shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Wie wir sind, Teil 2

with 21 comments

„Die Linken sind allem spinnefeind, was eine generelle Freiheit fordert.

Ihr Ideal ist die “Freiheit” unter (links definierter) staatlicher Fuchtel mit Umverteilungsautomatismus (…) . Denn was die Linken wollen, ist nichts anderes als die Kontinuität feudalen Anspruchs unter linken Vorzeichen. Für jeden freiheitlich Gesinnten eine horrible Vorstellung.“

Kommentar in ’nem unverlinkbaren Blog. Die nubbeln sich da einen, das muß irgendeine Form von Pornographie sein, dieses Denken – oder zumindest ähnliche Handlungen auslösen. Nix gegen Onanie, aber wenn die das braucht, die verdinglichte Wixvorlage erst mal zu beschimpfen, „Du Nutte! Dreckstück!“ oder so, dann stimmt da was nicht.  Zudem sich ja dieses Denken eh auf die These „Freiheit für Vergewaltiger, die Alte gehört mir!“ reduzieren läßt – zumindest in der Version eines xiongshui oder Michel. Dazu demnächst aber mal mehr, bin mal wieder aufgrund jüngster Konflikte in den Feminismus hinabgestiegen und fand da noch viel mehr Plausibles, als ich es in Erinnerung hatte.

„Ich war es nicht, es war Mabuse, der benutzte mein Gehirn“ singen Locas in Love hier gerade, steckt der da vielleicht hinter?

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21 Antworten

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  1. Warum ist der denn nun für Dich auch noch unverlinkbar? Gerade NUB ist doch ein sehr vernünftiger, ausgleichender Typ, oder siehst Du das anders? Also bitte, wenn man irgendwann gar nichts mehr verlinkt, ist das doch auch blöd.

    freiburgerthesen

    24. September 2008 at 8:40

  2. @freiburgerthesen:

    Wieso, Dich würde ich jederzeit verlinken 😉 …. und lies da doch einfach mal.

    Ich will den jetzt aber gar nicht unnötig aufwerten, dann freut er sich ja nur. Aufmerksamkeitsheischendes Verhalten soll man ja nicht auch noch positiv verstärken. Zudem’s ja inhaltlich auch entschieden zu wenig hergibt, sonst könnte man das ja noch in Kauf nehmen.

    Der Kommentar hingegen, der ist so herrlich symptomatisch für diese ganze ahistorische Selbstgerechtigkeit vieler Netz-„Liberaler“ – habe neulich mal wieder ’nen langen Text von Gerhard Baum in Die Zeit gelesen und hätte fast geweint, daß genau solche Perspektiven wie die von dem von Leuten, die sich mit falschen Etiketten schmücken, auf den Müllhaufen der Ideengeschichte geworfen wurden …

    momorulez

    24. September 2008 at 8:47

  3. „horribel“ finde ich besonders schön an dem Kommentar, übrigens.

    Ich lese relativ viel bei NUB, der ja auch oft bei mir zu Besuch ist. Speziell diesen Beitrag finde ich keine Meisterleistung, aber er ist ja auch nicht typisch für das gesamte Blog. Naja, aber musst Du selbst wissen, wie Du damit umgehst.

    freiburgerthesen

    24. September 2008 at 9:09

  4. „Naja, aber musst Du selbst wissen, wie Du damit umgehst.“

    Ja, weiß ich auch 😉 …

    momorulez

    24. September 2008 at 9:12

  5. Ich meinte natürlich den verlinkten Beitrag, nicht den deinen. Bevor das hier missverstanden wird…

    freiburgerthesen

    24. September 2008 at 11:05

  6. Wobei ich im Fall des obigen Eintrages auch gerne bekenne, daß der unmißverständlich polemisch, bösartig und diffamierend ist 😉 .

    Aber ’s hat schon ’nen realhistorischen realpsychologischen Hntergrund. Womit ich mich von xiongpfui doch hoffentlich zumindest noch ein klein wenig unterscheide.

    momorulez

    24. September 2008 at 11:13

  7. … paßt irgendwie zum Thema!

    momorulez

    24. September 2008 at 11:58

  8. @horribel, dem steht das „nubbeln“ als Neologismus in nichts nach. Das hat eben dieses Haptische.

    lars

    24. September 2008 at 12:26

  9. Nachdem NUB anderswo schon geschrieben hat, er sei zum Einsatz von Boden-Boden-Raketen ermächtigt, scheint eine aus einer anderen liberalen Ecke stammende Einschätzung sweiner Person „für die Clickrate tut der alles“ sich einfach nur zu bestätigen. Im Übrigen findet dort, im Unterschied zu früher (vgl. Antifa-Auseinandersetzung) auch keinerlei Dialog im eigentlichen Sinne mehr statt, sondern nur ein Abtausch von Platitüden, wie „Linke“ oder „Liberale“ so seien – gerade so, als handle es sich dabei nicht um Vertreter bestimmter politischer Ansichten, sondern um Menschen mit ihnen anhaftenden feststehenden Charaktereigenschaften. „Alle Angehörigen des Kollektivs die Linken sind Hasser der Freiheit“ (darauf läuft das ja hinaus) bewegt sich dann auf einer ähnlichen Ebene wie Rassismus, wo ja auch Leuten mit einer bestimmten Hautfarbe oder einer bestimmten Herkunft feststehende Verhaltensweisen zugeschrieben werden. Auch diese Auffassungen darüber, wie Linke seien, werden von Michel oder Xiongshui nicht kontrovers inhaltlich diskutiert, sondern lediglich aneinandergereiht.

    Wobei andererseits etwa die Rothbard-Anarchokapitalisten auch keine Liberalen sind, sondern Leute, die sich in Naturrechtsbegriffen des 18. Jahrhunderts bewegen, auch sonst naturalistisch argumentieren (Familie, Geschlechtsrollen, Eigentum werden als fest definierte, gegebene Normen angenommen, entsprechend den Wertvorstellungen Anglo-Amerikas des 18. und 19. Jahrhunderts) und diese mit vulgär- anarchistischen bzw. minarchistischen Vorstellungen (Steuern sind staatlicher Raub, Allgemeine Wehrpflicht Freiheitsberaubung und staatlicher Mord) kombinieren. Jegliche Form staatlicher sozialer Leistungen gilt in dieser Logik als Angriff auf die Freiheit, was doch ziemlich was anderes ist als die auf Deregulation, niedrige Steuern und Monetarismus abzielenden Vorstellungen von Wirtschafts- oder Neoliberalen. Die Konzepte dieser Rechtslibertären (Rothbard bezeichnete sich selber als „right“) sind letztendlich die der Wild-West-Gesellschaft aus der Pionierzeit.

    che2001

    24. September 2008 at 12:38

  10. Und aus dieser Gegend ein Song von jemandem, den ich als libertären Linken bezeichnen würde und der mit den Worten „Don´t mourn, went on to organize!“ starb.

    http://de.youtube.com/watch?v=YR6SMAJQW8Y

    che2001

    24. September 2008 at 12:50

  11. naja, man kann sich auch mit intelligenteren Leuten streiten. Ich für mein Teil sage zu dem ausgemachten fertigen Blödsinn nichts mehr ausser, dass ich einige Wendungen für schlicht rassistisch halte, und wenn das nicht gegen „Linke“ ginge, dann würde ich mich fragen, wie die Sprecher über Andere sprechen, die andersfarbig und andersreligiös sind, aber wirklich wissen will ich es nicht; darum lese ich diese ganzen Blogs nicht mehr. Das meiste davon wird immer mehr rechtslastiges Sektengeschwafel, mit irgendwelchen tagesaktuellen Fragen hat das doch nur noch am Rande zu tun.
    Klar sind die Grenzen zu PI fliessend, das kann ich ja lesen.
    Witzig finde ich mittlerweile die Konvertitennummer mancher, huch, diese ganze Aufregung über das, was man selbst immer noch für links hält, aber scheinbar nicht mehr mag, das ist deswegen so idiotisch, weil man gar nicht weiss, mit wem da geredet wird; mit den anderen ehemaligen Sektenmitgliedern, oder mit wem reden diese „Ex-Linken“, die alle anderen früheren und jetztigen Linken aller Arten mit sich selbst verwechseln.

    Nee, es gibt da keine Basis.

    Und „liberaler Widerstand“ – ja, es gab Liberale im Widerstand und im Exil, aber daraus eine Art Partei-oder Massen- Nummer zu basteln, das geht nun mal offensichtlich nicht. Um so grossartiger diese Liberalen.
    Aber das ist ein Spezial-Thema, zu dem der eine meiner Grossväter sagen würde: „Wie es aussieht, war ich der einzige Nazi in Deutschland.“ Und der andere würde sagen:“Ihr redet heute imer noch dieselbe Scheisse wie damals und habt bis heute nie von irgendwas gewusst, auch nicht, nachdem ich Euch erzählt habe, was ich sah. “
    Also, es gibt keinen Grund, mit Ex-Vulgärmarxisten und keinen Grund mit Vulgärliberalen zu reden; es gab ja immer auch andere, sage ich mal aus meiner linken moralischen Arroganz heraus.
    Ich mein, es ist schon ein Unterschied, ob Frau Hamm-Brücher oder Statler nichts von mir hält oder all die Aufgeblasenheiten und Seltsamkeiten, die irgendwelche Linken brauchen, um ihre deutschen Familienneurosen sprachlich abarbeiten zu können, um nur ja nicht zu „Shoakultanhängern“oder sowas werden zu müssen.

    T. Albert

    24. September 2008 at 15:16

  12. Dem Autor des Eingangszitats wurden vor Ort jetzt mal im Vorbeigehen die Hammelbeine langgezogen. Das sollte für den Moment wohl ausreichen. Obwohl, wenn der jetzt mit 1,5 Meter schnittfestem Schaum vor dem Mund reagiert, ist das natürlich eine weitere Gelgenheit, Spaß zu haben im Weltennetz.

    Nörgler

    24. September 2008 at 15:44

  13. Ich muss gestehen, es ist bei mir teilweise der Reiz des Bizarren, der mich die ganze Sache noch verfolgen lässt, und in dem Sinne auch Unterhaltungswert.

    chezweitausendeins

    24. September 2008 at 15:54

  14. Ich verstehe dieses ganze komische Zitat gar nicht, glaubich.
    Was ist das? Idiotenhumor? Wen meint der? Mich? Westerwelle? Schröder? Hans Sahl? Von Schirach? Ludwig XVI?

    T. Albert

    24. September 2008 at 16:18

  15. Ich übersetz Dir das mal: „Alle Linken haben eine grundsätzliche Aversion gegen Freiheit an sich“ argumentiert jemand, für den bereits Steuererhebung eine nicht hinnehmbare Übergriffshandlung des Staates darstellt und der ein Gedankengut vertritt , das letztlich auf Ideenstränge zurückgeht, die den sein Hab und Gut mit der Knarre verteidigenden Farmer zum Protagonisten haben. „Freiheitsfeindlich“ ist für den bereits ein Verzicht darauf, dass jeder Mann mit einer Waffe herumläuft, zugleich sind traditionelle Rollenbilder und Besitzverhältnisse etwas, das als „Natur“ gesetzt wird. Libero wies anhand eines gut ausgewählten Zitats darauf hin, dass der Ordoliberalismus auf einer Kritik des reinen Kapitalismus basiert, innerhalb dessen feudale Machtverhältnisse (Ohnmacht und Gnadenabhängigkeit der Besitzlosen, Willkürherrschaft der großen Kapitale, Beeinflussung des Staates durch die Reichsten) perpetuiert würden. Daraufhin behauptete Michel, Linke wollten dieselben Machtverhältnisse unter ihrer eigenen Vorherrschaft und unter staaatlich-zentraler Umverteilung von Besitzverhältnissen aufrechterhalten. Ob das ein Rückenmarksreflex auf Libero, reines Gaga oder eine völlig aus dem Zusammenhang fallende Bezugnahme auf die Abhängigkeitsverhältnisse von Kolchosbauern darstellt ist ein Thema für den Bizarrologen.

    chezweitausendeins

    24. September 2008 at 17:40

  16. Wieso fordert da eigentlich niemand Bürgerkrieg? So richtige Freiheit, ein richtiges bellum omnium contra omnes?

    Und wenn er dann noch Demkrat ist, soll er mal gucken, ob das Mehrheitsfähig ist – und dann sitzt er wohl im Schlamassel, weil die Entscheidung der Mehrheit ja … und so weiter undsoweiter usw.

    christianK

    24. September 2008 at 18:52

  17. Theoretisch würde der ganze Anarchokapitalismus ja wirklich darauf hinauslaufen, dass Firmen ihre Privatarmeen aufstellen, Modell Somalia.

    chezweitausendeins

    24. September 2008 at 21:48

  18. Und Währungen privatisieren, um die „Politik des billigen Geldes“ endlich zu beenden!

    momorulez

    24. September 2008 at 21:55

  19. Ich frage mich ja wirklich, wie weit da in so mancher politischen Gesinnung und diesem „Markt“ ein Vitalismus steckt, der nicht nur unverschämt verkürzt ist, sondern dann – in einem angenommenen Idealzustand sich in völlig blinde Affirmation zurück ziehen würde?

    Aber nach den Bier werde ich das heute wohl nicht mehr beantworten … ^^

    christianK

    25. September 2008 at 0:50

  20. „Wieso fordert da eigentlich niemand Bürgerkrieg? “

    Das frag ich mich ja schon einige Zeit, wenn ich die ganzen tollen Ideen so lese, und ich finde das merkwürdig, dass sich diese Frage einstellt.

    T. Albert

    25. September 2008 at 17:23

  21. Geld selber drucken, ganz einfach!

    chezweitausendeins

    25. September 2008 at 18:41


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