shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Heimatkunde

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Hatte damals, ’88, ein WG-Zimmer im Hochparterre am Neuen Pferdemarkt, und es war schon skurril, morgens beim Runterklettern vom Hochbett immer erst mal den Polizisten da im Mannschaftswagen vor dem Fenster zuzuwinken. Auch das staatlichgewaltmonopolistische Abtasten des frisch gekauften Gouda, wenn man von der S-Bahn kommend auf dem Weg nach Hause erst mal den Perso an der Polizeisperre vorweisen mußte, das war schon eine Erfahrung. Toller Text von Martin!

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Written by momorulez

24. August 2008 um 8:52

5 Antworten

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  1. Wirklich ein Klasse-Beitrag. Oh, was kommen da für Erinnerungen hoch! Staatsschutzterror, Solikampagne, und Che immer mittendrin. Hach, waren das Zeiten *schnüff*

    che2001

    24. August 2008 at 15:15

  2. Hatte neulich das surreale Erlebnis, mit einem stockkonservativen Kunden vor den „Berliner Betrügern“ zu stehen – er fragte nach der Roten Flora, und ich fing an zu schwärmen, wie schön das war, damals ziwschen den brennenden Mülltonnen und somit den Hafenstraßen-Barrikaden durchzuspazieren, um sich dort Konzerte anzuschauen 😉 …

    Die Geschichte mit der Mumm-Sekt-Flasche inmitten der Flora-Wirren, die schreibe ich mal irgendwann anders auf.

    momorulez

    24. August 2008 at 18:08

  3. Danke für das Lob!
    Was den „Stockkonservativen“ angeht: ich habe manchmal den Eindruck, dass „linke Autonome“, wenn sie „etwas auf die Beine gestellt haben“, von einer bestimmten Sorte Konservativer respektiert werden – während die größten Feinde der „Linksautonomen“ sich oft als selbst als „Links“ verstehen.
    Übrigens habe ich den manchmal den Eindruck, dass die größten Feinde „autonomer“ und „alternativer“, nicht-kommerzieller Kulturarbeit im rechten Flügel der SPD zu finden sind.
    (Im Bezirk Bergedorf stimmte vor einigen Jahren die CDU-Fraktion fast geschlossen für die Förderung ein als „linksautonom“ geltendes selbstverwaltetes Kulturzentrum – und viele SPD-Abgeordnete dagegen – mit einer z. T. extrem engstirnigen Argumentation.)

    MartinM

    25. August 2008 at 12:03

  4. (Etwas unglücklich formuliert – ich meine, dass die größten „ideologischen“ Feinde der „linken Autonomen“ unter „orthodoxe“ Linken zu finden sind, während diejenigen, die „autonomen“ und „alternativen“ Projekten in der Praxis die meisten Steine in den Weg legen, sehr oft „rechte“ Sozialdemokraten sind.)

    MartinM

    25. August 2008 at 12:09

  5. „Übrigens habe ich den manchmal den Eindruck, dass die größten Feinde “autonomer” und “alternativer”, nicht-kommerzieller Kulturarbeit im rechten Flügel der SPD zu finden sind.“

    Da ist was dran, die Eugen Wagners dieser Welt halt. Als ich bei Dir den Namen Ingo von Münch las und auch an Dohnanyi denken mußte, man, was für ein fundamentaler Wandel des Politischen in dieser Stadt. Echt Niedergang.

    Jetzt turnt da Herr Dressel rum und schafft es, daß ausgerechnet Ole von Beust ganz liberal neben dem wirkt. Und die FDP war Steigbügelhalter für Schill.

    momorulez

    25. August 2008 at 13:05


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