shifting reality

Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

Posts Tagged ‘homophobie

Das ist mein St. Pauli!

with 9 comments

Betrifft: Konzert mit Beenie Man im Knust

Kein Konzert mit homophoben Interpreten im Knust

Leider etwas spät, dafür aber mit größtem Entsetzen haben wir von dem geplanten Konzert mit dem jamaikanischen Reggae Interpreten Beenie Man erfahren.
Die homophobe Einstellung von Beenie Man ist zumindest seit einiger Zeit bekannt. Seine schwulenfeindlichen Texte können ebenfalls als bekannt vorausgesetzt werden.
Uns wiederum ist bekannt, was das Knust hier zu auf seiner Homepage veröffentlicht hat.
Wir halten dies aber zum derzeitigen Zeitpunkt absolut nicht für ausreichend ein derartiges Konzert stattfinden zu lassen. Besser wäre aus vielen bekannt Gründen, dieses Konzert abzusagen und zunächst die Einhaltung diverser gemachter Zusagen zu überprüfen. Papier ist geduldig. Aber solange schwulenfeindliche Platten und entsprechende Vertriebsverträge nicht vom Markt genommen , bzw. gekündigt werden, darf es solche Konzerte in einer Location wie dem Knust nicht geben.
Die aktive Fanszene des FC St. Pauli ist für ihre Kampagnen gegen Schwulenfeindlichkeit bekannt. Ebenfalls bekannt ist die gute Zusammenarbeit mit dem Knust. Am Beispiel des oben genannten Konzerts wird diese Zusammenarbeit stark in Mitleidenschaft gezogen. Da wir es mit unseren Kampagnen ernst meinen, fordern wir das Knust auf, das Konzert – wie schon einmal geschehen – abzusagen. Andernfalls behalten wir uns vor, über eine weitere Zusammenarbeit mit dem Knust nachzudenken.
Wir hoffen auf eure Einsicht.

Gezeichnet: Sprecherrat der organisierten Fanclubs des FC St. Pauli

 

20.08. NATTY KING + DADDY RING findet statt BEENIE MAN fällt aus

Eintritt € 10,00 Für im Vorverkauf erstandene Karten werden am Einlass bei Besuch des Konzertes € 10,00 von uns direkt erstattet, ansonsten können diese Karten an den Vvk-Stellen zurückgegeben werden

Nochmals die Begründung des kurzfristigen Änderung:

Betrifft: Konzert mit Beenie Man im Knust

Liebe Freunde des Hauses,

die aktuelle Entwicklung der Diskussion zum Konzert des o.a. Künstlers in unseren Räumen hat in den letzten 24 Std. eine für uns gefährliche Eigendynamik entwickelt.

Die gestern in Berlin von Beenie Man unterzeichnete „Berlin Reggae Compassionte Act“ wurde von uns vor 48 Std. auf unserer Homepage veröffentlicht.

Die hierdurch abgegebenen Erklärungen werden jedoch von den uns nahestehenden Fanverbänden des FC St.Pauli für nicht ausreichend angesehen, um „zum jetzigen Zeitpunkt ein derartiges Konzert stattfinden zu lassen“ (Zitat aus dem Schreiben vom Sprecherrat, 19.8.2008, 19.29 Uhr). Man empfiehlt uns aus vielen bekannten Gründen, dieses Konzert abzusagen und zunächst die Einhaltung diverser gemachter Zusagen zu überprüfen.

Da es uns nicht möglich ist eine inhaltliche Diskussion 24 Std. vor dem Konzert zu führen – die im Übrigen von Seiten des Konzertveranstalters nicht rechtzeitig unterstützt wurde- haben sich
die Geschäftsleitung des KNUST sowie die uns nahestehenden Fanorganisationen des FC St.Pauli entschlossen, die folgenden Maßnahmen gemeinsam zu tragen:

1) Das Konzert von Beenie Man heute Abend im Knust wird nicht stattfinden.

2) Das Vorprogramm – die Bands „Natty King“ und „Daddy Rings“ – die von dieser Diskussion nicht betroffen sind, können spielen.

3) Wir (das KNUST) erstatten den Besuchern auf Wunsch Euro 10,– des Eintrissgeldes (VVK 20,–) und bieten Ihnen an, den Betrag für den Verein „Fanräume e.V.“ zu spenden.

4) Am Freitag, den 29.8 um 16.00 Uhr, findet in der Bar des Knust (vor dem Benefizkonzert für den Verein Fanräume e.V.) eine offene Podiumsdiskussion mit den Vertretern des Sprecherrates der Fanclubs des FC St.Pauli statt, um die künftige Vorgehensweise für Konzerte mit ähnlicher Problematik zu diskutieren.

Wir bitten alle Dancehall-Reggae Fans um Verständnis für diese notwendige Entscheidung.

Dirk Matzke & Norbert Roep Roger Hasenbein (Fanclub Sprecherrat)

Written by momorulez

20. August 2008 at 17:06

Sexy Anne

with 13 comments

Die Leser des Nichtmal-Tittenblättchens FHM haben die „most unsexy women of the world“ gewählt. Auffällig dabei, dass mit Hillary Clinton und Angela Merkel sehr starke Frauen darunter sind. Erfolg macht Frauen eben nicht sexy. Ein Coming Out als Frauenliebhaberin auch nicht. Anders kann ich mir den vierten Platz von Anne Will nicht erklären.

Habe damals bei der Themenauswahl für ein online Magazin immer einen Kollegen mit Playboy-Abo die Themen wählen lassen, weil ich meinem Geschmack für die avisierte Lesergruppe nicht trauen konnte. Aber selbst „Mainstream-D.“, wie wir ihn damals nannten, hätte Madonna und Lindsay Lohan nicht für unsexy gehalten. Gut, von Amy Winehouse hätte er sicher noch nichts mitbekommen – oder war die schon im Playboy? – immerhin entspricht sie auch nicht seinen Vorstellungen eines Bunnies, aber auf Platz 1 hätte er sie nie gewählt. Sicher.

Alles in allem zeichnet diese Aufstellung ein graues Bild des tiefergelegten Mannes in Deutschland. Schlimm.

Written by ring2

25. März 2008 at 10:16

Veröffentlicht in Rand-Notizen

Tagged with ,