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Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Kunst im technischen Zeitalter (2)

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„Die Wahrheit der Kunst besteht genau darin, daß sie etwas in sich trägt, das über sie hinausweist, etwas Über-Künstlerisches“

Danielo Pejović, L’art et l’esthétique, 1966

Mit den Aufsätzen von Danilo Pejović [1966] und Milan Kangrga [1966] betreten wir nun interessanteres philosophisches Terrain. Hier finden wir nicht nur die Ablehnung des sozialistischen Realismus, die uns bereits bei Grlić [1966] und Focht [1966] begegnet ist, sondern eine weitergehende Auseinandersetzung über das Verhältnis von Philosophie und Kunst, die uns jetzt mitten in die Ontologie der Praxis-Gruppe hineinführt.

Ausgangspunkt für Pejović ist die Frage, ob es so etwas wie eine marxistische Ästhetik überhaupt geben kann. Schon seine einleitenden Bemerkungen verraten, daß er zumindest die bisherigen Versuche einer spezifisch marxistischen Ästhetik ablehnt. Er führt ein Zitat des ganz jungen Marx an, in dem dieser die Freiheit als Voraussetzung schriftstellerischen Schaffens postuliert. Philosophisches Nachdenken über Kunst ist aber Pejović zufolge den Kunstwerken nachgelagert; Versuche, wie etwa die von Lukács, der Kunst aus allgemeinen Prinzipien abgeleitete Regeln vorzuschreiben, bezeichnet er deshalb als „Naivität“: Ästhetik ist für ihn keine „normative Disziplin, die die Kunstwerke Anforderungen und Gesetzen unterwirft und es unternimmt, bestimmte Kriterien und bestimmte willkürliche Bedingungen aufzustellen, von denen es abhängt, ob ein Werk als Kunstwerk oder nicht qualifiziert werden kann.“ ([Pejović 1966], S.298)

Damit begründet Pejović seine Ablehnung des Sozialistischen Realismus und überhaupt einer politisch gegängelten Kulturproduktion. Ähnliches, wenn auch mit anderer Begründung, kennen wir bereits von Grlić und Focht. Doch Pejović geht darüber hinaus: Er stellt die Ästhetik als philosophische Disziplin selbst in Frage. Zurecht weist er darauf hin, daß der Begriff eine Schöpfung des 18. Jahrhunderts ist und ein inferiores Erkenntnisvermögen, nämlich die sinnliche Erkenntnis bezeichnet. Von der Ästhetik zu unterscheiden ist die Philosophie oder Metaphysik der Kunst, deren Tradition bis Platon und Aristoteles zurückgeht.

Es scheint zunächst eine müßige terminologische Streiterei zu sein, ob man von Ästhetik oder Metaphysik der Kunst spricht, doch Pejović geht es um eine sachliche Differenz, nämlich die zwischen der Ästhetik als einer letztendlich erkenntnistheoretischen Disziplin und der ontologischen Herangehensweise bei Platon und Aristoteles, die nach der speziellen Seinsform der Kunst fragen. Diese Differenz zwischen Ästhetik als Erkenntnistheorie und Kunstmetaphysik als Ontologie sieht Pejović dann bei Hegel aufgehoben, der die Kunst als das sinnliche Scheinen der Idee auffaßt. Und genau in dieser Einheit von sinnlicher Erkenntnis und Ontologie gründet ja die hegelsche These von einem möglichen Ende der Kunst: Weil die sinnliche Erkenntnis ein inferiores Vermögen ist, büßt die Kunst ihre Relevanz ein, wenn es andere, höhere Formen der Erkenntnis gibt, in denen sich die absolute Idee offenbart.

Pejović versucht nun, diese Hegelsche These vom Ende der Kunst vom Kopf auf die Füße zu stellen. Er geht dabei von der Philosophie des jungen Marx aus und deren Anspruch, mehr als Philosophie sein zu wollen. Indem Marx die menschliche Schöpferkraft ins Zentrum seiner Aufhebung der Philosophie stellt, die Forderung aufstellt, sie müsse praktisch werden, macht er die Philosophie selbst zu einem kreativen Vermögen, sie wird Teil dessen, was sie beschreibt: Menschliche Praxis. Damit wird die Philosophie selbst zu einer künstlerischen Verfahrensweise, Philosophie und Kunst bewegen sich auf dem selben Terrain:

„Der Philosoph, der die Welt als menschliches Produkt begriffen hat, hat sich von der Metaphysik gelöst: Als hätte er der poiesis des Aristoteles, die praxis und theoria vereinigt, indem sie sie aufhebt, das Ohr geliehen, so hat Marx die einengenden Grenzen zwischen Philosophie und Kunst zerstört.“( [Pejović 1966], S.301)

Kunst ist sowenig ein Gegenstand wie Philosophie. Sie ist produktive Tätigkeit im Sinne der Ontologie des jungen Marx. Nur wenn sie in dieser Dynamik begriffen wird und nicht als gegebenes Objekt der ästhetischen Anschauung, wird man ihr gerecht. Und daraus abgeleitet besteht nun der eigentliche Witz seiner Argumentation gegen Hegel darin, daß er an die Stelle des Endes der Kunst das Ende der Ästhetik als einer bloß über Kunst reflektierenden Aktivität setzt:

„Wenn für uns die Ästhetik und die Metaphysik der Kunst Vergangenheit geworden sind, so wird die Kunst, im Gegensatz zu dem, was Hegel dachte, mehr und mehr zur Zukunft, von wo aus das Denken aufhört, ausschließlich Philosophie zu sein.“ ([Pejović 1966], S.301)

Einen ähnlichen Ansatz wählt auch Milan Kangrga, nur ist seine Argumentation philosophisch präziser – aber auch bedenklicher. Auch Kangrga kritisiert die philosophische Ästhetik, aber bei ihm wird diese Kritik mit einer Kritik der technisierten Welt verknüpft. Und diese Verknüpfung ist bei ihm nicht lose, wie bei den anderen drei Autoren des Heftes, bei denen die Notwendigkeit der Kunst als Gegengewicht zur Technik eine bloße Behauptung blieb.

Schon Kangrgas Ausgangsfrage ist deutlich radikaler als die seiner Kollegen. Er fragt, ob es überhaupt ein Verhältnis von Kunst und Philosophie geben kann, und falls ja, auf was diese Möglichkeit gründet. Zumindest die klassische Ästhetik verfehlt Kangrga zufolge jedenfalls dieses Verhältnis. Versteht man die Ästhetik als eine spezielle philosophische Disziplin, die einen speziellen Gegenstandsbereich abdeckt, eben die Kunst, dann hat man, so zumindest die Behauptung von Kangrga, von vornherein verloren. Die Ästhetik ist zuständig für das Schöne, so wie die Logik für das Wahre und die Ethik für das Gute. Damit hat die Kunst auf einmal keine Wahrheit mehr, sondern ist nur noch schön. Und diese Schönheit nimmt die Ästhetik selbst als gegeben an, weshalb sie zwar Erkenntniskriterien für die Schönheit des Kunstwerkes entwickeln, doch das Gegebensein der Schönheit nicht hinterfragen kann. Kangrga aber will die Möglichkeit des Kunstwerks und damit des Schönen selbst erörtern.

Es würde das Format eines Blogbeitrags sprengen, im Detail Kangrgas Auseinandersetzung mit Kant, die vor allem das Verhältnis des Naturschönen zum Kunstschönen thematisiert, nachzuzeichnen. Beschränken wir uns ganz unphilosophisch auf das Ergebnis dieser Auseinandersetzung: Kangrga zufolge erbt das Naturschöne seine Schönheit vom Kunstschönen. Die Bedingung der Möglichkeit des Kunstschönen selbst aber ist die menschliche Schöpferkraft, die durch keine nachträgliche Reflexion einzuholen ist. Und wenn man das einmal verstanden hat, versteht man auch die Natur, die ebenfalls nicht einfach ein Gegebenes ist, sondern das Resultat ursprünglicher menschlicher Praxis.

Dieses ursprünglich praktisch-schöpferische Welterverhältnis, das die menschliche Praxis auszeichnet und deren Resultat sowohl die Kunst wie auch die humanisierte Natur ist, wird durch die moderne Technik zerstört. Indem das durch keine Reflexion einzuholende schöpferische Tun unter das Diktat einer abstrakten Rationalität gestellt wird, nicht mehr seinen ursprüngliche Impulsen folgt, entfremdet es sich. Natur wird zum bloßen Material technischer Rationalität. Diese Entfremdung verdoppelt sich in der modernen Kunst, die gerade durch ihre Ästhetisierung den Zugang zu den ursprünglichen schöpferischen Quellen verloren hat. Indem die Ästhetik zum Regelwerk wird, zerstört sie die Spontaneität des künstlerischen Impulses. Kangrgas Kritik ist unmißverständlich:

„Die zeitgenössische Kunst produziert das und in dem, was für die Wissenschaft (in diesem Falle für die ästhetische Theorie) bereits als Gegebenes bekannt ist, so daß es sich nicht als etwas Ursprüngliches und in diesem Sinne als eine originelle Entdeckung der Wahrheit, als tätige Erschließung und Erweiterung der sinnhaltigen Welt ereignet, sondern die Kunst operiert bewußt und absichtlich innerhalb des Vergangenen, des in der Vergangenheit Erschlossenen und für das Zukünftige geschlossenen, fertigen Bereichs der Wahrheit, die dadurch zur Unwahrheit am Werk wird.“ ([Kangrga 1966], S.321)

Die falsch verstandene Ästhetik wird so zum Totengräber der Kunst. Das Verhältnis von Kunst und Philosophie muß aber völlig anders gedacht werden. Wenn die Philosophie nicht der Kunst die Regeln vorschreiben will, sondern sich von der Kunst leiten läßt, kommt sie zu einem anderen Verständnis der Natur selbst. Sie ist, richtig verstanden, ebenfalls ein nicht entfremdetes, produktives Verhalten. Das Verhältnis von Kunst und Philosophie ist somit nicht eines von Gegenstand und Erkenntnis, sondern das Verhältnis zweier gleichberechtigter Formen nicht-entfremdeter Praxis.

„Das Verhältnis von Philosophie und Kunst ereignet sich dann unter der Voraussetzung eines gegenseitigen schöpferischen Annäherns und Durchdringens als der geschichtlich-natürlichen Vermittlung und Sinnhaltigmachung, denn das Schöpferische wird nur durch die Schöpfung berührt, erfaßt und erkannt, so daß das Schöpferische das einzige wahre Medium und die Möglichkeit ihres Verhältnisses ist. Denn von Anfang an ereignet sich in ihrem gemeinsamen Grund die Tat als Möglichkeit, also als die geschichtliche Praxis, was das wahre Sein des Menschen und seiner Welt ausmacht und wodurch der Mensch ein Wesen der Praxis oder ein schöpferisches Wesen ist.“ ([Kangrga 1966], S.323)

Man liegt wohl nicht ganz falsch, daß hier weniger Marx als vielmehr Heidegger Pate gestanden hat (der auch mehrfach zitiert wird). Zwei Vorwürfe müssen deshalb gegen Kangrgas Ausführungen erhoben werden.

Zum einen geht es dabei um seine Behauptung, daß diese menschliche Schöpferkraft ein ursprüngliches Tun sei, das durch keine rationale Erörterung, noch nicht einmal nachträglich, einzuholen sei. Damit wird der irrationalen Tat, die sich vor keiner Form von Vernunft rechtfertigen muß, Tür und Tor geöffnet. Wir werden im weiteren Verlauf dieses Blogs diese irrationale Tat-Komponente sowohl in der Praxis-Philosophie wie auch der antiautoritären Bewegungen weiterverfolgen müssen.

Zum anderen steht natürlich die Frage im Raum, wie es denn zu dieser Technisierung der Welt gekommen ist, die an die Stelle der schöpferischer Tat eine abstrakte Rationalität gesetzt hat? In der unmittelbaren Auseinandersetzung mit der Natur, der Produktion, ließe sich dies noch durch die Entwicklung des Kapitalverhältnisses erklären. Aber warum sollten die Künstler ebenso seinsvergessen agieren? Nur weil sie einem ominösen Zeitgeist folgen? Auch dieses Problem, ob die Entfremdungstheorie nicht daran zerbricht, daß sie nicht erklären kann, warum die Menschheit sich ihrer eigenen Schöpferkraft entfremdet hat, wird weiterhin Thema sein.

Nächste Woche allerdings erholen wir uns von tiefgründigen Seins-Fragen bei Alltagsproblemen der jugoslawischen Jugend, die auch nicht einfach zu lösen sind:

„Bereits im ersten Semester habe ich mich verändert. Ich stellte fest, daß das Leben sehr kurz ist und begann nach den eigenen Vorstellungen zu leben […] Ich hörte auf, mir die Haare zu schneiden […]. Mein Vater versuchte es zunächst mit Gewalt. Das heißt, er versuchte mir die Haare abzuschneiden, während ich schlief, weshalb ich stets mit einem Kopftuch ins Bett gehe.“ ([Barber-Kersovan 2005], S.48)

Literaturverzeichnis

Barber-Kersovan, A. 2005: Vom „Punk-Frühling“ zum „Slowenischen Frühling“, Hamburg 2005.

Focht, I. (1966): „Kunst in der Welt der Technik“, in: Praxis, Jg.2 (1966), Nr.3: 280-295.

Grlić, D. (1966): „Wozu Kunst?“, in: Praxis, Jg.2 (1966), Nr.3: 267-279.

Kangrga, M. (1966): „Philosophie und Kunst“, in: Praxis, Jg.2 (1966), Nr.3: 308-324.

Pejović, D. (1966): „L’art et l’esthétique“, in: Praxis, Jg.2 (1966), Nr.3: 296-307.

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Written by alterbolschewik

3. Juni 2011 um 15:19

Veröffentlicht in Jugoslawien, Philosophie

4 Antworten

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  1. Die Umkehrung der hegelschen Konzeption von Kunst und Philosophie durch Pejović – die Verkündung des Endes der Ästhetik – bleibt, wie jede Antithese abstrakt. Gerade Hegels These vom Ende der Kunst – nicht daß sie aufhörte, sondern daß sie leerläuft – ist, auch im Zusammenhang der Begründung, die Hegel liefert, nach wie vor aktuell. Mit einigen Akzentverschiebungen, so meine Hypothese, lassen sich diesbezüglich mit Hegel Blicke auf die Gegenwartskunst werfen. Wobei man im Beitrag von Pejović und anderen sicherlich die Zeit, in der das geschrieben wurde, sowie die Systemdifferenz zwischen Ost und West in Anschlag bringen muß. (Offizielle) Kunst im Ostblock und die im Westen differierten doch wohl erheblich. Und eine Befreiung von der Enge sozialistisch-realistischer Positionen oder gar vom Bitterfelder Weg schien dringend geboten.

    Richtig ist allerdings, daß die Ästhetik keine normative Disziplin mehr sein kann. Aber dies wußte im Grunde bereits bürgerliche Ästhetik und die Kunst des 18. und 19. Jhds als sie über den Begriff des Geschmacks sich von den Regelpoetiken befreite.

    Die Philosophie der Praxis-Gruppe, um Verschiedenes mal in einem Begriff zu fassen, will mir als ein Versuch erscheinen, eine Lektüre von Marx zu liefern, die quer zu den Parteilinien und vor allem zum Sowjetischen Ismus liegt. (Wobei Jugoslawien eben zu den Blogfreien gehörte, das macht den Blick auf dieses Land sicherlich spannend.) In solchem Feld stiftet sicherlich die Kunst ihr subversives Potential und es hat seinen Grund, daß insbesondere auf die Frühschriften, gleichsam auf das stürmerisch-drängerische Moment von Marx zurückgegriffen wird. Wobei dieses Moment des Schöpferischen eben genau den romantischen Begriff des Genius aufgreift, der den (bürgerlichen) Begriff des Geschmacks als eine Form der Nicht-Regelgeleiteten, aber dennoch rational verfahrenden Kunst seinerzeit ablöste.

    Die Differenz Ästhetik/Philosophie der Kunst wirft dann in der Tat Hegel zum Beginn seiner Vorlesungen zur Ästhetik auf. Ich habe dieses Zitat für einen meiner nächsten Teile bei „Wozu Kunst?“ gewählt. Daß auch ein Aufsatz aus der Praxis-Zeitschrift „Wozu Kunst?“ heißt, wußte ich nicht und ist natürlich spannend. Dies müßte mich zur Lektüre animieren. Wie ich sehe, ist die Zeitschrift antiquarisch über das Internet noch erhältlich.

    bersarin

    4. Juni 2011 at 19:49

  2. Pejovićs „Ende der Ästhetik“ hat natürlich eher den Charakter eines bonmots als wirklichen (kunst-)philosophischen Wert; mein Eindruck von der Kunstkritik der Praxis-Gruppe (der sich bislang auf die referierten vier Artikel beschränkt) ist allerdings, daß sie ihre Kritik nicht allein auf realsozialistische „Kunst“ beschränkt wissen wollten. Vor allem Kangrgas Aufsatz (der meines Erachtens der einzige ist, der mehr als historisches Interesse verdient) bezieht sich in seiner Kritik einer Kunst, die mehr auf Verfahrensweisen denn auf „künstlerischer Kreativität“ rekurriert, explizit auf die damals aktuelle Westkunst; der sozialistische Realimus ist für ihn, glaube ich, nicht einmal satisfaktionsfähig.

    Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine da sogar eine implizite Attacke auf Adorno herauszuhören (Focht kritisiert Adorno in seinem Aufsatz übrigens explizit). Ich habe dazu aber bislang noch nichts geschrieben, weil ich mir das komplizierte Verhältnis Praxis vs. Kritische Theorie aufheben will, bis ich mehr gelesen habe.

    Mit dem Bezug auf den Geniebegriff in der Kunsttheorie des Praxis-Philosophen hast Du sicherlich recht – Kangrga setzt sich mit dem Geniebegriff in Kants Kritik der Urteilskraft auseinander und knüpft ausdrücklich an diesen an. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die ästhetische Kategorie des Geschmacks eine bürgerliche ist. Ich habe das so im Kopf, daß diese aristokratischen Ursprungs ist (Geschmack hat man oder man hat ihn nicht), keinesfalls bürgerlich. Geschmack ist gerade das, was nicht gelehrt und auch nicht erlernt werden kann. Müßte ich aber nochmal nachlesen…

    PS: Zu Richters RAF-Zyklus hätte ich auch noch einen Kommentar gehabt, aber vielleicht ist das besser so, daß Du da die Kommentare abgeschaltet hast.

    alterbolschewik

    5. Juni 2011 at 17:15

  3. Ja, insbesondere auf das Verhältnis Theorie/Praxis bin ich gespannt, es ist dies ja etwas, daß auch in anderen Blogs von Zeit zu Zeit immer mal das Thema ist.

    Ganz kurz nur: Ich hatte die Kommentare zu Richter nicht abgeschaltet. Ich bin jetzt etwas irritiert und teste das mal. Aber bei mir kann man bei jedem Thema kommentieren.

    Aber schon beim Einstellen funktionierte da einiges nicht. Ich konnte den Text bspw. nicht mehr korrigieren und mußte auf einen anderen Browser ausweichen. Wahrscheinlich haben die Scanner des BKA Stammheim, RAF und Baader gelesen. Auch wundere ich mich, was dieser blaue Lieferwagen schon den ganzen Tag über vor meiner Wohnung steht und daß da immer andere Leute aus- und einsteigen. Und als ich spazieren war, kam es mir vor als sei jemand in der Wohnung gewesen. Es war plötzlich der Abwasch gemacht.

    Ansonsten hoffe ich, daß der Gewürztraminer gestern gut war. Da muß ich auch mal wieder ran. Nicht immer nur den Riesling.

    Bersarin

    5. Juni 2011 at 17:39

  4. Nachtrag zum Geschmack noch: Ja und nein. Im 17. Jhd in Frankreich in den Salons ist es keine bürgerliche Kategorie gewesen, der Begriff diente zur Abgrenzung von den Regelpoetiken, die vorgaben, wie ein Kunstwerk zu sein habe. Aber das hat sich dann im Laufe der Geschichte transformiert.

    Ich hatte zum Geschmacksbegriff und der Kunst auf meinem Blog einmal eine längere Serie. Ganz wesentlich wird der Geschmack dann bei Kant in der „Kritik der Urteilskraft“, wo es – zu einem großen Teil – um die Analyse des Geschmacksurteils geht.

    bersarin

    5. Juni 2011 at 19:37


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