shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

„Kunst ist ein Luxus, auf den verzichtet werden kann“

with 7 comments

Na, super, daß auch hierzulande jahrzehntelang die „Private-Public“-Partnerschaften bis hinein in den universitären Bereich Modell für Glück und Sinn und „Erfolg“ verheißender Propaganda war … erst kommt das Brot, dann die Moral, wohl wahr.

„„Corporate Sponsorship“, sagt der New Yorker Sammler, könnte für viele Museen fast ganz verschwinden, „denn die Priorität liegt nicht mehr bei der Kultur, sondern bei Sozialprogrammen.“ Kunst ist ein Luxus, auf den verzichtet werden kann. „Dadurch wird es besonders für diejenigen amerikanischen Kunstmuseen sehr schwierig, die sich in den letzten Jahren durch Bauprojekte hoch verschuldet haben.“ Und das sind nicht wenige, man denke nur an die spektakulären Neubauten in Boston, Denver und Los Angeles. Die meisten Sorgen macht er sich jedoch um die jungen Künstler: „Von ihnen gibt es mehr als je zuvor. Und es war noch nie besonders romantisch, ein hungernder Künstler zu sein.““

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Written by momorulez

16. Oktober 2008 um 9:46

7 Antworten

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  1. Schenkungen und finanzielle Unterstützung gehen zurück, Leihgaben werden versteigert. Mittelfristig werden auch die hohen Preise für Kunstwerke einbrechen. Ein mehr an Kunstwerken wird auf weniger Käufer treffen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Zurückhaltung auch die amerikanischen Universitäten erreicht.

    Libero

    16. Oktober 2008 at 13:02

  2. Alles nur schöpferische Zerstörung 😦 …. daß die Kunstmarkt-Blase platzt, das ist ja sogar gut so, aber wenn ganze Strukturen in sich zusammenfallen, die sowas wie eine Selbst-Thematisierung von Gesellschaft erst ermöglichen, dann ist das schon bitter.

    momorulez

    16. Oktober 2008 at 14:52

  3. „wenn ganze Strukturen in sich zusammenfallen, die sowas wie eine Selbst-Thematisierung von Gesellschaft erst ermöglichen, dann ist das schon bitter.“

    Ja, schon. Aber ich seh das in diesem Fall anders. Es geht nicht mehr sehr oft um Selbst-Thematisierung von Gesellschaft, was ja auch in ganz anders sich formierenden Strukturen passieren könnte: Sondern, wenn im Zitat heuchlerisch hungernde Jung-Künstler thematisiert werden, dann würde ich erwidern, dass Jung-Künstler, ob mit oder ohne Hunger, nämlich gegen jedes bessere Wissen als Rohstoff und als Rohstofflieferanten mit Discount-Preisen in Unmengen produziert werden, weil die Hochschulen und Akademien sich wie Wirtschaftsunternehmen konkurrenzierend verhalten sollen.
    Demnächst, wie es hier anklingt, wird das so nicht mehr gehen, und die Bildungs-und Marktwirtschaftler werden sich was anderes einfallen lassen.

    T. Albert

    17. Oktober 2008 at 15:39

  4. Das wäre eine gigantische Diskussion, die da zu führen wäre, die betrifft ja nicht nur die Freie Kunst, sondern alle möglichen gestalterischen Fächer, Graphiker, Designer, Architekten, Illustratoren,.und die Grenzen sind fliessend, auch mittlerweile zwischen den Studiengängen. Manchenorts wirds auch schon wieder abgeschafft. ich steck ja mitten drin.

    Und hungernde Künstler: naja, also das wird ja nachgerade erwartet, dass man auch dazuu bereit ist, nämlich um es anderen Leuten in anderen Berufen vorzumachen wie das geht, und wie es geht auf all die schrecklichen Sicherheiten des Soziastaates zu verzichten, obwohl man arbeitet, wie völlige Vertragsfreiheit funktioniert im täglichen Leben, und wie jeder Einzelne Unternehmer sein kann.

    T. Albert

    17. Oktober 2008 at 15:52

  5. „nämlich um es anderen Leuten in anderen Berufen vorzumachen wie das geht, und wie es geht auf all die schrecklichen Sicherheiten des Soziastaates zu verzichten,“

    Das ist ja bei uns nicht anders, aber auch da gilt, daß formal und inhaltlich nur in den Randzonnen dessen, was staatlich ist, auch was möglich ist, was nicht nur reproduziert in einem ewigen Loop des Immergleichen.

    „Es geht nicht mehr sehr oft um Selbst-Thematisierung von Gesellschaft“

    Kann ja sein, daß genau das kippt nach Finanzmarktskrise.

    Entweder bekommen jetzt die Bischoff-Lehmänner statt der Philosophen auch weiterhin die Wirtschaftsethik-Preise, weil das Einstampfen der philosophischen Fakultäten und die jämmerliche Selbstbescheidung der aktuellen Philosophen irreversibel ist und die ja eh nie wen hatten, mit dem sie konkurrieren konnten: Die konservative Variante. Alle sind jüdisch-chistlich, für Sicherheit sorgt die Bundeswehr im Inneren, und Zeichnen lernt man nur noch am Gymnasium und beim Fassadenmaler. Und Frau Palin schickt Täufer nach Israel. Obwohl, die waren ja das Kanonenfutter im Kampf gegen die Moslems, sorry.

    Oder es geht wieder was … yes, we can?

    momorulez

    17. Oktober 2008 at 18:16

  6. Aber Zeichnenlernen am Gymnasium wird doch auch abgeschafft. An den gestalterischen Fakultäten wird die Grundlehre entweder abgeschafft oder zusammengekürzt, das brauchen wir alles genauso wenig noch wie Philosophen.

    Man muss sich von dem ganzen Blödsinn unabhängig machen. Gegenstrukturen bilden. Wie auch immer.

    we can!

    T. Albert

    17. Oktober 2008 at 18:24

  7. Yes, we can!!! 😉

    momorulez

    17. Oktober 2008 at 18:25


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