shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Ja! Ich predige! Gebt mir eine Kanzel! Wie verbringt man denn jetzt …

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… den Rest des abends, wenn sowat schon wieder passiert?

Wenn man die ganze Woche dabei ist, sich eine Zukunft aufzubauen, ein paar Pflöcke einrammte, die wirklich halten könnten, wenn man bereits zum zweiten mal in 3 Tagen mit spannenden neuen Menschen mittags im O-Feuer sich wieder findet und spürt, daß man mit denen wahrscheinlich noch tolle Zeiten verbringen wird, und die Boys in Brown ziehen einfach nicht mit, sondern bewegen sich schnurstracks in Richtung Vergangenheit?

Nee, Leude, mit der „Back to the Future“-Palin haben wir doch nun wirklich nix zu tun! Change, Leute! Yes, we can! Zeigt das doch mal auch auswärts!

Gibt ja dieses wundervollen Song aus „Grease“, „There are worse things I could do„, aber ich kann ja jetzt schlecht unsere Abwehr beschimpfen, unsere Fußballgötter auf der Trainerbank anpöbeln oder – obwohl, jetzt höre ich gerade, was die da singt in diesem Grease-Song, hmmmm , vielleicht ja doch? Obwohl „Cold showers every day“, nee, das ist nix für Warmduscher wie mich.

Ja, ja, ja, Fussballfansein ist eigentlich Angstbewältigung, weil ja in der Regel es dann noch nicht so schlimm ist wie vorgestellt, wenn’s dicke kommt, denke ich ja immer. Ist die Illusion, Ohnmachtsgefühle auch überwinden zu können. Ist das Einüben in die Erkenntnis, daß das Leben ungerecht ist, weil die Coolsten ja eh viel zu selten das bekommen, was sie verdienen, die Erkenntnis, daß die Schweine sowieso immer mehr Geld haben, daß gerade Vereine wie Kaiserslautern sowieso durch Punktabzüge Dritter und ähnliche Lustigkeiten irgendwie in Ligen gehalten werden, daß es Söldner gibt und chronisch Ungebundene, denen schnurz ist, was mir heilig ist, und Unfähige auch  – all die Vorgänge, die des Lebens Würze vor den eigenen Augen breitest grinsend verspeisen, die allerorten anzutreffen sind und die deshalb man auf der nicht-symbolischen Ebene des Fußballspiels schon gar nicht mehr ertragen kann.

Weil’s da ja schon schlimm genug ist. Frustration erlernen und doch zur Demut übergehen: Ach, irgendwie christlich bleibt man doch … ja, Fußball simuliert das wahre Leben, deshalb redet man halt nur noch Müll, weil man’s nicht fassen kann und auch kein Ritual mehr hilft.
Wer nicht begreifen will, daß es darum geht, Einüben mittels Ersatzhandlung,  wie in allen großen mythischen Geschehen und allen Psychosen, Ersatzleid schaffen in halbwegs kontrollierten Rahmen, der wird auch Fußball nicht verstehen.

Wer glaubt, es ginge nur um Sport, um Leistung, um Konkurrenzkampf oder Vermarktungsinteressen, der deutet dieses Spektakel fehl und projiziert die Bedingung von etwas ins Etwas selbst hinein. Der verwechselt die Spielregel mit dem Spiel selbst. Und Fernsehen mit Fan-Interessen. Und so.

Hat nur einen Haken, diese Deutung: Somlu hat’s geschrieben – Liebesfähigkeit.

Selbst diesen Beck-Wählern in der Region ist diese unauslöschlich eingeschrieben in all ihrer rote Teufeligkeit, oder sogar gerade denen, es sei ihnen gegönnt, die haben ja sonst nix, nix als unverständliche Dialekte und guten Wein und Kurt Beck – und Liebe hebt wie in jeder Therapie dann auf diese Differenz zwischen Ersatzhandlung und der mittels ihrer verdrängten Realität.

(Das Kaminfeuer flackert, und Momorulez zündet sich noch eine Pfeife an und greift zum Grog).

Denn sie treibt die Geschichte voran, jede Geschichte, jede einzige verfickte kleine Story, mal klar und deutlich, mal verschämt, mal nur als Hass verzerrt oder als Macht deformiert,  und als neue Ebene ganz im Hegelschen Sinne erzeugt sie das, was ja eigentlich hinter diesen Elegien zur Schmerzbewältigung nach einer Niederlage steht: Poesie. Und die gibt’s ja vielen Varianten: Von Shakespeares Sonetten bis hin zu Baudelaires „Blumen des Bösen“ ist’s gar kein weiter Weg, und gäbe es keinen Verzicht, so bräuchte man das Leben ja auch nicht zu dichten, weil Dichten eben dieses Leben IST.

Ja, ich stell’s als These auf: Jeder verwaschene Schal, jede verdreckte Kutte, jeder vibrierende Schnurrbart auf der Schalker Nordwand oder in der Emscherkurve (Oberhausen, ich fühle mit euch, ehrlich!) ist eigentlich Poesie, und Poesie ist Leben und somit Liebe, jawohl.

Und, nun mal ganz im Ernst: Wie will man diesen pathetischen, so wundervoll pathetischen Quatsch in verwitterten Männeraugen, als Träne mal der Freude, mal des Leids, denn bitte mit einem Begriff wie EVOLUTION sinnvoll beschreiben?

PS: Und dieser ganze Wortschwall einzig nur, um nicht darüber nachdenken zu müssen, wie desatrös dieses 1:4 ausgerechnet bei FPKs Verein – Glückwunsch, übrigens – für uns ist, was das jetzt für uns bedeutet …. zitter …. bibber … von wegen Angstbewältigung …. von wegen Realitätsersatz …. die hat uns jetztaber wieder mal ganz heftig gepackt, die bittere Realität:

Jungs, liebe Mannschaft, bitte: Werdet wieder Poesie!!!

Jawohl!

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Written by momorulez

12. September 2008 um 20:01

Veröffentlicht in Fussball, Liebe

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26 Antworten

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  1. Schön gesagt.

    Sehr christlich, tatsächlich, und auch sehr dávilisch übrigens, auch wenn letzteres bestimmt nicht beabsichtigt war. Ja, natürlich, Evolution ist eine ziemlich gute These, aber Menschsein – da muss doch noch mehr dahinter stecken…

    Das mal nur so über den Graben, aber jetzt bin ich wieder weg aus bekannten Gründen.

    Rayson

    12. September 2008 at 22:00

  2. Trotzdem welcome back, und schön, daß Du da warst!

    Davillisch? Davilla?

    Ich mag den ja auch, übrigens tasächlich gerade aus den oben verfaßten Gründen. Manchmal reicht DER ANDERE als Religionssubstitut eben nicht aus, und es geht noch um was anderes, größeres ..

    Das von Dir erwählte Zitat war aber eigentlich Hegels Konzept der Sittlichkeit, da konnte ich nicht mitziehen, aber ansonsten bin ich aber ganz bei Dir, daß man den sehr gewinnbirngend lesen kann, auch wenn er ja zu meinem Denken auch völlig quer steht und gerade deshalb …

    Viel Glück für deine vereine morgen!

    momorulez

    12. September 2008 at 22:07

  3. Für die, die Davila nicht kennen, noch ein Aphorismus passend zum Eintrag:

    „Eine rigorose Analyse ist nicht wahrhaftiger als die poetische Einbildungskraft.
    Die Wirklichkeit des Gegenstandes liegt in seiner imaginativen Projektion.“

    NICOLAS GOMEZ DAVILA

    momorulez

    12. September 2008 at 23:17

  4. … jedes Team ist uns willkommen, jeder Gegner gern gesehen. Dann werden ihnen die Punkte abgenommen, bevor sie wieder nach Hause gehn … oder so 🙂

    fpk

    13. September 2008 at 8:46

  5. Irgendwie bringt uns der Betzenberg einfach kein Glück 😦 … erinnere mich noch gut an das 1:5 in unserer letzten Erstliga-Saison, als Lincoln Adamu oder Amadou (gab’s beide – ich glaube, es war Adamou) – das Bein brach und es ihn einen Scheißdreck interessierte, obwohl man ds Knacken bis tief in unseren anblock hinein hörte, und Basler dann noch mit Pepita-Hut an der Eckfahne Tänzchen aufführte …. und der peinliche Auftritt unmittelbar nach unserem Klassenerhalt letzte Saison …. nee, alles nicht schön ….

    momorulez

    13. September 2008 at 9:03

  6. Ja ja, der Basler. Kommt beim gegnerischen Publikum selten gut an. Hatte ne ähnliche Erfahrung vor einigen Jahre/Jahrzehnten als es in der Chamionsleague gegen Bayern ging und Basler noch bei denen spielte. Lang lang ists her. Ham uns böse abgezogen und Basler konnte sich nich zurückhalten vor der Westkurve Pirouetten auf dem Ball zu drehen.

    fpk

    13. September 2008 at 9:31

  7. So MR, jetzt begründe mal, warum Dávila ein Linker ist. Wirst das ja sicher können, wenn Du ihn zitierst.

    Im übrigen nehme ich Euch inzwischen nachhaltig übel, daß Ihr den Begriff „Positivismus“ so verunziert habt. Für die richtigen Positivisten, die geistig noch immer in Wien über die korrekte dicke eines Schnitzels debattieren, ist jetzt kein Wort mehr da, Ihr Terroristen.

    David

    13. September 2008 at 10:06

  8. @fpk:

    Eigentlich war der mir ja für solche Akionen sogar immer ganz sympathisch, der Basler 😉 …

    @David:

    Davila ist sowas von überhaupt kein Linker, schon recht. Hat sich ja selbst als „Reaktionär“ kultiviert.

    Wobei es schon die eine oder andere Position hinsichtlich Ästhetik und Kulturkritik gibt, die sich auf der Linken auch findet, gerade im Adorno-Umfeld. Da gibt’s ja viele Bezüge zu Konservativen.

    Ansonsten ist der natürlich ein anti-egalitärer, anti-demokratischer Katholizist, aber aus der Perspektive kritisiert er dann ja auch den Kapitalismus.

    Und da sind einfach echte Perlen dabei in dessen Aphorismen – das steht so sehr quer zu allem Gewohnten, ist so brilliant formuliert und gedacht, daß ich das schon auch genießen kann.

    Und es ist auch nicht alles falsch, gestern liefen mir noch Aphorismen über den Weg, in denen das Abstrakte der Menschrechte dahingehend kirtisiert wurde, daß jene, die sie vertreten, gerade weil sie sich so gut fühlen dabei, dann im Umgang mit dem konkreten Nächsten oft besonders arschig seien. Das sind dann schon zwei Drittel der feministischen Kritik an Kantischen Ethiken, Gilligan, Benhabib und so.

    Na, und zum Terrorismus an Wiener Positivisten: Lustigerweise war das erste Buch in meinem Philosophie-Studium eines von Moritz Schlick, und das fand ich sehr pfiffig. In der sprachanalytschen Philosophie gibt’s ja viele Bezüge zu denen, und die vertrete ich hier sogar häufiger mal (wenn auch seit der Tschechow-Lektüre deutlich seltener).

    Das ist aber ja noch mal was ganz anders als diese Hanswurst-Versionen wissenschaftlicher Methodik, wie sie hier in den Kommentaren oder teils auch bei Steffen so vertreten werden.

    Beruf Dich doch einfach auf den Wiener Kreis 😉 …. dann hast du aber auch die Popperianer gegen Dich.

    momorulez

    13. September 2008 at 11:08

  9. Mein ganzer Kommentar hatte eigentlich ironisch Bezug auf Beiträge und vor allem Kommentare bei uns genommen, ich war davon ausgegangen, daß die bekannt sind.

    Der logische Empirismus war zu seiner Zeit eine großartige Entwicklung und hat mit Sicherheit sehr viel Klarheit geschaffen, wenn auch natürlich nicht in dem grundlegenden Sinn, den man gerne gehabt hätte. Auf die Knaben lasse ich nix kommen. Aber die haben das auch vor fast hundert Jahren betrieben, und manche sind da eben bis heute stehengeblieben, so scheint es mir gerade.

    David

    13. September 2008 at 11:53

  10. „Mein ganzer Kommentar hatte eigentlich ironisch Bezug auf Beiträge und vor allem Kommentare bei uns genommen, ich war davon ausgegangen, daß die bekannt sind.“

    Hatte das tatsächlich nicht genau verfolgt 😦 … und auch die Entwicklungen in der sprachanalyse der letzten Jahre nicht mehr, gebe ich zu …. man kommt ja doch raus so mit den Jahren …

    momorulez

    13. September 2008 at 12:26

  11. Ich meinte ja gar nicht bloß die letzten Jahre. Aber ’n bißchen Quine könnte zum Beispiel manchem weiterhelfen, und seien es auch nur die Selbstverständlichkeiten wie „the lexicographer is an empirical scientist“…

    David

    13. September 2008 at 12:36

  12. Aber –> Schon

    David

    13. September 2008 at 12:37

  13. So, habe jetzt die Davila-Debatte noch mal durchgescrollt, hatte nur den Anfang gelesen – „Wuff, Wuff“ trifft’s aber schon mal ziemlich gut 😀 …. dieser Markus ist ja schlimmer als marxistisch-leninistische Gruppen in den 70ern.

    Die Terror-Diskussion konnte ich mir beim besten Willen nicht geben …

    momorulez

    13. September 2008 at 12:37

  14. Ooops, ging parallel – aber an Quine mußte ich auch oft denken bei den Diskussionen rund um Wissenschaft, obwohl ich den nur sehr flüchtig kenne.

    Daß bei den meisten Theoriegebäuden ja eher die „Kohärenztheorie der Wahrheit“ greift als die Abstützung durch irgendwelche Beobachtungssätze, das ist halt so, und allein das wird schon ignoriert.

    So war meine Evolutionspointe ja auch weniegr ein Kreationismus-Plädoyer, sondern die Anwort auf den von Steffen verlinkten Text.

    „Evolution“ ist ja genau eine Theorie, die sich schon auf jede Menge empirische Indizien stützen kann, aber als theoretisches Konzept geht’s eben doch eher um immanente Kohärenz.

    momorulez

    13. September 2008 at 12:42

  15. Eine Kohärenztheorie alleine tut es ja natürlich auch nicht, behauptest Du ja auch nicht, weil man die völlig ohne Bezug auf Erfahrung Aufbauen könnte, und sie dann gar nichts mehr damit zu tun hätte.
    Das Kernproblem ist ja, daß es diesen Bezug zur Erfahrung irgendwo in irgendeiner Weise geben muß (für Quine die Peripherie des semantischen Netzes) daß es aber keine Unaufhebbare Koppelung irgendwelcher Sätze an Beobachtungen geben kann, weil eben die Kluft zwischen Welt und Theorie, viz. Sprache letztlich nicht aufhebbar und auch nicht in trivialer Weise überbrückbar ist. Deswegen ist ja auch endgültige Falsifikation im strengen Sinne nicht möglich.
    Die interessante Frage ist dann natürlich, ob es zwischen Quineschem Holismus und naivem Positivismus noch weitere sinnvolle Optionen gibt. Die muß es ja eigentlich geben, wäre ja gelacht.

    David

    13. September 2008 at 13:07

  16. Die Terror-Diskussion konnte ich mir beim besten Willen nicht geben …

    Sehr gewinnbringend ist die zum größten Teil eh nicht. Ist für mich gerade eher ’ne Sparring-Arena, aber als solche auch nicht allzu anregend, weil Dirk mehr den punching bag gibt als den Partner. Naja.

    David

    13. September 2008 at 13:10

  17. „Die interessante Frage ist dann natürlich, ob es zwischen Quineschem Holismus und naivem Positivismus noch weitere sinnvolle Optionen gibt.“

    Die Kunst 😉 … war jetzt noch nicht mal nur als Scherz gemeint..

    Halte es aber ansonsten für richtig, daß die Peripherie des semantischen Netzes eben gar nicht anders gedacht werden kann, als eben durch dieses bestimmt.

    Wobei es ja schon wissenschftshistorische Fälle gab, wo Beobachtungn Teile dessen umstrukturierten – aber ist das denn so, frage ich mich gerade, während ich hier schreibe? Hatte eben an’s Atomodell gedacht, oder auch an diese Helix-Struktur, und sind die per Beobachtung entwickelt worden? Oder, anderes Beispiel, die Viren, die Magengeschwüre erzeugen?

    Und waren nicht andere Entwicklungen, wie z.B. Aspirin, eher durch Zufälle dann das, was sie wurden? Also unsystematisches Rumprobieren?

    Was ja nun alles eher für „theoretische“ Aussagen gilt, praktische sind ja eh durch Rumprobieren enstanden, vermute ich, Buchdruck und so, und es ist schon erstaunlich, daß viele Diskutanten das gar nicht auseinander halten …. glaube eh, daß der praktische Pragmatismus das alles so baut, daß man die Fragen auch so stellen muß, daß Kohärenz oder auch nicht egal wird. Erwider das doch mal dem Dirk, das könnte für Verwirrung sorgen 😉 …

    Und da träumt der Niels Bohr vom Atom-Modell, und was träume ich soeben beim Mittagschlaf? In Shanghai oder Bangkok oder so dabei geholfen zu haben, einen Serienkiller zu killen …. ungaublich …

    momorulez

    13. September 2008 at 15:21

  18. Der Träumer, den Du meinst, war wohl dieser schöne Mann. Und mir ist heute auch schon ein bizarrerer Traum zu Ohren gekommen als Deiner, oh lala!

    Umstrukturierungen des Netzes sind durchaus möglich, ja. Quines These ist, daß die einfachste Veränderung des Netzes die zu einem kohärenten Gebilde führt gemeinhin vorgezogen wird (er formuliert das sogar rein deskriptiv, glaube ich, und nicht normativ). Das kann aber auch schonmal bedeuten, sowas wie die Newtonsche Mechanik fallen zu lassen.
    Was Quine betrachten möchte ist ja „the whole of science“, wobei er science dort wohl in dem engen Sinne eines Systemes sieht, daß korrekte Vorhersagen erlaubt, insofern weiß ich zunächst nicht, inwiefern Kunst da eine Alternative sein kann. Aber es wird dann natürlich heftig, denn die Vorhersage ist ja selbst noch sprachlich, aber das, womit sie abzugleichen ist, ist ein Phänomen. Irgendwann ist man dann an dem Punt, wo nur noch der Rekurs auf Intuition und scheinbar unproblematische Offensichtlichkeit bleibt. Wenn die Tasse neben meinem Rechner nunmal rot ist, dann ist es falsch zu sagen „diese Tasse ist grün“ oder „diese Tasse ist nicht rot“ und man wird das semantische Netz dann so gestalten wollen, daß diese Sätze darin auch falsch sind. Und dennoch sind diese relativ peripheren Sätze unprivilegierte theoretische Aussagen. Genauso gut könnte ich ja „rot“ umdefinieren. Oder vielleicht halluziniere ich ja (und warum ist die Halluzination nicht wahr?).
    So weit weg von Kunst ist man dann vielleicht doch nicht mehr.

    Mancher Psylocibin-Konsument bestreitet übrigens den Status des Raumes als a priori gegebene Form der Anschauung, das nur nebenbei. Da gibt es vielleicht auch noch einiges zu tun.

    David

    13. September 2008 at 15:50

  19. „Psilocybin“, so rum.

    David

    13. September 2008 at 15:53

  20. Was war denn der Bohr dann noch?

    „Und mir ist heute auch schon ein bizarrerer Traum zu Ohren gekommen als Deiner, oh lala!“

    Erzähl mal 😉 …

    Und, nee, vorhersagen kann Kunst nicht, aber sie hat vielfältigere Möglichkeiten, auf Beobachtung zu reagieren. Und die – in der Wissenschaft mittlerweile ja auch – multiplen Netze sind anders gesponnen, und mittlerweile glaibe ich, daß sie damit näher ran kommt, wobei die Aufgabenstellung ja auch ’ne ganz andere ist …

    Was ist denn “Psilocybin”?

    momorulez

    13. September 2008 at 16:46

  21. Bohr war schon der mit dem Atommodell, aber Kekulé hat geträumt (den Aufbau des Benzolrings).
    Der Traum gehört leider dem Träumer, den kann ich nicht einfach weitererzählen.
    Psilocybin: http://de.wikipedia.org/wiki/Psilocybin

    David

    13. September 2008 at 16:57

  22. O Shreck, Brom mit Benzol zu versetzen – Reaktionen am Benzolring – war mein „P3“ in der Abiturprüfung …

    Und jetzt ist dieser eklige HSV auch noch Tabellenführer. Ein schwarzes Fußball-Wochenende.

    momorulez

    13. September 2008 at 17:28

  23. Und jetzt ist dieser eklige HSV auch noch Tabellenführer.

    Vertrau mir: Das gibt sich…
    In 30 Spieltagen wäre die Aussage schlimmer.

    Björn

    13. September 2008 at 18:04

  24. Ja, das wäre Horror …. purer Horror ….

    momorulez

    13. September 2008 at 18:57

  25. Tolles Zitat vo n dem Davila; was heisst schon „Reaktionär“ oder sowas, da spricht doch nur ästhetische Lebenserfahrung, und die bezieht sich ja nicht nur aufs objekthafte Kunstwerk. Jedenfalls nicht beim Künstler oder Schriftsteller.

    T. Albert

    14. September 2008 at 19:18

  26. Der hat sich selbst so genannt, der Davila ….

    momorulez

    14. September 2008 at 21:20


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