer Fakt ist, und daß dieses „Drifting“ vieles Arbeitsplätze kostet. Was aber noch mal ’n anderes Thema ist.

    Diese Smiley’s passeieren hier manchmal …

    momorulez

    3. August 2008 at 14:34

  14. @Herr Pink:

    Jetzt nenn mir mal irgendeinen Fall, wo jemand aus der SPD ausgeschlossen wurde, weil er gegen Bündnisse mit der Linkspartei war. Diese Frau sonstwie aus Hessen, die rot-rot-grün nicht wollte, die ist doch auch noch drin, oder?

    Ansonsten qualifiziert Dich das auch nicht gerade zum Demokraten, mit Begriffen wie „Ökofaschismus“ um Dich zu werfen … Du bist doch hier gerade das Paradebeispiel für Leute, die einfach willkürlich rundum allen, die andere Positionen vertreten, mal eben das Prädikat „demokratisch“ absprechen, ganz so, wie’s Dir individuell gerade in den Kram paßt.

    Ist natürlich auch ’ne luxuriöse Position: Was ich finde, ist demokratisch, alles andere nicht! So kann man den Dissens auch aus der Politik eliminieren …

    momorulez

    3. August 2008 at 14:42

  15. @ momorulez

    „aber sind diese Argumente denn wirklich solche, die das Ideal des mündigen Bürgers aus größeren Unternhemen herauszuhalten hätten?“

    Sofern sowas in meinem Arbeitsvertrag steht auf alle Fälle, würde ich sagen. Fast schmerzhaft pragmatisch aber so ist das numal.

    Parteien sind eben keine x-beliebigen Vereine, sondern in der Realität zahlenmäßig sehr begrenzte Institutionen mit gewaltigem Einfluss auf die Politik. Von denen muss ich mehr erwarten, als von relativ einfach ersetzbaren Unternehmen.

    Jan

    3. August 2008 at 16:17

  16. Na ja, das bestätigt mich dann ja in der ursprünglichen Annahme, daß die Allesprivatisierer – zu denen ich Dich nicht zähle bzw. zählen kann, weil ich ja erst seit ein paar Tagen Dein Blog lese – im Grunde genommen weder Demokratie noch Meinungsfreiheit noch Mündigkeit im Sinne haben man sich somit fragen kann, was eine solche Form des Liberalen noch mit Freiheit zu tun hat. War ja der eigentliche Anlaß dieses Eintrages.

    Und die Diskussion über realen Machtverhältnisse zwischen Wirtschaft und Politik, die sich ja eigentlich anschließen müßte, die können wir ja auf zukünftige Diskussionen verschieben 😉 …

    momorulez

    3. August 2008 at 18:11

  17. Wie willst du es denn sonst nennen, was die Grünen, die SPD und die Linke verbocken. Rauchverbot, Atomausstieg, Ökosteuer, Verbot von Glühbirnen, Milliarden in ein Klimaschutzprogramm, dass ein Problem bekämpft, dass es nach Ansicht von Experten gar nicht gibt und dabei auf Projekte setzen, die mit Atom- und Kohlekraft billiger, effektiver und zukunftsgewandter umgesetzt würden . All das an den Wünschen und Interessen der Mehrheit der Bundesbürger vorbei, aber weil es ja „für die Umwelt“ ist, muss die Volksmeinung mal hinter dem „guten Vorsatz“ zurückbleiben. Wenn das kein Ökofaschismus ist, was ist es dann?

    Und wagt es mal einer die Parteilinie zu durchbrechen, dann wird er rausgeworfen wie Clement oder rausgeekelt wie Oswald Metzger. Und Menschen mit anderer Meinung, die lässt man zukünftig am besten erst gar nicht mehr in die Politik. Und du willst mir erzählen, ich sei undemokratisch? Stimmt zumindest insofern als ich mit der Form von „Demokratie“ nichts am Hut haben will…

    Achja, das Ausschlussverfahren gegen die Frau aus Hessen wird seit Frühjahr diskutiert. Wie man an Clement sieht, dauert sowas ja etwas länger.

    Herr Pink

    3. August 2008 at 18:18

  18. @Herr Pink:

    Solltest Dich vielleicht einfach mal wirklich mit Faschismus beschäftigen, dann bräuchtest Du solche Frage gar nicht zu stellen. Zwischen Mussolini und dem Rauchverbot sehe ja sogar ich Suchtqualle doch noch Differenzen.

    Kann eben sein, daß Deine Position sich im Rahmen politischer Prozesse einfach nicht durchsetzt, das ist dann aber ja nicht gleich Faschismus. Was Dich ja nicht davon abhalten sollte, weiter dagegen zu wettern.

    Finde auch die Reihung unsinnig, weil die Frage nach dem Rauchverbot und der Glühbirne eine andere ist als Rahmenbedingungen für den Klimaschutz und die Frage, wie eine Demokratie ihre Energieversorgung sichern will. Zudem es ja auch etwas seltsam ist, daß Du nun Dir zugestehst, die Interssen, Wünsche und Meinungen der Bevölkerung irgendwie priveligierter erkennen zu können als andere.

    Wobei ich schon auch finde, daß die geringen Abweichungen zwischen den Parteiprogrammen wie auch die geringe Walhbeteiligung ein Riesenproblem darstellen – und ebenso, daß gar nicht mehr diskutiert wird, wofür Politik denn nun eigentlich da ist und wozu nicht.

    Sondern stattdessen Privatisierung und Sozialtechnologie Hand in Hand gingen, und das gerade gefördert von denen, die eingentlich dazu da sind, genau da zu opponieren: Den Liebralen und dem Bürgerrechtsflügel der Grünen.

    Aber gerade die Wahlerfolge der Linkspartei sind nun gerade auch ein indikator dafür, daß sich Nicht-Vertretenes, wenn es denn stark genug wird, sich wiederum Plattformen sucht und ausbaut. Das war allerdings zur Gründungszeit der Grünen ganz genau so.

    Gründe doch ’ne Partei!

    Der Herr Merz und der Herr Hohmann haben übrigens in Deiner Aufzählung gefehlt …

    momorulez

    3. August 2008 at 19:14

  19. Aber wie soll man diese Position, die Ökologie und „Gesundheitsschutz“ über alles stellt, denn nun nennen? Mit „Ökofaschismus“ bin ich ja auch unzufrieden, weil es zwar so drastisch ist, wie ich es gerne hätte, aber falsche Verbindungen herstellen. „Totale Ökologie“? „Ökototalitarismus“? „Gesundheitsdiktatur“ ist auch schon mal vorgeschlagen worden. Ein griffiger, treffender Begriff für diese politische Haltung würde mich schon freuen.

    freiburgerthesen

    5. August 2008 at 19:58

  20. Paternalismus, und wenn Frau Goetsch oder Frau Höhn mitspielen, Maternalismus – und wenn man das ganze bis zu Steffen H. weiterdreht, wird’s Biologismus 😉 …

    Und es gibt ja schon auch Bereiche, die Gegenstand demokratischer Verfahren sein können, und andere eher nicht, würde ich mal sagen.

    momorulez

    5. August 2008 at 20:11

  21. Paternalismus? Nee, das ist nicht griffig. Man will ja auch im Kegelclub oder am Stammtisch mal so richtig sich aufregen können. Und dann einen Begriff zu verwenden, den man erst erklären muss… nee, das hat keinen Sinn. Den „Ökofaschismus“ verstehen da zumindest alle. 😉

    Wobei der Begriff es eigentlich ja recht gut trifft. Denn das Problem, das auch politisch eigentlich wenig interessierte Menschen mittlerweile beklagen, ist ja nicht ein spezifisch ökologisch oder gesundheitlich orientiertes, sondern das eines Staates, der sich mehr und mehr in unser täglich Leben einzumischen berechtigt fühlt.

    freiburgerthesen

    5. August 2008 at 23:14

  22. „Den “Ökofaschismus” verstehen da zumindest alle“

    Ja, das ist sozusagen das „Wesen“ der
    Propaganda …

    momorulez

    6. August 2008 at 8:45

  23. @momorulz:

    „Und es gibt ja schon auch Bereiche, die Gegenstand demokratischer Verfahren sein können, und andere eher nicht, würde ich mal sagen.“

    Und damit hast du dich selbst entlarvt. So, so. Und wer schreibt vor aus welchen Bereichen sich der Bürger rauszuhalten hat? Du? Claudia Roth? Tarik al-Wasir?

    Weil es keine guten Gründe für irgendein Umweltschutzprogramm gibt, man aber diese Lügen braucht um die neudeutschen Müsliwähler bei der Stange zu halten, die sonst samt und sonders zur Linkspartei abwandern würden, die ihnen das Gleiche verspricht, muss man das gesetzlich vorschreiben und dann wird verboten darüber abzustimmen und darüber zu diskutieren.

    Warum sollte die Bevölkerung nicht entscheiden ob sie Atomkraft will oder nicht? Warum sollte die Bevölkerung nicht abstimmen dürfen, ob sie wirklich ihren Müll trennen will? Oder ob sie der Meinung ist, dass Autos auch ohne 3-Wege-Kat prima funktioniert haben? Oder ob sie gewillt ist Ökokontrollen bei der Lebensmittelherstellung wegfallen zu lassen, wenn dafür die Preise sinken und somit am Ende des Monats mehr Geld auf dem Konto bleibt. Oder darüber ob es okay ist den Atommüll an Länder in der Dritten Welt zu verkaufen, die gewillt sind ihn zu nehmen? Warum sollte ein Land der Dritten Welt nicht die Freiheit haben zu sagen, dass sie gewillt ist Atommüll abzunehmen und dafür Geld zu erhalten, mit dem es seine Wirtschaftslage und damit die Lebenssituation der Einwohner verbessern kann? Oder, oder, oder…

    Aber so ist das halt, der Ökofaschismus ist die Lebenslüge des 21. Jahrhunderts. Und er wird enden wie alle freiheitsbeschneidenden, totalitären Ideologien. Auf dem Müllhaufen der Geschichte. (Natürlich schön sauber getrennt nach Bio, Papier und Normal!)

    Herr Pink

    6. August 2008 at 9:54

  24. @Herr Pink:

    „Und damit hast du dich selbst entlarvt.“

    Wieso, ich bin doch eigentlich ganz offensichtlich. Da ist nix zu entlarven.

    „Und wer schreibt vor aus welchen Bereichen sich der Bürger rauszuhalten hat? Du? Claudia Roth? Tarik al-Wasir?“

    Nein, die Grundrechtskonzeption, die als Individualrechtskonzeption zu lesen ist. Und – liberal verstanden – als Schutzrechte vor staatlichen Eingriffen.

    „diese Lügen braucht“

    Welche Lügen denn?

    „die neudeutschen Müsliwähler“

    Wer ist das denn? Und welche politische Relevanz hat das? Hat Du mehr Wählerrechte zu haben als die, so als altdeutscher Leberwurstwähler?

    „dann wird verboten darüber abzustimmen und darüber zu diskutieren“

    Wer verbietet denn irgendwem, darüber zu diskutieren???

    „Warum sollte die Bevölkerung nicht entscheiden ob sie Atomkraft will oder nicht?“

    Natürlich sollte sie das. Rot-Grün ist einst mit Atomausstieg als Programmatik angetreten, ebenso mit Öko-Steuer, und sie wurden gewählt, und beides wurde dann in Angriff genommen.

    Daß es mehr Möglichkeiten direkter Demokratie geben sollte, da bin ich aber ganz bei Dir.

    „Oder darüber ob es okay ist den Atommüll an Länder in der Dritten Welt zu verkaufen, die gewillt sind ihn zu nehmen?“

    Na, wenn da die Bevölkerung der „Dritten Welt“ mitreden dürfte und auf Augenhöhe mit den westlichen Industrieländern diskutieren könnte, dann ließe sich ja drüber reden.

    Bei den ganzen Atomgeschichten ist nur zusätzlich problematisch – wie auch beim Klimawandel -, daß sie ja nicht territorial beschränkbar sind, siehe Tschernobyl. Glaube auch nicht, daß die Entscheidung, Europa zu überdachen, Gegenstand demokratischer verfahren sein könnte.

    „Oder ob sie gewillt ist Ökokontrollen bei der Lebensmittelherstellung wegfallen zu lassen, wenn dafür die Preise sinken und somit am Ende des Monats mehr Geld auf dem Konto bleibt.“

    Na, da greifst Du dann aber massivst in meine Freiheits- und Informationsrechte ein. Z.B. im Falle der ganzen Gen-Geschichten wurde ja im wesentlichen Kennzeichnungspflicht gefordert, so daß jeder da frei wählen kann.

    Und dann kanst Du von mir aus lauter Scheiße fressen, ich habe aber die Möglichkeit, mir auch Bio-Fleisch zu kaufen. So sehe ich das ja auch beim Raucher-Thema: Kennzeichnungspflicht für Raucher-Kneipen.

    Im Grunde genommen willst Du doch allen Deine Programmtik aufzwängen, und jeder der nicht zustimmt, ist dann totalitär. Auch praktisch. Die antitotalitäre Diktatur 😉 …

    momorulez

    6. August 2008 at 10:37

  25. Naja, der Herr Pink — sachma, wie alt sind Sie eigentlich? — fasst ja das ganz gut zusammen, was diese witzigen „Libertären“ so ablassen;so konzentriert hatten wir das noch nicht.

    Übrigens habe ich schon Experten gelesen und gehört, die den nach Ansicht anderer Experten nicht existierenden Klimawandel durchaus für ein Problem halten, und irgendwie weiss ich, dass Rückkehr zu Atomkraft und Kohle in der faschistischen Partei SPD gerade diskutiert wird,

    Weil ich den ganzen gegendemokratischen Unsinn nicht mehr ertrage, ernenne ich mich hiermt zum Ehrenfaschisten. Mannmannmann, erkundige Dich mal, was das ist, Faschismus, und dann kannste wiederkommen.

    T. Albert

    7. August 2008 at 19:22

  26. Geh mal in die Alpen,unterhalt Dich mit Bergführern und sieh Dir aus Geröll bestehende Gletschergrate an,über die Du vor 10 Jahren mit Steigeisen gegangen bist, oder man trug Ski und braucht heute einen Helm gegen die herabfallenden Steine, die endlich mal einigen Abstreitern der Klimakatastrophe das nichtvorhandene Hirn zerschmettern sollten.

    che2001

    7. August 2008 at 21:01


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