shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Seltsame Tagessätze in chronologischer Reihenfolge

with 7 comments

„Obwohl ich ja eigentlich aus dem Gewerkschaftslager komme, sollten wir diesem neuen Dachverband wohl doch beitreten …“ (schäm, ich war’s nämlich, der das gesagt hat )

_____

Taxifahrer: „…. und dann habe ich noch mit ein paar Genossen zusammen in einem besetzten Haus in Düsseldorf gewohnt …“

Ich: „Super! Super, heute noch jemand zu treffen, der „Genossen“ sagt! Nee, ich meine das ganz ernst, wirklich, keine Verarschung!“

______

Der Hund schnüffelt. Und schnüffelt. Und schnüffelt hier und schnüffelt da im fahlen Licht der Telefonzelle (das es sowas heute noch gibt!).

Dunkel ist’s, eine Stimme nähert sich, noch bevor ich den Körper sehe: Jemand quatscht lautstark in sein Handy.

„Ja, bei Schäfer war ich, diesem Bürohandel. Und weißt Du, was der höchste Posten war? Der Chefsessel 😉 „… – er gackert und geht weiter zum Zigarettenautomaten.

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Written by momorulez

11. September 2008 um 21:56

7 Antworten

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  1. Gestern bei der Arbeit
    hatte ich einen Arbeitsunfall
    ich schlief ein am Bildschirm
    ich schlief und quetschte mir das Brustbein ein
    Man darf das nicht
    man darf nicht im Sitzen schlafen
    ich muß mit dem Geschäftsführer sprechen
    wir brauchen Matratzen

    Peterlicht: Wir werden siegen. Buch vom Ende des Kapitalismus. München 2006. S. 7.

    christianK

    12. September 2008 at 7:55

  2. Auch gestern:
    ..
    Investor: „Es ist die Natur des Kapitals, sich freisetzen und beweglich bleiben zu wollen“

    Ich: „Das ist ja auch ’ne lustige Formulierung …“

    Investor: „Wie jetzt?“

    Ich: „Als wäre am Kapital irgendwas natürlich …“

    momorulez

    12. September 2008 at 8:08

  3. naja, aber der Investor ist doch Natur.

    T. Albert

    12. September 2008 at 8:12

  4. Ja, wenigstens das 😉 – ist auch ein Netter!

    Der war zudem in den 70ern bei den Kommunisten organisiert (aber zum Glück isser jezt moderat statt Renegat). Deshalb hat er wohl auch „Kapital“ gesagt, anstatt durch „Markt“ wieder alles zu verkleistern 😉

    momorulez

    12. September 2008 at 8:17

  5. Vielleicht ist das ne Antwort für den Investoren: (Und passt ja auch ganz gut zum Titel des Blohs hier …)

    Man soll nicht »Ursache« und »Wirkung« fehlerhaft verdinglichen, wie es die Naturforscher thun (und wer gleich ihnen heute im Denken naturalisirt -) gemäss der herrschenden mechanistischen Tölpelei, welche die Ursache drücken und stossen lässt, bis sie »wirkt«; man soll sich der »Ursache«, der »Wirkung« eben nur als reiner Begriffe bedienen, das heißt als conventioneller Fiktionen zum Zweck der Bezeichnung, der Verständigung, nicht der Erklärung. Im »An-sich« giebt es nichts von »Causal-Verbänden«, von »Nothwendigkeit«, von »psychologischer Unfreiheit«, da folgt nicht »die Wirkung auf die Ursache«, da regiert kein »Gesetz«. Wir sind es, die allein die Ursachen, das Nacheinander, das Für-einander, die Relativität, den Zwang, die Zahl, das Gesetz, die Freiheit, den Grund, den Zweck erdichtet haben

    Nietzsche: Jenseits von Gut und Böse. KSA 5, S. 35f.

    Weiß grad nicht, wieso diese Assoziationen bei mir geweckt werden?

    christianK

    12. September 2008 at 8:21

  6. Weil der Nietzsche den Wagner erst so mochte und dann doch mit ihm gebrochen hat?

    momorulez

    12. September 2008 at 8:52

  7. Wie, der Nietzsche hatte schon mit Franz Josef Wagner zu tun? Deswegen wirken die Witze des Letzteren oft so alt und abgestanden… 😉

    freiburgerthesen

    15. September 2008 at 9:41


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