shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

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Während anderswo die Formalismus-Realismus-Debatte sich an der Stalinorgel wieder entzündet, hänge ich ja immer noch an dem Mythos-Aufklärungsproblem rum. Das Bild, an dem sich das Mythische der Evolutionstheorie für mich kristallisiert, findet sich hinter diesem Link. Fernand Cormon war der Maler.

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Written by lars

23. Oktober 2008 um 12:11

Veröffentlicht in Aufklärung?, Gegenmoderne

7 Antworten

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  1. Wirkt schon so wie der aufgeklärte Blick auf die vormodernen Wilden, natürlich selbst mythisch mit dem „alten, Weisen“ mittemang, der auch Standard-Figur für Hollywood-Autoren ist …

    MomoRulez

    23. Oktober 2008 at 13:49

  2. Man sollte mal „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“ verfilmen.

    Ach, und jetzt fällt mir doch was zu Antideutschen ein: Den aufgeklärten Blick auf die vormodernen Wilden zelebrieren die ja geradezu, nur dass der sublimierte Kolonialrassismus bei den hehren Israelfreunden mählich in Vernichtungsfantasien übergeht.

    che2001

    23. Oktober 2008 at 14:05

  3. .. wobei ich das Mythische der Evolutionstheorie, ehrlich gesagt, nicht entdeckt habe …

    MomoRulez

    23. Oktober 2008 at 15:49

  4. Was Darwin geschrieben hat, ist eine Große ERzählung, die Annahmen aus der liberalen Ökonomie auf das Tier- und Pflanzenreich überträgt (Survival of the Fittest begründet durch zyklisches Krisenmodell und kapitalistisches Konkurrenzprinzip). Die heutige Evolutionsbiologie mit ihrer Molekulargenetik und Plattentektonik und Meteoriteneinschlägen steht da ganz woanders, aber die ursprüngliche Evolutionstheorie ist in bestimmten Teilenh ein empirisch begründeter Mythos.

    che2001

    23. Oktober 2008 at 16:07

  5. Ja, ich meine, im Bild fand ich’s nicht – Pointe bei Darwin ist doch „Selektion durch Anpassung versus Nicht-Anpassung“, und das finde ich nicht in dem Bild.

    momorulez

    23. Oktober 2008 at 16:38

  6. Na, es ging ja schon um so was wie die Familie als anpassungsfähigste und überlebensfähigste Keimzelle der Gesellschaft, die sich gegen die Wilden Tiere behauptet (Bärenjagd), was ja bis heute das Verständnis z.B. der geschlechtlichen Arbeitsteilung prägt: Der Mann als Jäger, die Frauen als Hausarbeiterinnen. Mythisch insofern, als hier eindeutig gewachsene Strukturen als ewig gültige präsentiert werden, gerade weil sie damals schon evolutionär erfolgreich gewesen sein sollen. Auf das Bild bin ich bei den französischen Familienhistorikern gestoßen, die süffisant bemerken, dass nicht ganz einsichgtig sei, warum die Menschen in der Eiszeit kaum bekleidet seien, und auch, was die Harpune bei der Bärenjagd denn soll…

    lars

    24. Oktober 2008 at 11:21

  7. Und eben darum kam ich mit Engels. „Der Ursprung der Familie“ ist das Gegenbild zum darwinistischen Mythos: Familie und Gesellschaft als etwas Gewachsenes und Veränderbares.

    che2001

    24. Oktober 2008 at 11:52


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