shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Das Internet-Manifest und seine Gegner

with 12 comments

Es ist lustig,
da machen sich gestandene Blogger und Journalisten ernsthaft nette Gedanken, entwerfen in Asta-esker Gemeinschaft ein Internet-Manifest – und dann werden sie als Berliner Clique beschimpft.
Wie kann das passieren?

Weil die deutsche Bloggerlandschaft eine kleine inzestiöse Mischpoke ist, die Seilschaften und eitlen Feindschaften in Journalisten-Kreisen der 90er Jahre d.l.J. zur Ehre gereicht?

Zuwenig Humor für meinen Geschmack. Zeit für eine Alternative?

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Written by ring2

7. September 2009 um 22:25

Veröffentlicht in Das Netz

12 Antworten

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  1. Gähn.Alles, was es dazu zu sagen gibt, hat doch Don Alphonso schon seit 5 Jahren an der Blogbar durchgenudelt.

    che2001

    8. September 2009 at 14:07

  2. Ich stelle mir immer vor, bzw. versuche mich daran zu erinnern, dass ich das erste Mal mit dieser Blogosphäre zu tun bekomme.

    Da wird einem schnell klar, wenn man die Agendas der einzelnen Blogger auch zu erkennen glaubt, was für ein komischer Haufen das ist. 😉

    ring2

    8. September 2009 at 14:17

  3. Na ja, für mich ist z.B. eine von den Spreeblick-Leuten ne Bekannte von vor 20 Jahren. Und die wirklich großen und lautstarken Debatten zu dem ganzen Kram sind wie gesagt vor 5 Jahren geführt worden. Für mich ist das alles Kalter-Kaffee-Recycling.

    che2001

    8. September 2009 at 21:26

  4. Das mag ja sein, ich vermute auch, dass „wir“ gar nicht die Adressaten sind. Hätte man besser „Buxtehuder Erklärung“ genannt. 😉

    ring2

    9. September 2009 at 8:08

  5. @“Weil die deutsche Bloggerlandschaft eine kleine inzestiöse Mischpoke ist, die Seilschaften und eitlen Feindschaften in Journalisten-Kreisen der 90er Jahre d.l.J. zur Ehre gereicht?“ —- Es geht um Kohle. Es geht exakt darum, dass hier Leute, die sich selber mal als Blogger-Avantgarde definiert haben,mit ihrem Bloggen Geld verdienen oder dies zumindest wollen, dies aber wenig einbringt und Leute, die mit ätzendem Spott die Kommerzialisierung der Blogosphäre kritisieren regelmäßig Angepisstheitsreaktionen oder Schmerzensschreie auslösen. Und dann geht es um den seltsamen Binnenhorizont eines Publikums, das die seltsame Treibhausathmosphäre des Berliner „Alle-sind-Kreative“-Milieus für die Welt hält.

    che2001

    9. September 2009 at 18:16

  6. Nee Che, um Kohle geht es da nur am Rande. Es geht um Egos, so groß, dass sie eine prima Anstalt füllten. Übrigens auf beiden „Seiten“, denen, die das „ins Internet schreiben“ als Berufung sehen und denen, die es aus Lust am Schreiben machen, dabei aber übersehen, dass die andere Anwendung nicht verwerflicher ist.

    Stören tut mich nur die „Nabel der Welt“-Attitude – beiderseits – und ich weiss selbst, wie leicht man sich dafür halten kann 🙂

    Ach und mich stört das Fehlen von Humor. Das ist vielleicht das wesentliche Manko.

    ring2

    10. September 2009 at 8:23

  7. Und wieso ging es dann bei den Auseinandersetzungen der letzten Jahre mit denen immer nur um „Ihr bloggt für Kohle“, insbesondere Coca-Cola, Opel- und ich-weiß-nicht-mehr-für-wen-Werbung? Die Nabel-der-Welt-Attitude“ ist im Übrigen genau das, was ich mit Binnenhorizont eines bestimmten Berliner Milieus meine, wo die Kastanienallee Castingallee heißt. Übrigens würde ich Egos, die eine besondere Publizität ihres subjektiven Kleinkleins so extrem ernstnehmen nicht als groß bezeichnen. Leute mit großen Egos, die ich erleben durfte, sind bescheidene Menschen, die kaum wahrnehmen, wie ihre Seelen strahlen.

    che2001

    10. September 2009 at 10:39

  8. 🙂 dann benutzt Du die positiv konnotierte Version des Begriffs Ego – und dann gebe ich Dir natürlich recht.

    Ich glaube aber auch nicht, (kann mich da aber irren) dass den Beteiligten nicht auch klar war, dass es bei Coca Cola, Wii und Konsorten eher um kleine Brötchen geht.

    Grds. sehe ich da auch kein Qualitätsproblem. Eher die merkwürdige Konzentration auf das Vehikel (Blog) und weniger auf den Inhalt. In diesem Sinne bin ich sehr bei Rainer Mayer u.a., wenn man sagt, Berlin und meine Meiunung an sich sind kein Thema, mit man auch Leser unter Nicht-bloggern erreicht.

    ring2

    10. September 2009 at 10:45

  9. Das würde die Verbissenheit, mit der dort jahrelang um die Kommerzialisierung eines Gegenmediums, als das Viele die Blogosphäre betrachteten in keiner Weise erklären. Auch nicht die Empörung über die Tatsache, dass ein Iro-Frisur-Träger, der diese zum Scheitel herunterbürstet, wenn Honoratioren am Tisch sitzen, einerseits Internetbeauftragter ist und andererseits für Unternehmer Seminare zum Abwehren gebloggter Kritik veranstaltet.

    che2001

    10. September 2009 at 11:47

  10. Das würde die Verbissenheit, mit der dort jahrelang um die Kommerzialisierung eines Gegenmediums, als das Viele die Blogosphäre betrachteten gekämpft wurde in keiner Weise erklären. Auch nicht die Empörung über die Tatsache, dass ein Iro-Frisur-Träger, der diese zum Scheitel herunterbürstet, wenn Honoratioren am Tisch sitzen, einerseits Internetbeauftragter ist und andererseits für Unternehmer Seminare zum Abwehren gebloggter Kritik veranstaltet.

    che2001

    10. September 2009 at 11:48

  11. Zur ergänzenden Erläuterung:

    http://che2001.blogger.de/stories/808164/

    che2001

    12. September 2009 at 17:19


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