shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Bayern mal anders

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Quelle: Wikipedia

Nachts um 6 kam kurz, ganz kurz nur, der Hustenreiz, die Nichtrauchergesetze haben mich ja noch nicht unterworfen. Das leckere Bier aus regionaler Produktion drückte in der Blase, „Ich will hier raus!“ sollte das heißen. War auch ’ne ganze Menge davon, was am Abend davor durch meine Kehle rann („Wie? Ihr Nordlichter mögt das? Ihr trinkt doch immer so herbes Pils!“). Gut,  mal eben aufstehen, so lange man nicht so besoffen ist, daß man in’s Bett pisst oder gar Jimi Hendrix imitiert, ist die Welt ja noch in Ordnung.

Dann ein Blick aus des Klosters Fenster,  angesichts dessen man schon Einhörner über die Ufer-Wiesen springen zu sehen glaubte:  Auf den See geschaut – nachts kühlte stark es ab, die Sonnenstrahlen ließen Nebel aufsteigen vom Gewässer, die Sonne hob sich empor, ganz erhaben, hinter dem Zwiebelturm der Dorfkirche am anderen Ufer. Fast schon verpilchert, diese Sicht auf die Dingwelt und doch sooooo süßlich schön – ist ja eh erstaunlich, wie sehr man Welt in Analogie zu Film- und TV-Erlebnissen wahr nimmt. Ich und mein gestriger Begleiter zumindest.

Da nimmt man einen süßen baseball-bekappten Anhalter mit, weil der so niedliche Waden hat – kaum sitzt er mit im Mietwagen, erfüllen Schnapsausdünstungen den Innenraum gänzlich, und das mitten in Bayern, nachmittags um halb vier! Na, vielleicht ist das ja da so üblich und gehört unter ethnischen Artenschutz gestellt – er jammert aus blutunterlaufenen Augen „Bitte, fahrt’s mi heim“ oder so ähnlich, fleht uns an, einen Umweg zu machen. Der Umweg führt mitten in’s Unterholz: Hinein in düstere Wälder über Kieswege fernab der Landstraße – mir zumindest ist es unmöglich, da nicht an Teenie-Horror-B-Movies zu denken, wo der Tramper eine Heckenschere rausholen würde und wir unsere letzte Ruhe gevierteilt am Fuße  bajuwarischer Buchen finden würden. Ganz ähnlich, später bei der Party, die Anlaß des Kurztripps in’s Chiemgau – den Chiemgau? Zum Gau kommen ich später eh noch mal! – war: Blick von der frisch gemähten Wiese auf ein hoch aufragendes Maisfeld, und mindestens zwei Horror-Filme fielen mir ein, in denen im Maisfeld gemetzelt wurde. Mein Begleiter assoziierte prompt „Signs“ mit Mel Gibson. Vielleicht auch wegen des unglaublichen Anblicks der Mondfinsternis, die man ja auch für ein Zeichen Außerirdischer halten könnte, wenn man’s nicht besser wüßte.

Doch auch fernab der audiovisuellen Bezüge: Der Blick morgens auf den See, der war schon dolle. Auch das Schreiten über den Holzboden der Klostergänge, wunderschön renoviert, man glaubt, die Spiritualität längst vergangener Epochen in sich aufzunehmen, weil man ja eigentlich gar nicht mehr weiß, ob’s nun Zen-Buddhismus oder Mönchstum ist, was eigene Vorstellungen von Andacht und Ruhe prägt.

Dann surft man am nächsten Tag so rum durch’s Netz, wissen wollend, ob Mönche oder Nonnen sich ganz dem Göttlichen und der Ausbeutung der umliegenden Bauernschaften hingaben damals – um festzustellen, daß das Gebäude bereits Anfang des 19. Jahrhunderts säkularisiert wurde und unter anderem ein Flüchtlingslager und eine einen SA-Schule beherbergte. Wo fand noch der Röhm-Putsch statt? Kenne ich ja auch vor allem durch Visconti vermittelt, doch, zum Glück, hat auch Mozart in den heiligen Hallen und Mönchszellen einst komponiert – und wirklich: Es ist wunderschön dort!

Quelle: Wikipedia

Schön auch das Sommerfest, zu dem wir geladen waren: Und zum Glück wird ja nicht jede ethnische Tradition auch bewahrt, dann wäre das nämlich gar nicht möglich gewesen, dieses Fest. Ja, eine krachlederne Trachtenkapelle war auch da und blasmusizierte blechern vor sich hin, es wurde sogar die Bayern-Hymne geschmettert (ich brachte das als ethnisch ganz über den FC St. Pauli definierter Nordling nicht über’s Herz, da mitzusingen, ohne mich zu verleugnen, obwohl wir Zettelchen mit dem Text erhielten – der pittoreske Charme der Folklore gefiel mir aber auch!), doch später tanzte eine buntes Gemisch aus Bauern anliegender Gehöfte, Professoren und Studenten, Theater- und Medienschaffenden und Juristen in Freude vereint auf der von der Dorfjugend gezimmerten Holzfläche zu Eddy Cochran, DJ Ötzi, Culture Beat und Y.M.C.A. im Garten des Landsitzes eines schwulen, jüdischen Ehepaares.

Ich bekenne, daß ich mir das wirklich nicht hätte träumen lassen, damals, in den 70ern, als sich der Bayerische Rundfunk bei „Die Konsequenz“ ausklinkte aus dem ARD-Programm, daß ich irgendwann ausgerechnet inmitten Bayerns diese kleine Zelebration der Utopie genießen dürfen würde.

Ach ja, die 70er: Ist ja immer wieder erstaunlich, daß die ganzen Homo-Knaller von „I am, what I am“ bis zu „I will survive“ alle vereinen, vom hart auf die 60 zugehenden Hetero-Prächen bis zur Mode-Reakteurin Mitte 20.

Ach ja, die 70er: Ist ja doch schmeichelnd, wenn sich die „Clique“ der Mitt- bis Endzwanziger zu uns gesellt, frei nach dem Motto: „Dann gehen wir mal zu den anderen jungen Leuten hier!“, und ihnen dann das Gesicht entgleitet: „Was, Du bist in den SECHZIGERN geboren?“, schön, hätten sie nicht gedacht 😉 …

Doch jenseits aller L’oreal Men Expert-Jugendwahn-Idiotien: Es ist schwierig, mit Leuten über Musik zu reden, die zu Zeiten der Wiedervereinigung gerade mal 10 Jahre alt waren. Ist ja doch eine Sozialisation in die Ahnungslosigkeit hinein, wenn man gerade zu jener Zeit die ersten Schritte on the Dancefloor machte. Und das auch noch in Mecklenburg-Vorpommern.

Immerhin kam dann dieser herrliche Satz „Ach, alle Leute, die ich aus Hamburg und Hannover so kenne, das sind ja immer so gestandene und aufrechte Linke!“, ja, die Ironie ist mir nicht entgangen, aber da im Ausland bei dieser wundervollen Party, dem leckeren Essen und der so wundervoll schlechten Musik, da ging mir das runter wie Öl und ich entflammte einmal mehr in Lokalpatriotismus – gerade WEIL’s da so schön war. Immerhin saß ich gerade bei einem Sommerfest, und alle, so verschieden sie waren, hatten viel Spaß miteinander und genossen das Leben – und genau so soll es doch sein!

PS: Zum Freitagsspiel des FC St. Pauli schreibe ich mal lieber nichts. Das war schon deprimierend ab Minute 20. Trotz Florian Bruns.

Dafür wird Charles nächste Woche im Playmobil-Stadion ständig Bälle in der Vorwärtsbewegung verlieren, und Ebbers und Bruns netzen im Gegenzug ein. Und daß Charles dann in der 87. Minute unter lautem Jubel unserer Fans noch eine Ecke direkt verwandelt, das wird die Freude nicht trüben, weil’s eben doch nur das 1:3 sein wird aus Fürther Sicht. Aber das ist ja auch in Franken und nicht im Bezirk Oberbayern!

Denn die Burghausener da gleich um die Ecke des Klosters in Seeon, das sind ja unsere guten Freunde – dieses Spiel, als sie allesamt in Trachten am Millerntor aufliefen, wir dem Burghausener Bürgermeister (der ein St. Pauli-Trikot mit der Aufschrifft „Bürgermeister“ trug) zujubelten und die ganzen Kerle in Lederhosen zum Punkrock mitwippten, das war ja im Grunde genommen so ähnlich wie dieses, mein Wochende, nur umgekehrt …

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Written by momorulez

17. August 2008 um 22:35

18 Antworten

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  1. Burghausen? 4:0! 🙂

    cut

    18. August 2008 at 9:48

  2. Wie meinen? Wir haben damals 2:2 gespielt, glaube ich – und ganz wie Freitag eine Führung verschenkt … das war so’n Spiel mit Last-Minute-Toren, wenn ich mich recht entsinne … die Phase haben wir ja zum Glück hinter uns ..

    momorulez

    18. August 2008 at 10:01

  3. Okay, verstanden, habe gerade bei kicker.de nachgeschaut 😉 – das haben unsere Freunde aber echt nicht verdient! Zudem ihr nach Traumstart doch eh wieder kurz vor Schluß vergeigt und doch nicht aufsteigt 😀 …

    momorulez

    18. August 2008 at 10:03

  4. 🙂 Abwarten. Obwohl ich da auch skeptisch bin. Guter Start und am Ende läuft dann wieder nix … So wars ja nun doch schon zu oft.

    cut

    18. August 2008 at 11:27

  5. Gehe gleich wieder mit dem größten Oberhausen-Fan aller Zeiten Mittag essen, und der fand das ganz gut so letzte Saison 😉 – fände aber ja auch, daß Düsseldorf in die Zweite Liga gehört. Dafür könnten dann so Vereine wie Rostock, Kaiserslautern, Ahlen, Wehen-Wiesbaden oder Ingolstadt auch gerne verschwinden, wohin auch immer.

    momorulez

    18. August 2008 at 11:31

  6. Ihr führt ja alle ein Leben, Bayern, Riga, Fussball, Bier, Landschaft, leckeres Essen auf wundervollen Parties, und ich arbeite mich hier ab, mit neidischem Gruss, so! :-!

    T. Albert

    18. August 2008 at 14:19

  7. Komm, das war auch mein erster relevanter Ausflug aus Hamburg hinaus seit Sylvester auf Sylt (und davor Zürich, waren ja auch nur Zweieinhalb Tage) und dann mal kurz Göttingen, und ich bin Samstag hingeflogen und Sonntag schon zurück.

    Und von Februar bis Mitte Juli hatte ich kaum mal ein ganzes Wochenende frei. Jawollja.

    Habe seit 2003 oder so, 1 Woche Lago Maggiore, kann auch 2002 gewesen sein, keinen richtigen Sommer-Urlaub mehr gemacht, eigentlich immer nur über Sylvester ein paar Tage an die Küste! Und wenn’s dann mal nach Paris ging, dann war das auch nur Job!

    Also jammer nicht.

    Warst Du nicht gerade wochenlang bei Franz von Assisi und mischt regelmäßig das Tessin (den Tessin?) auf?

    Fussball ist mir allerdings heilig, die Heimspiele, das hat auch Priorität vor allem anderen, auch vor noch so wichtigen Job-Geschichten!

    So’n Luxus wie Ches Kletter- oder Eriks Segel-Touren oder Lars‘ Ausflüge in den Post-Szialismus kann ich mir auch nicht lerlauben 😦 …

    momorulez

    18. August 2008 at 14:49

  8. jezz pass aber mal auf !:
    Beim Franzl war ich letztes Jahr fünf klägliche Täglein, im Tessin, der ja jetzt zugfahrend nur noch zweikommafünf Stunden von uns hier weg ist, auch letztes Mal letztes Jahr zwei Tage, und sonst war ich in den letzten Jahren immer nur zum Arbeiten an fiesen Orten in hässlichen Städten-Venedig, Florenz, Paris. Nur im jetztigen Sommersemester war ich mal an richtig schönen Orten im Ruhrgebiet zum arbeiten. Und ich soll nicht jammern, ja, wo ich auch noch alles unter Gefahr für Leibundleben mit der DeutschenBahnAaGe mache, fast wöchentlich!
    Sommerurlaub!Küste!Boah Mann! Jetzt z. B. muss ich 2xpW an die Nordküste des Bodensees, und wenn du dort, in Romanshorn, aussteigst, dann wünschst du dich noch auf dem Zugstrepplein schnell weit weg, in den letzten echten Sommerurlaub von 10 Tagen, an den ich mich gar nicht erinnern kann. Wann soll denn das gewesen sein?
    So siehts nämlich aus. JA!

    T. Albert

    18. August 2008 at 15:38

  9. „an fiesen Orten in hässlichen Städten-Venedig, Florenz, Paris“

    Schaurig 😉 …

    „wo ich auch noch alles unter Gefahr für Leibundleben mit der DeutschenBahnAaGe “

    Habe ich früher ja auch, nur seit dem Rauchverbot nehme ich den Zug maximal bis Göttingen oder Berlin. Fernstrecken fliege ich jetzt.

    Bodensee war ich noch nie, siehste mal, ich darf da nämlich gar nicht hin, aber die sehr nette, über 80jährige Psychiaterin, die uns durch’s Chiemgau chauffierte (kein Witz, ergab sich so, aber auch nur ein paar Kilometer), die fährt da jetzt ganz freiwillig hin zum Tosca-Gucken, dann kann das doch sooo schlimm gar nicht sein.

    Wobei ich ja bekenne, daß ich ein Arbeiten in Hamburg dem tatsächlich gerne vorziehe 😉 – eigentlich braucht man hier auch gar nicht weg, weil’s hier so schön ist – habe hier ja fast alles, was ich brauche, direkt vor der Bürotür.

    Was aber ja bei Dir auch gilt, da wo Du da wohnst. Dann isses ja wahrscheinlich wirklich doof, wenn Du da weg mußt …

    momorulez

    18. August 2008 at 16:21

  10. „Was aber ja bei Dir auch gilt, da wo Du da wohnst. Dann isses ja wahrscheinlich wirklich doof, wenn Du da weg mußt …“

    Naja, stimmt schon, hier wohnt man im Urlaub. Aber ein bisschen weiter südlich mit den Studenten arbeiten, macht selbst das wett.

    Du hast mich ja drauf gebracht: ich war natürlich letztes Jahr zweimal im Tessin, einmal auch mit Architekturstudenten zum Zeichnen in Bellinzona, kurz nachdem Du hier warst. Sogar fünf Tage.
    Ist übrigens viel angenehmer als Lugano und Locarno, ruhiger und nicht so brutalstmöglich aufgehübscht; die systematische Zerstörung des Tessin ist ein grosses Thema für sich.

    T. Albert

    18. August 2008 at 16:56

  11. – und dann merk ich gerad: in Bayern war ich noch gar nicht wirklich.
    Wie hiess das Kloster? Du meinst, da kann man rein trotz der SA-Vandalen? Atmosphärisch?

    T. Albert

    18. August 2008 at 16:58

  12. Da spiele ich mit 2 Wochen Alpinurlaub und in der Regel einer Woche Spanien oder Balkan jährlich natürlich in einer anderen Liga *rumprotz*

    che2001

    18. August 2008 at 18:53

  13. Ja, da kann man hin – man kann das auch brutal aufgehübscht finden, aber ich fand es einfach wunderschön.Sehr mächtig und sehr weitläufig, das Gebäude, mit sehr breiten Gängen und vielen Winkeln und schönen Innenhöfen.

    Der Frühstücksraum war die ehemalige Bibliothek, da waren allerdings keine Bücher mehr drin 😉 …

    Ist halt jetzt formal ein Kultur- und Bildungszentrum des Bezirks Oberbayern, man kann aber ganz normal Übernachtungen buchen, und bis auf die schicke, teils „rekonstruierende“ Renovierung ist es kein allzu klösterlicher Ort, aber irgendeine Form von Ruhe strahlt das schon aus, die anders ist als anderswo.

    Ich habe mich da aber sauwohl gefühlt. Und das Preisniveau ist zumindest deutlich unter dem Hamburgs.

    Liegt auf ’ner kleinen Insel am kleinen See, zum Chiemsee isses nicht weit, ein paar Kilometer halt, und man sieht in der Ferne die Alpen – kann aber auch sein, daß Dir das viel zu nah an vielem in der Schweiz ist, wenn Du da bist, so an Kargheit und viel funktionalere Umgebungen gewohnte Nordlinge nehmen das ja wahrscheinlich völlig anders als Du wahr.

    Wenn Du auf den Flüchtlings- und SA-Link klickst, dann biste direkt auf deren Seite. Ich wäre da gerne noch ein paar Tage geblieben. Gibt aber bestimmt auch günstige Gästezimmer bei den Bauern da rundherum.

    Locarno fand ich übrigens sehr schön, obwohl wir weiter unten im italienischen Teil waren, der Ort nach Connobio, fällt mir gerade nicht mehr ein, wie der hieß. Cannero, glaube ich. Cannobio hat ja auch ein bißchen was Disneylandhaftes für Touris, fand’s trotzdem schön. Und diese morbiden Jahrhundertwende-Prachtkästen in Strela oder so weiter unten, die fand ich dann so richtig großartig.

    In Bellizona bin ich nur umgestiegen, aber die ganze Ecke da unten hatte auch sowas, das einen einefach gaaaaanz tief durchatmen läßt. Hatten so ein Haus am Hang mit Seeblick und Panoramafenster, und wenn man da runterguckte auf den See mit den Bergen, da war schon dolle. Aber wem erzähl ich das 😉 …

    Wenn Du allerdings ein echtes Kontrasterlebnis zur tiefen, inneren Ruhe suchst, dann ist Sylt, Amrum oder Spiekeroog vielleicht doch eher mal ’ne Abwechslung für Dich 😉 …. da gibt’s allerdings meines Wissens keine Klöster.

    momorulez

    18. August 2008 at 19:06

  14. „Da spiele ich mit 2 Wochen Alpinurlaub und in der Regel einer Woche Spanien oder Balkan jährlich natürlich in einer anderen Liga *rumprotz*“

    Na, Du besetzt ja auch nur Arbeitsplätze, anstatt welche zu schaffen *rumprotz*

    momorulez

    18. August 2008 at 19:08

  15. Kontrasterlebnis zur tiefen, inneren Ruhe —– Almhütte auf 2500 m.

    che2001

    18. August 2008 at 21:14

  16. Kontrasterlebnis, um tiefe, innere Ruhe zu rlangen, meine ich natürlich – und auf die 2000er klettert doch T. Albert eh jeden Morgen mal kurz rauf vorm Frühstück 😉 …

    momorulez

    19. August 2008 at 9:04

  17. Ja, als ich damals am Klettersteig Giovanni Lipella an der Tofana di Rozes von meinem Bergführer ermahnt wurde, ich sollte schneller klettern, die Schweizer hätten uns gerade überholt, erwiderte ich: „Genau. Das sind Schweizer. Die machen so etwas jeden Tag.“ Und als ich auf meiner letzten Klettertour meiner Bergführerin etwas über klimawandelbedingte Bergstürze in der Schweiz erzählte, meinte die, stimmt, als das passierte, war sie gerade in der Eiger-Nordwand. Da fällt mir doch ein Schottenwitz ein: In der Eiger-Nordwand hängt eine schottische Seilschaft. Die kommt nicht vor oder zurück, und so schickt die Bergwacht einen Helikopter. Als die Schotten das weiße Kreuz auf der roten Maschine sehen, verwechseln sie das mit dem Roten Kreuz und rufen: „Wir haben schon gespendet!“

    che2001

    19. August 2008 at 22:15

  18. Ja. das ist hier üblich. Vorm Frühstück schnell 2000m hoch und runter ist normal.
    Gestern war ich mit Kollegen aus Irland unterwegs, da hats aber ganz schön lang gedauert, frühstück gabs erst abends, ich hatte schlechte Laune. Heute morgen hab ich die Luschen schlafen lassen, aber als ich zurückkam – mit Milch von meiner Mietkuh – hatten sie schon alles weggefressen und die erste Flasche Guinness geschluckt. Ich frühstücke jetzt auch allein unter meiner Wohnungsschweizerfahne.

    T. Albert

    20. August 2008 at 11:02


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