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Es gibt kein richtiges Lesen im valschen!

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Fussball lebt

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Fussball lebt von den Menschen, die ihn spielen und sehen.
Fussball lebt von der Emotion.
Viele leben vom Fussball.
Wie lange lebt der Fussball, wenn Systeme und Verbände, Medien, Marken und Funktionäre an ihm saugen?

Es lebe der Fussball.

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Written by ring2

25. April 2008 at 7:06

Veröffentlicht in Ökonomie

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Ein Stier im Tor und die Folgen …

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Na, Fussball läßt ja das Archaische, Mythische dann allerorten heranwachsen in Jungs- und Mädels-Seelen, aber Santa Paula hat schon recht: Was so ein Torwartwechsel an psychischen Blockaden lösen kann, das zog uns alle mit hinein in einen Sog der Fassungslosigkeit im postivsten Sinne. Gestern, am schönsten Ort der Welt.

Von dem man dann final noch vertrieben wurde: Unglaublich – ernenne jemandem zum „Ordner“, und er wird Macht mißbrauchen. Wie von Polizisten, die glauben, die Straße gehöre ihnen, wird man auf einmal von bebrillten Kittelträgerinnen in gelb aus dem eigenen Stadion „gebeten“, als man noch ganz entspannt Siegesluft genießen möchte. Etwas länger nach Abpfiff, versteht sich. Und dann entblödet sich dieses grienende „Ich bin so tough, frisch, keck und gut gelaunt“-Hilfspolizistchen nicht, auch noch „Ihr könnt aber gerne wiederkommen!“ den Vereinsmitgliedern und seit Jahren Dauekartenbesitzern hinterher zu blöken, als habe sie da irgendwelche Mitwirkungsrechte. Unverschämtheit.

War aber allenfalls ein Wermutströpfchen – so dionysische Nachmittage wie gestern, ach, da fühlt man sich und die Welt und alle sechs Sinne so lange und so intensiv, bis sie sich dank Alkohol zu einer Einheit formen und wundervoll sanft verschwimmen zu einem ganzheitlichen Wohlsein, in dem man nur noch schwankt, hin und her zwischen Glück einerseits, Begeisterung andererseits. So steht man vor der Domschänke, winkt noch mal all den Spielern mit den klischeehaften Blondinen an ihrer Seite zu, die im braunen Dress die Budapester Straße zufrieden entlang schlurfen und genießt das nackte Dasein in vollen Zügen, empfindet denen gegenüber, die da schlurfen, tiefe Dankbarkeit dafür, daß sie einem ein solch traumhaftes Spiel geschenkt haben- Prost!

Und erinnert sich an das Unfaßbare, Unglaubliche, eigentlich Unmögliche:

René Schnitzler trifft!

Gleich ZWEI mal!

Ja, Wunder gibt es immer wieder. Man will „Amazing Grace“ anstimmen, singt stattdessen nicht minder euphorisch das eigentlich ja dumpfe „O, wie ist das schöööööön“ mit und findet das auch völlig in Ordnung. Weil’s ja wahr ist.

Dem Fußballgott möchte man irgendein Getier opfern vor Erleuchtung, wenn man sowas wie gestern erleben darf. Das Leben lohnt sich ja wirklich. Echt. Manchmal geht das leider nur auf Kosten anderer, gestern der Freiburger Spieler, die dem Millerntor aber sowas von gar nicht gewachsen waren. Geschweige denn einem Ziehaufmännchen wie Thimo Schulz, den ich immer falsch schreibe, der dafür aber alles richtig macht, wenn er den Dynamo anwirft und die ganze Manschaft nach vorne kreiselt kraft unerschöpflicher Energie.

Wenigstens ging’s nicht auf Kosten der Freiburger Fans, so schien es zumindest – die haben nämlich unsere Mannschaft irgendwann genau so gefeiert wie wir selbst. Forderten bei der Ehrenrunde die Welle und supporteten schon während des Spiels unsere Jungs irgendwann einfach mit. Unglaublich. Das gab zur Antwort nicht nur „Freiburg, Freiburg!“-Chöre, sonderrn auch ein Gefühl unauslöschlicher Hochachtung den Breisgauern gegenüber. Wow!

Die Anekdote, wieso ich mich einst in Freiburg dazu entschieden habe, nach Hamburg zu ziehen, die erzähle ich deshalb dieses Mal nicht …

Von meinem Haupttribünenplätzchen aus schien mir das Stadion gestern nichstdestotrotz erstaunlich leise, wobei man auch nach dem 4:0 in der 52. Minute nicht mehr wirklich das Gefühl hatte, die Mannschaft müsse weiter dringendst nach vorne gepeitscht werden (schon wieder sowas Archaisches, „peitschen“). Aber mir schwante auch (wie „Schwan“), die totale Fassungslosigkeit sei in all die Psychen in all den Kurven und Geraden (eigentlich gibt’s gar keine Kurven mehr, die heißen nur noch aus Gewohnheit so) gefahren, weil mit sowas nun wirklich keiner gerechnet hatte. Wie’n vierter Akt bei Tschechow war es trotzdem nicht: Hatte um die 70. Minute Angst, daß sie doch noch einbrechen, unsere magischen Helden, weil das konditionell eigentlich gar nicht gehen kann, was die da gespielt haben, dieser 90.-Minuten Sturmlauf.

Ging aber, bis zum fulminanten Schlußakkord, eben dem 5:0 von Kuru. Ein richtig gutes Fußballspiel ist ja wie ’ne mitreßende Symphonie, da muß halt zum Schluß noch mal ’nen gewaltiger Akzent gesetzt werden, in dem ganz anti-adornitisch die Dissonanzen aufgelöst werden – wobei, so richtig Dissonanzen gab’s gestern eigentlich gar nicht.

Also, liebe Nachbarn: Nicht immer so unken. Zwar habt ihr meistens recht, aber diese Sprüche gestern in der Halbzeit, daß das 3:4 ja noch drin sei, die waren für einen so magischen Nachmittag dann doch viel zu profan …

Written by momorulez

7. April 2008 at 8:28

Veröffentlicht in Fussball, He! Sie da! Polizei!, Ja, Liebe

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St. Pauli Champs

with 58 comments

Mir fiel gerade wieder eine VHS-Kassette in die Hände, die mir einiges Wert ist. Ich habe 15 Jahre suchen müssen bis ich Ende der 90er in ihren Besitz gelangte. Und das kam so:

Dieser Post ist umgezogen … St. Pauli Champs – mit Video

Written by ring2

28. August 2007 at 20:57