shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Das DDR-Grenzregime war nur ein Test

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Denn die EU macht mit ihrer Abschirmung gegenüber Armutsflüchtlingen erst so richtig wahr, wovon Mielke nur träumen konnte: Schätzungen zufolge sind seit 1988 eine halbe Million Menschen bei ihrem Versuch, in die EU hineinzukommen getötet worden. Ralf Schröder schreibt hierzu in der aktuellen konkret: „Wenig Schlagzeilen machen angesichts der Normalität des Sterbens solche Vorfälle, wie sie im August des vergangenen Jahres die Besatzung des spanischen Luxus-Kreuzfahrtschiffes <<Jules Verne >> erlebte. Dessen Kapitän ließ die Motoren stoppen, als er in der Nähe von Malta ein Bootmit 25 Flüchtlingen aus Afrika entdeckte. Er rief die maltesische Küstenwache und blieb mit seinem Liner so lange in der Nähe des überfüllten Kahns, bis die Retter eintrafen. Kaum hatte danach das Kreuzfahrtschiff wieder Fahrt aufgenommen, wurde die Besatzung auf ein neues Drama aufmerksam: rund 30 Afrikaner, die mit Rettungswesten im Wasser trieben. Etwa die Hälfte war schon tot. 14 der Schiffbrüchigen, deren Fluchtboot auf dem Weg zur europäischen Küste unterging, konnten lebend gerettet werden….Afrikas Elend basiert darauf, dass 95 Prozent seiner Ressourcen vom westen zum Nulltarif geplündert werden. Afrikas Elend basiert nicht auf Vernachlässigung, sondern ganz im Gegenteil auf einem vitalen Verwertungsinteresse, das den Globus mittlerweile bis in seine letzten winkel und Rattenlöcher nach gewinnversprechenden Objekten absucht. Sieht man von Teilen des Erdöl- und Gasgeschäfts ab, dann entwickelt sich der Kontinent zu einem absolut rechtsfreien, politisch und sozial vollständig deregulierten Raum, dessen Regionen mit relativ bescheidenen Gewalt- und Geldmitteln für die Verwertung erswchlossen werden können. Vielfältige Bodenschätze, Sklaven, Exportplantagen, Kindersoldaten, Fischgründe, Lohnarbeiter, Tropenholz – Afrika verfügt durchaus über nennenswerte ökonomische oder ökonomisch nutzbare Potenziale. Die entscheidende Frage besteht eben nicht darin, ob diese im Gefüge des Weltmarktes eine respektable Größe abgeben. Interessant ist einzig und allein, ob sich vor Ort irgendein Geschäftsinteresse artikuliert, egal wie dreckig es ist. Gibt es bei dessen Realisierung Schwierigkeiten, ist ein <<Bürgerkrieg>> rasch organisiert, auch Militärputsche bieten sich an. Die Macht der meisten schwarzafrikanischen Staatsapparate ist mittlerweile dermaßen perforiert, dass große Teile des Kontinents von Söldnern, Privatarmeen und anderen <<Freiheitskämpfern>> oder <<Rebellen>> kontrolliert werden. … “

Das afrikanische Elend wird von EU-Seite her ganz konkret mitorganisiert, wenn EU-Agrarprodukte mit konkurrenzlosen subventionierten Preisen den afrikanischen Markt überschwemmen und Bauern eigentlich nur noch die Wahl zwischen Auswanderung, Betteln, Söldner werden, Prostitution und Kriminalität lassen. Das gleiche gilt für die Fischgründe, die an europäische Fanggesellschaften verkauft oder verpachtet wurden und den einheimischen Fischern vier Möglichkeiten lassen: Schwarz fischen, Schmuggel, Piraterie oder den Transport von boat people. Selbst Solidarität mit Flüchtlingen, humanitäre Unterstützung wird in der EU zunehmend kriminalisiert, wie wir unter anderem am Beispiel Cap anamur sehen. „Funktionieren kann die Maschinerie des Todes dermaßen reibungslos, weil Europa nach wie vor ein Sumpf des Rassismus ist. Während sich ein größerer Teil der politisch interessierten Intelligenz dem Widerstand gegen die islamischen Kolonisatoren verschrieben hat und auf diesem Weg der zivilisatorischen Mission des Westens beigetreten ist, weiß der akademische und proletarische Mob traditionell und intuitiv, dass Schäuble, Berlusconi und
ihre Beamtenapparate auf dem richtigen Weg sind,“so Schröder.

Ergänzend hierzu:

http://www.fortresseurope.blogspot.com

http://de.youtube.com/watch?v=phYKrllis-U

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29 Antworten

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  1. DDR-Gleichsetzung Blödsinn bis zum kotzen. Nachsitzen in Hohenschönhausen!

    Chaos in Afrika wird von bösen westlichem Kapitalismus hervorgerufen und aufrecht erhalten. Blödsinn. Kapitalisten ham kein Interesse an Chaos, weil das schlecht fürs Geschäft ist. Cola, Hamburger, Benz und Co. verkaufen sich besser, wenn grad keine Krise und Wall-Mart und Nike hams auch nicht gern sich ständig neue Zulieferer suchen zu müssen, weil grad wieder ein Bürgerkrieg ausgebrochen ist.

    Afrikas Krise zum Grosteil selbstverschuldet. Man schaue sich mal die Korrelation von geschlossenen Märkten und wirtschaftlicher Unterentwicklung im Subsahara-Afrika an. Und der von wirtschaftlicher Öffnung und Aufschwung in Asien.

    Agrarsubventionen gehören abgeschafft. Sind ein Skandal. Stimmt. Absolut amoralisch. Freie Märkte bitte!

    Tip: Bisschen weniger revolutionstriefend würde der Prosa gut tun. Und mit den Gleichsetzungen aufpassen. Wer war noch mal der linke Bruder von Godwin?

    fpk

    28. Oktober 2008 at 17:08

  2. Afrkas Krise zum Grossteil selbstverschuldet – ja, seit dem portugiesischen Sklavenhandel in lückenkloser Kontinuität, gelle? Ich gehe noch einen Schrtt weiter: Die EU ist reich, weil Afrika arm ist, und die sind arm, weil wir reich sind. Wir profitieren schon jedesmal von Sklavenarbeit und Todesschwadronen, wenn wir Kaffee trinken oder Autoreifen und Schuhsohlen benutzen. @Hohenschönhausen: Die Mauertoten, so schrecklich und bedauerlich die sind, sind verglichen mit dem, was Europa Afrika antut und schon immer angetan hat ein Fliegenschiss.

    che2001

    28. Oktober 2008 at 18:40

  3. Und weil´s so schön ist verlinke ich mich mal wieder selber:

    http://che2001.blogger.de/stories/1252004/#comments

    che2001

    28. Oktober 2008 at 18:58

  4. Das ist schon hanebüchen, wie fpk „Afrika“ und „Asien“ thematisiert, so, als wären Russland, Holland und Italien das gleiche …. was meint er dennn mit „Afrika“? Ägypten? Ruanda? Südafrika? Und mit Asien? Vietnam? Mongolei? Sibirien? Sind ja druchaus differente Bedingungen, was nichts an der Richtigkeit der folgenden Aussage ändert:

    „Die EU ist reich, weil Afrika arm ist, und die sind arm, weil wir reich sind. Wir profitieren schon jedesmal von Sklavenarbeit und Todesschwadronen, wenn wir Kaffee trinken oder Autoreifen und Schuhsohlen benutzen“

    … aber „Afrika“ ist mir auch da dann doch etwas zu allgemein.

    momorulez

    28. Oktober 2008 at 19:12

  5. Aber, aber, fpk, da hat Che Dir gegenüber sich wohl einer Religionsstörung schuldig gemacht, und jetzt behindert der schnittfeste Schaum vor dem Mund Deine Lesekompetenz. Es geht nämlich nicht um Benz und Burger rein, sondern um Öl und Kupfer raus. Das geht nun mal besser, wenn man sich nicht mit staatlichen und zivilgesellschaftliche Strukturen herumärgern muß, bekanntlich die Mühlenräder am Hals der unternehmerischen Freiheit.

    Ein weiterer Einwand.
    Bei ausgeprägter Glaubensstärke machen sich bei Dir doch Mängel im Dramaturgischen bemerkbar. Die Aufführung wirkt unrund, wenn ein wildgewordenes Rumpelstilzchen hereintobt, und zum Schluß, kurz vor dem Zerspringen, noch den Intellektuell-Witzigen geben möchte – ein eher zerquältes und peinlich berührendes Bild, zumal Dir „Quirks Ausnahme“ offenbar unbekannt ist: „Ein absichtliches Herbeirufen von Godwin ist vergeblich bzw ungültig.“

    Nörgler

    28. Oktober 2008 at 19:15

  6. Das subsaharische Afrika ohne Südafrika, auch Tansania und Kenya würde ich noch rausnehmen. Schwerpunktmäßig geht es hier aber natürlich um die Herkunftsländer der Boat People und sonstigen illegalisierten Flüchtlinge, also Senegal, Gambia, Burkina Faso, Tschad, Mali, Sierra Leone, Liberia, Dahomey, Niger, bestimmte Provinzen Nigerias, Elfenbeinküste, Guinea, Guinea-Bissau, Zentralafrikanische Republik, Kongo.

    che2001

    28. Oktober 2008 at 19:18

  7. … Ruanda, Burundi, Kongo-Brazzaville, Togo, Kamerun, Somalia, Sudan, Mozambique….

    che2001

    28. Oktober 2008 at 19:22

  8. „(…)machen sich bei Dir doch Mängel im Dramaturgischen bemerkbar. Die Aufführung wirkt unrund, wenn ein wildgewordenes Rumpelstilzchen hereintobt, und zum Schluß, kurz vor dem Zerspringen, noch den Intellektuell-Witzigen geben möchte – ein eher zerquältes und peinlich berührendes Bild!“

    Au ja, Stilkritik 😉 – aber „Quirks Ausnahme“ kenne ich auch nicht …

    momorulez

    28. Oktober 2008 at 19:23

  9. ²Ein absichtliches Herbeirufen von Godwins Gesetz ist vergeblich bzw. ungültig.“ —— Das ist in etwa so, wie die Erfüllung einer selffulfilling prophecy bewusst vorzubereiten oder Murphys Gesetz stochastisch zu überwachen.

    che2001

    28. Oktober 2008 at 19:34

  10. Asien: Südost- und Ostasien. Süd-Korea,VR China, Taiwan, Hongkong, Malaysia, Indonesien, Singapur, Thailand, Vietnam. Indien. Auch alles ehemalige Kolonien. Merkwürdigerweise scheint dort der koloniale Nachhall, der Afrika angeblich immer noch knebelt, nicht zu existieren.

    Und ich schrieb ja, Subsahara-Afrika. Bischen genauer lesen..

    Rohstoffe abbauen geht auch einfacher, wenn kein Krieg oder sonstiges. Kosten und Risiko sinken, Investitionen lohnen sich eher. Nee, auch die bösen Rohstoffgräber haben lieber stabile Verhältnisse.

    Europa ist reich, weil Afrika arm. Klar. So einfach ist die Welt. Juchu, wir basteln uns ne Wirtschaftsgeschichte.

    Aber stimmt, Europa darf sich einen Teil Mitschuld an der Krise Afrikas geben. Neben der Agrarpolitik, die schädlich ist, hat die Entwicklunghilfe so manchen Potentaten gestützt.

    fpk

    29. Oktober 2008 at 1:31

  11. fpk

    Wozu hats den Kolonialismus eigentlich gegeben?

    Und wieso haben China, Indobesien, Vietnam,Indien die Kolonialherren eigentlich mit Gewalt rausgeworfen?

    „Rohstoffe abbauen geht auch einfacher, wenn kein Krieg oder sonstiges. Kosten und Risiko sinken, Investitionen lohnen sich eher. Nee, auch die bösen Rohstoffgräber haben lieber stabile Verhältnisse.“

    – Das kann man an der ehemaligen Privatkolonie des belgischen Königs Kongo spätestens seit 1908 gut beobachten, ja.

    T. Albert

    29. Oktober 2008 at 7:37

  12. @“Nee, auch die bösen Rohstoffgräber haben lieber stabile Verhältnisse.” Dito. Wir können uns z.B. unsere Handys überhaupt nur deswegen leisten, weil das Coltan unter vorgehaltenen Bajonetten abgebaut wird.

    che2001

    29. Oktober 2008 at 8:12

  13. [Wieso hat] Indien die Kolonialherren eigentlich mit Gewalt rausgeworfen?

    Ich dachte immer, das sei das Besondere an der indischen Unabhängigkeit, der Mangel an Gewalt…

    Karsten

    29. Oktober 2008 at 8:13

  14. Der Verdienst Gandhis war es, die Briten zum friedlichen Abzug zu bewegen, die allerdings unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg den Willen und die Reserven zu einem Kolonialkrieg nicht mehr hatten. Dem waren aber zwei Jahrhunderte blutiger Auseinandersetzungen vorausgegangen. Hingegen ging in Indonesien der Zweite Weltkrieg direkt in den antikolonialen Befreiungskrieg über.

    @Entwicklunghilfe Potentaten gestützt: Sinn und Zweck dieser Entwicklungshilfe ist es vor allem, Afrika für europäische Märkte zuzurichten und ihnen europäische Wirtschaftsstrukturen aufzuzwingen. Die Umstellung der Landwirtschaft auf die Cash-Crop-Produktion („Grüne Revolution“) hat Millionen Bauern enteignet und in die städtischen Slums getrieben, weil diese nicht effizient genug für eine Belieferung des Weltmarktes waren. Und inzwischen sind wir einen Schritt weiter: Das Ganze ist kaum noch etwas wert, weil die subventionierten europäischen Agrarprodukte billiger sind und ihrerseits den afrikanischen Markt überschwemmen, was, wenn man nicht gerade Kautschuk oder Kaffee produziert, nun auch eine Verarmung der Plantagenbesitzer bedeutet. Das ist alltägliche afrikanische Realität, und da hilft weniger die Forderung nach freien Märkten (gegen die ich durchaus nichts habe, für mich heißt das dann allerdings gerechte terms of trade) als zunächst mal die Verteidigung der bäuerlichen Subsistenz gegen das Agrarbusiness.

    che2001

    29. Oktober 2008 at 8:44

  15. Und mehr Fragen:

    Wieso musste man Patrice Lumumba ermorden?
    Wieso wird der Mord nicht offiziell aufgeklärt?
    Warum laufen die Mörder frei herum?
    Warum laufen in Afrika überall farnzösische Truppen durch die Gegend? Sind die Touristen?
    Dauerbrennende Frage aus einer anderen Gegend; Warum wurde Dr. Mossadegh aus dem Amt ins Gefängnis und Exil gejagt?
    Warum gab es die afrikanischen Apartheid-Systeme, nicht nur in Südafrika?
    Warum gab es die Apartheid in USA noch zu meiner Schulzeit?
    Warum bezahlt Frankreich bis heute seine schwarzafrikanischen Soldaten, die gegen die Nazis gekämpft haben, nicht oder kaum?
    Was ist aus den hochentwickelten Königreichen zum Beispiel in Kongo oder Nigeria geworden? Wo sind die jetzt?

    T. Albert

    29. Oktober 2008 at 10:02

  16. Wie viel menschliches Leid steckt in einem Diamanten?
    Warum interessiert sich keine Sau für Guinea-Bissau?
    Warum war die letzte Militäroperation des Westens, die den Menschen dort im humanitären Sinne half und nicht auf eigene Verstrickungen in Händel mit Kleptokraten reagierte der Einsatz des Westafrikanischen Geschwaders der Royal Navy zur Segelschiffszeit?
    Warum starb Ken Saro Wiwa? Warum starb Oury Jalloh? Warum starb Thomas Sankara?

    che2001

    29. Oktober 2008 at 10:45

  17. Hab ich irgendwo behauptet, es habe den Kolonialismus nicht gegeben.

    Es geht darum, dass man nicht alle Pronbleme, die ehemalige Kolonien heute haben auf den Kolonialimus schieben kann.

    Na ja, Aggitation scheint hier Sebstzweck.

    fpk

    29. Oktober 2008 at 10:48

  18. Nein, wenn hier etwas Selbstzweck ist, dann Empirie. Ich habe Dir nicht unterstellt, Du würdest die Kolonialgräuel bestreiten. Sondern ich sage, dass eine Ausbeutung der Ressourcen dieses Kontinents mit brutalsten Methoden, die die des Kolonialismus teilweise sogar in den Schatten stellen durch europäische, US-amerikanische, japanische und mittlerweile auch chinesische Unternehmen, militärisch abgesichert durch reguläre Streitkräfte, private Söldnerheere und einheimische Warlords heute aktuell stattfindet. Und weiterhin sage ich, dass die Weltmarktpreise für Kaffee, Gummi, Coltan (ohne das es keine Handys gäbe, bzw. die Dinger wären dann so groß wie Polizeifunkgeräte) ohne diese Gräuel nicht zu halten wären, es sei denn, man schaltet den Zwischenhandel teilweise aus. Was ich schreibe, ist keine Agitation zu einem Handeln, sondern zunächst Feststellung von Tatsachen.

    che2001

    29. Oktober 2008 at 11:12

  19. Warum werden die Entschädigungsforderungen der Herero nicht mal wirklich diskutiert?
    Warum gibt es den halbprivaten Entwicklungsförderungsverein Ku- Klux-Klan immer noch?
    Warum gab es den „Freundeskreis Reichsführer SS“?
    Warum nehmen die amerikanischen Marktteilnehmer, die ihre Häuser nie besessen haben, es in Kauf, in Zelten zu leben?
    Waeum kann man es sich leisten, leerstehende Häuser kaputtgehen zu lassen?
    Warum werden in Afghanistan eigentlich so gerne dörfliche Hochzeitsgesellschaften weggeschossen? Wegen der Frauenrechte?
    Gibt es überhaupt eine Finanzkrise oder ist das eben das System?
    Warum ist Mugabe nichts als die „Fratze von Blaie, Bush & Co.“?(Henning Melber)

    T. Albert

    29. Oktober 2008 at 11:38

  20. Ich weiss nicht, wieso solche Fragen Agitation sein sollen?

    Warum wurde M. L. King ermordet? – Das ist Agitation?

    Und der schlimmste Agitator ist der afrikanische Flüchtling, der in Caserta von der Camorra erschossen wird, wie kürzlich?

    T. Albert

    29. Oktober 2008 at 11:44

  21. Und noch einmal, schrieb Schröder ja sachon: „Afrikas Elend basiert darauf, dass 95 Prozent seiner Ressourcen vom Westen zum Nulltarif geplündert werden. Afrikas Elend basiert nicht auf Vernachlässigung, sondern ganz im Gegenteil auf einem vitalen Verwertungsinteresse, das den Globus mittlerweile bis in seine letzten Winkel und Rattenlöcher nach gewinnversprechenden Objekten absucht.“

    che2001

    29. Oktober 2008 at 12:00

  22. Ach, T. Albert, aus Dir spricht doch nur die Enttäuschung des Ideologen, in fpk nicht Deinesgleichen zu finden 😀 …

    Alles, was der friedensstiftenden Wirkung der Märkte der von ihr automatisch transportierten universellen Moral widerspricht, was somit nicht der Meinung ist, daß die Neger selber schuld sind, weil bei den Zivilisationsversuchen ihrer Kolonisatoren einfach nicht richtig aufgepaßt haben, ist automatisch Agitation, weil: Nicht objektiv.

    MomoRulez

    29. Oktober 2008 at 12:05

  23. fpk

    Die Fragr lautete ja auch nicht ob, sondern wozu es den Kolonialismus gegeben hat. Und warum man sich seiner mit Gewalt entledigte, wo man konnte.

    Die Welt besteht ja nur noch aus solchen Fragen.

    Vielleicht liegt das auch an meiner familiären Sozialisation, so geschichtlich zu denken; möglich. Es gibt ja keine Geschichte mehr, das ist vielleicht das Problem dieser Gespräche.

    T. Albert

    29. Oktober 2008 at 12:13

  24. Um es rundheraus zu sagen: Der Neger ist arbeitsscheu, triebhaft und kulturunfähig.

    Nörgler

    29. Oktober 2008 at 12:18

  25. Und geschichtslos! Die fing ja erst mit den Kolonisatoren an, und seitdem die allesamt nachweislich wieder weg sind, sind sie halt in vorgeschichtliche Barbarei zurückgefallen trotz aller hilfreichen Versuche von IWF und so …

    MomoRulez

    29. Oktober 2008 at 12:22

  26. @Ach, T. Albert, aus Dir spricht doch nur die Enttäuschung des Ideologen, in fpk nicht Deinesgleichen zu finden 😀 …

    Ja, so isses. Wie ging der Fragenkatalog von Herrn Professor Pinker wieder? Der war reine Wissenschaft in talmudischer Diskurstradition.

    @Nörgler

    Tatsächlich, ich hatte im Zivildienst 1980 eine deutsche Kollegin aus Südafrika, die das unumwunden und vollkommen ehrlich so sagte. Die war jedenfalls keine Ideologin, weil sie ihr eigenes Interesse dabei nicht verbarg.
    So direkt habe ich das nicht mehr zu hören bekommen.

    T. Albert

    29. Oktober 2008 at 12:40

  27. Der Neger ist nicht arbeitssche, sondern man muss ihm genau sagen, was er zu arbeiten hat. Das sagte mir im O-Ton ein deutscher Ingenieur nach einem Montagejob in Kamerun. Der war auch kein Ideologe, sondern Leuteschinder.

    che2001

    29. Oktober 2008 at 13:00

  28. DAS hab ich wiederum häufiger über Araber zu hören bekommen.
    Und die Kommentare der Liberal-Blogs können ab und an von sowas überschäumen, wie wir schon gesehen haben. Dann wirds einigermassen ehrlich.

    T. Albert

    29. Oktober 2008 at 13:22

  29. Die Sprachfigur „aus Dir spricht doch nur die Enttäuschung des Ideologen, in xyz nicht Deinesgleichen zu finden“ hat unbedingt das Zeug zum running gag. Damit heben wir den Schöpfer dieser Formulierung in die Unsterblichkeit.

    Ein wenig hoffe ich ja, dass, so ähnlich wie „Florida-Rolf“, auch „Somalia-Michel“ eine gewisse Sprachkarriere macht.

    Nörgler

    29. Oktober 2008 at 14:07


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