shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Was heißt hier eigentlich politisch unkorrekt?

with 40 comments

Da, wo ich herkomme, wird es als politisch unkorrekt angesehen, wenn jemand mit antisemitischen Ressentiments agiert, als politisch unkorrekt gelten auch Künstler wie Ice T. oder Wiglaf Droste (von einem alten Freund von mir zeitweise Wichsaff Kotze genannt), also Leute, denen besonders heftiger Sexismus nachgesagt wird. Das Blog PI würde ich hingegen nicht als politisch unkorrekt, sondern als faschistoid und tendeziell rassistisch bezeichnen. Hierbei kann ich die Grundannahme der PIler, der Konsens in der bundesdeutschen Medienlandschaft sei links bzw. linksliberal und einseitig muslimfreundlich “politisch korrekt” aber auch überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn es denn in der BRD einen politischen Mainstream in der Medienlandschaft gibt, so ist dieser seit den frühen 1990ern wirtschaftsliberal und arbeitnehmerfeindlich. Es gab in den 1990ern bei den öffentlich-rechtlichen Sendern und den großen Tageszeitungen gewisse Rücksichtnahmen in der Tonalität bei Themen, die mit Migranten und Flüchtlingen zu tun haben, dafür gibt es aber auch einen guten Grund. Ich kann mich gut daran erinnern, wie nach Hoyerswerda und Hünxe die Fernsehsender (ich machte damals ein Praktikum beim HR) darum wetteiferten, wer am dramatischsten vom heißesten Pogrom berichtet. In diesem Zusammenhang hatte damals ein Fernsehteam Skinheads dafür bezahlt, ein Flüchtlingswohnheim anzuzünden, um das filmen zu können. Die Reaktion beim HR war damals die, über solche Themen überhaupt nur dann zu berichten, wenn es verwertbare Täterbeschreibungen gibt, und ansonsten vor allem positiv besetzte Ausländerthemen zu bringen, über interkulturelle Projekte, Antifaaktivitäten usw. zu berichten, die sensationshaschende Berichterstattung über rassistische Ausschreitungen aber zu unterbinden. Ich fand das damals richtig und schrieb das auch einem Freund nach England, der mir antwortete: “Che, fühle Dich getreten! Den Deutschen gehört ihr Rassismus um die Ohren gehauen. Danach können dann meinetwegen auch ausländerfreundliche Berichte kommen.” Mehr und mehr habe ich mich im Lauf der Jahre diesem Standpunkt angenähert, muss allerdings auch sagen, dass sich die Rücksichtnahme in Hinsicht Migrantenthemen allmählich verflüchtigt hat, auch wenn Wortschöpfungen wie “Migrationshintergrund” politisch korrekter klingen mögen als “Ausländer”. Bezeichnend ist, dass bei Straftaten, die von Nichtdeutschen begangen werden, immer auf deren Nationalität hingewiesen wird. Begeht ein Deutscher eine Straftat, wird hingegen in kaum einer Funk-oder Zeitungsmeldung gesagt “Der Täter ist Deutscher”. Diese Unterscheidung in der Berichterstattung würde ich nicht politisch korrekt, sondern latent rassistisch nennen. Und insofern sind Leute, die für sich in Anspruch nehmen, gegen den Stachel der political correctness zu löcken aus meiner sicht auch nur Verstärker des gesellschaftlichen Mainstreams.

Aber vielleicht ist die Sichtweise der politisch inkorrekten ja bereits Bestandteil der “Umwertung aller Werte” (A.Hitler)?

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40 Antworten

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  1. Pah, Nietzsche, Hitler, alles eine Suppe!

    David

    7. September 2008 at 17:01

  2. Und was sind das eigentlich für skandalöse Zustände hier? Warum kommt dieser Beitrag erst nach manchen Kommentaren im RSS-Reader an, und dann fehlen hier auch noch die Kommentare? Das ist ja „voll die Sauerei“ (P. Pot).

    David

    7. September 2008 at 17:04

  3. Das war jetzt meine Art, politisch unkorrekt zu sein 😉

    Das habe ich jetzt wenigstens begriffen, Du „fieser kleiner Scherzkeks“ (I. Amin)

    😉

    David

    7. September 2008 at 17:07

  4. Ah, ich verstehe nun auch in Gänze: „Du hast das als ‚Seite‘, nicht als ‚Artikel‘ geschrieben“ (D. Khan)

    (Sorry MR)

    David

    7. September 2008 at 17:10

  5. Wir haben hier jetzt nur obskurerweise zwei Kommentarstränge … zweiseitig statt einseitig über die Stränge geschlagen, sozusagen. Aber warum auch nach der Wahrheit fragen?

    momorulez

    7. September 2008 at 17:15

  6. Das folgt dem Prinzip „Der Feind muss uns nicht lieben, sondern er muss unfähig sein, uns zu bekämpfen. Darum verbreitet Verwirrung!“ (T.Lenk)

    chezweitausendeins

    7. September 2008 at 17:15

  7. @“Aber warum auch nach der Wahrheit fragen?“ —- „Wahrheit macht frei“ (V.Dracul).

    Das war jetzt super non pc 😉

    chezweitausendeins

    7. September 2008 at 17:18

  8. Das wird irgendwann in irgendwelchen Warblogs wieder ausgebuddelt, um den Antisemitismus der Linken zu belegen …

    momorulez

    7. September 2008 at 17:20

  9. Wobei der Kampf ja inzwischen nicht mehr gegen „übermäßige political correctness“ geführt wird, die natürlich oft wirklich einfach nur hanebüchener Blödsinn ist, sondern inzwischen gegen die „political correctness“ als solches geführt wird. Wobei der Begriff an den bekannten Vorverkaufsstellen so weit ausgedehnt und umdefiniert wird, dass schon grundlegende Maximen der Höflichkeit und des zivilisierten Umgangs miteinander als „political correctness“ verhöhnt und damit entwertet werden. Frei nach dem Motto:

    „Die bösen, bösen Gutmenschen verbieten mir den Schweinedrecksneger Schweinedrecksneger zu nennen, obwohl er doch einer ist. Blöde Dhimmis!“ (K. Noonien Singh)

    Björn

    7. September 2008 at 18:09

  10. Da weiß ich sogar noch ein echtes Tyrannenzitat: „Ich schenke Euch diese Stadt. Nehmt sie Euch!“ (Tolui Khan)

    chezweitausendeins

    7. September 2008 at 18:29

  11. Auch von einem echten Tyrannen?

    David

    7. September 2008 at 18:33

  12. @ Che

    (…) Leute, die für sich in Anspruch nehmen, gegen den Stachel der political correctness zu löcken, sind aus meiner Sicht auch nur Verstärker des gesellschaftlichen Mainstreams.

    PiPi und das ganze von neurecht bis strammkonservativ (teils: rechtslibertär) reichende Geseier rund um „politisch korrekt“, sorry, das ist nun wirklich nicht der gesellschaftliche Mainstream.

    Insofern hatte Broder mal auf den Punkt getroffen, als er das Rumgeheule rund um die angebliche Übermacht der „politisch korrekten“ verspottet hat.

    Nein, dieser Part ist nicht mehrheitsdeutsch. Und was den Rassismus (leider latent vorhanden) und die leicht aktivierbare Ausländerfeindlichkeit angeht. Gegenüber „den“ Türken gibt es in der deutschen Mehrheitsgesellschaft ja wohl inzwischen sehr unterschiedliche Zugänge. Unter jüngeren Mehrheitsdeutschen – so meine Erfahrung – gelten Deutschtürken als: „Die sind doch von uns“.

    Das ist schon mal ein bemerkenswerter Unterschied zu der Zeit rund um Hoyerswerda. Wenn ich da Recht habe, wäre das immerhin ein Fortschritt. An der Stelle sehe ich eine breitere die Trennlinie zwischen der Haltung bei den Pipi-Vögeln und „den“ Deutschen.

    (und das moderate Verhalten der Fernsehmedien war m.E. ein Faktor dafür, dass sich die Verhältnisse hierzulande inzwischen etwas normalisiert haben)

    Natürlich bleibt genügend, was beklagt werden kann, z.B. die Ämterpraxis gegenüber Asylanten und Geduldeten usw. usf.

    John Dean

    7. September 2008 at 18:34

  13. Gut, dann war gesellschaftlicher Mainstream vielleicht unglücklich ausgedrückt; der implizite behördliche Rassismus, die Abschiebepraxis, dieser ganze Komplex macht einen Großteil dessen aus, worauf ich abziele.

    chezweitausendeins

    7. September 2008 at 21:16

  14. @David: Ist jemand, der nur so zur Abschreckung die Bevölkerung einer kompletten Stadt in eine Schädelpyramide verwandeln lässt für Dich ein echter Tyrann?

    chezweitausendeins

    7. September 2008 at 21:18

  15. @Che:

    @David: Ist jemand, der nur so zur Abschreckung die Bevölkerung einer kompletten Stadt in eine Schädelpyramide verwandeln lässt für Dich ein echter Tyrann?

    Klassischer Tyrannis-Begriff: Kein Tyrann solange er zur Abschreckung die Bevölkerung einer anderen, „feindlichen“ Stadt in eine Schädelpyramide verwandeln lässt, seine eigenen Untertanen aber fair behandelt.

    Was bei Pol Pot natürlich nicht der Fall ist.

    Björn

    7. September 2008 at 22:01

  16. Ja, dann waren die Großkhane ja Lichtgestalten. Und für Sicherheit auf der Seidenstraße haben die ja auch gesorgt.

    chezweitausendeins

    7. September 2008 at 22:11

  17. Wann immer man Kritik an irgendwas leisten will, dann läuft das doch meistens darauf hinaus, dass man Dinge anders beschreibt, als diejenigen, die man kritisiert. Ob das jetzt von irgend einer politischen Richtung so kommt, oder nicht, ist doch eigentlich zunächst mal egal. Wenn ich bspw. über Krankenhäuser oder Medizin schreibe, dann benutze ich auch andere Begriffe, als die, die ich gewöhnlich in der Zeitung finde.

    Aberwitzig ist, wenn man dann nicht nur implizit behauptet, dass die eigene und andere Begrifflichkeit angemessener wäre, sondern schon einen Schritt vorweg nimmt, und gleich die Diffamierung der eigenen Begrifflichkeit diffamiert … und dabei noch so einen unerträglichen Verweis auf „Eigentlichkeit“ platziert.

    christianK

    7. September 2008 at 22:14

  18. Für mich als Neroliberalen ist so jemand natürlich zuallererst ein großer Feldherr!

    Davon abgesehen ist „Tyrann“ für mich eine Herrscherbezeichnung; die näheren Umstände sind mir nicht bekannt, aber sollte er das in einer (z.B. im Rahmen eines Feldzuges) nur kurzfristig unterworfenen und beherrschten Stadt durchgeführt haben, so wäre die Tat zwar noch immer als ziemlich absonderlich und herrisch (ja, tyrannsich) zu betrachten, würde aber m.E. noch nicht für den Titel „Tyrann“ qualifizieren, denn gegenüber seinen längerfristigen Unterthanen könnte er ja immernoch ein liebenswerter und gütiger Papa-Monarch gewesen sein, sozusagen „die gute Seele, die nun einmal sich vergessen“. (A. ho Mégas; Björn, da Du hier schon rumgurkst, kann man vielleicht irgendwie an Hezekiels Zulassungsarbeit gelangen?)

    David

    7. September 2008 at 22:16

  19. Faszinierend: Da läßt Björn das Fachwissen spielen, ich meine Intuition, und die Ergebnisse sind gleich! Es gibt ein Wort für sowas, ich schlug es heute nach.

    Ach ja, Che: Die Frage bezog sich eigentlich auf Björns Fake-Tyrannen; google mal, da findet sich unter den ersten zehn Treffern ein Link zum Agitpopblog!

    David

    7. September 2008 at 22:19

  20. Tolui Khan war gar kein richtiger Monarch, denn Herrscher wurde Ogodei. Dessen Nach-Nachfolger Kublai hatte immerhin einen Feldherrn, Sögötü Khan, der auf die Ankündigung des Königs von Java, der gerade eine mongolische Gesandtschaft mit Honig beschmiert in Ameisenhaufen hatte werfen lassen, der nächsten Gesandtschaft würde er junge Ratten unter die Bauchhaut nähen lassen erwiderte, die nächste esandtschaft der Mongolen würde so zahlreich kommen, dass es auf Java nicht genug Ratten geben würde. War dann auch so.

    chezweitausendeins

    7. September 2008 at 22:52

  21. Du solltest öfter Mongolengeschichten erzählen.

    David

    7. September 2008 at 23:20

  22. Ja, dann waren die Großkhane ja Lichtgestalten. Und für Sicherheit auf der Seidenstraße haben die ja auch gesorgt.

    Oi! Du hast gefragt, ich hab‘ geantwortet. Auch auf die Gefahr hin das meine Antwort nicht „politisch korrekt“ war (zurück zum Thema), aber „Tyrann“ im klassischen Sinne des Wortes war halt immer nur derjenige, der seine eigenen Untertanen unterdrückt hat. Greueltaten gegen andere Völker, Stämme oder Poleis waren absolut tolerabel. Schon alleine weil damals sowieso jeder Fremde als βάρβαρος (Barbar) und damit potentielle Untermensch galt. Dass das aus heutiger Warte und bei zeitgemäßer Benutzung des Wortes anderes gesehen wird, versteht sich von selbst.

    Um deine Analogie in den Westen zu verlagern: Titus hat massenhaft Zivilisten kreuzigen lassen als er den Jüdischen Aufstand im Jahre 70 niederschlug, trotzdem gilt er bis heute als „guter Kaiser“ weil das halt keine Römer waren, die er ans Kreuz genagelt hat. Dass wir das heute anders sehen ändert nichts daran…

    Zu den Khans: Als jemand der mongolische Geschichte immer nur dann kennt, wenn sie gerade in der Nähe des Bosporus oder bei der versuchten Landung in Japan stattfindet: Wie waren die Khans denn zu ihrem eigenen Volk?

    ***

    @Dave: Keine Ahnung, sofern er dir das .pdf nicht rausrückt (ist da ein bisschen touchy was das angeht) wüsste ich keine Möglichkeit. Kannst im AfL in M— einsteigen und denen ihre Kopie klauen. Das ginge. Den Schaden kannst du dann auf marodieren Hartz-IV-Empfänger schieben…

    Björn

    8. September 2008 at 0:12

  23. Laß uns Wodka holen – hohohoho! Denn wir sind Mongolen – hahahaha!

    momorulez

    8. September 2008 at 7:42

  24. „Dass das aus heutiger Warte und bei zeitgemäßer Benutzung des Wortes anderes gesehen wird, versteht sich von selbst. “

    Was meinst Du denn genau mit „zeitgemäßer Benutzung“? Ich sehe zumindest keinen besonderen Fortschritt darin, einen ziemlich präzisen Ausdruck zu einem neuen Synonym für „ziemlich mieser Typ“ umzuwidmen.
    Wobei ich natürlich zugeben muß, den Ausdruck hier als erster und tatsächlich reichlich ungenau verwendet zu haben.

    David

    8. September 2008 at 10:26

  25. … und der Teufel kriegt uns früüh genuuug!

    John Dean

    8. September 2008 at 10:32

  26. Dave: Naja, aber ich denke schon dass es legitim ist davon auszugehen, dass die Mehrheit der Menschen den Begriff Tyrann heute schlicht als Synonym zu Diktator (was ja im historischen ursprünglich eine schlichte Amtsbezeichung und zeitlich limitiert war) oder eben „ziemlich miese Type“ sieht. Daher gehe ich davon aus, dass die Benutzung des Begriffs Tyrann in der eigentlichen Wortbedeutung heute eher die Ausnahme, nicht die Regel ist.

    Björn

    8. September 2008 at 10:44

  27. Ach so, wenn Du von der umgangssprachlichen Verwendung ausgehst, hast Du sicherlich recht. Ich ging von der Verwendung im eher theoretischen Kontext aus, und es schien mir, als ob Du die klassische Variante auch da für irgendwie obsolet hieltest. Was ja beim „Diktator“ tatsächlich auch der Fall ist, aber sicherlich nicht zuletzt deshalb, weil moderne Verfassungen dieses Amt praktisch nicht mehr vorsehen.

    David

    8. September 2008 at 10:53

  28. Wie waren die Khans denn zu ihrem eigenen Volk?

    Kurzum: Für Treue gab es Beuteversprechen, Großzügigkeit und Toleranz – die drakonische Jassa bildete letzlich einen eher lockeren Rahmen, es gab Religionsfreiheit und der Handel blühte. Die Stellung der Frau war vergleichsweise günstig. Niemand wurde gezwungen, neue und schwierige Berufe zu ergreifen – hier behalf man sich mit Immigration. Im Übrigen war das Staatswesen streng nach den Grundsätzen des Rechtslibertarismus aufgebaut, zur ganz besonderen Freude jener, die jeweils stärker waren und darum am Leben blieben. Dennoch konnte es geschehen, dass der gerade Stärkste von einer tangutischen Prinzessin durch Entmannung zu Tode gebracht wurde.

    John Dean

    8. September 2008 at 11:45

  29. Nana! Ich weiß ja auch um die Überlegenheit des männlichen Geschlechts (punc!, „besonders heftiger Sexismus“), aber am Verluste desselben gleich dahinzuscheiden scheint mir dann doch arg übertrieben und auch sehr unmännlich.

    David

    8. September 2008 at 11:55

  30. Einfach vor der Entmannung das Amputiermesser einmal richtig schön in die Erde gesteckt oder drauf geschissen, dann erledigt die Sekundärinfektion den Rest. (Darum haben auch mittelalterliche Heere ihre Pfeile während der Schlacht mit der Spitze in der Erde gelagert und ihre Schwerter einmal schön durch die Latrine gezogen, bevor sie damit Leuten die Gliedmaßen abgehackt haben.)

    Björn

    8. September 2008 at 12:07

  31. Ah, sehr instruktiv. Damit hätten wir auch schon eine Idee für die weitere Verwendung für die verschissenen Wälder, da hat man dann nämlich beides auf einmal. Kot-und-Boden-Politik, sozusagen.

    David

    8. September 2008 at 12:15

  32. Zweites „für die“ –> „der“

    David

    8. September 2008 at 12:16

  33. Dass ein Täter in Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit Deutscher ist, ergibt sich aus der simplen Tatsache, dass das für ca. 90% aller Menschen in Deutschland Deutsche sind. Es muss daher nicht besonders erwähnt werden.

    Was ist daran rassistisch?

    Peter

    8. September 2008 at 16:05

  34. Na, so funktioniert halt Stereotypenbildung – man definiert einen Normalfall und charakterisiert die Abweichung mit letztlich rassischen Kriterien – z.B. durch den Zusatz „mit Migrationshintergrund“. Daß jemand Sachse, Holländer oder Schlachter ist, das findet ja in der Regel im Arier-Land keinerlei Erwähnung….

    momorulez

    8. September 2008 at 17:05

  35. Die Kriminalität kleiner Männer (unter 160 cm) ist ein großes Problem! Da muss mal was passieren!!!!

    John Dean

    8. September 2008 at 19:08

  36. @Peter das störende an dieser politischen Korrektheit ist ja, dass sie die Frage zudeckt, die eigentlich gestellt werden müsste: Was – abseits der formaljuristischen Definition – ist denn ein „Deutscher“? Wie fühlt sich das an, was füllt das aus. Ich gebe ja gerne zu, dass mir das in Rostock bspw. im Angesicht von drei Skins schwer fällt, die dazu zu zählen, denn das deutsch sein hat für mich viel mit Grundgesetz zu tun – aus dem sich die Jungs verabschiedet haben. Die Diskussionen um das Türkei-Deutschland-Spiel bei der EM waren ja schon ein guter Anfang, so verwirrt waren da alle (von wegen doppeltes Heimspiel und so … aber in die EU, ach neeeee)

    Diese Fragen schiebe ich ja feige beiseite, wenn ich mich darauf beschränke politisch korrekt daher zu reden. Schlimmer ist da nur noch, aus Trotz politisch inkorrekt zu sein, auch ohne weiteres nachdenken „und irgendwann schenkt dann der Führer der Klonen eine Stadt“ (Extrabreit)

    ring2

    8. September 2008 at 19:53

  37. „Junge, wir können so heiß sein …“ – auch Extrabreit! Oder war’s breit sein?

    „Karl-Heinz-Jürgen hat 15 Jahre malocht. Seine Mutter hat ihn dabei bekocht“ – und jetzt ist Kai fast sowas wie’n Kumpel, wer hätte das gedacht.

    Aber zum Thema: Das einzige Mal, daß ich in der Schalke-Arena war, also im Ausland, das beginnt ja für mich unterhalb von Bremen und Hannover (und östlich hinter Bergedorf, nördich geht Zuhause bis Sylt), da spielten sie das Duett von Hilde mit Extrabreit, „Für mich soll’s rote Rosen regnen“, und alle sangen mit, die ganze Arena, und das war schön, trotzdem wir dann 0:4 verloren haben, Bajarmovic vom Platz flog und Henzler sich sogar ’ne Hodenprellung zugezogen hat. Weil: Bei der Nationalhymne empfinde ich nix außer Widerwille, ganz anders übrigens bei der Marseillaises, die singe ich immer mit, die ersten Sätze zumindest – und bei dem „Rote Rosen“-Lied empfinde ich auch verdammt viel.

    Das war dann für mich mal kurz Deutschland, weil alle mitgesungen haben, und danach war Deutschland wieder weg, und ich war wieder St. Paulianer.

    Nun fände die Info, daß St. Paulianer noch einen Bahnwagon verwüstet haben nach dem Spiel, tatsächlich als relevnates Kriterium in Zeitungsmeldungen Erwähnung. Würde hervorgehoben.

    Warum, Peter? Warum wird da dann nicht auf „ausländisch-nichtausländisch“ Bezug genommen?

    momorulez

    8. September 2008 at 20:19

  38. momorulez

    8. September 2008 at 20:23

  39. @Willy Sonstwie, den ich hier gerade gelöscht habe:

    Rassistischen Dreck veröffentlichen wir hier nicht. Den kannst Du bei Deinen faschistischen Freunden abseilen.

    Typen wie Du hätten früher Juden der Brunnenvergiftung und des rituellen Kindermordes bei perversen Ritualen bezichtigt: Ja, das ist Deutschland! So sind Deutsche, das hat hier Tradition!

    Hier nennt man „Ehrenmorde“ „Beziehungstaten“, süß, in den 60ern war das einfacher, da war der „Nicht-Vollzug der Ehe“ noch Scheidungsgrund – aber diese totalitären Gleichstellungsbeauftragten haben ja auch mit dem Spaß Schluß gemacht.

    Hier hat man Juden vergast, ’ne ganze Menge davon, und hier „infizieren“ „Neger“ „unsere Frauen mirt AIDS“, und deshalb betreibt man spaßige Treibjagden nach Volksfesten. Diese besoffenen Schläger, bevor die ’nen Ehrenmord begehen, die doch nicht, also, da ist doch das deutsche Reinheitsgebot vor.

    Hier sperren Väter ihre Töchter in den Keller – Großdeutschland, verstehste? – und ficken sie so lange, bis die schwanger werden, immer wieder.

    Die Jungs „mit Migrationshintergrund“ machen sowas nicht, Willy ….

    momorulez

    8. September 2008 at 23:15

  40. Willy, gib Dir keine Mühe, Deine Statements sind hier unerwünscht. Deine „Ehrenmord“-Nachweise führe bitte woanders, da gibt es ja genug braune Seiten im Netz …

    momorulez

    9. September 2008 at 19:58


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