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Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

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„Gutes Leben“? Pursuit of Happyness?

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Kann mir Dummie mal jemand erläutern, inwiefern das;

Das schönste Recht in der neuen Verfassung gab diesem Artikel seinen Namen: Sumak Kawsay bedeutet soviel wie »gutes Leben«. Und das Recht auf ein gutes Leben gehört doch unbedingt in die Verfassung. Warum haben wir das noch nicht? Wie konnten wir es ohne dieses Recht aushalten?

… sich maßgeblich vom „Pursuit of Happyness“ der US-Verfassung unterscheidet? Oder steht das da gar nicht drin in der US-Verfassung? Oder geht es darum, daß man in den USA beim Streben möglichst bleiben sollte, während in Ecuador das Ziel dann auch in Reichweite gelangen soll?

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Written by momorulez

1. Oktober 2008 at 10:18

Veröffentlicht in die Moral

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„Diese Menschen haben die Lebensqualität eines Krebskranken“

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„Für mich ist das Wichtigste, dass wir so wenig Langzeitarbeitslose und so wenig Vollarbeitslose haben wie möglich. Man kann alles zerreden. Es ist schlimm, arm zu sein. Aber ungleich schlimmer ist, arm zu sein und keine Arbeit zu haben. Diese Menschen haben die Lebensqualität eines Krebskranken.“

Sagt Herr Lauterbach von der SPD, der Mann mit der Fliege, der so sympathisch kabarettesque redet in Interviews – die unmittelbaren Glücks- und Lebensqualitäts-Argumente in Analogie zu sonstigen „Pathologien“ zu formulieren, das ist das meiner Ansicht nach Schlimmste, was man im politischen Diskurs absondern kann.

Natürlich muß es in allen Diskussionen rund um Hartz IV, Arbeit- und Arbeitslosigkeit immer darum gehen, die Glücksmöglichkeiten jedes Einzelnen wie’s irgend geht zu maximieren, ja, in der Tat – eben im Sinne der Voraussetzung dafür, den je eigenen Entwurf des „guten Lebens“ im Rahmen der Gegebenheiten auch anvisieren zu können. Ja, das ist auch ein utopischer Gehalt, was jetzt aber daran nix ändert, daß kein anderes Kriterium besser formuliert, was „Selbsbestimmung“ hervorbringen kann.

Aber so, wie der Herr Lauterbach da argumentiert, ist ja noch Sachalin ein Wohlfahrtsprogramm – ja, liebe Liberale, gab noch die Zaren vor Lenin, könnt ihr ja mal nachlesen, findet sich auch im Netz was zu.

Nichtsdestotrotz lohnt sich die Lektüre, auch, weil jener Herr Lauterbach eine ganz sympathische Definition für „links“ mal eben nebenbei formuliert:

„Links ist, für die zu kämpfen, denen es am schlechtesten geht.“

Probleme entstehen halt dann, wenn die, für man kämpft, die Definition von „schlecht gehen“ einfach nicht teilen wollen …

Written by momorulez

23. September 2008 at 20:43